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Der organisierte Hass der Antifeministen

Von Franziska Schutzbach

Wer sich heute feministisch äussert, erntet nicht nur Gegenwind, sondern oft auch Hass und Beschimpfungen. Eine kleine Betrachtung zum aktuellen Stand des Antifeminismus.

Musste sich schon vor 600 Jahren gegen Antifeminismus zur Wehr setzen: Christine de Pizan.

Musste sich schon vor 600 Jahren gegen Antifeminismus zur Wehr setzen: Christine de Pizan.

Die Geschichte des Feminismus, genauer: der Feminismen, wurde schon immer von vielfältigen, substanziellen Anfechtungen und heftigen Polemiken begleitet. In den letzten Jahren haben die Attacken wieder zugenommen. Obwohl eine solche Feststellung schwierig zu überprüfen ist, legen aktuelle Studien ihre Berechtigung für Deutschland durchaus nahe. Ob im Internet, im Freundeskreis, an Universitäten oder im Parlament – die Soziologen Hinrich Rosenbrock, Andreas Kemper und Robert Claus zeigen, dass der Antifeminismus offensiver geworden ist, bissiger, organisierter. Die Player reichen von Parteien, die Antifeminismus als Wahlprogramm entdecken (zum Beispiel die AfD in Deutschland) über neurechte Bewegungen (wie Pegida), christliche Fundamentalisten, Journalisten in Leitmedien (zum Beispiel Harald Martenstein oder Volker Zastrow), Männerrechtsorganisationen bis hin zur Maskulistenszene im Internet (zum Beispiel AGENS, MANNdat, WikiMannia, wgvdl).

Aber was ist Antifeminismus? Und welches sind die aktuellen Argumentations-Muster? Antifeminismus richtet sich gegen feministische Bewegungen und Anliegen, und verbindet sich dabei oft auch mit homo- und transphoben, rassistischen und anderen Angriffen. Oft bedienen sie sich klassischer Feindbildkonstruktionen, zum Beispiel indem der Feminismus für alle als negativ empfundenen gesellschaftlichen Entwicklungen verantwortlich gemacht wird. Ein extremes Beispiel dafür ist der rechtsradikale Attentäter Anders Behring Breivik, der 2011 in Norwegen 72 Menschen ermordete. Unmittelbar nach der Tat gestand er, dass sein eigentliches – verfehltes – Ziel die Ermordung der feministischen Politikerin Gro Harlem Brundtland gewesen war. In seinem Manifest „2083“ behauptete er, die Schuld an der ‚Überfremdung’ und der ‚Einführung der Scharia’ trage der ‚Staatsfeminismus’ und die ‚Gender-Doktrin’. Beides beraube den westlichen Mann seiner patriarchalen Position und führe damit zu einer Schwächung der Nation. Obwohl Breiviks antifeministische Motivlage unter anderem vom norwegischen Männerforscher Jorgen Lorentzen klar benannt wurde, erhielt diese medial wenig Beachtung.

Umgekehrt aber fand und findet man ähnliche Argumentationsweisen durchaus in etablierten Medien. Die Geschichte von den Männern als ‚Verlierer des Feminismus’ ist eine machtvolle antifeministische Erzählung, die sich nachhaltig ins kulturelle Bewusstsein eingegraben hat. In deutschen Zeitungen wie dem Spiegel, der FAZ oder der ZEIT war in den letzten Jahren immer wieder zu lesen, Gleichstellung sei ‚politische Geschlechtsumwandlung’, und der Schweizer Männerforscher Walter Hollstein schreibt vom ‚männlichen Niedergang’ durch die Frauenbewegung. Oft wird dabei das Bild einer Weltverschwörung lesbischer Akademikerinnen und Frauenbeauftragter aufgebaut, die mit dem ‚Gender-Prinzip’ an der Zerstörung der ‚natürlichen’ Geschlechterrollen arbeiten, an der Schaffung eines ‚Frankenstein ohne Geschlecht’ (Basler Zeitung), oder an einer Quote, die nichts anderes als eine ‚staatliche Umverteilung zulasten der Männer’ sei (NZZ).

