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Prostitution – Gedanken auf den zweiten Blick

Von Gudrun Bosse

„Setze den Menschen als Menschen und sein Verhältnis zur Welt als ein menschliches voraus, so kannst du Liebe nur gegen Liebe austauschen, Vertrauen nur gegen Vertrauen etc. (… )Jedes deiner Verhältnisse zum Menschen – und zu der Natur – muss eine bestimmte, dem Gegenstand deines Willens entsprechende Äußerung deines wirklichen individuellen Lebens sein“, so schreibt Karl Marx und unterscheidet damit zwischen „Gebrauchs“- und „Tausch“/Warenwert. Und seine Äußerung gilt sicher auch hinsichtlich des Austausches von Sexualität. Warum wird Sexualität zur Ware, woran mangelt es den Beteiligten, dass man sie kauft oder verkauft?

Foto: Bernd Wachtmeister / pixelio.de

Foto: Bernd Wachtmeister / pixelio.de

Jedenfalls muss man unterscheiden zwischen der Freiheit, seinen Körper als Ware zum Gebrauch der sexuellen Nutzung zu verkaufen, ihn also ohne Beschränkungen verkaufen zu dürfen, im Sinne einer „Freien Marktwirtschaft“ einerseits.

Unterscheiden andererseits von „der Freiheit zu etwas“ ,zur Möglichkeit, mit sich und anderen in eine Beziehung des „Mehr“ einzutreten. Ein „mehr als  nur Warenbeziehungen“, so habe ich es bisher verstanden und habe es ergänzt mit der Vorstellung von lebendigen und tiefen Beziehungen, auch zu unseren Körpern, zu den Körpern anderer.

 Madonna machte den Anfang

Die Diskussion einer freien Vermarktung unserer Körper ist eigentlich also nicht unser wirkliches Anliegen. Trifft aber doch einen ganz zentralen Punkt, weil ich finde, dass der üblich(er) gewordene „offenere“ Umgang mit Prostitution und Pornographie sehr bedenkenswert ist, so wie Antje Schrupp es anregt.

Madonna, das „material girl“ in einer „material world“ hat dazu beigetragen, es vielleicht sogar in die Welt gebracht (?), dass es gesellschaftlich akzeptiert ist ,v. a. bei Frauen, den eigenen Körper leicht bekleidet (als Ware) „auszustellen“ , dabei aber sein Produzent und Besitzer zu bleiben, der über seine Verwendung entscheidet. Das ist natürlich nach all dem Gebrauch von Frauen und ihren Körpern als „Objekte anderer“ eine faszinierende Möglichkeit, die Freiheit und Unabhängigkeit verspricht. Aber es ist doch so, dass sie sich mit ihrer Haltung voll in der Warenwelt aufhält. Nur dass sie sich zum Subjekt, zur Verfügerin über ihre Ware Körper macht. (Dabei ist es sicher für andere nicht so leicht, sich aufgrund ihres Reichtums in ein separiertes Privatleben zurück zu ziehen.) Man kann sich freuen, weil sie so  – manchen/vielen? – Männerphantasien den Spiegel vorhält und sie zugleich frustriert und so im „Geschlechter-Kampf“ nennen wir es – eine Entwicklung vorantreibt. Förderliche Beziehungen kommen dadurch aber nicht in die Welt. Sie verdient gutes Geld damit und dient der weiteren Vermarktung des Körpers, während sie das Gegenteil denken lässt.

Kürzlich las ich in einem Artikel in der SZ, dass es Schauspielerinnen (Sibel Kekilli ist hier die Ausnahme), egal wie begabt sie sind, nicht gelingt, wieder woanders ein Engagement zu bekommen, wenn sie als Pornodarstellerinnen aufgetreten sind. Das ist die patriarchale Realität, jenseits der Vorstellungen, die wir uns von der Freiheit, den eigenen Körper zu vermarkten, machen.

