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Rubrik leben

Über Sex und Vielehen offen diskutieren

Von Antje Schrupp

Bein

Foto: complize/photocase.de

Seit Charlotte Roches „Feuchtgebiete“ diskutieren wir in diesem Forum über die Bedeutung von Sexualität, gleichzeitig fragten wir uns, wie moderne Familien eigentlich den Spagat zwischen Monogamie und lebenslanger Elternschaft bei gleichzeitiger sexueller Freizügigkeit schaffen sollen.

Eine Feministin der „Töchter“generation hat einen Bestseller geschrieben. Betretenes Schweigen bei den „Müttern“? Dorothee Markert hat „Feuchtgebiete“ von Charlotte Roche gelesen.

Liebesbeziehungen, vor allem zwischen Frauen und Männern, leiden heute oft unter den komplexen Bindungen zu vorherigen Partnerinnen und ihren Kindern. Das Konzept der „seriellen Monogamie“ kann dieses Problem nicht angemessen beschreiben, meint Antje Schrupp.

Angesichts der Beobachtung, dass die Praxis von Zweit- und Mehrfachbeziehungen auch in Deutschland vermutlich viel weiter verbreitet ist als öffentlich zugegeben wird, plädiert Dorothee Markert für einen offenen Umgang mit seriellen oder auch parallelen „Vielehen“, um solche Beziehungen bewusst regeln und gestalten zu können.

Die Überbewertung von Sexualität vor allem in den Medien wiederum kritisiert Juliane Brumberg, und sie ärgert sich darüber, wie das Thema heutzutage gleichzeitig aufgebläht und banalisiert wird.

Autorin: Antje Schrupp
Redakteurin: Antje Schrupp
Eingestellt am: 02.02.2009

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