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Politisch ist… die Politik der Frauen!

Von Luisa Muraro, Sandra Divina Laupper

Anmerkungen der Übersetzerin Sandra Divina Laupper

Der Titel dieses Textes von Luisa Muraro, der im Juni 1991 in der ersten Nummer der neuen Serie von „Via Dogana” erschienen ist (es hatte nämlich schon in den 80er Jahren eine erste Serie der Zeitschrift gegeben), lautet im Original: „La politica è la politica delle donne”. Eine Kampfansage, die nicht unbedingt so leicht wörtlich zu übersetzen ist. Der entsprechende Text von Luisa Muraro, den ich hier übersetzt habe, erläutert aber klar, was die Herausforderung ist, der sich dieses neue politische Projekt des Frauenbuchladens von Mailand, das die Herausgabe einer neuen „Via Dogana” vorsah, stellte.

Den Namen „Via Dogana” hatte die Zeitschrift, die zwischen vier und fünf Mal jährlich erscheinen sollte, übrigens von der Straße, in der die 1975 gegründete „Libreria delle donne di Milano” (der Mailänder Frauenbuchladen) für nahezu 25 Jahre ihren Sitz hatte, bevor sie im Januar 2001 in die via Pietro Calvi umzog, wo sie bis heute zu finden ist. Via Dogana 2, das war tatsächlich die ursprüngliche Adresse der Libreria, eine Adresse ganz in der Nähe des Mailänder Doms!

„Die Politik ist die Politik der Frauen” ist eine Herausforderung, die einer Wette gleicht. Einer Wette, die übrigens bis zur letzten Nummer dieser zweiten Reihe von „Via Dogana” – Nr. 111, Dezember 2014 – offen geblieben ist. Im dort erschienenen Text „La nostra ispirazione”/“Unsere Inspiration” von Lia Cigarini geht es erneut um die Frage, welche Aufgaben es sind, denen sich die Politik der Frauen – Lia nennt sie den „femminismo autonomo”/“autonomen Feminismus” – heute zu stellen hat. Denn wenn die Politik die Politik der Frauen ist – was ist dann die Politik der Frauen, oder eben der „autonome Feminismus”, oder auch der „radikale Feminismus”, oder der „ursprüngliche Feminismus”, oder ganz einfach der „Feminismus” als solcher? Die Bezeichnungen variieren, und die Bedeutungen wahrscheinlich auch.

Persönlich bin ich von Anfang an in das Projekt „Via Dogana” involviert gewesen. Denn ich gehörte damals – ich war noch nicht ganz 24 Jahre alt – zu einer Gruppe von Studentinnen an der Universität Verona, die eingeladen wurde, sich an den vier Mal jährlich stattfinden Treffen der erweiterten Redaktion zu beteiligen. „Via Dogana” hatte nämlich von Anfang an eine enge Redaktion in Mailand, zu der Clara Jourdan, Laura Balestrini, Luisa Muraro, Gemma Berretta, Bice Mauri, Cristiana Fischer, Flora De Musso, Piera Bassotti und Sylvie Coyaud gehörten, und eine erweiterte Redaktion, an der sich Frauen aus ganz Italien beteiligten.

Als im Juni 1991 die erste Nummer der neuen Serie herauskam, hatte ich erst seit knapp eineinhalb Jahren begonnen, mich auf diese neue Erfahrung einzulassen, die die Frauenpolitik für mich bedeutete – und ich verstand noch nicht viel davon. Das Motto „Die Politik ist die Politik der Frauen” beeindruckte mich, aber ich brachte einen derartigen Ausdruck vor allem noch mit jenen Worten in Verbindung, mit denen ich „Politik” in einem ganz anderen Kontext definieren gehört hatte.

Zwei Jahre zuvor, im März 1989, hatte ich bei einer von einer Studentenschaft an der Universität Verona zum Gedenken der 68er Bewegung organisierten Veranstaltung einen in dieser Hinsicht aufschlussreichen Vortrag von Alexander Langer gehört. Alexander Langer (1946-1995) war in den 80er Jahren einer der Begründer der Bewegung der Grünen in Italien, in den 60er und 70er Jahren war er aber selber sehr aktiv in der 68er Bewegung gewesen. Im Verlauf seines Vortrags betonte Langer, dass es vor allem zwei Dinge waren, die er aus der politischen Erfahrung der 68er Bewegung gelernt hatte, und zwar: „Tutto è politca” / „Alles ist politisch”, aber auch die Definition von Politik, die ihm vom Arbeiterpriester Don Milani vermittelt worden war: „Politica è quando hai un problema e lo risolvi insieme agli altri – quando invece hai un problema e lo risolvi da solo, è egoismo.” / „Politik ist, wenn du ein Problem hast und du löst es gemeinsam mit den anderen; wenn du hingegen ein Problem hast und du löst es allein, so ist das Egoismus.”