 Gute Kommunikation mit dem eigenen Körper

Im Übrigen finde ich es problematisch, den patriarchalen Gepflogenheiten zu folgen und den Körper und seine Sexualität vom Gefüge des ganzen Menschen abzutrennen. Ist es kein Unterschied, ob ich meine Arbeitskraft verkaufe, oder einem anderen Menschen meinen Körper zum Gebrauch überlasse? (Auch nur die Arbeitskraft verkaufen zu müssen, kann ja zu erheblichen Abhängigkeiten führen, auch ein Grund, für das bedingungslose Grundeinkommen einzutreten, um Entfaltungs-Möglichkeiten, die Möglichkeit, für die eigenen Interessen einzutreten, zu eröffnen.)
In allen neuen Psychotherapien wird dem Körper eine wesentliche Rolle beim Zugang zum Selbst zugeschrieben. In einer Therapieform wird explizit darauf hingewiesen, dass es nicht um „den Körper“ geht, „den ich habe“ (eine Warenbeziehung), sondern um den „Leib, der ich bin“. Dies korrespondiert mit der Tatsache, dass wir im Mutterleib als erstes Körpergefühle ausbilden, vor Gefühlen/Empfindungen, die unsere Person oder andere betreffen und sie so eine ganz grundlegende Beziehung zur Welt darstellen. Dementsprechend ist die gute Kommunikation mit unserem Körper wichtig, so wie Luisa Muraro schreibt, dass wir die Welt mit Worten ausdrücken, „die auf einer bestimmten Ebene des Seins – die der lebendigen Körper – die Dinge selbst sind“.

Sexualität als heilige Kraft

Und doch, natürlich war Sexualität einmal heilig und in den weiblichen Wertbereich eingefügt, ein wesentlicher Bestandteil. Warum sollte es dem Patriarchat sonst so wichtig gewesen sein, weibliche Sexualität zu entwerten, wie es schon lange geschieht und sich in einer bestimmten Zeit im Bild von der „Hure und der Heiligen“ niedergeschlagen hat? Es war doch der Versuch, die „gute Frau“ asexuell zu sehen, die „Heiligkeit“ von der Sexualität abzuziehen und sie zur Ware zu machen. Der Begriff „Sexgöttin“ lässt auch noch in diese Richtung denken.
Nach dem, was ich weiß, gab es bereits im Orient in der Mitte des dritten Jahrtausends vor Christus, in der Antike und auch bei den Kelten die Vorstellung einer Hieros gamos, „Heiligen Ehe“ die rituell gefeiert wurde.
Z.B. symbolisieren babylonische „Bettszenen“ auf Siegeln und Terrakotta die segensreiche Kraft des göttlichen Liebeslagers und die Ausstrahlungskraft der Göttin. Sie bezeugen, dass Sexualität zur Sphäre des Göttlichen gehörten. Eine solche – rituell abgehaltene – Feier wurde anhand von sumerischen Keilschriften rekonstruiert. Die sexuelle Vereinigung bestätigt und heiligt, dass die Göttin dem König „Stecken und Stab“ übergibt, damit er seine Regierungszeit gut erfüllt, und unter seiner Herrschaft die Natur fruchtbar ist. Ein Zepter soll er haben, um das Volk leiten zu können und einen Stab und Krummstab, die das Land erheben, beides aus der Kraft / in Bezug zur Kraft der Göttin.

Dies spricht ganz gegen die Existenz einer Prostitution „von Anfang an“, zumal diese jedenfalls an die Existenz einer Warenwelt, zumindest in ihren Vorstufen, gebunden ist.

„Tempelprostitution“ ist ein sehr umstrittener Begriff. Einige meinen, dass er der Verunglimpfung der vorchristlichen Göttinnen-Religion durch das Christentum diente. Andere meinen, dass in Tempeln durchaus ein sexueller Ritus existiert haben könnte, durch den die Lebenskraft, die belebende Kraft der Göttin erfahrbar gemacht und geheiligt wurde. Die Heraustrennung aus dem sakralen Bezug, und die Wandlung von einem „Opfer für die Göttin“ zur Bezahlung, könnte hier eine Profanisierung und inhaltliche Wandlung herbeigeführt haben.