Solche antifeministischen Parolen sind nicht neu. Bereits im europäischen Mittelalter veröffentlichte Christine de Pizan „Das Buch von der Stadt der Frauen“, mit dem sie gegen die antifeministische Haltungen ihrer Zeit schrieb. Es war der Ausgangspunkt für die „Querelles des Femmes“, den grossen Geschlechterstreit des Mittelalters. Konjunktur hatten antifeministische Bewegungen auch im deutschen Kaiserreich – eine insgesamt extrem anti-emanzipatorische Zeit, in der die Gegnerschaft gegen Frauenemanzipation Hand in Hand ging mit Antisemitismus, Nationalismus, Intellektuellen- und Demokratiefeindlichkeit. Es herrschte eine umfassende Ablehnung gegenüber der Moderne, deren verhasste Repräsentanten ‚der Jude’ und ‚das Weib’ waren. Wie Shulamit Volkov 1978 in ihrem Text „Antisemitismus als kultureller Code“ schreibt: „Antisemitismus und Antifeminismus waren integrierender Bestandteil jener anti-emanzipatorischen Kultur, die bei der Mehrheit der Deutschen in der Vorkriegszeit verbreitet war.“

Aber auch in Ländern ohne faschistische Tradition wie der Schweiz gab es im frühen 20. Jahrhundert massive antifeministische Mobilisierungen, vor allem gegen das Frauenstimmrecht. Aufschlussreich sind Untersuchungen über die Verbindung von Antifeminismus und geistiger Landesverteidigung in den 1930er Jahren. Die Historikerin Regula Stämpfli beschreibt, wie der patriotische ‚Zwang’ zum Zusammenhalt gegen die ‚äusseren’ Drohungen des Faschismus und Kommunismus es den Frauen in der Schweiz verbot, sich für ihre Rechte einzusetzen, da dies die Stabilität der Nation gefährde. Frauen, die es dennoch taten, galten als Landesverräterinnen. Der Mythos von der Landesverteidigung hat die späte Einführung des Frauenstimmrechts in der Schweiz massgeblich beeinflusst.

Historisch bedeutend war auch der so genannte wissenschaftliche Antifeminismus, der seit dem 19. Jahrhundert zu beweisen vorgab, Frauenemanzipation würde eine „kulturelle Degeneration“ herbeiführen. Mediziner behaupteten, im Feminismus äussere sich ein unnatürliches weibliches Machtstreben, das die gesunde Sexualität pervertiere und sogar die Geburt gesunder Kinder gefährde. Die Ausläufer solcher Argumente finden sich auch in der heutigen antifeministischen Rhetorik, zum Beispiel, wenn der Feminismus für die demographische Krise verantwortlich gemacht wird, weil berufstätige Frauen weniger Kinder gebären.

Aktuelle antifeministische Diskurse zeichnen sich durch ein neues Phänomen aus: Männer beschreiben sich als Opfer des Feminismus. Besonders Männerrechtler sprechen heute von einer ‚umgekehrten Diskriminierung’, in der Feministinnen die Unterdrückung der Männer anstreben, zum Beispiel im Familien- und Scheidungsrecht, oder in der Bildung. Suggeriert wird ein Interessenskonflikt zwischen den Bedürfnissen von Männern und den Zielen der Frauenemanzipation. Die Folge ist, dass Männerrechtler nicht einfach für die eigene Emanzipation kämpfen – was wichtig wäre, da unter den vorherrschenden Bedingungen zweifellos auch Männer leiden. Stattdessen wird eine Gegenemanzipation gegen Frauen gefordert.

Dabei bringt die neue Opferposition für die meisten Männerrechtler einige Schwierigkeiten, denn das Eingeständnis von Schwäche ist mit ihrem meist traditionellen Männlichkeitsideal nicht kompatibel. Auch dies ist ein Grund, weshalb Männerrechtler den Feminismus gern überdimensional darstellen – indem sie zum Beispiel von einer ‚feministischen Diktatur’ sprechen. Ihre Opferposition scheint also nur dann legitim, wenn die Unterwerfungsmacht geradezu monströs ist. Bezeichnend ist auch, dass Männerrechtler dem Feminismus Männerhass vorwerfen, sich aber oft genug selbst gegen die eigenen Geschlechtsgenossen richten. So werden homosexuelle und andere nicht-Männlichkeits-konforme Männer herabgesetzt. Im Internet führen Maskulisten so genannte ‚Lila Pudel-Listen’, die auf denunziatorische Weise profeministische Journalisten, Politiker oder Wissenschaftler steckbriefartig vorführen.

