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Rubrik denken

Noch einmal: Sichtbar und einflussreich, ohne sich anzupassen

Von Antje Schrupp

Ein literarisches Tagungsprotokoll

Oktobertagung

Foto: Bärbel Martha Peschl

Wie bringen Frauen sich ein, wie werden sie sichtbar und einflussreich? Welche Vermittlungen finden sie, um ihre Wünsche und Vorstellungen in der Welt einzubringen? Welche Erfahrungen machen sie dabei? Was gibt es noch für Ideen?

Dies war das Thema, zu dem dreißig Frauen im Oktober 2009 eineinhalb Tage lang auf Einladung der Redaktion dieses Internetforums diskutiert haben. (Hier ein Tagungsbericht von Bettina Bremer)

Viele der Teilnehmerinnen kannten sich schon lange aus gemeinsamen Projekten und Diskussionszusammenhängen, viele Autorinnen von bzw-weiterdenken waren dabei, aber auch einige Frauen, die als Leserinnen von der Tagung erfahren hatten.

Die folgende protokollarische Gedankensammlung ist nicht vollständig und will lediglich Gedanken und Stichworte festhalten, die dabei geäußert wurden und die mir so wichtig waren, dass ich sie während der Tagung notiert habe. Sie gibt auch nicht die chronologische Reihenfolge der Beiträge wieder, ich habe sie thematisch sortiert, so wie es sich für mich zusammenfügte. Zur Bearbeitung wählte ich eine literarische Form, weil ich nicht immer zuordnen kann, wer was gesagt hat – und weil sie mir überhaupt passend erschien.

Das Land des Begehrens

„Ich fahre in das Land des Begehrens“, dachte eine, bevor sie zu dieser Tagung kam. Wo ist es, das Land des Begehrens? Bei solchen Tagungen? Oder vielleicht irgendwann überall?

Sichtbar und unsichtbar

„Eigentlich ist das, was ich mache, unsichtbar, aber es fühlt sich nicht so an“, erzählt eine. Sie arbeitet in der Landwirtschaft.

„Es ist nicht ein Rückzug aus der Welt“, sagt eine, die einen einflussreichen Job aufgegeben hat und nun Tanzkurse gibt. „Für mich ist es eher ein Hinzug zu den Orten wahrer Relevanz.“

„Das Tagungsthema ist falsch gestellt“, wendet eine ein. „Wir müssen nicht sichtbar werden, wir sind doch schon längst sichtbar. Das Problem ist, dass wir nicht gesehen werden.“

Der richtige Ort

„Es gibt keinen einzigen Ort, wo ich nichts zu sagen habe“, stellt eine fest. Viele nicken.

Einflussreich jenseits der Machtspiele

„Wenn ich im Büro schlechte Laune habe, haben bald alle anderen auch schlechte Laune“, sagt eine, „ich habe also Einfluss, obwohl ich die üblichen Machtspiele nicht mitmache.“

„Wenn ich etwas sage, reagiert niemand. Wenn ein Mann meine Worte wiederholt, stehen sie morgen in der Zeitung.“ Das ist der Klassiker. Von solchen Erfahrungen berichten einige. Unklar ist: Sollen wir uns darüber freuen oder nicht? Einerseits. Andererseits.

Viele sind ärgerlich, dass Ideen von Frauen „dem System“ einverleibt werden, dass weibliche Autorinnenschaft nicht gewürdigt und anerkannt wird. Aber. „Mir gefällt es, wenn ich Ideenspenderin bin“, sagt eine. „Hauptsache ist doch, die Idee kommt durch.“

„Es gibt eine Sehnsucht nach guten Theorien“, wendet eine ein, „vor allem unter Frauen. Damit sie sich nicht dauernd an den Theorien der Männer orientieren müssen.“ Es ist deshalb wichtig, sichtbar zu sein, auch als Akteurin (und nicht nur einflussreich).