Auch für den Tantrismus ist Sexualität eine spezielle und heilige Kraft, die ursprüngliche, treibende Kraft der Schöpfung, aus der alles Leben entspringt.
Das Erleben des Orgasmus verschmilzt uns mit etwas, was über uns hinausweist und ist vielleicht die ursprünglichste Form, mit dem „Göttlichen“, einem auf dieser Ebene angesiedelten und erlebten Göttlichen, in Beziehung zu treten.
So gesehen würde die Integration der Sexualität in die Beziehungsfähigkeit auch der Fülle unseres Daseins dienen und hätte einen Bezug zum Göttlichen.

Die Ausdehnung, die Verknüpfung der erotischen Liebe, könnte seelische Tiefe und geistige Höhe/Klarheit integrieren, statt, ihrer Beziehungen beraubt, zum Konsumgut zu werden.
Das aber beinhaltet eine ganz andere Form der Auffassung  von „Freiheit“ der Sexualität.

Autorin: Gudrun Bosse
Redakteurin: Juliane Brumberg
Eingestellt am: 28.11.2013
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Kommentare zu diesem Beitrag

  • Fidi Bogdahn sagt:

    Der letzte kleine Abschnitt liest sich für mich so, dass ich das eigentliche Thema dieses Beitrags letztlich bzw. besser noch zu allererst in meinen/unser aller LebensBeziehungen verorten möchte -als Ermahnung und Chance.

  • Bruni K sagt:

    Mir fehlt noch etwas in dieser Betrachtung – bei aller Zustimmung zu dem Geschriebenen –
    – Liebens-wert sein ist Voraussetzung für eine echte Liebes-Beziehung. Wer sich Sex und Vorzeige-Frauen kaufen kann, muss nicht liebenswert sein.
    – Die Grenze zwischen Verkauf der Ware Arbeitskraft und dem Verkauf des Körpers ist fließend. Es gab eine Zeit, da habe ich einen anderen Teil meines Körpers verkaufen müssen – mein Gehirn – und hatte auch das Gefühl, mich zu prostituieren. Es war eklig und abstoßend, was man da so in sein Gehirn reinlassen musste an Gedanken und Informationen! Ich denke, zur Freiheit des Menschen gehört auch, dass man nicht gezwungen werden darf, solche Arbeiten anzunehmen.
    – Die „Scham“-Erziehung der Frauen wirkt immer noch. Es gibt „anständige“ Mädchen und „schamlose“.
    Das utopische Gegenstück zum gegenwärtigen Zustand wäre eine echte „freie Liebe“ – zu der auch gehört, dass der „Treue-Anspruch“ der Ehe nicht mehr gefordert werden darf. Aber das ist wohl ein noch zu heikles Thema!
    – Make love, not war! In diesem Sinne gibt es wohl immer noch zu wenig Körpernähe zwischen Menschen im weitesten Sinne: Kuscheln, schmusen, zärtlich sein, …
    – Wer Spaß an Sex hat, kann ihn auch ohne ökonomischen Gegenwert haben, mit wem immer er / sie es will und kann. Dafür wird Prostitution ganz bestimmt nicht benötigt.
    – In diesem Sinne bin ich für „SEX – SO VIEL WIE IRGEND MÖGLICH“!!
    – Und natürlich: (erst) mit einem GRUNDEINKOMMEN wären diese (doch wohl zusammenhängenden) Eheversorgungs- und Prostitutions-Probleme leichter lösbar.

  • Gudrun Nositschka sagt:

    Bei einer Befragung von deutschen Prostituierten Anfang der 90ziger Jahre gaben achtzig Prozent von ihnen an, als kleine Mädchen und/oder Schulmädchen im Alter bis zu 16 Jahren von Männern – Verwandte, Freunde der Familie – sexuell Übergriffe erlebt zu haben. Manche gaben an, dass ihnen diese Erlebnisse nun bei der Ausübung der Prostutution helfen würden, dann „ist der Ekel leichter zu ertragen“. Das hatte mich damals so erschüttert, dass ich die bitterböse Satire schrieb „Bundesverdienstkreuze für Kinderschänder“. Schicke ich gerne all den Frauen zu, die sich ein Bild von Freiheit der Frauen im Rahmen der Prostitution machen, aber auch gern anderen. Mail: gudno(at)web.de Falls Gudrun Bosse an meinen Ausarbeitungen zur Heiligen Hochzeit (angeregt durch die Arbeiten von Gerda Weiler) schicke ich auch die gerne zu.