Es ist aber wichtig, zu betonen, dass Männeranliegen durchaus auch ohne Ablehnung ‚des Feminismus’ formuliert werden können, das zeigt die (profeministische) Männerbewegung in Deutschland, oder im Schweizer Kontext die Organisation Männer.ch. Und ganz nebenbei findet man natürlich auch bei Frauen antifeministische Argumentationslogiken. Ein prominentes Beispiel ist die ehemalige deutsche Familienministerin Kristina Schröder. Die antifeministischen Argumente solcher sogenannter ‚Erfolgsfrauen’ folgen einer neoliberalen Prämisse: Feminismus wird hier als eine Art bevormundender Spielverderber dargestellt, der Frauen in die Opferrolle drückt und angeblich nicht wahrhaben will, dass Frauen heute, wenn sie nur wollen, alles erreichen können.

Ein neues antifeministisches Tummelfeld ist der so genannte ‚Anti-Genderismus’. Das Feindbild ‚Genderismus’ hat sich als Code etabliert, mit dem sowohl eine angeblich ‚überbordende’ Gleichstellung von Frauen, aber auch die Gefahr einer Homosexualisierung der Gesellschaft und die drohende Sexualisierung von Kindern durch Sexualkundeunterricht gemeint sind. Nicht zuletzt umfasst das Feindbild ‚Genderismus’ neben der Frauen- und Geschlechterforschung auch die Queer- und Transgender Studies, die zunehmend als ideologische Gefahr identifiziert werden. Vorgeworfen wird den Gender Studies Unwissenschaftlichkeit und fehlende Objektivität. Sie gelten als Ausgeburt eines ‚Über-Feminismus’, eines elitären ‚Genderfeminismus’, der es nachhaltig in die steuerfinanzierten Institutionen geschafft hat. Gerade dieser akademisch gewordene, also etablierte Feminismus ist den Anti-Genderisten ein Dorn im Auge, denn Gleichstellung ist gemäss ihrer Logik doch längst erreicht, und Feminismus als Wissenschaft geht dann definitiv zu weit. Einer Wissenschaft, die erstens Geschlechterverhältnisse und Sexualität (und vieles mehr) als soziohistorische Phänomene – das heisst als nicht in Stein gemeisselt – versteht, und zweitens fortbestehende Diskriminierungs- und Herrschaftsverhältnisse belegt, muss offensichtlich rigoros die Wissenschaftlichkeit abgesprochen werden (zum Beispiel durch „Science Files“ oder Harald Martenstein im ZEIT Magazin). Auf welche Weise sich ‚Antigenderismus’ derzeit auch mit dem neu aufkeimenden Anti-Intellektualismus verbindet, müsste noch untersucht werden.

Aber woher kommt dieser erstarkte Antifeminismus? Eine medienökonomische Erklärung lautet, dass sich mit Gender-Polemiken Klickzahlen, Kommentare und somit Traffic generieren lasse. Sicher ist Antifeminismus aber auch eine Reaktion auf eine im Wandel begriffene Geschlechterordnung, in der Schwule heiraten, Frauen Karriere machen und Väter freiwillig Teilzeit arbeiten. In einer Zeit, in der die Welt sich als krisenhaft erweist, in der männliche Berufsbiographien nicht mehr sicher sind und es überall zu Prekarisierungen kommt, ist Antifeminismus eine Art männliche Re-Souveränisierungs-Strategie. Dabei spiegelt der Ruf nach dem traditionellen Familienmodell auch die Sehnsucht nach dem warmen Nest, in dem Frauen „wie früher“ dem hart arbeitenden Mann einen sicheren Rückzugsort bieten sollen.

Gleichzeitig ist es aber falsch, anzunehmen, Männer würden automatisch zu Antifeministen, bloss weil sie den Job verlieren. Antifeminismus allein als Reaktion auf soziale und ökonomische Umstände zurückzuführen, würde die Dimensionen des Hasses verharmlosen. Es braucht genauere Untersuchungen, um zu erklären, welche kognitiven und emotionalen Prozesse zu heutigen Formen von Hass führen, und inwiefern Hass eine unbewusste, oder auch bewusste Entscheidung ist.