Was die Welt braucht

„Ich hänge mich öfter mal in den Windschatten von Männern“ sagt eine. „Wir sollten nicht nur von uns ausgehen, von dem, was wir wollen. Sondern wir müssen von der Welt ausgehen. Was braucht die Welt von uns? Wo können wir sinnvoll etwas für die Welt tun?“

Einige Frauen erzählen, dass sie sich selbst oft als „Zumutung“ erleben, wenn sie wieder einmal irgendwo protestieren, kritisieren, auf Missstände hinweisen, Konflikte eingehen, Forderungen stellen. Aber. „Die Sache ist nicht, dass ich mich der Welt zumute, sondern dass ich mich anmutig der Welt schenke.“

Es ist falsch zu glauben, die Welt und die anderen hätten auf unseren Beitrag nicht gewartet, wir würden uns aufdrängen. Wir können nicht wissen, ob das, was wir als Feministin zu sagen haben, wirklich auf Desinteresse stößt. Möglicherweise ist da eine, die darauf wartet.

„Und ob ich darauf gewartet habe.“

Nicht vorher schon klein beigeben

Wir erzählen uns Geschichten über Situationen, in denen wir erlebt haben, dass unsere Erwartung, wir könnten ja doch nichts verändern, ein Vorurteil war, das sich als falsch herausgestellt hat.

Aber. Es gibt auch Bereiche, in denen Leute, auch andere Frauen, tatsächlich nicht an dem, was wir zu sagen haben, interessiert sind. Wie können wir auch in diese Bereiche hineinwirken? Sollen wir das überhaupt?

Stammeln. Übersetzungen suchen

„Ich habe ein Sprachproblem, mir fällt es schwer, dieses Denken zu vermitteln“, sagt eine. „Wenn ich mit euch zusammen bin oder alleine darüber nachdenke, scheint mir alles klar zu sein. Wenn ich mit anderen rede, mit Männern oder mit Jüngeren, dann fehlen mir die Worte, dann weiß ich oft nicht, wie ich es ausdrücken soll.“

Jedenfalls: „Ich kann nur etwas verändern, wenn die Leute dafür offen sind“, resümiert eine. „Das liegt auch nicht immer in meiner Hand.“

„Wie und warum verändern Menschen überhaupt ihre Überzeugungen?“ fragt eine. Gute Frage.

Was nicht hilft

„Über kämpferische Zornausbrüche geschehen jedenfalls selten Veränderungen“, beantwortet sie ihre Frage gleich selbst. Einige runzeln die Stirn. Aber keine widerspricht, nicht in diesem Moment.

Lachen

Eine erzählt, wie sie bei Banken, die auf ihren Vordrucken nur von „Kunden“ schreiben, am Schalter laut fragt: „Haben Sie etwa immer noch diese veralteten Formulare?“ Alle lachen. „Das geht aber nur, wenn ich wirklich gut drauf bin“, ergänzt sie.

Alle sind sich schnell einig, dass Humor in solchen Situationen meistens hilft. Er ist ein Mittel, um sichtbar zu werden. Allerdings erfordert er Schlagfertigkeit.

Hartnäckig sein wie ein Esel

„Über die Jahre bewirkt eine schon etwas“, sagt eine rückblickend. „Aber das ist mir nicht genug“.

„Ich verändere immer etwas, aber nicht immer ist es so, dass es mir auffällt“, sagt eine.

Mit Hartnäckigkeit kann man Präzedenzfälle schaffen, auf die sich andere berufen können.

Veränderungen einzugestehen ist schwer. Deshalb werden sie oft mit Zeitverzögerung eingeführt: Eine macht einen Vorschlag. Der Vorschlag wird abgelehnt. Einige Zeit vergeht. Der Vorschlag wird umgesetzt, ohne dass noch einmal darüber gesprochen wird.

Was schließen wir daraus? Müssen wir einfach Geduld haben? Oder sind wir Eselinnen, dass wir das zulassen?

Eine gibt einen konkreten Ratschlag. „Es ist natürlich blöd, in so einem Fall hinzugehen und zu sagen: Die Idee war von mir. Aber ich protestiere auf jeden Fall immer, wenn ich mitbekomme, dass die Autorinnenschaft einer anderen Frau unterschlagen werden soll.“

Drei Zutaten. Mindestens

Wir erzählen uns Geschichten zu der Frage: Wo sind uns schon einmal überraschende Veränderungen gelungen? Ein Vergleich der Geschichten bringt drei Zutaten hervor:

1. Der Funke der Begeisterung für die eigenen Ideen

2. Die Bereitschaft, einen „fremden“ Ort aufzusuchen, sich also in Gesellschaft von Menschen zu begeben, die anders denken als ich

3. Dort Autorität zugesprochen zu bekommen, vielleicht auch in Form von institutioneller Beauftragung

Es scheint, dass alle diese drei Faktoren notwendig sind.

