beziehungsweise – weiterdenken

Forum für Philosophie und Politik

Neu in "lesen"

Was Bilder auf den zweiten Blick verraten

In ihrem Buch „Geheimnisse des Christentums“ erzählt Renate Schoof von dem in alten Bildern verborgenen Wissen.

Neu in "erzählen"

Befreien

„Sie lächelt. Sie weint. Sie ist eine ganze Person, in ihrem Körper, in ihrer Seele, in ihrem Intellekt, in all ihrem Sein“. Eine Geschichte von Sabrina Bowitz.

Neu in "unterwegs"

Gut gemeint… Ein Kurs für Gender-Kommunikation und seine Folgen

Cecilia Colloseus besuchte einen Workshop für Gender-Kommunikation. Und ärgerte sich über reproduzierte Geschlechterklischees und die Erwartung, dass Frauen sich an die Umstände anpassen sollen anstatt das Ganze zu verändern.

Neu in "unterwegs"

Nachlese einer Bordellführung für Frauen

In der Frankfurter Bahnhofsviertelnacht gab es die Gelegenheit, ein Bordell zu besichtigen. Elfriede Harth hat sie wahrgenommen und berichtet von ihren Eindrücken.

Neu in "handeln"

Wie die Seele bindet – ein Modell systemischer Aufstellung nach Teresa von Avila

Andrea Günter und Gabriele Schmalz haben in Teresa von Avila eine Vordenkerin der heutigen Aufstellungsarbeit entdeckt und ausgehend von ihrem Werk ein Modell dazu entwickelt.

Neu in "denken"

Ausbeutung und Sorgearbeit bei Christine Delphy

Elfriede Harth über die ökonomischen Theorien einer französischen materialistischen Feministin.

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Von Antje Schrupp

Foto: bruno135_406/Fotolia.com

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Achteinhalb Jahre ist dieses Forum inzwischen schon alt. 640 Artikel sind in dieser Zeit erschienen, von 130 Autorinnen. Eine großartige Fülle an Themen und Ideen hat sich da angesammelt.

Manche dieser Texte beziehen sich auf tagesaktuelle Ereignisse, andere sind hingegen von bleibender Wichtigkeit. Deshalb haben wir vorgenommen, ab und zu einen dieser älteren Artikel „aus der Versenkung“ zu holen und hier auf der Startseite noch einmal zu präsentieren.

Ich mache den Anfang mit dem Text „Lösungen, die das Leben anbietet“, den Dorothee Markert im Mai 2008 geschrieben hat. Darin denkt sie über die zunehmende Vermischung von öffentlichem und privatem Raum nach und über die Konflikte, die daraus entstehen können, wenn unterschiedliche Lebens- und Wertvorstellungen aufeinander stoßen.

Gerade zurzeit, wo in Deutschland jeden Tag rassistische Anschläge auf Menschen oder Unterkünfte für Flüchtlinge verübt werden, ist es wichtig, sich solche Gedanken zu machen. Einerseits können natürlich alle konkret helfen, mit Engagement, mit Sach- oder Geldspenden – unser Redaktionsmitglied Jutta Pivecka hat auf ihrem Blog die entsprechenden Links. Gleichzeitig ist es aber auch notwendig, kulturelle Strukturen und symbolische Ordnungen zu analysieren und zu verändern, die ein gutes Zusammenleben im Alltag erschweren und behindern.

Weder ein Pochen auf „Moral“ noch die abstrakte Gewalt des Gesetzes sind, so Dorothee These, dazu geeignet, Konflikte beim Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichen Ansichten und Lebensgewohnheiten zu moderieren. Sie schlägt stattdessen vor, den öffentlichen Raum als „gemeinsame Wohnküche“ zu verstehen, in der alle aufgefordert sind, aufeinander Rücksicht zu nehmen, einander ernst zu nehmen und zu respektieren, und in konkreten Konfliktsituationen Verantwortung zu übernehmen und Lösungen zu finden. Hier ist der Text.

Das Thema „öffentlicher Raum“ hat Dorothee danach noch weiter beschäftigt. Auf  ihrem eigenen Blog hat sie später noch mehrere Artikel dazu veröffentlicht, hier ist der direkte Link 

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Habt Ihr vielleicht auch einen alten „Lieblingstext“, den wir in dieser Rubrik noch einmal aufgreifen sollten? Dann schreibt uns einfach den Link und eine kurze Begründung!

Autorin: Antje Schrupp
Eingestellt am: 29.08.2015

beziehungsweise…

… ist ein Internetforum, das, von Beziehungen unter Frauen ausgehend – daher der Titel – , ein philosophisches und politisches Gespräch ermöglicht. Es ist aus dem Wunsch der Initiatorinnen heraus entstanden, eine Plattform für Ideen zu schaffen, die ausgehend von der weiblichen Liebe zur Freiheit die Welt verstehen und Gesellschaft gestalten. Es bietet eine Möglichkeit, Gedanken zu entwickeln und zu diskutieren, unterschiedliche Projekte und Netzwerke miteinander in Kontakt und ins Gespräch zu bringen, Informationen auszutauschen, sich inspirieren zu lassen, neue Ideen zur Welt zu bringen. An diesem Projekt kann sich grundsätzlich jede Frau aktiv beteiligen, die in irgendeiner Weise mit einer der Redakteurinnen oder Autorinnen in Beziehung tritt.

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Illustration: Annekatrin Zint