beziehungsweise – weiterdenken

Forum für Philosophie und Politik

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Liebe zur Arbeit der Frauen: Die Museumskuratorin Elisabeth von Dücker

Für zwei spannende Projekte steht der Name der Hamburger Museumswissenschaftlerin: Die FrauenFreiluftGalerie im Hafenbereich und eine große Ausstellung zur SEXARBEIT in den Jahren 2005-2007. Wir erzählen darüber in der Serie über weniger bekannte Feministinnen.

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Una Primavera

Unglaublich feinsinnig beobachtend wird offensichtlich, als welche Hürden bei dem Versuch einer Befreiung die Gesellschaft, die eigenen Wünsche und festgelegte patriarchale Strukturen wirken und solche Zustände Jahrzehnte überdauern lassen.

Neu in "denken"

Kapitel 1: Politik als Arbeit an der Kultur

Zum 20. Jubiläum der Flugschrift „Liebe zur Freiheit, Hunger nach Sinn“ wird der Text hier im Forum erstmals online veröffentlicht. Nach der Einleitung folgt nun das 1. Kapitel.

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Das Leben leidenschaftlich lieben!

Über geniale Frauen, die hinter ihren berühmten Partnern in Vergessenheit gerieten, erzählt Senta Trömel-Plötz in ihrem neuen Buch.

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Aktueller denn je: Rollenbilder von Mädchen und Jungen, Männern und Frauen

Der Bayerische Landesfrauenrat hat sich intensiv mit dem Einfluss von Rollenbildern beschäftigt.

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Weibliche Freiheit in Zeiten des Patriarchats: Die Sehnsucht der Schwestern Gusmão

Filmtipp: Am 26. Dezember kommt in Deutschland der brasilianische Film „Die Sehnsucht der Schwestern Gusmão“ ins Kino.

„… ich bin verdammt, allein durch mein Geschlecht, …“

Von Dorothee Markert

Die bzw-Redaktion wünscht unseren LeserInnen alles Gute für 2020

Im Weihnachtsurlaub las ich die Tagebücher der DDR-Schriftstellerin Brigitte Reimann (Ich bedaure nichts. Tagebücher 1955-1963. Aufbau Taschenbuch Verlag 2000). Das folgende Zitat schrieb ich mir daraus ab:

„Warum zum Teufel bin ich nur eine Frau geworden? Ich bin verdammt, allein durch mein Geschlecht, niemals eine Freundschaft zu finden, weil kein Mann im Stande ist, die Seele vom Körper zu trennen, weil nicht einer versteht, dass ich geliebt werden will um meines Geistes, meiner Begabung oder, um noch einmal das Wort zu gebrauchen, meiner Seele willen; weil jeder erwartet, dass ich gute Gespräche, die Neigung eines geistreichen Mannes durch einen Beischlaf erkaufe. Es ist zum Kotzen! Warum wird es einer Frau so schwer gemacht, anständig zu bleiben?“ (S. 88)

In diesen Tagebüchern der Autorin geht es fast ausschließlich um Männer, als habe es in ihrer Welt überhaupt keine Frauen gegeben. Und das war ja wohl auch für die meisten Frauen so, in Ost und West, bis sich mit dem Beginn der Frauenbewegung der 1970er-Jahre unsere Welt mit Frauen bevölkerte, bis wir lernten, uns auf Frauen zu beziehen und von Frauen zu lernen, bis wir anfingen, weibliche Autorität in der Welt wahrzunehmen und zu stärken. Auch für das Engagement der jüngeren Feministinnen können wir dankbar sein, die sich beispielsweise mit „Aufschrei“ und „Me too“ dafür einsetzten, dass Frauen aufhören, sich selbst und ihr Geschlecht für etwas zu verdammen, was Männer ihnen antun.
Und so können manche Frauen heute, zu Beginn der 2020er-Jahre, die Aussage Luisa Muraros, dass es ein Glück sei, als Frau geboren worden zu sein, aus tiefstem Herzen bejahen. Dass immer mehr Frauen dieses Glück empfinden können, wünsche ich mir zum neuen Jahr und für das nächste Jahrzehnt.

Autorin: Dorothee Markert
Eingestellt am: 13.01.2020
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… ist ein Internetforum, das, von Beziehungen unter Frauen ausgehend – daher der Titel – , ein philosophisches und politisches Gespräch ermöglicht. Es ist aus dem Wunsch der Initiatorinnen heraus entstanden, eine Plattform für Ideen zu schaffen, die ausgehend von der weiblichen Liebe zur Freiheit die Welt verstehen und Gesellschaft gestalten. Es bietet eine Möglichkeit, Gedanken zu entwickeln und zu diskutieren, unterschiedliche Projekte und Netzwerke miteinander in Kontakt und ins Gespräch zu bringen, Informationen auszutauschen, sich inspirieren zu lassen, neue Ideen zur Welt zu bringen. An diesem Projekt kann sich grundsätzlich jede Frau aktiv beteiligen, die in irgendeiner Weise mit einer der Redakteurinnen oder Autorinnen in Beziehung tritt.

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Illustration: Annekatrin Zint