Besonders diese zweite Formulierung hat mich beeindruckt. Aber erst die inzwischen verstrichenen knapp 25 Jahre, in denen ich mich in der Frauenbewegung engagieren konnte, haben mich gelehrt, diesen Worten immer wieder eine neue Bedeutung zu geben. Der Artikel von Luisa Muraro in der ersten Nummer der zweiten Serie von „Via Dogana” war für mich ein wichtiger Schritt in diese Richtung – ein Schritt, den ich zweifellos auch mit vielen anderen geteilt habe.

Zu Luisa Muraro, der Autorin des hier übersetzten Textes, brauche ich nicht viel zu sagen, sie dürfte den Leserinnen dieses Forums hinreichend bekannt sein. Ich könnte höchstens ergänzen, dass es vielleicht kein Zufall ist, dass die neue Serie von Via Dogana im Juni 1991 begonnen hat, nachdem im Mai 1991 ihr Buch „L’ordine simbolico della madre”/”Die symbolische Ordnung der Mutter” erschienen war, das einen wichtigen Einschnitt in der Frauenbewegung bedeutet hat.

Luisa Muraro: Politisch ist… die Politik der Frauen! (1991)

Die alte „Via Dogana” wurde von der Idee getragen, eine weibliche symbolische Praxis in die Welt zu setzen, indem wir bewusst den Worten von Frauen Gehör schenkten und Autorität verliehen. Der Titel des Textes, mit den jene Serie von Via Dogana vorgestellt wurde, lautete: „Eine Frau hat es schon vor mir für mich gesagt.” Diese Art von symbolischer Praxis scheint uns gesichert zu sein, insofern sie nunmehr in den Gemeinsinn der Frauen eingegangen ist.

Nun stellen wir uns einer neuen Herausforderung, nämlich jenem Dualismus ein Ende zu setzen, wonach die Frauenpolitik eine Form von Politik wäre, die parallel zu einer anderen Form von Politik steht, die „männlich” oder „neutral” genannt wird, und die Politik der Frauen zum Zentrum der Politik zu machen.

Ich erkläre, auf welchem Weg diese Idee für mich zur notwendigen Schlussfolgerung geworden ist (andere Wege sind freilich genauso möglich).

Ich hatte die Gelegenheit, mich auf Beziehungen mit Frauen einzulassen, die eine persönliche Stärke und Freiheit besitzen, aber die Frauenpolitik nicht unterstützen, auch wenn sie sie nicht öffentlich angreifen. Ich habe über ihren „Antifeminismus” nachgedacht, und ich bin mir darüber bewusst geworden, dass hinter dieser Haltung eine Abwehr stehen kann, die mit dem Emanzipationismus zusammenhängt („Es macht keinen Unterschied aus, eine Frau zu sein”, „Ich sehe mich selbst vor allem als eine Person an”, usw.), oder vielleicht auch die egozentrische Überzeugung, selber außergewöhnlich zu sein, aber auch, dass einer derartigen Haltung vor allem ein Wunsch nach öffentlichen Anerkennung und eine Fähigkeit, sich in den Mittelpunkt zu stellen, zu Grunde liegen kann, die diese Frauen die in der Politik der Frauen nicht vorfinden.

Anderseits sind wir zurzeit Zeuginnen eines Umstandes, der zwar interessant ist, aber alles andere als frei von Zweideutigkeiten. Es wächst nämlich die Anzahl an Leuten, die sich in der Politik engagieren, ohne weiterhin an der sexuellen Differenz vorbeizusehen. De facto ziehen sie ihre Politik im Sinn einer Aufteilung durch, mit dem Ziel, den Frauen einen immer größeren Platz in der Gesellschaft einzuräumen (im Parlament, in den Parteien, in den Kirchenorganisationen, in den Massenmedien, in den  Universitäten uns.), und mit der Vorstellung, dass das eine Politik der Geschlechterdifferenz wäre. Tatsächlich aber offenbart sich eine derartige Politik als eine Politik der Eingliederung der Frauen in der Welt der Männer zu den von diesen diktierten Bedingungen, und riskiert obendrein zu einer Selbstausgrenzung der einzelnen Frau zu geraten: Die Beispiele von Frauen, die im Namen einer Politik der geschlechtsspezifischen Aufteilung der Posten zurückgewiesen werden, stehen nunmehr in den Zeitungen.

Was ist schon so falsch an einer derartigen Politik? Wir selbst haben im so genannten „Grünen Sottosopra” (Januar 1983) gesagt: „Es gibt zwei Geschlechter, aber nur eine Welt.” Diese Welt muss also eine Welt sowohl der Männer als auch der Frauen sein. Aus welchen Gründen wäre somit diese Politik der Aufteilung so verfehlt?

