beziehungsweise – weiterdenken

Forum für Philosophie und Politik

Rubrik hervorbringen, lesen

Notwendig ist ein klarer Bruch

Von Antje Schrupp


Foto: Esther Arle/Fotolia.com

Das 20. Jahrhundert war das Jahrhundert, in dem Frauen sich in Europa und Amerika Zugang zu den ehemals exklusiv männlichen Institutionen erkämpft haben. Das 21. Jahrhundert ist bislang das, wo sich herausstellt, dass wesentliche Fragen damit nicht wirklich gelöst wurden. Was ist das Problem?

In ihrem Buch „Feminism kosher“ – ihrer Dissertation – zeichnet Christina Thesing die Entwicklung der weiblichen „Zugangserkämpfung“ am Beispiel des US-amerikanischen Judentums nach. Detailliert listet sie auf, welche Veränderungen in Amtsverständnis, Liturgie und Ritualen wann mit welchen Argumenten und Gegenargumenten wo eingeführt oder auch nur gefordert worden sind. Obwohl die Details, um die es geht, spezifisch jüdisch sind, so ist doch der Charakter der Argumente in weiten Teilen deckungsgleich zu Diskussionen in anderen Religionen – speziell dem Christentum –, aber auch zu denen, die  im Streit um die Integration von Frauen in andere ehemals männliche Institutionen vorgebracht wurden, etwa Universitäten, Justiz oder politische Gremien. Betrachtet man diese Analogien, so kristallisierten sich für mich bei der Lektüre einige Punkte heraus, die vielleicht eine Antwort darauf geben können, wo „das Problem“ ist.

In den USA gibt es vier große jüdische Strömungen: Das orthodoxe Judentum, wo die halachischen Religionsgesetze unhintergehbarer Maßstab sind, das Reformjudentum, das im 19. Jahrhundert in Europa entstand und die Religion mit der modernen Gesellschaft kompatibel machen wollte, das konservative Judentum, das nach dem Krieg in den USA entstand und orthodoxe Praxis mit dem amerikanischem Mainstream vereinbarte (es ist heute zahlenmäßig die größte Strömung), sowie der kleine Flügel des „rekonstruktivistischen“ Judentums, das in den 1930er Jahren entstand und das Judentum heutigen Bedingungen gemäß neu aufbauen will.

Entsprechend unterschiedlich liefen die Diskussionen um den Wunsch der Frauen, in den Synagogen sichtbar zu sein und einen öffentlichen Anteil an ihrer Religion zu haben. Wie in allen anderen Religionen und Weltanschauungen auch sind die bis zum 20. Jahrhundert überlieferten Texte im Judentum patriarchal, das heißt, es geht fast nur um Männer, Frauen haben eine untergeordnete Randposition. Dieses patriarchale Grundmuster wird auch im Judentum historisch am expliziten Ausschluss der Frauen von den Ämtern deutlich. Spezifische jüdische Streitpunkte, die im 20. Jahrhundert diskutiert wurden,  sind zusätzlich die Entbindung der Frauen von fast allen religiösen Pflichten, ihre Bezeichnung als „unrein“ während der Menstruation sowie das täglich Gebet, in dem Männer dafür danken, dass Gott sie „nicht als Frau geschaffen“ hat.

Interessanterweise ist es keineswegs so ist, dass das Reformjudentum klar „feministischer“ wäre als etwa die Orthodoxie und die Konservativen. Fast kann man sogar sagen, dass die Konservativen oder Orthodoxie die interessanteren feministischen Theologinnen hervor gebracht haben. Sehr kreativ interpretieren sie die Religionsgesetze neu, indem sie etwa fragen, ob die „Freiheit“ der Frauen von religiösen Verpflichtungen eigentlich wirklich so schlecht ist oder indem sie dem „Unreinheitsthema“ eine quasi feministische Wendung geben und aus dem rituellen Bad zum Ende dieser Zeit eine Mikwe-Bewegung ins Leben rufen, die sich zur Etablierung anerkannter Frauenräume in den Synagogen entwickelt hat. Allerdings ist auch der patriarchale Gegenwind im orthodoxen Judentum am stärksten. Wobei fast der Eindruck entsteht, die Männer würden sich mit Verweis auf die religiöse Tradition aus ihrer Verantwortung stehlen, so nach dem Motto: Eigentlich würden wir den Frauen ja gerne entgegen kommen, aber leider, leider lassen das die alten Schriften nicht zu.

