beziehungsweise – weiterdenken

Forum für Philosophie und Politik

Neu in "erinnern"

Ein Berufsleben mit alleine erziehenden Frauen: Die Sozialpädagogin Erni Kutter

Frauen, die ihre Kinder alleine erziehen, auf ihrem persönlichen Weg zu stärken und nicht als bedürftige Klientinnen zu behandeln, war ein Anliegen von Erni Kutter. Darüber hinaus hat sie Bücher zu heiligen Frauen und zu weiblichen Traditionen im Umgang mit Sterben und Tod geschrieben. Das hat alles etwas miteinander zu tun.

Neu in "erinnern"

Emma Goldman ernstnehmen

Dieses Jahr im Juni wäre Emma Goldman 150 Jahre alt geworden, nächstes Jahr im Mai ist ihr 80. Todestag. Ein Anlass, sich noch einmal mit der anarchistischen Feministin und ihren Gedanken zu beschäftigen.

Neu in "lesen"

„Damit ihr wißt, wie’s war“ – Gabriele Tergits großartiger Familienroman „Effingers“

Gabriele Tergits großartiger Familienroman „Effingers“ verdient fast 70 Jahre nach seinem Erscheinen endlich eine große Leserschaft in Deutschland

Neu in "denken"

Das Ungedachte

Zusammenfassung des vierten Kapitels aus Luisa Muraros Buch „Auf dem Markt des Glücks“

Neu in "erinnern"

Bis ins hohe Alter aktiv: Die Feministin und Berliner Frauenpreisträgerin Karin Bergdoll

Heike Brunner interviewt die Berliner Frauenpreisträgerin Karin Bergdoll

Neu in "anschauen"

… oder ihr Ersatz

Was macht man mit einem Kind, das nicht „integrierbar“ ist? Weil es darauf besteht, eine Mutter zu haben, die Gesellschaft das aber nicht hinbekommt?

Das Ende des Mythos vom „lieben Geschlecht“

Von Ina Praetorius

Das Foto von Angela Merkel, Ursula von der Leyen und Annegret Kramp-Karrenbauer, drei Frauen in hohen politischen Ämtern, hat Aufsehen erregt. Die taz mäkelte auf ihrem Titel herum: „So haben wir uns das Ende des Patriarchats aber nicht vorgestellt.“

Hier nochmal an alle, die meinen, mit Frauen* an der Spitze (zum Beispiel Europas) müsse es jetzt aber bitteschön „besser werden“: 

Das Ziel von Gleichstellung oder Emanzipation (oder wie ihr es nennen wollt) ist nicht Freiheit unter der Bedingung, lieb sein zu müssen. Sondern Freiheit. Punkt. Daraus folgt: Frauen dürfen gut, böse oder sonstwie sein, normale Menschen halt.

Das Gute daran, dass Frauen jetzt so zahlreich in der Politik aktiv werden, ist nicht, dass es jetzt „besser“ wird, sondern dass deutlich wird: Frauen sind nicht die besseren Menschen. Und aus dieser Tatsache folgt das eigentlich Gute, nämlich: dass von nun an ALLE, Männer* und Frauen*, sich für ein gutes, sinnvolles öffentlich/privates Leben zuständig fühlen müssen, weil niemand mehr das Gute auf den Mythos eines (lange eingesperrten, jetzt freigelassenen) „lieben Geschlechts“ projizieren kann.

Das Beste, was der Welt passieren kann, ist also: dass die Hoffnungen auf einen Automatismus „Bessere Politik durch Frauen“ schwinden. Denn dieses Schwinden ist der Anfang der Verantwortung aller für das öffentlich/private Gute.

Autorin: Ina Praetorius
Eingestellt am: 07.08.2019

beziehungsweise…

… ist ein Internetforum, das, von Beziehungen unter Frauen ausgehend – daher der Titel – , ein philosophisches und politisches Gespräch ermöglicht. Es ist aus dem Wunsch der Initiatorinnen heraus entstanden, eine Plattform für Ideen zu schaffen, die ausgehend von der weiblichen Liebe zur Freiheit die Welt verstehen und Gesellschaft gestalten. Es bietet eine Möglichkeit, Gedanken zu entwickeln und zu diskutieren, unterschiedliche Projekte und Netzwerke miteinander in Kontakt und ins Gespräch zu bringen, Informationen auszutauschen, sich inspirieren zu lassen, neue Ideen zur Welt zu bringen. An diesem Projekt kann sich grundsätzlich jede Frau aktiv beteiligen, die in irgendeiner Weise mit einer der Redakteurinnen oder Autorinnen in Beziehung tritt.

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Illustration: Annekatrin Zint