Ob Frauen, Homosexuelle, Transgender, Menschen mit Migrationshintergrund oder Menschen mit Behinderung: Sie alle streiten heute laut für ihre Anliegen, sie sind sichtbar und hörbar – und sie sind eine Herausforderung für die Gesellschaft. Ein antifeministischer Vorwurf lautet gemeinhin, Feminismus wolle die Gesellschaft umerziehen. Genau! – möchte man laut rufen. Denn Feminismus handelt von tiefgreifenden Veränderungen, es geht um Gerechtigkeit, um eine Gesellschaft ohne Gewalt und Diskriminierung, um die Frage, wie wir leben wollen. Eine Gesellschaft, in der feministische Anliegen formuliert und umgesetzt werden, eine solche Gesellschaft ist nicht mehr dieselbe wie zuvor. Und das ist gut so.

Dieser Text erschien zuerst in kürzerer Version am 20.02.2015 in der Schweizer Wochenzeitung „TagesWoche“.

Autorin: Franziska Schutzbach
Redakteurin: Antje Schrupp
Eingestellt am: 26.02.2015
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Kommentare zu diesem Beitrag

  • Gabriele Bock sagt:

    Zuerst beobachte ich im Beruf das Mißtrauen der Männer wenn (Ehe-) Frauen Geld verdienen, sich unabhängiger fühlen (ich auch) und auch so reagieren…
    Unser freies Entscheiden und Verhalten finden sie ganz gefährlich für sich selbst, die Söhne der emanzipierten Mütter verstecken es besser, aber fühlen tun sie es auch…
    In der Öffentlichkeit zu widersprechen ist ja – wie ich beabachte – selbst für Diskussionsteinehmerinnen in Talkshows, Radio, Vorträgen ja in den Unis schwierig, das ist aber unser Frauen- Erbe, jahrhundertelanges Schweigen in der Öffentlichkeit… Ja. Ihr jungen Frauen untersucht das mal „wissenschaftlich“, Bücher darüber gab es schon vor 40 Jahren genug, zB in der feministischen Theologie :
    „Nennt uns nicht Brüder“, „Frauen brechen das schweigen in d er Kirche…“ schaut mal bei Dorothee Sölle…
    Viel Erfolg wünsche ich Euch Gabi Bock

  • Fidi Bogdahn sagt:

    „Denn Feminismus…, es geht … um die Frage, wie wir leben wollen.“ Und dieses „wollen“ beginnt stets jetzt, hier und heute, in mir und jeder einzelnen als Teil der Gesellschaft

  • Dagmar Gruß sagt:

    Liebe Franziska Schutzbach,
    ja, genau das ist mein Zeitgeistempfinden momentan.
    Wir werden auf die Anregung hin, die durch Ihre Einlassung provoziert ist, einen Denkerinnenkreis im Bonner Haus der ev. Kirche am 23.03.15 um 19.30 Uhr veranstalten und laden hiermit herzlich dazu ein! Meine Kollegin aus Godesberg und ich haben das soeben vereinbart. (Das Netz zieht Kreise …)
    Schreiben Sie weiter so.
    Viele Grüße,
    Dagmar Gruß

  • Gestern war ich zum Neujahrsempfang der Überparteilichen Fraueninitiative Berlin-Stadt der Frauen. Frau Prof. Dr. Claudia Janssen sprach dort über das STudienzentrum der EKD für Genderfragen..
    Auch sie bestätigte, dass viel Hass und Wutmails an ihre Adresse gehen.Es ist die Verunsicherung, die Männer in diesen Zeiten erleben, die sich da wohl Bahn bricht.

    War sehr interessant.

  • Rea Gorgon sagt:

    Liebe Franziska Schutzbach,
    vielen Dank für Ihre differenzierte Darstellung einer Entwicklung, die mich immer wieder „staunen“ lässt. Als aktive TNin der Geschlechterforschung beobachte auch ich diese Entwicklung.
    Dennoch: wer hätte sich zu Beginn unserer Emanzipationsentwicklung (von unten) träumen lassen, dass heute sogar „von oben“ Gleichstellungspolitik gemacht wird – mit allen „internen Differenzen“, Widerständen und aller Langsamkeit. Die Erfolge dieser positiven Entwicklung ruft die unverbesserlichen Gegner und Vertreter alter Machtverhältnisse nachvollziehbar auf den Plan.
    Leider ist es so: dass jede neue (auch Frauen-)Generation neu ihre Freiheit und deren Grundlagen erlernen muss(sollte), um sie zu erhalten.
    Etwas zu kurz kam mir die Differenzierung zwischen „Ost- und West-Entwicklung“ bezüglich der gegenwärtigen Bewegungen von Feminismus/Antifeminismus.