Keine Angst vor Ämtern

Eine erzählt, wie sie sich mehrmals – erfolglos – für ein wichtiges öffentliches Amt beworben hat, „weil es wichtig ist, Ämter und Positionen zu haben, um von bestimmten Gesprächspartner_innen ernst genommen zu werden und um manche wichtigen Personen überhaupt erst kennen zu lernen.“

Wenn es um der Sache willen ist und nicht um der Eitelkeit willen, ist es auch nicht schlimm, mehrmals und erfolglos zu kandidieren.

„Glaubt an den zweiten Anlauf!“ mahnt eine ältere Frau die jüngeren eindringlich.

Mehrere Orte haben

„Es ist wichtig, mehrere Orte zu haben, an denen ich aktiv bin“, sagt eine. Wenn man sich zu sehr auf die Anerkennung eines Arbeitgebers, einer Institution verlässt, wird man leicht abhängig, hat nicht mehr die Distanz, die nötig ist, um dissident zu blieben. „Ich kann nur innerhalb der Institutionen arbeiten und dort etwas verändern, wenn ich mir eine Autorität auch außerhalb von Institutionen verschaffe.“

„Wir alle brauchen es, dass wir geliebt und anerkannt werden“ (es spricht noch immer dieselbe), „aber wir brauchen es nicht zu jeder Zeit und an jedem Ort. Wenn ich mich immer nur an einem Ort aufhalte, kann ich meine Differenz zu diesem Ort nicht markieren.“

„Mir ist es wichtig, immer zu springen und nicht zu glauben, ich müsste mich für das eine oder andere entscheiden“, sagt eine andere.

Emanzipierte Männer

Eine erzählt von ihrer Taktik, „emanzipierte“ Männer (von denen es heute ja viele gibt), bei der Ehre zu packen: „Du bist doch sicher einverstanden, dass wir das so und so machen.“ Oft widersprechen sie dann nicht.

Es geht außerdem sowieso niemals um die Frage, ob wir „mit Männern reden“, oder „mit Männern zusammenarbeiten“, sondern immer um die Frage, mit welchen Männern wir reden oder zusammenarbeiten. Dies ist keineswegs beliebig.

„Manchmal kann ich mich auch auf den rationalen Männerdiskurs einlassen“, sagt eine. Wenn es hilft, etwas zu vermitteln…

Das Setting ändern

Die herkömmlichen Rahmenbedingungen und Veranstaltungsformen sind häufig nicht geeignet, um Veränderungen im Denken zu ermöglichen. So ist es Repräsentant_innen und Funktionsträger_innen prinzipiell unmöglich, öffentlich Fehler einzugestehen. Doch auch sie sind neuen Ideen zugänglich, erzählt eine, die das ausprobiert hat: Diese Leute wurden nicht eingeladen, öffentlich zu sprechen, sondern dazu, sich in kleinem informellen Austausch die Geschichten von Sozialtransferleistungs-Empfänger_innen erzählen zu lassen.

Es sind nicht nur Settings, sondern auch Orte. Auch neue Orte und ihre andere Gestaltung ermöglichen veränderte Haltungen.

Wir nehmen uns vor, im eigenen Arbeitsumfeld Ausschau zu halten nach solchen Versuchen  oder Möglichkeiten, das Setting von Abläufen in diesem Sinn zu verändern.

Anschauungen schaffen, Erfahrungen ermöglichen

Eine erzählt, wie sie als Dozentin bei jungen Männern Lernerfahrungen ermöglicht hat, indem sie Anschauungen schaffte, ihnen Erfahrungen ermöglichte. Projekte. Exkursionen. „Es ist wichtig, die Schwelle niedrig zu halten.“

Die Tarnung

Sie bringt eine These vor: „Ich kann meine Ideen einbringen, solange das noch nicht als ideologische Schlacht erkannt ist. Dann ist vieles möglich.“ Müssen wir uns also tarnen? Die Feministin verstecken?

