beziehungsweise – weiterdenken

Forum für Philosophie und Politik

Neu in "denken"

Kostenkrankheit ist Menschengesundheit (ziemlich oft jedenfalls)

Zahlen werden nicht krank. Nur lebende Wesen (Menschen, Tiere, Pflanzen) werden krank. Trotzdem gibt es in der Ökonomie den Begriff der „Kostenkrankheit“ (Cost-Disease). Eine Glosse von Ina Praetorius.

Neu in "erzählen"

Vergewaltigt vor 44 Jahren

Dass sie im Jahr 1973 vergewaltigt wurde, möchte B. nicht länger „mit dem Mäntelchen des (relativen) Stillschweigens bedecken“. Deshalb hat sie aufgeschrieben, was damals geschehen ist und wie es ihr Leben prägte

Neu in "unterwegs"

Martin Luther und die Hexen

In Rothenburg ob der Tauber vervollständigt eine gut gemachte, nicht-kirchliche Ausstellung zu Martin Luther das Bild des Reformators.

Neu in "handeln"

Packen wir es sinnvoll an!

Dass nur wenige Männer sich für die konkrete Erledigung von Care-Arbeit zuständig fühlen, ist ein gesellschaftliches Problem. Vielleicht ließe sich für eine Veränderung auch an alte „Männerselbstverständnisse“ anknüpfen, meint Cornelia Roth.

Neu in "dichten"

Fragen einer denkenden Frau

Ein Gedicht zum Thema „Freudensprünge“ und „Ende des Patriarchats“ von Iris Welker-Sturm.

Neu in "Blitzlicht"

Wie war das mit den Freudensprüngen?

Gerade jetzt, empfiehlt Juliane Brumberg, sollte der Artikel „Freudensprünge“ zum Ende des Patriarchats von Luisa Muraro noch einmal gelesen werden.

Der alte Prinz Feminismus und die junge Lust, die Welt zu verändern

Von Antje Schrupp

bowie

David Bowie, die, weiblich. Gemälde von Kerstin Lichtblau. Mehr über die Künstlerin beim Klick auf das Bild. Oder direkt zu ihrem Blog: lichtblau.blogspot.de.

Das Jahr 2016 war kein gutes, da sind sich viele einig – und nicht nur, weil von David Bowie bis Carrie Fisher so viele sympathische Promies gestorben sind.

In der Redaktion haben wir viel über die politischen Entwicklungen diskutiert – und durchaus auch gestritten. Einige der insgesamt 74 neuen Texte, die im vergangenen Jahr auf bzw-weiterdenken erschienen sind, reflektierten das, zum Beispiel übersetzten wir einen Kommentar italienischer Feministinnen zu den Debatten „nach Köln“, Dorothee Markert setzte sich mit Diskriminierungsdiskursen auseinander, Andrea Günter analysierte die moralische Dimension von Flüchtlingspolitiken, Juliane Brumberg dachte über die Verunsicherung der Männer nach und Jutta Pivecka schrieb ein kurzes Blitzlicht einer „Verteidigung der Ächtung“. Ich besuchte im Februar einen Kongress zum „Europa der Nachbarstädte“ in Rom.

Aber natürlich haben auch wir mehr Fragen als Antworten, und eine, die mir besonders gut gefällt, möchte ich uns an dieser Stelle mit auf den Weg ins neue Jahr geben. Formuliert hat sie die Redaktion der „Via Dogana“, der Zeitung des Mailänder Frauenbuchladens:

„Wie kann der alte Prinz Feminismus die immer junge Lust, die Welt zu verändern, aufwecken, die trotz des schrecklichen Lärms rundherum tief und fest schläft (oder so tut als ob)?“

Ja, wie? Wenn Ihr dazu Ideen, Links, Vorschläge, Assoziationen, Beispiele, Geschichten habt, schickt sie uns, oder schreibt sie in die Kommentare!

PS: Um vorläufig mit einer guten Nachricht aus der Rubrik „Daten und Fakten“ zu enden: Unsere Seite ist auch im zehnten Jahr kontinuierlich gewachsen. Wir hatten 2016 genau 149562 Seitenaufrufe (das sind 8000 mehr als im Jahr davo) bei 79890 Besuchen (was sogar eine Steigerung um 12000 ist – und es bedeutet, dass jede Leserin, die kam, im Durchschnitt zwei Seiten angeschaut hat).

Wir bedanken uns bei allen Leserinnen, Autorinnen, Kommentatorinnen… und hoffen auf Eure Beteiligung und Mitwirkung auch in diesem Jahr. Wie es geht, lest Ihr hier.

Zum Blog von Kerstin Lichtblau.

Autorin: Antje Schrupp
Eingestellt am: 06.01.2017

beziehungsweise…

… ist ein Internetforum, das, von Beziehungen unter Frauen ausgehend – daher der Titel – , ein philosophisches und politisches Gespräch ermöglicht. Es ist aus dem Wunsch der Initiatorinnen heraus entstanden, eine Plattform für Ideen zu schaffen, die ausgehend von der weiblichen Liebe zur Freiheit die Welt verstehen und Gesellschaft gestalten. Es bietet eine Möglichkeit, Gedanken zu entwickeln und zu diskutieren, unterschiedliche Projekte und Netzwerke miteinander in Kontakt und ins Gespräch zu bringen, Informationen auszutauschen, sich inspirieren zu lassen, neue Ideen zur Welt zu bringen. An diesem Projekt kann sich grundsätzlich jede Frau aktiv beteiligen, die in irgendeiner Weise mit einer der Redakteurinnen oder Autorinnen in Beziehung tritt.

Weiterlesen

Illustration: Annekatrin Zint