Eine erste Antwort auf diese Frage ist die, dass die Aufteilung der Macht, der Privilegien und der Verantwortlichkeiten, die traditionsgemäß männlich sind, nur eine Minderheit interessiert. Auch in Ländern weitestgehender Emanzipation gibt es nur wenige Frauen, die sich für eine politische Karriere entscheiden. Für jene Frauen, die sich für eine politische Karriere entscheiden, wäre die Politik der Aufteilung der Macht an und für sich eigentlich nicht falsch. Es stellt sich aber das Problem, dass jene  Frauen, die für eine Aufteilung der Macht eintreten – im Unterschied zu den klassischen Emanzipierten, die sich ihren Weg mit eigenen Mitteln öffnen –, der Unterstützung der anderen Frauen bedürfen, weil sie sich auf die allen Frauen gemeinsame Suche nach einer freien Existenz in der Gesellschaft berufen. Und das bringt einen nicht geringen Widerspruch mit sich.

Die Politik der Aufteilung fordert nämlich ein gegenseitiges Sich-Einschränken zwischen Männern und Frauen: im Namen wovon? Wäre es etwa ein Gewinn für mich, dass auch das andere Geschlecht genauso eingeschränkt ist wie ich?

Diese wenigen Fragen reichen aus, um einen Fehler in der Theorie aufzuzeigen, der ziemlich verbreitet ist, und der das Thema der Partialität betrifft. Die Frauenbewegung hat den Begriff der Partialität geprägt, um den männlichen Universalismus zu kritisieren, denn dieser löschte zugleich mit der sexuellen Differenz die Existenz der Frauen selbst aus. Es war richtig, diese Kritik im Namen der Partialität zu vertreten und vorzubringen. Im positiven Sinn haben wir von einer Annahme der Partialität gesprochen, um unserer üblichen Praxis, stets von der eigenen Erfahrung auszugehen, eine Bedeutung zu verleihen, und auch das ist berechtigt.

Aber dann ist der Begriff der Partialität auf das Frau-Sein und auf die Frauenpolitik angewendet worden, um diese als etwas Partielles darzustellen. Und das ist falsch, denn die Partialität betrifft die einzelnen Leute in Fleisch und Blut und nicht das Frau-Sein bzw. Mann-Sein. Zum Beispiel haben wir, die wir diese Zeitschrift herausgeben, unsere Grenzen, als einzelne Individuen aber auch als Gruppe. Aber unser Frau-Sein hat nichts damit zu tun: Das ist, ganz im Gegenteil, unser unbegrenzter Horizont! Wir sind begrenzt, obwohl und nicht weil wir Frauen sind.

Das ist der Fehler, der schlussendlich jenen Frauen im Weg steht, die nach öffentlicher Anerkennung streben und auch die Fähigkeit hätten, im Mittelpunkt des öffentlichen Lebens zu stehen. Der gleiche Fehler inspiriert andererseits eine Ausdrucksweise und eine Politik, die die Negation der Differenz darstellen, indem sie sie als eine äußere Aufteilung interpretieren, wohingegen sie eine der Menschheit innewohnende symbolische Eigenschaft ist: Die sexuelle Differenz besteht in der Tatsache selbst, dass ich eine Frau bin, die akzeptiert, es zu sein. Es besteht unleugbar die Notwendigkeit, die Welt mit den anderen zu teilen. Aber mit allen anderen Frauen und mit den Männern, das heißt mit den Leuten in Fleisch und Blut, beginnend bei jenen, die mir am nächsten stehen. Ich brauche die Welt nicht mit dem anderen Geschlecht als solchem zu teilen, genauso wie das, was mir fehlt, nicht ist, ein Mann zu sein.

Die Politik der Aufteilung hält sich an die Welt so, wie sie sie vorfindet. Genau deswegen riskiert sie, zu einer Modalität der Ausgrenzung der Frauen zu geraten. Ein Beispiel dafür sind die verschiedenen Einrichtungen für Frauen, die von den öffentlichen Institutionen geschaffen worden sind, zum Beispiel die alten Frauen-Bündnisse der Gewerkschaft, der neue Frauenrat innerhalb des PDS (= Partito Democratico della Sinistra, Nachfolgepartei des PCI – KPI, der Kommunistischen Partei, Anm. d. Übers.), die so genannten Women’s Studies an den Universitäten. Wenn ich mich  an die Welt halte, so wie sie ist, unterliegt diese Welt schon vollständig den Vorstellungen und der Macht anderer, und mir bleibt nur die Alternative zwischen der Anpassung und der Entfremdung. Aber für diejenigen, die bereit sind, zu erfinden, ist die Welt neu und groß, sie ist nicht schon besetzt, und es ist nicht notwendig, an Quoten und Aufteilungen zu denken. Wenn ich mich in die Genealogie der Mutter begebe, wenn ich mich an der Beziehung mit einer Frau messe und orientiere, wenn ich die weibliche Autorität über die gesellschaftlich konstituierte Macht stelle –  wenn ich im Symbolischen kreativ bin –, dann ist das eine andere Welt, aber auf die Art und Weise, die am praktischsten und realistischsten ist. Das ist eine Praxis, die schon viele Frauen teilen.