Das Reformjudentum hingegen hat die Halacha schon seit dem 19. Jahrhundert nicht mehr verbindlich genommen, manche religiösen Vorschriften wurden sogar abgelehnt. Die Beschneidung männlicher Säuglinge war als barbarisch und unzivilisiert verworfen worden und sogar das Tragen der Kippa im Gottesdienst verboten. Man sollte meinen, dass egalitäre Forderungen der Frauen hier ein leichteres Spiel gehabt hätten, da ja der Verweis auf die „Gesetze“ auf orthodoxer und konservativer Seite das hauptsächliche Gegenargument darstellten. Aber obwohl diese Hürde im Reformjudentum nicht bestand, bekamen Frauen dort auch nicht viel früher als in konservativen Synagogen die Möglichkeit, Rabbinerin zu werden – nämlich 1972 im Vergleich zu 1985 (in den orthodoxen Synagogen ist das Amt bis heute exklusiv männlich).

Die Entwicklung in den konservativen Synagogen ist vor allem deshalb interessant, weil sie ein Seismograph ist für den Druck, der von der säkularen Gesellschaft ausgeht. Hier stemmten sich zwar alle traditionellen Kräfte gegen die Zulassung von Frauen zu Ämtern, aber sie mussten irgendwann die Segel streichen, weil eine dezidierte Diskriminierung im amerikanischen Mainstream nicht mehr vermittelbar war.

Dass feministische Forderungen auch im Reformjudentum nur relativ zäh Fuß fassten, liegt wohl daran, dass es bei seiner Gründung eben nicht die weibliche Freiheit im Auge hatte, sondern den Anschluss an die westliche Moderne, die ja genauso patriarchal war wie die traditionellen Religionen. Gleichzeitig profilierte sich diese Richtung den Frauen gegenüber als – verglichen mit den anderen Strömungen – so liberal, dass man doch wirklich keine weiter gehenden Ansprüche stellen müsse. Interessanterweise hat sich das amerikanische Reformjudentum in den letzten Jahrzehnten wieder der religiösen Tradition angenähert: Kippas dürfen wieder getragen werden, Beschneidungen sind ebenfalls wieder erlaubt. Ich hatte beim Lesen den Eindruck, dass gerade dieses neue Interesse an der Tradition auch einen „feministischen“ Auftrieb mit sich brachte. Meine Vermutung ist, dass der Bezug auf die Tradition es den „gleichgestellten“ Reformjüdinnen erlaubt, eigenständige und von den Männern unabhängige Denkansätze zu entwickeln, wobei sie sich durchaus von ihren orthodoxen und konservativen Schwestern inspirieren ließen.

Interessant ist auch der Ansatz des rekonstruktionistischen Judentums, das sich nicht nur von der Vergangenheitsfixiertheit der Orthodoxen und Konservativen distanziert, sondern auch von der Fixiertheit auf moderne Glaubensgrundsätze, die sie beim Reformjudentum sahen. Anknüpfungspunkt – und hier sehe ich eine Analogie zur Praxis christlicher feministischer Theologie – ist der rekonstruktionistische Leitsatz: „The past has a vote, not a veto“ – die Tradition hat bei der Frage, was heute richtig ist, eine Stimme, aber kein Vetorecht.

Das kommt einem Punkt bereits recht nahe, der mir beim Lesen dieses Buches immer wieder durch den Kopf ging, und der vielleicht der Knackpunkt bei der eingangs gestellten Frage ist, warum – trotz weitgehend durchgesetztem „equal access“ – weiterhin eine Unzufriedenheit besteht zwischen den Frauen und den Institutionen: Der praktischen Unmöglichkeit, Fehler einzugestehen.

