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„Geht alles gar nicht.“ Männer entdecken die Vereinbarkeitslüge.

Von Elfriede Harth

Zwei Journalisten ziehen Bilanz über ihren Versuch Erwerbsarbeit und Care-Arbeit unter einen Hut zu bekommen und stellen fest: „Geht alles gar nicht!“ Sie erfahren am eigenen Leib, was Frauen schon lange als bittere Wirklichkeit erleiden.

gehtMarc Brost (geboren 1971), Leiter des Hauptstadtbüros der ZEIT, und Heinrich Wefing (geboren 1965), Mitglied der politischen Redaktion der ZEIT, sehen sich als Vertreter der ersten Generation, die Gleichberechtigung verwirklichen will: Frau und Mann sollen sich in einer Familie mit Kindern so einbringen, dass beide die notwendige Hausarbeit und Versorgung der Kinder (und gegebenenfalls auch bedürftiger Eltern) übernehmen und beiden die Möglichkeit offen steht, einer erwünschten Erwerbstätigkeit nachzugehen.

Doch beide Autoren kommen zu dem Schluss, dass unsere Gesellschaft der Vereinbarkeitslüge aufsitzt. In Interviews mit ganz unterschiedlichen Männern und einer Frau wird diese Feststellung bestätigt. Der Versuch, sich darauf einzulassen, tradierte Rollenmuster aufzubrechen und eine gleichberechtigte Arbeitsteilung in einer Paarbeziehung zu gestalten, mit der sich das Ideal eines gelingenden Lebens verwirklichen lässt erweist sich – in den gegenwärtigen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen – als zum Scheitern verurteilt.

Ich habe das Buch mit großem Wohlwollen gelesen und es als authentischen Versuch empfunden, die bestehende Wirklichkeit ehrlich zu analysieren mit dem Willen, einen Ausweg aus einem Leid zu finden, das Frauen wie Männer betrifft. Deshalb möchte ich es hier im Forum vorstellen.

Die Gründe der Vereinbarkeitslüge

Das Buch liest sich leicht, in zwei Tagen war ich durch mit den 260 Seiten und habe einiges dazu gelernt. Warum kann man nicht gleichzeitig gute verständnisvolle Eltern sein, die im Beruf engagiert sind, und eine liebevolle Paarbeziehung leben, in der alle Aufgaben geteilt werden? Im ersten Teil werden vier Grunde dafür aufgelistet: Wir erleben eine ungeheure Verdichtung sowohl der Zeit als auch der Arbeit. Es gibt noch keine Vorbilder, an denen wir uns ausrichten könnten. Weder für Frauen noch für Männer. Der Kapitalismus frisst sich bis in die Familie hinein. Viele Menschen stellen viel zu hohe Erwartungen an sich selbst, die sich einfach nicht erfüllen lassen.

„Wir sind eine Gesellschaft auf Speed.“ (38)  Jedes bisschen Zeit, die wir durch den technischen Fortschritt  gewinnen, nutzen wir nicht für Müßiggang oder Pausen, sondern um unsere Produktivität zu steigern. Im Beruf wie im Privaten.

Die Fakten: Um 1965 arbeitete ein verheirateter Mann 48 Stunden pro Woche in seinem Beruf und verdiente dabei für sich und seine Familie den Lebensunterhalt. Auch in einer Arbeiterfamilie. Heute verbringen Mann und Frau zusammen im Schnitt gut 72 Stunden mit Erwerbsarbeit. „24 Stunden mehr im Beruf, 24 Stunden mehr für den Kapitalismus. Gefräßig schiebt sich die Arbeit in unser Leben (…) Es sind 52 Tage weniger für die Familie. 52 Tage weniger für die Kinder. 52 Tage weniger für die Partnerschaft oder auch für einen selber.“ (42)

