beziehungsweise – weiterdenken

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Trotz allem

Von Petra Welteroth

ich will he-
raus aus meiner haut
und all das hier vergessen
und bin doch
un – heil- voll verklebt
da abgestellt
wo ich nie hin – ge – wollt
ich will das auch nicht essen!
löffel an rest (der welt):
„ich hab das nicht bestellt!“

ich fühl mich
plötzlich auf ereignisfelder fallen
der spielplan
ist nicht der, der vor mir liegt
ich seh um mich herum
den spielfiguren allen
an: nichts geht mehr – ruhe bleibt –
und frechheit siegt.

und keine macht
kann unversehrtheit garantieren.
Zurück auf LOS !
das wär ein feiner zug.
den koffer packen – siedeln –
hüte fangen –
du erbst, bekommst, ziehst ein
wirst übergangen.
die zeit, der lauf
der dinge hat dich mir entzogen
der lauf der jahre zieht
die herzensmaschen auf
der rote faden bleibt
und ich bleib dir gewogen
ich habe dich, du hast mich
groß – gezogen.

bin da und blei-
be rührig, angerührt und rühre
passiere, KOCHE NOCH
kein bisschen abgebrüht.
da hat sich wer
das herz verbrannt
ich sprühe
TROTZ ALLEM: LIEBE!
an die wand.

Autorin: Petra Welteroth
Redakteurin: Ursula Pöppinghaus
Eingestellt am: 21.11.2006

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