Ja, wenn es nur das wäre, das wäre kein Problem. Es ist auf jeden Fall bedenkenswert. Aber.

Uns fallen Beispiele von Veränderungen ein, die auf diese Weise von Frauen  bewirkt wurden, die aber nicht anhaltend waren. Spätestens mit ihrem Weggang aus der Institution wurden sie wieder rückgängig gemacht. Oder im Fall von zurückgehenden Mitteln gestrichen.

Die symbolische Ebene

„Das konnte passieren, weil es noch nicht auf die symbolische Ebene gehoben war.“ Es ist immer noch dieselbe Frau, die spricht.

Es fallen uns viele Beispiele ein für Frauen, denen das passiert ist. Die einflussreich und anerkannt waren, bevor sie das Thema „Frau“ wählten und damit ihr Handeln auf eine andere symbolische Ebene hoben, als Feministinnen sichtbar wurden. Simone de Beauvoir. Erika Wisselinck. Maria Mies.

Die Differenzen der symbolischen Ordnungen

„Wie kann ich mit meinem Gegenüber, das in einer anderen symbolischen Ordnung ist, in Kontakt bleiben?“ fragt eine. Uns ist nämlich schnell klar, dass das Problem gegenseitig ist.

Eine erzählt von ihren Versuchen. Es gibt einen Punkt, meint sie, wo bei ihren Gesprächspartner_innen das Bemühen, zu verstehen, in Ablehnung oder Gleichgültigkeit umschlägt. „Es ist wichtig, den Punkt zu erwischen, wo man mit dem Missionieren aufhören muss.“

Fragen stellen

„Manchmal ist es besser, Fragen zu stellen, um das aus den Leuten herauszuholen, was bei ihnen dahinter steckt“, sagt eine. Fragen stellen ist vielleicht eine Möglichkeit, auch dann mit anderen in Kontakt zu bleiben, wenn wir das Thema auf eine andere symbolische Ordnung gehoben haben und dadurch die Verständigung schwierig wird.

Eine Frage der Haltung

„All das, was wir gesagt haben, darf aber keine Verfahrensweise sein“, sagt eine. Kein Rezept, keine Regel, nichts, was wir uns selbst oder anderen zur Pflicht machen können. „So wie ich es verstehe, ist es eine Haltung.“

„Es geht auch nicht immer darum, die anderen zu verändern. Ein erster Schritt ist es, die eigenen Dinge in die Welt zu stellen, damit sie da sind. Egal, was die anderen damit machen. Wenn die Dinge in der Welt sind, kann ich mich selbst dann auch wieder zurückstellen.“

Der Streit. Die Frage der Macht

„Und klar, sagt eine, es geht hier auch um die Macht. Die Männer lassen sich ihre Privilegien nicht wegnehmen. Da müssen wir dann eben kämpfen.“

„Nein“, widerspricht eine andere. „Ich glaube – und es ist letztlich eine Glaubensfrage – dass wir genau an der Stelle, wo es um die Macht geht, noch etwas anderes tun können als kämpfen. Und zwar dann, wenn wir im Gespräch mit dem Gegner sein Begehren wahrnehmen und darauf antworten. Dann ist es möglich, dass wieder etwas fließt.“

(Der Streit war in Wirklichkeit erregter, als sich das jetzt hier liest.)

Eine versucht, zu vermitteln. „Können wir es nicht von der Situation abhängig machen? Manchmal müssen wir kämpfen, manchmal können wir verhandeln?“

Das Ziel

Wir diskutieren über den Begriff  „Wille zu siegen“ (aus dem „grünen Sottosopra“ der Frauen des Mailänder Buchladens).

„Ich konnte lange Zeit gut definieren, was ich nicht wollte, aber nicht, was ich wollte“, erzählt eine. „Aber es ist wichtig, sich das klarzumachen. Der Wille zu siegen. Wenn klar ist, was mein Ziel ist, kann ich die ganze Kraft daran setzen.“

„Es ist wichtig, sich nicht in Phantasien zu verlieren“.