Aber auch die Zeit, die für Kindererziehung verwendet wird, ist bei Frauen seit 1965 von 10 Wochenstunden auf 14 und bei Männern von 3 auf 8 Stunden gestiegen. Das sind neun Stunden mehr im Zeitbudget einer Familie. Das gesamte Leben ist charakterisiert von Beschleunigung und Überlastung.  „Wir schlafen weniger. Wir essen schneller. Wir laufen hektischer durch die Innenstädte. Wir arbeiten mehr. Wir lieben weniger. Alles miteinander vereinbaren zu wollen, bedeutet eine jahrelange, permanente Selbstüberforderung – und die hat einen Preis. Für Mütter wie Väter. Und immer wieder auch für die Kinder.“ (45)

Es gibt noch keine Vorbilder für diesen neuen Lebensstil, denn diese Generation ist die erste, die ihn erlebt. Eine Jahrhundert alte Konditionierung der sexuellen Arbeitsteilung lässt sich weder bei Frauen noch bei Männern in einer einzigen Generation überwinden. „Auch zwischen den Partnern sorgen die alten Rollenbilder manchmal für zusätzlichen Stress. Dann nämlich, wenn die Frauen daheim die Führung übernehmen und dank tausendjähriger Erfahrung ihres Geschlechts mit Kindern und Küche habituell bestimmen, wie die Dinge zu laufen haben (…) Das alles, man muss es immer wieder betonen, spricht nicht gegen die Gleichberechtigung, überhaupt nicht. Aber es ist unausweichlich deren Folge. Und wir kommen nicht darum herum, uns mit den Folgen auseinanderzusetzen. Im Alltag tut das ohnehin jede Familie, ununterbrochen. Es ist an der Zeit, es auch öffentlich zu tun.“ (62, f)

Die Folgen der Vereinbarkeitslüge

In einem zweiten Teil wird dargelegt, wie die Unvereinbarkeit dazu führt, dass die Menschen inzwischen nicht nur die Fähigkeit des Multitasking entwickeln, sondern gar eine des Hypertaskings. „Wir taylorisieren unser Leben, auch das private. Wir versuchen verzweifelt, unsere Produktivität zu steigern, wir planen exakt jeden unserer Schritte, wollen alles in immer kürzerer Zeit erledigen, immer mehr in jede Stunde, in jeden Tag pressen. Wir werden, um einen Begriff des Zeitforschers Karl-Heinz Geissler zu nutzen, zu „Simultanten“. Menschen, die, um Zeit zu gewinnen, nicht mehr eins nach dem anderen erledigen, sondern möglichst vieles zugleich, simultan eben.“ (104, f) Aber da alle und alles um uns herum Zeit sparen wollen, verdichtet sich die Last dessen, was erledigt werden muss. Capitalism kills time. (105)

Stressbedingte Krankheiten wie Depressionen oder Burnout nehmen zu, bei Frauen und Männern. „Deren Kosten schätzen Wissenschaftler mittlerweile auf mehr als 43 Milliarden Euro jährlich. Psychische Störungen führen zu 59 Millionen Krankheitstagen im Jahr.“ (110) Die Autoren berichten von einer Klinik: „Es sind fast nur Männer, die in die Klinik kommen. Männer, die im Job unterzugehen drohen, sich aber bis zuletzt vormachen, sie hätten noch alles im Griff. Väter, die gern glauben wollten, von ihren Kindern viel zu wissen, aber ständig deren Geburtstag vergessen. Viele (…) haben lange gedacht, ihre Familie werde den ganzen Stress schon mittragen, werde immer mehr zurückstecken angesichts des Arbeitspensums des Mannes. Aber irgendwann trugen die Frau und die Kinder das Ganze nicht mehr mit. Irgendwann saßen die Partnerinnen zu Hause auf gepackten Koffern. Und dann ist noch der Kredit für das Haus, der abbezahlt werden muss, und zugleich brennt es in der Firma an allen Ecken und Enden. Das sind so die Konstellationen.“ (111)

Beziehungen können in diesen Rahmenbedingungen nicht gelingen, wenn es nicht möglich wird zu begreifen, dass „sich die Arbeit nach den Bedürfnissen des Lebens richten sollte – und nicht das Leben nach den Bedürfnissen der Arbeit“. (113) Andernfalls wird es immer schwieriger miteinander zu kommunizieren, aufeinander einzugehen. Zwischen den Partnern als auch mit den Kindern. Und so kommt es, dass immer mehr Frauen in einen Gebärstreik treten.

