beziehungsweise – weiterdenken

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Seit über 30 Jahren erforscht und vermittelt Irene Franken die Geschichte von Frauen in Köln und hat daran mitgewirkt, dass der Kölner Frauengeschichtsverein zu einem der größten seiner Art in Deutschland geworden ist.

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Ohne „Untenrum frei“ gibt es kein „Obenrum frei“

„Untenrum frei“ sollten nach dem gleichnamigen Buch der SPIEGEL-Kolumnistin Margarete Stokowskis alle Frauen sein. Brigitte Leyh hat es mit Vergnügen gelesen.

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Vier sündige Frauen?

Juliane Brumberg freut sich über das neue Buch der niederländischen Autorin Connie Palmen.

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Begegnung mit der vielleicht ersten deutschen Frau im All

Suzanne Randall könnte die erste deutsche Frau sein, die ins Weltall fliegt. Derzeit tourt sie durch Deutschland, Brigitte Leyh hat sie erlebt.

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Das Patriarchat am Ende?

Theresia Sauter-Bailliet macht sich Sorgen um unseren Planeten und möchte zu einer Diskussion über die Zusammenhänge patriarchaler Frauenpolitik und der gegenwärtigen Weltlage anregen.

Das Patriarchat ist zu Ende?!

Von Juliane Brumberg

Hier auf beziehungsweise-weiterdenken gehen wir ja schon länger davon aus, dass das Patriarchat zu Ende ist (hier und hier und hier). Inzwischen scheint dieser Gedanke auch im Mainstream angekommen zu sein und für alle wahrnehmbare Wirklichkeit zu werden. Die  Autorin Margarete Stokowski hat ihr neues Buch mit ihren gesammelten gesellschaftskritischen Kolumnen „Die letzten Tage des Patriarchats“ genannt und begründet dies ernsthaft und humorvoll zugleich.

Viel deutlicher erleben wir aber ein letztes Aufbäumen des Patriarchats in der aktuellen Politik, genauer gesagt im Bayerischen Wahlkampf. Die männerdominierte CSU mit ihrem Alleinvertretungsanspruch für die Politik in Bayern muss erleben, dass die gewohnte absolute Mehrheit alles Andere als selbstverständlich ist. Es ist davon auszugehen, dass eine neue Vielfalt von Parteien im Bayerischen Landtag die Demokratie bereichern wird. Statt damit kreativ umzugehen und neue politische Lösungen auszuprobieren, schlägt der Parteivorsitzende Horst Seehofer wild und zerstörerisch um sich – und schadet damit hauptsächlich seinen männlichen Kampfgenossen. Das Patriarchat zerschlägt sich selbst.

Die Umfragen zeigen, dass die Wählerinnen und Wähler diese Art von Politik nicht mehr wollen. In dem nicht geringen Bodensatz von AFD-Sympathisanten sammeln sich zwar diejenigen, die das Ende des Patriarchats (noch) nicht akzeptieren wollen oder können, doch die meisten Menschen wollen eine andere Politik. Sie haben erkannt, dass es eben gerade nicht mehr um eine Stabilität in den alten patriarchalen Strukturen geht. Sie haben verstanden, dass es für die aktuellen Probleme keine einfachen Lösungen gibt. Sie wünschen sich eine Vielfalt in der Politik, in der sich Männer und Frauen gleichermaßen für gute Lösungen schwieriger politischer Fragen engagieren.

Für mich ist das ein Zeichen dafür, dass Ausdauer sich lohnt, auch wenn es noch so mühsam ist, dass es sich lohnt, immer wieder das Gespräch zu suchen und politische Überzeugungsarbeit zu leisten. Darin bestärkt mich eine andere Meldung aus einer ganz anderen, ebenfalls männlich-dominanten Szene: Die Gedenkstätten in Auschwitz hatten den Rapper Kollegah, der – aus kommerziell motivierter Geltungssucht – mit höchst provozierenden und brutalen Formulierungen zum Holocaust auf sich aufmerksam gemacht hatte, zu einem Besuch eingeladen und dieser war erstaunlicherweise der Einladung gefolgt. Der Besuch habe ihn verändert, so der Rapper hinterher, und die Zeit der Provokation sei vielleicht erst mal vorbei. Das rechtfertigt in keinster Weise die Publicity, die dieser Rapper mit seinen frauenverachtenden Texten betreibt, doch es zeichnet die Gedenkstätten aus, die sich nicht zu schade waren, das Gespräch mit jemandem wie ihm zu suchen.

 

Autorin: Juliane Brumberg
Eingestellt am: 10.10.2018
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… ist ein Internetforum, das, von Beziehungen unter Frauen ausgehend – daher der Titel – , ein philosophisches und politisches Gespräch ermöglicht. Es ist aus dem Wunsch der Initiatorinnen heraus entstanden, eine Plattform für Ideen zu schaffen, die ausgehend von der weiblichen Liebe zur Freiheit die Welt verstehen und Gesellschaft gestalten. Es bietet eine Möglichkeit, Gedanken zu entwickeln und zu diskutieren, unterschiedliche Projekte und Netzwerke miteinander in Kontakt und ins Gespräch zu bringen, Informationen auszutauschen, sich inspirieren zu lassen, neue Ideen zur Welt zu bringen. An diesem Projekt kann sich grundsätzlich jede Frau aktiv beteiligen, die in irgendeiner Weise mit einer der Redakteurinnen oder Autorinnen in Beziehung tritt.

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Illustration: Annekatrin Zint