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Kurzreferat über „Vermittlung“ bei der Tagung „Sich verständlich machen?“

Von Dorothee Markert

Viele aufmerksame Zuhörerinnen bei der Tagung "Sich verständlich machen?"

Viele aufmerksame Zuhörerinnen bei der Tagung „Sich verständlich machen?“

Ich habe die Aufgabe übernommen, einen kleinen theoretischen Input zu unserem Thema zusammenzustellen. Dafür habe ich zuerst einmal unser Forum nach Artikeln durchforstet, in denen ja vielleicht etwas Hilfreiches dazu gesagt wird. In Antjes „literarischem Protokoll“ zu unserer letzten Tagung „Sichtbar und einflussreich, ohne sich anzupassen“ gibt es einige Abschnitte, die – oft in Frageform – das Thema ansprechen, wie wir uns verständlich machen können, was die Hürden dabei sind und ob das überhaupt Sinn macht. Das ist nicht erstaunlich, da unser heutiges Thema ja quasi ein Unterthema zu der Frage ist, wie wir Einfluss nehmen können, ohne uns anzupassen. Denn wenn wir auf politische Weise etwas verändern wollen, also ohne Machtmittel einzusetzen, müssen wir andere Menschen für unser Vorhaben gewinnen, und dafür ist die erste und vielleicht wichtigste Voraussetzung, dass wir uns ihnen verständlich machen können. Damit eine Veränderung dann auch nachhaltig ist, kommen wir nicht darum herum, dieselben Dinge immer wieder zu vermitteln, auch in uns eher fremde Kontexte hinein, z.B. in die Welt jüngerer Generationen.

Da die Zitate aus der damaligen Diskussion so schön sind und vor allem viele Fragen formulieren, über die wir heute weiter nachdenken können, werde ich ein paar davon in die fünf Abschnitte meines kleinen Vortrags einstreuen.

 

Sind Vermittlungsbemühungen immer sinnvoll?

Für ein Fragezeichen am Ende unseres Tagungstitels habe ich deshalb plädiert, weil ich selbst in 43 Jahren unterschiedlich intensiver Versuche, anderen Menschen verständlich zu machen, was es für mich bedeutet, Feministin zu sein – 25 Jahre davon bemühte ich mich um die Vermittlung des italienischen Geschlechterdifferenz-Denkens – immer wieder Erfahrungen machte, die mich zweifeln ließen, ob diese Vermittlungsbemühungen überhaupt sinnvoll sind. Ohne den Schwung meiner politischen Freundinnen, der mich immer wieder aus der Resignation heraustrieb, hätte ich vielleicht irgendwann ganz aufgegeben. Sicher brauche nicht nur ich Ermutigungen wie die folgenden aus Antjes schönem Tagungsprotokoll:

Eine sagte:

„Es ist falsch zu glauben, die Welt und die anderen hätten auf unseren Beitrag nicht gewartet, wir würden uns aufdrängen. Wir können nicht wissen, ob das, was wir als Feministin zu sagen haben, wirklich auf Desinteresse stößt. Möglicherweise ist da eine, die darauf wartet.“

Und sofort kam die Antwort von einer anderen:

“Und ob ich darauf gewartet habe.”

Aber. Es gibt auch Bereiche, in denen Leute, auch andere Frauen, tatsächlich nicht an dem, was wir zu sagen haben, interessiert sind. Wie können wir auch in diese Bereiche hineinwirken? Sollen wir das überhaupt?

Jedenfalls: “Ich kann nur etwas verändern, wenn die Leute dafür offen sind”, resümiert eine. “Das liegt auch nicht immer in meiner Hand.”

“Wie und warum verändern Menschen überhaupt ihre Überzeugungen?” fragt eine. Gute Frage.