Die Vereinbarkeitslügner

Die Logik, die die Erwerbsarbeit bestimmt steht in diametralem Widerspruch zur Logik des Familienlebens. „82 Prozent aller Männer mit Kindern würden gern Teilzeit arbeiten, jeder dritte Mann hält eine Wochenarbeitszeit von 32 Stunden für ideal. Zwei Drittel der befragten Männer würden zugunsten der Familie sogar Karrierenachteile in Kauf nehmen. Würde.“ (155, ff) Aber „die Wirtschaft“ ist taub und verständnislos. Vereinbarkeit bleibt für sie Privatsache. Und so bleibt nur die individuelle Entscheidung gegen eine Karriere (entweder beim Mann oder bei der Frau) ein Preis, der nicht immer gering ist.

Auch für die Politik bleibt die Vereinbarkeit ein Lippenbekenntnis. „Was wir Eltern bräuchten, wäre eine Familienpolitik, die das wirkliche Leben der Familien berücksichtigt. Sie würde junge Eltern – die womöglich gerade dabei sind, in ihren Jobs Fuß zu fassen – anders unterstützen als Paare mit älteren Kindern, die zum Beispiel gerade die Pflege von Oma und Opa organisieren müssen. Sie müsste den Anspruch haben, zum Beispiel auch die Arbeitswelt zu verändern. Denn sie würde versuchen, ganz unterschiedliche, heute scheinbar voneinander unabhängige Politikfelder miteinander zu verknüpfen: Arbeitsmarktpolitik, die Gesundheitspolitik, die Wirtschafts- und Finanzpolitik. Eine gute Familienpolitik wäre so vielfältig wie das Leben.“ (191) Aber Familienpolitik war bislang vor allem Frauenpolitik, in der es darum ging, „mehr Frauen in Jobs zu bekommen.“ (192)

Schließlich gibt es auch Frauen, die sich und anderen weismachen, sie könnten Familie und Karriere unter einen Hut bringen. Und als „Heldin solcher Mütter“ wird die Facebook-Managerin Sheryl Sandberg zitiert. „Sie suggerieren, dass für die moderne Frau von heute selbstverständlich alles möglich sei: Karriere, Kinder, Liebesglück. Und zwar alles gleichzeitig. Und nur manchmal, zwischen den Zeilen, klingt bei diesen Geschichten durch, dass auch diese Mütter leiden.“ (207)

Als Gegenbeispiel wird Anne-Marie Slaughter zitiert, Professorin an der Eliteuniversität Princeton und Mutter von zwei Kindern, die 2012 einen Artikel verfasste: „Why women still can’t have it all“. „Ausgerechnet eine der Vorzeigefrauen der amerikanischen Frauenbewegung gab auf einmal zu, dass eben doch nicht alles gleichzeitig gehe – Karriere und Familie, Mutterrolle und Megastress.“ (209) Und Slaughter sieht in dieser Unvereinbarkeit nicht ein feministisches, sondern ein gesellschaftliches Problem. Die Rahmenbedingungen, dieser Gesellschaft sind lebensfeindlich und müssen verändert werden.

Und dabei ist es wichtig, dass gerade Frauen mehr Verständnis füreinander haben und es vermeiden, sich selbst und den eigenen Lebensentwurf als den einzig seligmachenden und legitimen vermarkten zu wollen.

Wir Frauen haben immer wieder die Erfahrung gemacht, dass eine Frage erst dann ernst genommen wird, wenn sie ein Mann stellt. Ob das nun auch hier der Fall ist?