  • Karina Starosczyk sagt:

    Liebe Gudrun

    Danke für Deine bitterböse Satire:

    „.. Unsere Gesellschaft ist auf Menschenopfern im allgemeinen, insbesondere auf
    Kinder- und Frauenopfern, aufgebaut worden und lebt immer noch davon. ..

    Warum spucken Sie mich an? Da kenne ich bessere Ziele.
    Erst kürzlich las ich, dass 80 Prozent – ich wiederhole: achtzig Prozents – aller deutschen
    Prostituierten schon als Mädchen sexuell missbraucht worden sind, meistens von Männern,
    denen sie trauten, nämliche von Vätern, Großvätern, Brüdern, Onkeln und Freunden
    der Familie. Weint jemand darüber? Das müssen Sie nicht.
    Die Prostituierten behaupteten nämlich, in diesem Missbrauch sogar für ihr Gewerbe einen
    großen Vorteil zu erkennen. Der Ekel sei dann besser zu ertragen..

    Wollten Sie als Mann denn ernsthaft zurück in Zeiten, in denen Frauen und Kinder
    nicht als Eigentum von Männern galten?
    In denen sie keine Verfügungsmasse waren, die gekauft, verkauft
    und nach Belieben benutzt werden durfte?..“

    Beim besten Willen kann ich mir nicht vorstellen, dass der Job als Prostituierte ihrerseits mit der Erfühlung irgendwelcher menschlichen Bedürfnisse zu tun hat – außer dem Bedürfnis Geld zu haben, um zu überleben. Sie stellt mit Sicherheit ihren Körper nicht gerne irgendwelchen „Scheiß-Kerlen“ zur Verfügung, sondern braucht das Geld in der „zivilisierten“ Welt, um zu leben. Die Prostituierte liefert Sex, um Geld zu kriegen und zu überleben und der bezahlende Mann kriegt seinen Orgasmus. Die sich prostituierende Frau nimmt in dieser Beziehung die Rolle des Sex-Objekts an und der bumsende Mann tritt mit seinem Geld als „machtvoller“ Subjekt auf.

    Ja Gudrun. Und Du hast vollkommen Recht, der Missbrauch fängt nicht selten schon in der Kindheit an. Grüße Karina

  • Elisabeth von Grafen sagt:

    „Warum wird Sexualität zur Ware, woran mangelt es den Beteiligten, dass man sie kauft oder verkauft?“

    Eine Antwort auf diese Frage, hätte ich auch gerne…

    Ich habe nichts dagegen, wenn junge Mädchen „sexi“ ihren Körper präsentieren. Für mich in meinem Alter wäre es keine Alternative, um geile Gefühle zu erleben. Die über 40 wissen, was ich meine (hi hi hi). Aber junge Mädchen, bei denen der hormonelle Haushalt halt dermaßen tickt, haben das Recht, ihrem Körper den Ausdruck zu geben.

    Ich höre schon die Stimmen: Ja, und die armen Jungs werden so verführt und dann verurteilt! Mit „unserer zivilisierter“ Mentalität wird es mit Sicherheit so passieren und am Ende werden die schönen Mädchen als Huren degradiert! Sexualität gilt im Patriarchat als Ware, die von dem „passiven“ weiblichen Körper dem „aktiven“ männlichen für irgendeine Vergütung ausgeliefert wird.

    Und an dieser Stelle ist die Frage „Warum wird Sexualität zur Ware, woran mangelt es den Beteiligten, dass man sie kauft oder verkauft?“ legitim. Ich möchte nicht nur an der patriarchalisischen Sozialisation hacken. Die gesamte patriarchalisierte Menschen-Geschichte allein – ohne Experten-Stimmen – liefert schon die Antwort darauf: Wo die Herren in den Kriegen (oder die Bänker nach dem Feierabend) während des Kampfes eine ganze Menge aggressiver Gefühlen erlebt haben, mussten sie danach, d. h. nach dem Kampf zum Ausgleich kommen. Es heißt Abreagieren. Es gibt viele Möglichkeiten im menschlichen Leben, Aggressionen abzureagieren. Mit Schlagen, Schreien, sanftem Einreden, mit dem Schenken einer duftenden Blume (in entsprechendem Moment), einem Bier auf dem Sofa oder Randale in der Stadt, und so weiter und sofort, kann ein Mensch die angestauten Gefühle abreagieren.