Im Bezug auf Menschen hat das Dorothee Markert bereits in ihrem Blogbeitrag „Weitermachen, mit Kainsmal“ beschrieben. Aber ich denke, es gilt auch im Bezug auf größere Einheiten, auf Religionen und Institutionen. Damit aus einer ehemals patriarchalen und exklusiv männlichen Institution, wie alle Religionen, wie Universitäten, Justiz und politische Gremien es sind, eine post-patriarchale werden kann, eine, in der Frauen nicht nur als Gleiche der Männer, sondern wirklich als die, die sie sind, mitarbeiten und sichtbar sein können, ist es notwendig, einen klaren Bruch zu vollziehen. Zu sagen: Das, was wir früher gemacht haben, war falsch. Sich nicht darüber hinwegmogeln.

Dies darf aber – das ist die Lehre der „Reform“-Fraktionen – nicht im rebellischen Gestus des „Das treten wir jetzt mal alles in die Tonne“ geschehen, sondern es muss gewissermaßen mit Liebe zu dieser Tradition geschehen, der man verbunden ist, der man vieles verdankt, der man es aber dennoch nicht erlauben kann, einfach so weiterzumachen oder aber die eigene Schuld zu verleugnen und so zu tun, als wäre nichts geschehen. In gewisser Weise müssen auch diese Institutionen ein „Kainsmal“ bekommen, es muss ihnen deutlich auf die Stirn geklebt werden „Wir haben früher Frauen ausgeschlossen, und das war ein Fehler“. Dies gilt für religiöse Institutionen wie Kirchen, Synagogen und Moscheen, aber auch für säkulare Institutionen wie Gerichte, Universitäten, Parlamente.

Nur wenn dieser Bruch wirklich geschieht, wenn er im Alltag der institutionellen Praxis präsent ist, nur dann kann wirklich eine „Rekonstruktion“ beginnen, ein neuer Aufbau dieser Institutionen (oder dessen, wofür sie stehen) als gemeinsames Projekt von Frauen und von Männern. Dabei geht es nicht um Rechthaberei oder um selbstgerechtes Bohren in den Wunden der anderen, sondern darum, eine grundsätzliche Schieflage ernst zu nehmen. Solange nämlich der Bruch nicht geschieht, solange bleibt die Freiheit der Frauen etwas, das irgendwie Probleme verursacht. Es bleibt der Verdacht, sich irgendwie herauszumogeln, die Tradition zu beugen und zu biegen, damit sie mit unserem Anspruch auf weibliche, sichtbare und öffentliche Partizipation vereinbar ist.

Nein, es ist – in allen diesen Religionen, Weltanschauungen und Denkrichtungen – nötig, dass klar ausgesprochen wird, dass Teile dieser Traditionen von Grund auf falsch sind. Dass sie alle das Erbe einer patriarchalen Weltsicht mit sich herumschleppen, und immer mit sich herumschleppen werden. Das ist keine grundsätzliche Disqualifikation, sondern eine realistische Einschätzung der Lage. Gesteht man die offen ein, dann ist es möglich, darüber hinaus zu gehen. Dann ist es möglich, die Traditionen in Dankbarkeit bewahren, dann haben wir es nicht mehr nötig, sie in rebellischem Widerstandsgestus in Bausch und Bogen zu verdammen.

Dann können wir der Tradition einfach eine Stimme geben, aber eben kein Vetorecht mehr. Denn das letzte Wort hat nicht die Tradition und auch nicht der subjektive Wille der Beteiligten, sondern das letzte Wort hat Gott, die Realität, in der wir uns befinden, das gute Leben für alle Menschen.

Christina Thesing: Feminism kosher. Frauen erobern das amerikanische Judentum. Ulrike Helmer Verlag, Sulzbach 2011, 383 Seiten, 39,95 Euro.