    Dennoch: herzlichen Dank für Ihre Arbeit.

  • marit rullmann sagt:

    Liebe Franziska Schutzbach,

    danke, für den wichtigen Artikel. Dieses Thema habe ich lange unterschätzt – bis ich im vergangenen Jahr auf einer hervorragenden Fachtagung mit dem Referenten Thomas Gesterkamp in Essen bei der FUMA-Fachstelle war. Er hat zu diesem Thema für die Friedrich-Ebert-Stiftung eine lesenswerte Expertise angefertigt: Geschlechterkampf von rechts. Wie Männerrechtler und Familinenfundamentalisten sich gegen das Feindbild Feminismus radikalisieren. (2010)In der Tat ist es eine Kampagne mit sehr üblen Angriffen – und das nicht nur im Netz.

    http://www.gender-nrw.de/fileadmin/daten-fuma/4_Service/1_Download/6_Essener_Impulse/Essener-Impulse_2014_final.pdfhttp://www.gender-nrw.de/fileadmin/daten-fuma/4_Service/1_Download/6_Essener_Impulse/Essener-Impulse_2014_final.pdf

    Marit Rullmann

  • Feminismus und Matriarchat sind zwei Wörter die nicht verstanden werden und teilweise Agressionen auslösen. Diese zwei Wörter machen Angst weil sich etas verändern könnte. Nämlich eine Gesellschaft im Gleichgewicht.
    Feminismus ist eigentlich ein patriarchales Schimpfwort und wird bewusst in eine Ecke gedrängt damit alles unliebsame einen Namen bekommt, das ist pure Misogynie.
    Ich vermeide das Wort Feminismus bewusst sonst werde ich gemieden,vor allem von Frauen weil Frauen Angst vor Liebesverlust haben und um ihre errungene Freiheit fürchten. Für selbstbewusste Frauen ist Gerechtigkeit/Gleichgewicht klar ein Lebensziel dazu braucht es, denke ich, keine Bennenung.

  • Liebe Daniela Ghielmetti, „Für selbstbewusste Frauen ist Gerechtigkeit/Gleichgewicht klar ein Lebensziel dazu braucht es, denke ich, keine Bennenung“
    was für ein Satz!
    Klar und auf den Punkt, genau das denke ich auch und es steckt so viel in diesem einen Satz. Für die eigene Würde und Freiheit einzutreten und die Gleichberechtigung sollte auch ohne einen Begriff selbstverständlich sein. Danke dafür!

  • Heidi Schulze-Eickenbusch sagt:

    Das Männer auf den Feminismus oft sehr harsch reagieren, finde ich fast schon „normal“. Wissenschaftliche Untersuchungen aus der Matriarchatsforschung werden als unwissenschaftliche Spinnereien abgebügelt.
    Das aber auch Frauen ( auch aus meinem Bekanntenkreis ) ablehnend bis verletzend reagieren, ist für mich oft erschreckend. Ein einfaches „berichtigen“ ( eine Frau sagt: ich bin ein guter Autofahrer. ich sage: du bist eine gute Autofahrerin.) kann schon zu einem wütenden bis hönischen Kommentar führen.
    Das macht mich traurig und manchmal ratlos.

  • Gudrun Nositschka sagt:

    Die Würde von Frauen und Mädchen ist fortdauernd in Gefahr, solange in Offenbarungsreligionen und weiteren patriarchalen Religionen und Philosophien Frauen als minderwichtige Wesen angesehen und diskriminiert werden, die es zu reglementieren gilt. Der Einfluss dieser Religionen und Philosophien auf das männliche Denken und Handeln ist nach wie vor groß, aber leider auch auf Frauen, die „Töchter der Athene“, die von keiner Mutter mehr wissen und sich lieber angleichen wollen, um nicht anzuecken. Ob es so funktionieren kann, Würde und Feiheit zu schützen?

  • Ute Plass sagt:

    Ein sehr guter Beitrag von Antje Schrupp hier:
    https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2015/maerz/raus-aus-der-defensive

    „Es geht um die Unterscheidung zwischen „gutem“ und „bösem“ Feminismus, über Meta-Debatten und Medien und was nun wichtig wäre, zu tun.“

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