Zu der Frage, wie und warum andere Menschen ihre Überzeugungen ändern, fand ich auf bzw-weiterdenken, ebenfalls in einem Artikel von Antje Schrupp, eine interessante These, die letztlich unterstreicht, dass gelingende Vermittlungen nicht leicht zu bewerkstelligen sind: In ihrem Text „Neue Gedanken in die Welt bringen“ zitiert Antje die französische Philosophin Simone Weil mit der Aussage, es sei anstrengend und bedürfe großer Aufmerksamkeit, eine neue Idee aufzunehmen und zu begreifen. Aufmerksamkeit sei aber heute noch mehr als zur Zeit Simone Weils ein rares Gut. Der Kampf um die Aufmerksamkeit der Vielen habe in den Medien zu immer spektakuläreren Bildern, pauschalen Zuspitzungen, dramatisierenden Darstellungen geführt. Aufmerksamkeit entstehe aber nicht dadurch, dass immer lauter, greller und bunter geschrien werde. Simone Weils These ist: (Zitat, also bitte nicht an den männlichen Pronomen hängenbleiben!) „Wenn jemand versucht, etwas Neues darzulegen, wird man nicht auf ihn hören; weil die anderen diese Wahrheit nicht kennen, werden sie sie nicht als solche gelten lassen; sie begreifen nicht, dass das, was er ihnen da vorträgt, wahr ist; sie widmen dem nicht genügend Aufmerksamkeit, um es zu merken; denn nichts treibt sie, diese Anstrengung der Aufmerksamkeit zu leisten. Die Freundschaft aber, die Bewunderung, die Sympathie oder jedes andere Gefühl des Wohlwollens würde sie ohne weiteres zu einem gewissen Grad der Aufmerksamkeit veranlassen. Ein Mensch, der etwas Neues zu sagen hat, kann zuerst nur bei denen Gehör finden, die ihn lieben.” Zumindest Wohlwollen ist also nötig, damit andere uns zuhören. Eine Rolle spielt sicher auch die Neugier, wenn das Neue, was wir zu vermitteln haben, entsprechend angekündigt ist. Und sobald jemand zuhört, kann sich das, was mein Anliegen ist, mit dem Begehren meines Gegenübers verbinden, dann kann Vermittlung auch erstaunlich leicht, fast wie von selbst gehen.

 

Was ist Vermittlung?

So wie die italienischen Philosophinnen von Diotima und der Libreria delle donne di Milano es verstehen, ist Vermittlung viel mehr als das Weitergeben von Informationen, wie es beispielsweise im Schema von Sender, Empfänger und Botschaft dargestellt wird. Und auch wenn in „Vermittlung“ die „Mitte“ drinsteckt, geht es bei der Vermittlung nicht darum, sich in der Mitte zu treffen im Sinne eines Kompromisses. Unter der Mitte stelle ich mir dabei vielmehr einen Raum vor, im ABC des guten Lebens sprechen wir vom „Dazwischen“, einem kostbaren Raum zwischen uns, der uns erlaubt, unsere jeweilige Sichtweise hinzustellen und beide Sichtweisen miteinander anzuschauen, mit dem Ziel, die Situation und das, worum es uns jeweils geht, besser zu verstehen. Dieser Raum erleichtert es, das Andere stehen zu lassen, nichts damit machen zu müssen, es vor allem nicht niedermachen zu müssen, und auch nicht über das Nicht-Verstehen des Gegenübers unserer Position gekränkt sein zu müssen.

Veronika Mariaux von Diotima erklärte mir vor 25 Jahren den Begriff anhand des italienischen Wortes „mediazione“, und seither begleitet mich auch diese Vorstellung: In „mediazione“ stecke außer der Mitte auch das Medium, und das sei ein Mensch. Neben dem, was ich zu sagen habe, muss daher immer auch mein Gegenüber im Fokus stehen, wenn ich etwas vermitteln will, und das heißt, dass ich mich auf diese Person einlasse mitsamt ihrem individuellen Hintergrund, den wir im ABC des guten Lebens „Matrix“ genannt haben. Wenn ich in einen wirklichen Dialog gehe und nach einer sprachlichen Brücke zwischen unseren beiden Lebens- und Denkwelten suche, riskiere ich immer auch, dass ich mich selbst dadurch verändere. Damit die andere Person neugierig wird auf das, was ich zu sagen habe, und mir wohlwollend zuhört, muss also auch ich mich für sie interessieren. Es ist nicht leicht, dabei das eigene Anliegen nicht aus den Augen zu verlieren und sich selbst treu zu bleiben. Dazu ein Zitat aus dem Tagungsprotokoll:

“Ich habe ein Sprachproblem, mir fällt es schwer, dieses Denken zu vermitteln”, sagt eine. “Wenn ich mit euch zusammen bin oder alleine darüber nachdenke, scheint mir alles klar zu sein. Wenn ich mit anderen rede, mit Männern oder mit Jüngeren, dann fehlen mir die Worte, dann weiß ich oft nicht, wie ich es ausdrücken soll.”

 

Vermittlung als Arbeit an der Sprache

Vermittlung ist immer auch ein Sprachproblem. Um mich besser verständlich machen zu können, ist eine ständige Arbeit an der Sprache notwendig, eine Suche nach Begriffen und Formulierungen, die als Brücke dienen können. Bei unseren ersten Vermittlungsversuchen zum Denken und zur Politik der Geschlechterdifferenz wusste ich noch nichts über Vermittlung und war betroffen und gekränkt, weil wir, wie ich meinte, absichtlich und böswillig missverstanden wurden. Es war aber einfach so, dass einige der aus dem Italienischen übersetzten Begriffe dazu angetan waren, ohne Vorwarnung, also unvermittelt, in einen bestimmten deutschen oder österreichischen Diskussionskontext hinein gesprochen, heftige Abwehr-Reaktionen auszulösen. Z.B. Mutter, Schuld bezahlen, urteilen, Autorität, (symbolische) Ordnung. Andere Begriffe, z.B. „Begehren“ oder „Geschlechterdifferenz“ wurden einfach nicht oder falsch verstanden. Und so gingen manche aus unseren Veranstaltungen heraus mit dem Urteil, das sei alles komplett unverständlich, andere fanden es banal und fragten sich, was denn jetzt das Neue daran sein solle.

Im Lauf der Jahre habe ich viel über Vermittlung gelernt, vor allem über Vermittlung in Vorträgen oder Veröffentlichungen, weniger über Vermittlung im Dialog mit alten Freundinnen und Freunden. Davor hab ich mich eher gedrückt, und so fehlt es mir in diesem Bereich noch an Training.

Gelernt habe ich zur sprachlichen Arbeit bei der Vermittlung Folgendes:

Bei der Wahl meiner Begriffe und Formulierungen sollte ich darauf achten, dass das Verstehen beim Gegenüber nicht dadurch erschwert wird, dass ich es durch bestimmte Worte, an denen „das Denken hängenbleibt“, auf eine falsche Spur bringe. Oft biete ich daher mehrere Worte zur selben Sache an, oder ich weise auf die Hürde hin, die ein bestimmter Begriff für manche darstellen könnte. Oder ich grenze mich explizit von einer bestimmten Bedeutung ab. Inzwischen kann ich besser einschätzen, welche Worte im jeweiligen Kontext Abwehr erzeugen oder die Diskussion auf Seitenscharmützel lenken könnten, so dass die Öffnung für einen möglicherweise hilfreichen Gedanken von vornherein verbaut werden könnte.

Ein wichtiges Übungsfeld war auch das Übersetzen von Texten der Diotima-Philosophinnen. Dabei fiel mir u.a. auf, wie wichtig es ist, gerade bei Wörtern, die es auch als deutsche Fremd- oder Fachwörter gibt, nach einer verständlichen Übersetzung in der Alltagssprache zu suchen. Für die Vermittlung im Internet, wo ja meistens schnell aus einer Fülle von Informationen ausgewählt wird, was ich lese, ist die Überschrift sehr wichtig. Bei Buchtiteln sollte ich damit rechnen, dass sie evtl. völlig irreführend sind, da sie von den Verlagen meistens unter Werbeaspekten gewählt werden. So hatte ich nie Lust, ein Buch zu lesen, das mir eine Freundin geschenkt hatte, weil es unter dem Titel „Die Pflicht, glücklich zu sein“ daherkam. In Wirklichkeit enthält es einfach kurze Texte zum Thema „Glück“, die ich ohne diesen Titel schon längst gelesen hätte.