 

Autorin: Antje Schrupp
Eingestellt am: 22.06.2011
Tags: , , ,
:

Kommentare zu diesem Beitrag

  • Gré Stocker-Boon sagt:

    Liebi Lüüt,
    Ja gut so,wenn Männern und Frauen dieses Bruchempfinden entstehen lassen,dass Fehler erkannt und ernsthaft akzeptiert werden können,sind grundlegende Korrekturen möglich.Erst dann werden ein paar Frauen aus der oberen Bildungsschicht vermehrt anderen,sogenannt schwächeren Frauen,mehr Raum,Zeit,Geduld,Wertschätzung und Vertrauen entgegen bringen.Jene Frauen aus dem einfacheren Volk, die vom Wesen her kreativ sind,können dann diese ihre Kreativität im Gestalten/Mitgestalten im grösseren Rahmen und bei Anlässen heutzutage besser herüberbringen und wirken lassen.Ganz natürlich also,ohne Therapiegedanken.Jene Frauen sollen ernst genommen werden.Die Gefahr besteht,dass die vielen neuen Eindrücke,Veränderungen und Anpassungen heutzutage im Schnelltempo von den Gebildeten unter die Leute gebracht werden,was kaum anderes Wachsen zulässt.Sie,die Gebildeten, erleben meistens eine Resonanz,und diese Welle geht dann natürlich weiter.Die schnelllebige Zeit muss aber diesem Bewusstsein der patriarchalen Fehler Platz verschaffen,damit auch das unter der Oberfläche „Schöpferische“ bes.bei den Frauen,in Ruhe-Aktiv-Fasen zum Ausdruck kommen kann und ihren Wert erhält.Im Jesaja-Buch steht ja vom abgekappten Baum woraus erst dann wieder ein kleines Pflänzchen zum Vorschein kam,ganz frisch und munter!

  • Juliane Brumberg sagt:

    Hallo Antje,

    ich finde, dass Du da einen ganz wichtigen Punkt angesprochen hast. So lange ein Fehlverhalten nicht von dem Verursacher oder der Verursacherin als falsch benannt ist, ist auch keine wirkliche Versöhnung möglich – denn es schwebt immer noch unausgesprochen im Raum. Mir war schon immer klar, dass das zwischen Menschen gilt. Dein Gedanke, dass dies auch für Institutionen gelten könnte, ist für mich neu und zielführend. Und auch, dass Du noch einen Schritt weitergehst und deutlich machst, dass damit nicht die ganze Institution oder Tradition verworfen wird, sondern gerade, wenn das Fehlverhalten anerkannt wird, die Liebe zu den wohltuenden Aspekten alter Traditionen erhalten bleiben kann.

  • Gré Stocker-Boon sagt:

    Liebi Lüüt,

    Was heisst Versöhnung,das lässt sich nicht in ein paar Worten und Handlungen sagen und neu herrichten.Teller sind zerschlagen,die Konsequenzen zu hart.Hier und da geht und gelingt es,anderswo wieder gar nicht. Wenn keine Versöhnung möglich ist,kann es auch wesentlich sein,einfach fortzugehen.Anderswohin,wenn die Möglichkeiten natürlich da sind.Schwache Beziehungen privat oder mit Instutionen und Gruppen müssen manchmal neu überdacht und wenn nötig aufgelöst werden.Eben weil es kaum mehr Gestaltungsmöglichkeiten gibt. Denn ein jahrelanges Hinterherlaufen und Fallengelassen-Werden ist auch nicht das Wahre!Man(n)/Frau findet sich nicht auf gleicher Augenhöhe.