Das Training

„Das alles hat auch was mit Üben zu tun“, sagt eine, „das müssen wir uns antrainieren.“

Alle sind einverstanden mit dieser Notwendigkeit zu trainieren.

„Bei unserer Theoriearbeit müssen wir Ideen auch nicht wie einen Diamanten bis zum letzten schönschleifen“, sagt eine. „Wir müssen in die konkreten Situationen reingehen.“

„Wir müssen uns vor allem einüben in das Vertrauen“, sagt eine andere, „auch das Vertrauen in die Möglichkeit, dass sich doch auch einmal etwas ändern lässt, muss eingeübt werden.“

Sekundäre, aber nicht periphere (Institutionen-)Politik.

Wir kommen noch einmal zurück auf die Wichtigkeit, auch innerhalb von Institutionen aktiv zu sein. Trotz allem.

Eine erinnert an die Unterscheidung der italienischen Feministinnen zwischen „primärer Politik“ (der Politik der Frauen, in erster Person, im Alltag) und „sekundärer“ Politik (der offiziellen Parteien, Parlamente, Funktionen). Sie sagt: „Diese Unterscheidung ist richtig, Institutionenpolitik ist sekundär. Aber sie ist nicht peripher. Es ist wichtig, sie zu machen.“

Doch es bleibt der Fakt, dass diese sekundäre, aber doch zentrale Institutionenpolitik von vielen Frauen abgelehnt wird. Wir fragen die eine, die mehrfach für das Präsidentinnenamt einer Institution kandidiert hat. Warum hat sie das gemacht, was hat sie motiviert? Sie sagt: „Weil ich finde, dass ich eine ideale Präsidentin wäre.“

Das ist ein guter Ausgangspunkt. Für welches Amt finden wir anderen, dass wir die ideale Besetzung wären?

Wobei wir festhalten: Es ist nicht per se als Frau schwierig, ein Amt zu bekommen, sondern als unangepasste, dissidente Frau. Deshalb bleibt die Skepsis gegen die Quote. „Ich will auch Präsidentin werden, weil ich weiß, dass ich mich in diesem Amt nicht anpassen würde“, sagt sie, und wir glauben ihr. Nicht allen Frauen würden wir das glauben. Es gibt längst zu viele Gegenbeispiele.

Es gibt einen zweiten Grund, der motiviert: „Manche Sachen werden nur in bestimmten Positionen diskutiert.“

Ämter neu definieren

Eine fragt, ob das so bleiben muss. Wir diskutieren auch darüber, wer denn in einer Institution im Allgemeinen wirklich mehr Einfluss hat: Der Präsident oder die Vizepräsidentin. „Lassen sich denn nicht die Aufgaben zwischen Platz 1 und 2 anders verteilen?“

Eine erzählt von einer internationalen Frauenorganisation, der sie angehört. Die hat einen Vorstand, aber keine Präsidentin. „Wenn eine von uns angesprochen wird, etwa von den Medien, die die Präsidentin sprechen wollen, dann ist sie in dem Moment eben die Präsidentin.“

Wir stellen fest, dass dieses Organisationsprinzip der kollektiven Verantwortung, bei der jede bereit ist, für das Ganze einzustehen, unter uns verbreitet ist: der Labyrinthplatz in Zürich. Die Redaktion von bzw-weiterdenken…

Schon. Der Abschluss vor dem Abschied

„Wir pflegen eine anspruchsvolle Genügsamkeit“, fasst eine es zusammen. „Wir sind wie ein Raum mit wechselnden Tischen, wobei wir aber immer in Sicht- und Hörweite zueinander bleiben.“

„Es war ein schönes Trainingslager.“

Autorin: Antje Schrupp
Redakteurin: Dorothee Markert
Eingestellt am: 28.01.2010

Kommentare zu diesem Beitrag

  • Fidi Bogdahn sagt:

    Irrtum

    Ooooh, und ich dachte immer: wenn ihr euch da bzw-mäßig trefft, redet ihr sehr abgehoben elitär theoretisch etc. und merke nun, dem ist ganz und gar nicht so. Drum las ich mit zunehmendem Vergnügen all diese eure unangepassten Gedankenfetzen…- lecker!

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