 

Mit unterschiedlichen Denk- und Interpretationsrahmen rechnen: Die Differenzen der symbolischen Ordnungen

“Wie kann ich mit meinem Gegenüber, das in einer anderen symbolischen Ordnung ist, in Kontakt bleiben?” fragt eine. Uns ist nämlich schnell klar, dass das Problem gegenseitig ist.

Eine erzählt von ihren Versuchen. Es gibt einen Punkt, meint sie, wo bei ihren Gesprächspartner_innen das Bemühen, zu verstehen, in Ablehnung oder Gleichgültigkeit umschlägt. “Es ist wichtig, den Punkt zu erwischen, wo man mit dem Missionieren aufhören muss.”

Wenn wir nicht merken, dass mein Gegenüber und ich in unterschiedlichen Denk- und Interpretationsrahmen stecken, verstehen wir manchmal überhaupt nicht, woher ein plötzlich aufflammender Streit kommt oder warum eine Reaktion ausbleibt, die wir eigentlich erwartet hätten. Manchmal merken wir erst hinterher, dass wir komplett aneinander vorbeigeredet haben.

So hat ein Bezug auf das Wort „Mutter“, beispielsweise wenn wir sagen, dass wir eine symbolische Ordnung der Mutter brauchen, oder auch auf „weibliche Autorität“ eine unterschiedliche Bedeutung im Rahmen des italienischen Geschlechterdifferenz-Denkens und im matriarchatsvisionären Denken, und wiederum eine andere, wenn ich im Emanzipations- oder Gleichstellungsparadigma denke. Der Denkrahmen „Patriarchat“ ist ein anderer, wenn ich davon ausgehe, dass das Patriarchat vorbei ist, als wenn ich aufzeigen will, dass wir noch mittendrin sind. Der Hinweis auf die Notwendigkeit von Care-Arbeit ist im Emanzipations- und Gleichstellungsdenken etwas, das uns in alten Rollen festhalten oder dorthin zurückbringen will, im postpatriarchalen Denken ist es ein wichtiger Aspekt einer wirtschaftlichen Umgestaltung in Richtung auf gutes Leben für alle. Feminismus bedeutet immer noch für viele Männer und manche Frauen entweder Lobbyarbeit für Fraueninteressen oder direkter Kampf gegen Männer, auf jeden Fall etwas, das Männern schaden will. Freiheit bedeutet etwas völlig anderes, wenn wir darunter möglichst große Unabhängigkeit verstehen, als wenn wir sie mit Bezogenheit und der Tatsache, dass alle Menschen fürsorgeabhängig sind, zusammen denken. Das sprachliche Sichtbarmachen von Frauen wird von manchen Frauen abgelehnt, weil sie meinen, nur unter einer männlichen Bezeichnung das volle Menschsein und die ganze Welt zur Verfügung zu haben. Oft glauben wir uns zu verständigen, weil wir dieselben Worte verwenden, doch in Wirklichkeit denken und interpretieren wir in ganz verschiedenen Welten, in so etwas wie Parallelwelten.

In dem Buch „Macht und Politik sind nicht dasselbe“ wird ein sehr einleuchtendes Bild für solche Situationen verwendet, das m.E. nicht nur für das Neben- und Durcheinander von Macht und Politik, sondern auch anderer Interpretations- und Denkrahmen brauchbar ist: Auf demselben Spielbrett werden zwei Spiele mit ganz unterschiedlichen Regeln gespielt, wobei die Figuren des Machtspiels (im Bild der Diotima-Frauen ist das „Schach“) sich nicht bewusst sind, dass die Figuren des Politik-Spiels (hier „Dame“) nicht nach denselben Regeln spielen wie sie selbst. So werden die Handlungen der Figuren ständig falsch interpretiert, und die einen können sich den anderen nicht verständlich machen. Erst wenn der Unterschied der beiden Spielweisen herausgearbeitet worden ist, kann über das Eigentliche geredet und verhandelt werden.

