beziehungsweise – weiterdenken

Forum für Philosophie und Politik

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Wer er-kennt sie schon, die alten Göttinnen?

Das Buch Ave Dea ermöglicht eine neue Begegnung mit 13 Göttinnen der griechisch-römischen Mythologie.

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Alleinerziehende oder Einsamversorgerin?

Das Wort „Alleinerziehende“ trifft nicht das Wesentliche der damit verbundenen Tätigkeiten. Silke Kirch schlägt stattdessen „Einsamversorgerin“ vor.

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Warum „weibliche Autorität“ und nicht „Autorität von Frauen“ ?

Ein Diskussionspunkt bei der Jubiläumstagung von bzw-weiterdenken hat Dorothee Markert zu weiterem Nachdenken angeregt.

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Fragensammlung zum Thema „Weibliche Autorität in der Welt stärken“

Bei der bzw-Jubiläumstagung „Weibliche Autorität in der Welt stärken“ haben die Teilnehmerinnen in Arbeitsgruppen Fragen formuliert, die in dem Zusammenhang wichtig wären. Nicht alle davon konnten diskutiert werden, aber an dieser Stelle möchten wir sie immerhin dokumentieren:

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Weibliche Autorität in der Welt stärken

Bei der Jubiläumstagung der bzw-Redaktion „Weibliche Autorität in der Welt stärken“ hielt Dorothee Markert diesen Vortrag.

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Geballte weibliche Autorität ist in der Welt, …

… doch wie können wir sie stärken? Dazu haben die Redaktionsfrauen von bzw-weiterdenken eine Tagung im Evangelischen Frauenbegegnungszentrum in Frankfurt organisiert. Hier ist der Bericht.

Sich „Die Leichtigkeit“ erhalten

Von Jutta Pivecka

Die politischen Entwicklungen der letzten Wochen und Monate geben scheinbar wenig Anlass zu Hoffnung auf ein besseres Leben für alle: die ersten Wochen des US-Präsidenten Trump im Amt mit menschenverachtenden Dekreten (zu Frauengesundheit, Einreisestopp für Migrant_innen aus mehreren muslimischen Ländern, Deregulierung des Finanzsektors etc. pp.), die guten Wahlaussichten menschenfeindlicher Rechtsextremer in den Niederlanden und Frankreich, komplementär dazu die schleichende nationalistisch-islamistische Radikalisierung in der Türkei, die hohe Frequenz, mit der Verschwörungstheorien und Hasskommentare in den sozialen Netzwerken Verbreitung finden – all das empört und verstört, erschöpft und ängstigt.

Dagegen stehen die Millionen von Frauen, die mit den Märschen in Washington und überall in der Welt ihren Freiheitswillen bekundet haben, Anwältinnen, die das Recht gegen präsidiale Dekrete verteidigen (in den US, in der Türkei und vielen anderen Ländern), Journalistinnen, die recherchieren, statt Lügen nachschreiben, all die vielen, die weiterhin in ihren Gemeinden, in ihren Ämtern und Berufen, an den Schulen und Universitäten Geflüchteten helfen und Integration ermöglichen, die am Arbeitsplatz, in den Familien, auf den Straßen und in den sozialen Netzwerken dem Hass und der Verachtung entgegentreten, die für Vielfalt und Gemeinsamkeit einstehen.

Es sieht nicht so aus, als werde dieser Kampf in den kommenden Monaten und Jahren leichter. Deshalb müssen wir alle schonend mit unseren Ressourcen umgehen, uns gegenseitig stärken und darauf achten, aus unseren Quellen schöpfen. Eine solche Quelle war für mich zuletzt die Graphic novel „Die Leichtigkeit“ von Catherine Meurisse. Die französische Zeichnerin, eine der Überlebenden des Massakers an den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“, erzählt in Worten und Bildern von ihrem Versuch, nach dem Attentat die Leichtigkeit des Lebens wiederzufinden. Meurisse´ Comic enthält, was wir alle in diesen Tagen brauchen können: die Fähigkeit zu Trauer und Wut, Aufmerksamkeit und Selbstreflexion, Humor und Lachen (auch über sich selbst). Vor allem aber: Schönheit. Meurisse endet mit einem Bild am Strand: „Ich habe fest vor, wach zu bleiben, schon auf das kleinste Anzeichen von Schönheit zu achten. Jene Schönheit, die mich rettet, indem sie mir Leichtigkeit zurückgibt.“

Leseempfehlung: Catherine Meurisse: Die Leichtigkeit, Carlsen Verlag (Hardcover, € 19,99)

Außerdem, um die Hoffnung am Horizont zu halten, weil eben nicht alles schlechter wird, sondern – on the long run – doch besser:

Our world in data. The world as 100 people over the last two centuries

Autorin: Jutta Pivecka
Eingestellt am: 05.02.2017

beziehungsweise…

… ist ein Internetforum, das, von Beziehungen unter Frauen ausgehend – daher der Titel – , ein philosophisches und politisches Gespräch ermöglicht. Es ist aus dem Wunsch der Initiatorinnen heraus entstanden, eine Plattform für Ideen zu schaffen, die ausgehend von der weiblichen Liebe zur Freiheit die Welt verstehen und Gesellschaft gestalten. Es bietet eine Möglichkeit, Gedanken zu entwickeln und zu diskutieren, unterschiedliche Projekte und Netzwerke miteinander in Kontakt und ins Gespräch zu bringen, Informationen auszutauschen, sich inspirieren zu lassen, neue Ideen zur Welt zu bringen. An diesem Projekt kann sich grundsätzlich jede Frau aktiv beteiligen, die in irgendeiner Weise mit einer der Redakteurinnen oder Autorinnen in Beziehung tritt.

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Illustration: Annekatrin Zint