Wahrscheinlich überwiegt das Aufteilungsschema in der Politik, wenn die Beziehung von Frau zu Frau schwach ist. Nicht ausreichend stark, um auf der symbolischen Ebene vor der Beziehung zum Mann zu stehen. Dann wird es notwendig, auf kompakte Weise voranzuschreiten. Das kann für jene nützlich sein, die darauf abzielen, sich einen Teil der Macht von den Männern abtreten zu lassen, aber für die anderen ist es ein Käfig und führt zu einer Verarmung. Im positiven Sinn und auf der praktischen Ebene ist es unserer Meinung nach richtig, die Stellung einzunehmen, die von jenen Frauen vertreten wird, die in dem Moment, in dem sie sich – sei es aus Notwendigkeit oder aus freier Wahl – auf ein bestimmtes Unternehmen oder auf eine bestimmte Lebenssituation einlassen, das mit der Einstellung tun, dass das ihr eigenes Unternehmen, ihre eigenen Lebensbedingungen sind, genauso, wie sie sind, ohne das Bewusstsein davon zu verlieren, dass sie eine Frau sind. Weshalb sie es als ein weibliches Unternehmen bzw. als eine weibliche Lebenssituation ansehen, ohne deshalb die eventuelle Präsenz von Männern zu leugnen.

Es hat den Anschein, als könnte es unter bestimmten Umständen unmöglich sein, eine derartige Haltung einzunehmen, wenn man mit Situationen zu tun hat, die von einer Vorherrschaft der Männer geprägt sind. Aber dem ist nicht so, weil diese selbstbewusste Haltung nicht von der Macht, die eine eingenommen hat, stammt, sondern von dem Maß, das eine Frau im eigenen Frau-Sein gefunden hat: de facto, in der Beziehung zu einer anderen Frau. Und in der Tat sehen wir, dass diese Haltung auch in ungünstigen Kontexten praktiziert wird (in dieser Ausgabe von „Via Dogana” geben wir davon einige Beispiele). Es handelt sich im Übrigen um eine Haltung, die weiter verbreitet ist als es scheint. Wir wissen, dass die wiederholten Versuche, eine Partei der Frauen oder auch eine Tageszeitung der Frauen zu gründen, immer sehr kühl aufgenommen worden sind und auch immer gescheitert sind. Warum? Weil das am meisten verbreitete und am tiefsten gehende Gefühl das ist, dass alle Parteien, falls darin auch Frauen vertreten sind, Parteien der Frauen sind, und das Gleiche gilt für die Tageszeitungen, die Gewerkschaften, die Kirchen, die Schulen, die Städte, die Straßen…

Freilich, heute sind das Parteien, Zeitungen, Gewerkschaften, Kirchen, usw., die viel zu ungut konzipiert sind und noch schlechter geführt werden, um unsere Parteien, unsere Schulen, unsere Städte… zu sein. Aber für jene, die sich darin befinden und die daran glauben, ist es klar, in welche Richtung es zu gehen hat, nämlich diese Parteien, diese Schulen, Zeitungen… dazu zu bringen, Parteien, Schulen, Zeitungen… der Frauen zu sein. Und das Gleiche gilt auch für die Geschichte, die Geschichte der Frauen, die aber eine schlecht geschriebene Geschichte ist, und für die katholische Kirche, die Kirche der Frauen, die aber eine zu reformierende Kirche ist, oder für jene Kirchen, die sich reformiert nennen, oder auch für die Wirtschaft oder die Philosophie, die auf äußerst schlechte Grundlagen gestellt sind.

Diese Art zu denken, die scheinbar verrückt ist, vermittelt das Ausmaß der symbolischen Revolution, die das Denken der sexuellen Differenz mit sich bringt, aus deren Gesichtspunkt es hingegen ein vollkommen ausgewogenes Denken ist.

(übersetzt von Sandra Divina Laupper)

Autorin: Luisa Muraro, Sandra Divina Laupper
Redakteurin: Antje Schrupp
Eingestellt am: 11.07.2015
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Kommentare zu diesem Beitrag

  • Suna Tuerker sagt:

    Luisa Muraro “ est le rayon de la Lumier divine,“ (J.Rumi).
    Ihr Wesen selbst leuchtet auf grenzenlose mystische Liebe in allen ihren philosophischen Werken.

    Şuan Tuerker

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