Marc Brost, Heinrich Wefing – Geht alles gar nicht. Warum wir Kinder, Liebe und Karriere nicht vereinbaren können. Rowohlt, 2015. 16,95 Euro

Autorin: Elfriede Harth
Redakteurin: Antje Schrupp
Eingestellt am: 17.06.2015
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Kommentare zu diesem Beitrag

  • Heinz Mauch sagt:

    Ich erinnere mich an die engagierte Frauen aus Wirtschaft und Politik, die das einfach so können. Wie viel „Lüge“ steckt in solchen Hochglanzlebensläufen? Dass die Wirtschaft hier seit Jahrzehnten bei allem Innovationsgelärme praktisch gar nichts Konstruktives hervor bringt, ist eine weitere „Lüge“ unserer doch so fortschrittlichen Gesellschaft. Wann endlich lernen wir, dass Wirtschaft ein Familienbegriff ist und Wertschöpfung eine qualitative Grösse im Rahmen des Lebensvollzuges. Hier sind auch die Frauen Teil des gerne als männlich bezeichneten Systems.

  • Bruni K sagt:

    Während des Lesens war mir genau der Gedanke gekommen, der im letzten Satz dann formuliert wird: Endlich stellen zwei Männer das Problem dar. Solange Frauen es ansprachen, wurde es nicht wahrgenommen. Hoffentlich trauen sich nun auch die Männer, sich mit diesen Fragen mehr zu beschäftigen!

    Im Zusammenhang mit der Zeitanalyse tauchte bei mir noch ein Gedanke auf:
    Vor fast 100 Jahren haben die Gewerkschaften einmal die Losung herausgegeben: 3 x 8 – 8 Stunden Arbeit, 8 Stunden Freizeit, 8 Stunden Schlaf.
    Es wäre schön, wenn sie wenigstens diese alte Idee mal wieder ins Gespräch bringen könnten. Sie – die Gewerkschaften – verschlafen meiner Meinung nach die wichtigsten aktuellen Aufgaben, in die sie sich wesentlich aktiver einbringen müssen. Sie müssten Hauptträger der Bewegung für Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben werden.

    8 Stunden „Freizeit“ ist heute auch noch zu wenig: Familie, Pflege von Freundschaften, Kultur, Sport, Hobby, ehrenamtliches Engagement – dafür ist mehr Zeit nötig.

    Ich denke, die Gewerkschaften sollten sich das „Recht auf ausreichende Freizeit für jede(n)“ als wichtigste Aufgabe stellen. Daraus ergeben sich die anderen Fragen (differenzierte Arbeitszeitverkürzung im Lohnarbeitsbereich, Ausgleich der notwendigen Arbeitszeiten zwischen den Eltern, wenn – und das würde sich daraus „automatisch“ ergeben – auch Hausarbeit als Arbeitszeit angerechnet wird.)

  • Gudrun Nositschka sagt:

    Nach dem Scheitern des real existierenden Sozialismus hat der Kapitalismus gern den Part übernommen, „sich in die Familien hineinzuzfressen“. Schon vergessen? In der DDR mussten Mütter und Väter arbeiten, da von einem Lohn keine Familie einigermaßen ordentlich hätte leben können, und die Kinder wurden direkt nach den ersten acht Wochen in die Krippen geschaufelt. Es gab sogar Wochen- und Monatskrippen. Erst als die alte Bundesrepublik Mitte der 80ziger Jahre ein Jahr sog. Erziehungsurlaub fürs Kind ohne Arbeitsplatzverlust für Mütter ermöglichte, zog die DDR nach.
    Warum fordern wir nicht von der Politik sich nun für die Vereinbarkeit von Beruf und Leben stark zu machen? Für alle?