    Ich versuche den Ausgleich z. B. mit dem Schreiben zu schaffen. Das hilft irgendwie, aber ich merke, dass die in mir vorhandenen Aggressionen nicht verschwinden, sondern ihre Gestalt verändern. Ehrlich gesagt, möchte ich auch nicht ein „liebesvolles rosa-buntes“ Weibchen sein, das die Patriarchen einlullt. Woran mangelt es mir? An Akzeptanz. Frauen werden im Patriarchat nicht mit dem eigenem Willen akzeptiert. Es gibt Vorschriften, wie wir uns halt zu verhalten haben. Ich möchte angenommen oder abgelehnt werden, so wie ich bin, und nicht umgemogelt werden, damit es dem Patriarchen oder der Patriarchin passt und das patriarchalische System so weiterhin das menschliche Leben mit Füßen treten kann!

    Der Psychoanalytiker Wilhelm Reich, der vor 50 Jahren starb, gilt als der Vater der sexuellen Revolution. Nach seiner Theorie entstehen alle Neurosen aufgrund von gestauter Libido. Seine Auffassung wurde von den Herrschenden nicht begrüßt. Aus welchen Grund sollte sie die Herren interessieren, wie es den Frauen so geht? Diese „mächtigen“ Herren wussten schon damals, wie sie mittels der weiblichen Sex-Objekte ihre Libidos entstauten.

    „Als die Beamten der amerikanischen Bundespolizei Wilhelm Reich holten, eilten keine fliegenden Untertassen herbei, um ihn zu retten. Niemand half, als Wilhelm Reichs Feinde ihm seine Bücher und Apparate wegnahmen, um sie zu zerhacken und zu verbrennen – so wie es einst die Nazis mit den Werken seines Lehrers Sigmund Freud getan hatten.“ (Die Welt 03.11.07)

    Für Reich ist genitale Freiheit der Schlüssel zum neuen Menschen. So kann ich auch verstehen, dass Mädchen sich hübsch machen und es mit den Jungs treiben. Solange keiner zu irgendetwas gezwungen worden ist und beide danach sich in die Augen schauen können, sollen sie von mir aus ihren Trieben nachgehen. Ich finde den Satz wichtig: „Du kannst machen, was Du willst, aber nicht mit mir!“ Die Verantwortung hat jeder Mensch in erster Linie für sich selbst zu tragen. Der christliche Glaubens-Satz sagt: „Liebe den Anderen wie Dich selbst.“ – und dieser Glaube ist die kulturelle Grundlage unserer Gesellschaft. Um Andere zu lieben, muss der weibliche und männliche Mensch zuerst mal sich selbst lieben können.

  • Elisabeth von Grafen sagt:

    Macht es Spass zu kontrollieren? Warum?

  • Karina Starosczyk sagt:

    Eine Reihe von Fragen zur Prostitution

    Hat die Prostitution, von der wir heute reden, nicht zu Zeiten des aufgehenden Patriarchats angefangen zu keimen? In der Zeit vor Christus – wie geschichtliche Quellen aufzeigen – gab es weit und breit Mord und Todschlag (ähnlich wie heute, nur anders zum Ausdruck gebracht. Die uralten symbolischen Bilder der Göttlichkeit als gebärende Kraft wurden zu dieser Zeit anfangend pervertiert und nach Christus zum gebärenden Vater umgemogelt.

    Ich stelle mir die damalige Zeit so vor, dass die uralten Symbole des Göttlichen (s. archäologische Funde) durch die „Mächtigen“ pervertiert wurden. In den damaligen Tempeln waren – der Moral der damaligen Zeit entsprechend – wahrscheinlich Frauen tätig. Wurden nicht die damaligen „Hohenpriesterinnen“ langsam (im Verlauf der Jahrtausende) zu Huren umgepolt? Von der Heiligen zur Hure?

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