beziehungsweise – weiterdenken

Forum für Philosophie und Politik

Neu in "denken"

Das, was nicht von mir abhängt

Die Diotima-Philosophin Wanda Tommasi beschäftigt sich in ihrem neusten Buch mit „Dem, was nicht von mir abhängt“. Antje Schrupp hat es gelesen und die zentralen Thesen auf Deutsch zusammengefasst.

Neu in "lesen"

Vom Versagen der Kleinfamilie

Es ist offensichtlich, dass die Kleinfamilie nicht leisten kann, was von ihr erwartet wird. Mariam Irene Tazi-Preve erklärt in ihrem jüngst erschienenen Buch, warum das so ist.

Neu in "heilen"

Ein Plädoyer für die Kunst des Balancierens über den Abgrund

Wir leben in einer Zeit der Wanderung auf schmalem Grat, so scheint das. Anja Boltin fragt, was das Spezifische an den Extremen unserer Zeit ist und überlegt, wie die Frage nach Gut und Böse, Richtig und Falsch heute zu stellen wäre.

Neu in "Blitzlicht"

#MeToo-Debatte, Glaubwürdigkeit und Wertschätzung

Bei einem Vortrag zur #MeToo-Debatte erlebte Juliane Brumberg, was es bedeutet, Autorität und Wertschätzung zu genießen.

Neu in "denken"

Wohin soll unsere Gesellschaft sich entwickeln? Diversity, Demokratie und die gerechtigkeitsorientierte Rekonstruktion des Geistig-Ökonomischen

Den Unterschied von modern und postmodern zu ignorieren bestimmt das Politikverständnis der neuen Rechten. Andrea Günter zeigt darum auf, wie diversity als Grundprinzip von Politik sowie der Zusammenhang von Ökonomischem und Geistigem neu verstanden werden muss.

Neu in "handeln"

Die Donut Ökonomie. Endlich ein Wirtschaftsmodell, das den Planeten nicht zerstört.

Ein Buch mit vielen Anknüpfungsmöglichkeiten für eigene Initiativen zu anderem Wirtschaften, empfohlen von Ina Praetorius.

Frau Einstein

Von Adelheid Ohlig

Warum bekam Mileva Einstein die gesamte Summe des Albert Einstein verliehenen Nobelpreises? An dieser Frage und aus dem Briefwechsel der beiden Studierenden vor ihrer Hochzeit lässt sich eine Mitwirkung Milevas an der Entwicklung der Relativitätstheorie herauslesen. Mileva Marić hatte ebenso wie Albert Einstein am damaligen Polytechnikum Zürich, heute ETH Zürich, Physik studiert. Dort verliebten sie sich, tauschten sich aus, arbeiteten gemeinsam an Projekten.

Marie Benedict nimmt die spärlichen Fakten und spinnt daraus eine Geschichte, die so hätte sein können. Sie zeichnet ein Zeitgemälde, stellt die Rolle der Frau Anfang des vergangenen Jahrhunderts vor und zeigt, wie schwer es den ersten Frauen an den Hochschulen Europas fiel, sich oft als Einzige inmitten einer geschlossenen Männerclique zu behaupten. Kamen sie dazu aus Osteuropa, so wie Mileva aus Serbien, wurde auch wegen dieser Herkunft auf sie herabgesehen. Auch wenn Albert Einstein später gern unkonventionell erscheinen wollte, so blieb er doch traditionellen Geschlechterrollen verhaftet. Denn sobald er und Mileva verheiratet waren, erwartete er – nebst den Diskussionen um Physik und Mathematik – dass sie den Haushalt ordentlich führte.

Das Buch macht bewusst, wie fragil Geschlechtergerechtigkeit war – und ist.

Marie Benedict: Frau Einstein – Die Geschichte von Mileva Marić, Albert Einsteins erster Frau, die massgeblich an seinem Erfolg beteiligt war und doch bis heute eine Unbekannte ist, Kiepenheuer und Witsch, Köln 2018, 364 Seiten, aus dem amerikanischen Englisch von Marieke Heimburger

Autorin: Adelheid Ohlig
Eingestellt am: 11.06.2018
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… ist ein Internetforum, das, von Beziehungen unter Frauen ausgehend – daher der Titel – , ein philosophisches und politisches Gespräch ermöglicht. Es ist aus dem Wunsch der Initiatorinnen heraus entstanden, eine Plattform für Ideen zu schaffen, die ausgehend von der weiblichen Liebe zur Freiheit die Welt verstehen und Gesellschaft gestalten. Es bietet eine Möglichkeit, Gedanken zu entwickeln und zu diskutieren, unterschiedliche Projekte und Netzwerke miteinander in Kontakt und ins Gespräch zu bringen, Informationen auszutauschen, sich inspirieren zu lassen, neue Ideen zur Welt zu bringen. An diesem Projekt kann sich grundsätzlich jede Frau aktiv beteiligen, die in irgendeiner Weise mit einer der Redakteurinnen oder Autorinnen in Beziehung tritt.

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Illustration: Annekatrin Zint