  • Ute Plass sagt:

    Im u.a. Beitrag beruft sich ein Prof. Buchholz auch auf die Vereinbarkeitslüge. Dabei sieht er nicht allein die kapitalistische Verwertungslogik als Familien-Zerstörer am Werke, sondern auch „die Feministinnen“ und gerne auch homosexuelle Partnerschaften die, nach seiner Auffassung, drauf und dran sind die Bio-Familienbande zum Schaden der Kinder aufzulösen.

    http://le-bohemien.net/2015/05/15/ideologische-verhuellungen/

  • Bruni K sagt:

    Genau weiß ich es nicht mehr. Die Wochenkrippen gab es in den 50er Jahren auf alle Fälle. Sie wurden aber später abgeschafft. In den 70er Jahren gab es sie meines Wissens nicht mehr oder höchstens in ganz einzelnen Situationen (Studium z. B.). Mitte der 70er Jahre gab es 6 Wochen Schwangerschaftsurlaub vor der Geburt (wenn das Kind früher kam, war der Urlaub zu Ende vor den 6 Wochen), 6 Wochen Wochenurlaub nach der Geburt und danach bis zum halben Jahr Babyurlaub. Mitte der 80er Jahre gab es zu Schwangerschafts- und Wochenurlaub das Babyjahr. Könnte es sein, dass die BRD da erst „nachgezogen“ hat?

  • Marita A. sagt:

    Ja, das Buch spricht die „moderne Gesellschaft“ an. Mit nunmehr 76 Jahren habe ich es am eigenen Leib erfahren. Wir waren selbstständig, ich bei meinem Mann beschäftigt,
    2 Kinder Haus und Hund und einen (echten) Vogel, mein Mann war häufig auf Reisen, ist den Aufträgen hinterher gehastet, da war keine Zeit, sich um „banale“ Hausarbeit bzw. Kindererziehung zu kümmern. Also: Frau musste richten!
    Heutzutage werden die Männer mit eingebunden, und das ist gut so, aber überfordert auch die Männer, denn im Beruf werden 100% gefordert! Daher: Stress ade: um alles in die Reihe zu bekommen, gibt’s nur eine Möglichkeit: Bewegung einbauen, gesunde Ernährung und…. Lachen! Lachyoga zum Beispiel! Einmal die Woche ausgiebig lachen, das Gehirn befreien vom emotionalen Stress, Glückshormone ausschütten und dadurch lernen, das Leben leichter zu nehmen: Nimm das Leben nicht allzu ernst, Du überlebst es eh nicht!!!Wie sagt „Bob der Baumeister: Schaffen wir das? Ja, wir schaffen das!!!Raus aus der Lethargie!! :)Wenn die Gesetze unzulänglich sind,die Gesellschaft sich so familienfeindlich entwickelt hat, müssen wir handeln!

  • Anne-Marie Slaughter hat recht – die Rahmenbedingungen dieser(patriarchalen)Gesellschaft sind lebensfeindlich und müssen verändert werden….wann werden wir uns endlich(gerade aus Liebe zu „unseren“ Kindern die die größte Last tragen)einer matriarchalen Gesellschaftsform zuwenden?

  • Ute Plass sagt:

    @Elfriede – Wenn jetzt auch Männer die Vereinbarungslüge entdecken, was ich für gut und wichtig erachte, müssten Sie doch auch ganz große Verfechter einer Care-Revolution sein, so wie du das in deinem sehr ansprechenden Text zur Care-Revolution zum Ausdruck bringst: 🙂

    http://bgerheinmain.blogsport.de/2015/06/18/care-revolution/

    Ist darüber auch in der Lektüre der beiden Journalisten
    etwas zu erfahren?

  • ursula jung sagt:

    Matriarchale Gesellschaft? Heute?
    Frauen träumt weiter!

  • Nachtrag zur Situation in der DDR: In der DDR gab es eine gesetzlich verankerte Pflicht zur Arbeit, es war sehr schwierig, sich aus dem Beschäftigungsverhältnis in den VEB, den Kombinaten, der Volksbildung, der LPG etc. zu lösen. Frauen arbeiteten, jedenfalls in den 60iger und 70iger Jahren, als ich noch dort lebte, nicht, weil das Geld nicht reichte, sondern weil frau und man das eben tat, um „die Arbeitskraft in den Aufbau des Sozialismus zu investieren“. Schließlich hatte die Allgemeinheit ja auch die jeweilige Ausbildung finanziert, da war, nach öffentlicher Auffassung, etwas zurückzugeben.

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