beziehungsweise – weiterdenken

Forum für Philosophie und Politik

Neu in "handeln"

Frauenaktionen bei „Blockupy“ am 18. März

„Von unten umfunktioniert werden“ soll die für den 18. März angesetzte Einweihungsfeier des neuen Gebäudes der Europäischen Zentralbank in Frankfurt. Elfriede Harth über geplante Aktionen von Frauen.

Neu in "erinnern"

25 Jahre Mauerfall: Sind die Mauern wirklich gefallen?

Ursula Knecht erinnerte sich bei den Feiern zum Mauerfall an ein Referat über die politische Bedeutung von Labyrinthplätzen, das sie im Jahr 2000 in Dresden gehalten hat.

Neu in "denken"

Zur Zeit des Advents und großer politischer Fragen: „Weihnachten. Das Fest der Verwundbarkeit“

Was bedeutet die Geburt eines Kindes für die Welt? Die Erläuterungen im Buch von Hildegund Keul sind ungewöhnlich

Neu in "Blitzlicht"

Blick nach vorne – und zurück

Erwartungen und Rückblick liegen zum Jahreswechsel in der Luft. Fangen wir an mit dem, was kommt: Gleich im Februar veranstaltet beziehungsweise-weiterdenken eine kleine Tagung. Unter dem Motto „Sich verständlich machen?“  laden wir von der Redaktion nach Frankfurt ins Evangelische Frauenbegegnungszentrum ein, und zwar am Samstag, den 28. Februar 2015. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit […]

Neu in "Blitzlicht"

Sich verständlich machen?

Eine Tagungvon www.bzw-weiterdenken.de Viele kennen wohl solche Situationen: Du sitzt in einem Vortrag oder schaust einen Film und nimmst etwas wahr, aber alle anderen sehen es nicht und reagieren vollkommen anders. Oder du sagst etwas, das dir sonnenklar zu sein scheint, aber niemand versteht, was du meinst. Dieses Gefühl, fremd zu sein, kann überall aufkommen: […]

Neu in "denken"

Gründerinnen. Wirksamkeit und Realität einer anderen symbolischen Ordnung

In einem weiteren Kapitel aus dem Diotima-Buch “Das Fest ist hier” zeigt Stefania Ferrando, wie wir heute zu Gründerinnen werden können

Eine Ausstellung über Rollenklischees in der Urgeschichtsforschung. Endlich!

Von Dorothee Markert

Ich-Mann.-Du-Frau._mupamuseumimageZur Zeit kann im Freiburger Museum für Ur- und Frühgeschichte eine Ausstellung besichtigt werden, die erstaunlich große mediale Aufmerksamkeit bekommt: „Ich Mann. Du Frau. Feste Rollen seit Urzeiten?“ Sie wurde von drei Frauen konzipiert, die sich beim Studium kennenlernten. Zwei sind inzwischen Museumsdirektorinnen, eine lehrt als Professorin für Ur- und Frühgeschichte an der Universität Basel. Diese Ausstellung kritisiert die Interpretation von Grabbeigaben in der traditionellen Archäologie, die bürgerliche Geschlechtsrollenklischees auf die Menschen der Urgeschichte projiziert hat und dabei geflissentlich übersah, dass Schmuck und Webutensilien nicht nur in Frauengräbern und Waffen und Werkzeuge nicht nur in Männergräbern gefunden wurden. Feministinnen wissen ja schon lange, dass die berühmten Jagdszenen in Höhlen höchstwahrscheinlich von Frauen gemalt wurden, sie hinterließen nämlich farbige Handabdrücke auf ihren Bildern.

Von dieser Ausstellung erfuhr ich durch die Titelseite einer regionalen Sonntagszeitung, die kostenlos an alle Haushalte verteilt wird, und freute mich sehr darüber. Denn vor etwa 25 Jahren versuchte ich genau in diesem Museum bei einer Sonderführung für das Lehrerkollegium meiner Schule anlässlich unseres „Pädagogischen Tags“ schon einmal, den damaligen Leiter (und meine KollegInnen) auf die Kritik der Matriarchatsforschung an den steinzeitlichen Rollenbildern hinzuweisen. Das ging gründlich schief: Vor allem meine Kolleginnen nahmen mir übel, dass ich mit meinen Fragen den harmonischen Ablauf unserer Fortbildung störte, und der Museumsdirektor verstand es, meine Einwände als haltlos und unbegründet zurückzuweisen. Da ich wusste, dass er mit der Vorsitzenden des örtlichen Frauenrings verheiratet war, versuchte ich ihn danach auch noch brieflich zu überzeugen. Doch ich konnte mein Anliegen weder ihm noch meinem Kollegium verständlich machen.

Dass ich jetzt durch die Ausstellung “Ich Mann. Du Frau” an diesen Misserfolg erinnert werde, geschieht zum richtigen Zeitpunkt. Denn am 28. Februar 2015 werde ich darüber und über viele weitere – auch positive – Vermittlungserfahrungen bei unserer Tagung in Frankfurt zum Thema „Sich verständlich machen?“ gemeinsam mit bzw-Leserinnen und -Autorinnen nachdenken können.

Autorin:
Eingestellt am: 01.01.2015
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… ist ein Internetforum, das, von Beziehungen unter Frauen ausgehend – daher der Titel – , ein philosophisches und politisches Gespräch ermöglicht. Es ist aus dem Wunsch der Initiatorinnen heraus entstanden, eine Plattform für Ideen zu schaffen, die ausgehend von der weiblichen Liebe zur Freiheit die Welt verstehen und Gesellschaft gestalten. Es bietet eine Möglichkeit, Gedanken zu entwickeln und zu diskutieren, unterschiedliche Projekte und Netzwerke miteinander in Kontakt und ins Gespräch zu bringen, Informationen auszutauschen, sich inspirieren zu lassen, neue Ideen zur Welt zu bringen. An diesem Projekt kann sich grundsätzlich jede Frau aktiv beteiligen, die in irgendeiner Weise mit einer der Redakteurinnen oder Autorinnen in Beziehung tritt.

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Illustration: Annekatrin Zint