  • Eveline Ratzel sagt:

    Ist es möglich, in patriarchalen Institutionen wie den Kirchen einen Bruch mit der tradierten Frauenfeindlichkeit herbeizuführen und zu bewältigen? Wer oder welche können das tun, oder gar Männer und Frauen gemeinsam? Was bleibt von den patriarchalen Hochreligionen übrig, wenn ihnen der Frauenhass entzogen wird?
    Ist es nicht eher so, dass im Sinne verschiedener Gleichzeitigkeiten verschiedenste Interessen und Bedürfnisse in patriarchalen Institutionen ausgelebt werden, die je nach Machtverhältnissen zum Tragen kommen – wobei die weiblichen Interessen am spirituell/geistigen Leben stets untergeordnet bleiben?
    Ich hatte vor einigen Wochen das große Vergnügen, einen ganzen lieben langen Tag mit der Professorin und Rabbinerin Eveline Goodman-Thau zu diskutieren. Sie meinte, dass das Angebot der Schlange an Eva, den Apfel zu nehmen, keine Frage der Erbsünde sei (das habe das Christentum daraus gemacht), sondern Eva habe nach der Erkenntnis von gut und böse gestrebt. Dann muss Eva also von diesem Baum gekostet haben, eine andere Möglichkeit ist gar nicht drin, meinte ich. Ja, sagte Goodman-Thau, Frauen sind die Mittlerinnen zwischen Mensch (Adam) und Gott (?) und setzen für Erkenntnis selbst ihr Leben ein.
    Von dieser interessanten Auslegung haben die patriarchalen Kirchen offenbar noch nichts mitbekommen. Sollte Goodman-Thau recht haben, bedeutet dies, dass die Adams seit Jahrtausenden ihre spirituellen Mittlerinnen zu ihrem Gott missbraucht bis vernichtet haben. Und die Frauen in den patriarchalen Institutionen der Hochreligionen haben gleichzeitig versucht, dort drinnen ihre spirituellen Belange zu verwirklichen.
    Ich meine, es gibt dort herinnen keine Orte für Brüche, auf die Männer und Frauen sich einigen könnten.
    Ich finde es für das weibliche entwickeln und überdauern von Spiritualität, von elementaler Teilhabe und Materialisation dessen, was uns ein gutes Leben bedeutet,von unverzichtbar wichtiger Bedeutung, dass es Frauen gab/gibt, die dies außerhalb der Enge patriarchaler Kirchen tun. Und möchte in diesem Zusammenhang an Mary Daly erinnern. Dieser Tage kommt zu ihrem Leben und ihrem Werk im Christel Göttert Verlag ein Buch heraus mit dem Titel „The Big Sin – Die Lust zum Sündigen“, dessen Herausgeberin ich bin.

  • Antje Schrupp sagt:

    @Eveline – Ja, deine Frage beschreibt das Problem sehr gut. Andererseits ist das „außen“, so wie es sich in der ebenfalls patriarchalen säkularen Ideen- und Institutionengeschichte entwickelt hat, eben auch kein besserer Ort. Ich würde tippen, dass diese Art der Unterscheidung zwischen „drinnen“ und „draußen“ selbst eine Folge patriarchal-dualistischen Denkens ist. Für einen Bruch ist es meiner Meinung nach auch nicht notwendig, dass Frauen und Männer sich einigen. Mein Text richtete sich natürlich vorwiegend an diejenigen (Frauen und Männer), die innerhalb von historisch gewachsenen Religionen/Institutionen sich bewegen. Man könnte genauso einen Text schreiben, der sich mit den Problemen und Denkfallen derer beschäftigt, die sich in Abgrenzung und durch Rausgehen aus diesen Religionen/Institutionen bewegen – die Fallen sind andere, aber es gibt sie auch, eine besteht vielleicht darin, dass man sich der schwierigen Aufgabe der Vermittlung entzieht und sich damit begnügt, Nischen zu besetzen. Ich denke, es gibt da keine „richtige“ Entscheidung, sondern das Fruchtbare beginnt da, wo wir genau die Notwendigkeit des entweder-oder bestreiten. Es ist wichtig, dass es sowohl Frauen gibt, die das eine tun als auch Frauen, die das andere tun, und sie sollten sich nicht als Gegnerinnen verstehen, sondern als Ergänzung (was natürlich Konflikte nicht ausschließt).

    Mit Eveline Goodman-Thau haben wir hier übrigens auch ein Interview über Adam und Eva: http://www.bzw-weiterdenken.de/2006/11/adam-und-eva-auf-ein-neues/

Weiterdenken