 

Vermittlung und Konflikt

Oft habe ich es einfach so stehen lassen, wenn ich merkte, dass ich aufgrund unterschiedlicher Denkrahmen falsch verstanden wurde, wenn ich also eine Zustimmung „von falscher Seite“ bekam. Das hat damit zu tun, dass ich immer froh war, wenn ich mich nicht mit anderen Frauen streiten musste. Dass ich nicht die einzige Konfliktvermeiderin im Frauenbewegungskontext war, macht wiederum Antje Schrupp in einem Artikel auf bzw-weiterdenken deutlich. Unter dem Titel „Aneinander geraten“ schreibt sie darüber, dass es zwar nicht an Beispielen und Geschichten über Auseinandersetzungen zwischen Feministinnen in Deutschland mangele, dass es aber richtige Konflikte zwischen Feministinnen gar nicht oder nur selten gebe. Unter Konflikt versteht sie hier, dass „Tendenzen oder Absichten aneinander geraten, deren gleichzeitige Verwirklichung sich ausschließt“ (Diese Definition fand sie in Wikipedia). Niemand sage in der politischen Diskussion beispielsweise, „mit dem, was du sagst, bin ich nicht einverstanden“ oder „Ich verfolge aber andere Ziele“. Ein solches Hinstellen wäre aber genau das Übungsfeld, um uns dann wirklich verständlich zu machen mit dem, was unser Anliegen ist. Bisher dominieren hier unter Frauen zwei Verhaltensweisen: Entweder werden „um des lieben Friedens willen“ Differenzen unter den Teppich gekehrt, oder die eigene Position wird so „unvermittelt“ vertreten, dass nur noch Beziehungsabbruch möglich ist. Ich denke, dass wir erst noch lernen müssen, gerade im Konfliktfall alle Sorgfalt auf die Vermittlung zu legen, wobei wiederum das Bild eines „Dazwischens“ m.E. sehr hilfreich ist. Ich bin gespannt, ob es uns gelingt, gleich heute damit anzufangen.

Und zum Schluss nochmals zwei Zitate von der letzten bzw-Tagung:

“Das alles hat auch was mit Üben zu tun”, sagt eine, “das müssen wir uns antrainieren.”

“Wir müssen uns vor allem einüben in das Vertrauen”, sagt eine andere, “auch das Vertrauen in die Möglichkeit, dass sich doch auch einmal etwas ändern lässt, muss eingeübt werden.”

“Es geht auch nicht immer darum, die anderen zu verändern. Ein erster Schritt ist es, die eigenen Dinge in die Welt zu stellen, damit sie da sind. Egal, was die anderen damit machen. Wenn die Dinge in der Welt sind, kann ich mich selbst dann auch wieder zurückstellen.”

Autorin: Dorothee Markert
Redakteurin: Dorothee Markert
Eingestellt am: 02.03.2015
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Kommentare zu diesem Beitrag

  • Ursula Pöppinghaus sagt:

    Liebe Dorothee,
    hören konnte ich Dich ja leider nicht, ich bin sehr berührt von Deinem Referat. Es sind nicht nur die Inhalte, es ist Deine Weise sie zu vermitteln – verdichtete Bezogenheit.
    Danke!

  • Danke liebe Dorothee! Mit deiner Stimme im Ohr liest es sich besonders schön:-) Hannah Arendt bringt in der VITA ACTIVA ein Beispiel für das ZWISCHEN in der VerMITTlung: „In der Welt zusammenleben heisst wesentlich, dass eine Welt von Dingen zwischen denen liegt, deren gemeinsamer Wohnort sie ist, und zwar in dem gleichen Sinne, in dem etwa ein Tisch zwischen denen steht, die um ihn herum sitzen; wie jedes Zwischen verbindet und trennt die Welt diejenigen, denen sie jeweils gemeinsam ist.“(S 66, 1981.

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