beziehungsweise – weiterdenken

Forum für Philosophie und Politik

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Spätberufene Feministin: Die Verbandsfrau Marlies Hesse

Nach dem Eintritt in den Ruhestand übernahm Marlies Hesse die Geschäftsführung des Journalistinnenbundes und hat dort eine zweite Karriere hingelegt, die fast noch erfolgreicher war als ihre Erste.

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„Wir sind goldwert“ – ein Care-Manifest zum Schweizer Frauenstreik

Im Vorfeld des Frauenstreiks am 14. Juni in der Schweiz hat eine Gruppe des Feministischen Leseseminars Zürich ein Care-Manifest geschrieben. Lorena Gulino, die zu der Gruppe gehört, über die Hintergründe der Aktion.

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Was wagen. Frauenkalender 2020

Ein inspirierender Frauenkalender für das Jahr 2020: Was wagen, hrsg. von Simone Burster, Petra Heilig und Susanne Herzog.

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Lese-Empfehlung: Tiefrot und radikal bunt!

Cornelia Roth empfiehlt Julia Fritzsches Buch „Tiefrot und radikal bunt! Für eine neue linke Erzählung“.

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Engagiert für körperlichen Halt und eine starke weibliche Mitte: Die Heilpraktikerin Bali Schreiber

Eine wichtige Säule der Frauenbewegung war das Engagement für Wissen und Autonomie über den weiblichen Körper. Dazu wurden in vielen deutschen Städten Frauengesundheitszentren gegründet. Bali Schreiber war eine der Gründerinnen des Feministischen Frauengesundheitszentrums in Nürnberg.

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„In der Tradition finde ich das nicht“. Ein posthumes Interview (von 2000) mit Elisabeth Gössmann

Am 1. Mai ist die katholische Theologin Elisabeth Gössmann im Alter von 90 Jahren gestorben. Mit ihren Forschungen zu theologischen Texten von Frauen im Mittelalter und in der Neuzeit hat sie wichtige Grundlagen für die feministische Theologie gelegt. Dieses Interview führte Antje Schrupp im Jahr 2000 mit ihr – aber es ist heute so aktuell wie damals.

Freitags für die Zukunft

Von Barbara Linnenbrügger

Fridays for Future
Fotos: Barbara Linnenbrügger

Mitte Februar war ich in Darmstadt bei der dortigen Demonstration der jungen Leute fridays for future. Ich war und bin sehr, sehr beeindruckt. Endlich wieder ein öffentliches Zeichen, eine Generation die aufsteht. Die Kompromisslosigkeit ihrer Kernforderung berührt mich sehr tief: Wir wollen eine lebenswerte Zukunft! So einfach und so schlicht … und doch so perspektivlos? Ich finde, dass sie das mit Recht fordern können und ich finde es gut, wenn sie sich nicht (noch nicht!) in die Verantwortung nehmen lassen, sofort mit Strategien zu kommen wie das zu verwirklichen ist. Dafür sind in der Tat wir verantwortlich … dass heißt: Die Eltern, Ur- und Großelterngeneration. Die Forderungen sind denen ähnlich,  mit denen wir schon Ende der 1970er Jahre auf die Straße gingen. Sie werden immer dringlicher.

Ich war mit einer Freundin dort. Für uns passte es nicht, uns in den Demozug einzureihen: Es ist Sache der Kinder und Jugendlichen ihre Formen zu finden, ihren Forderungen Ausdruck zu geben. Aber dann hatte meine Freundin eine gute Idee: Wir haben uns an den Rand gestellt – etwas prominent auf einer breiten Treppe – und haben applaudiert, die ganze Zeit, dem ganzen langen, sehr langen Demozug haben wir applaudiert. Von vielen TeilnehmerInnen wurde das sehr freudig und positiv kommentiert. Diese Form der Unterstützung und des Mutmachens fand ich  angemessen. Ich könnte mir vorstellen, dass wir viele Ältere und Alte sind, die das tun!

Bei der Eröffnungskundgebung stand eine Frau neben mir, die mir erzählte, dass ihre Tochter, Sechstklässlerin, gestern Abend mit Freundinnen Plakate gemalt habe. Die Mädchen waren Feuer und Flamme, hierherzukommen. Nun säßen sie in der Schule und würden von Lehrern massiv unter Druck gesetzt. Sie haben Angst vor Sanktionen. Besorgt kommentierte die Mutter: „Bin gespannt, ob sie kommen.“

Ich möchte alle auffordern, sich ein Bild und eine Meinung von der Bewegung zu machen und Stellung zu beziehen. Ich finde, dass die Kinder und Jugendlichen das verdient haben. In den Medien wird ihnen zu wenig Beachtung gegeben. So können sie bei Entscheidungsträgern zu wenig Druck machen. Ich fand es auch sehr gut, dass kaum Organisations- und Parteibekundungen zu sehen waren und hoffe, dass sich fridays for future das noch lange bewahren kann, dass die jungen Menschen sich nicht vereinnahmen lassen und dass sie wirklich durchhalten …… bis sich was tut!

Auf der Internetseite können alle Demotermine (für ganz Deutschland) eingesehen werden und ich bin bestimmt – applaudierend – so oft es geht dabei. Und die Jugendlichen brauchen etwas Geld, für Plakate, für Mikroanlagen und was so gebraucht wird, um ihre Forderungen auf die Straße zu tragen.

Fridays for Future


Autorin: Barbara Linnenbrügger
Eingestellt am: 06.03.2019
Tags: , ,

beziehungsweise…

… ist ein Internetforum, das, von Beziehungen unter Frauen ausgehend – daher der Titel – , ein philosophisches und politisches Gespräch ermöglicht. Es ist aus dem Wunsch der Initiatorinnen heraus entstanden, eine Plattform für Ideen zu schaffen, die ausgehend von der weiblichen Liebe zur Freiheit die Welt verstehen und Gesellschaft gestalten. Es bietet eine Möglichkeit, Gedanken zu entwickeln und zu diskutieren, unterschiedliche Projekte und Netzwerke miteinander in Kontakt und ins Gespräch zu bringen, Informationen auszutauschen, sich inspirieren zu lassen, neue Ideen zur Welt zu bringen. An diesem Projekt kann sich grundsätzlich jede Frau aktiv beteiligen, die in irgendeiner Weise mit einer der Redakteurinnen oder Autorinnen in Beziehung tritt.

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Illustration: Annekatrin Zint