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Eine Quelle von guten Links: piqd Feminismen

Von Antje Schrupp

Feminismus ist nicht gerade das zentrale und wichtigste Thema vieler Medien, aber es werden doch immer wieder gute Artikel dazu geschrieben. Nur: Wie lassen die sich auffinden? Eine Möglichkeit ist die Seite „piqd“ – ein Medienprojekt, bei dem Expertinnen und Experten zu einem bestimmten Themengebiet die Perlen aus dem Internet picken.

Eines der Themengebiete, die man dabei eben abonnieren kann, heißt „Feminismen“. Auch Texte aus unserem Forum sind dort bereits verlinkt worden, zum Beispiel hier und hier. Ich selber bin auch eine „Piqerin“, allerdings nicht im Themenbereich Feminismus, sondern für „Volk und Wirtschaft“ und für „Liebe, Sex und wir“.

Piqd ist eines der Projekte, die versuchen, klassischen Journalismus mit den Bedingungen des Internet zusammen zu bringen. Und zwar eines der Besseren, wie ich finde. Anders als viele andere Startups hat es von Anfang an nicht nur feministische Themen im Blick gehabt und auch viele Frauen für die Mitarbeit gewonnen. Was mir daran erst recht gut gefällt, ist das Konzept, dass nicht einfach nur Links gestreut werden, sondern dass die Piqerinnen und Piqer schreiben, warum sie den Text empfehlenswert finden. Und ebenfalls erfreulich ist, dass es nicht nur um Tagesaktualität geht, sondern um Hintergründe: Es werden durchaus auch Texte empfohlen, die schon etwas älter sind, aber immer noch gut oder aufgrund einer bestimmten Entwicklung gerade jetzt wieder aktuell.

Ebenfalls empfehlenswert ist der piqd-Podcast, der von Katrin Rönicke verantwortet wird. Sie greift dabei Themen verschiedener „piqs“ noch einmal mit Gästen vertieft auf. Ich selbst war schon zweimal dabei, einmal zum Thema „Liebe“ (hierfür interviewte mich Barbara Streidl), und einmal zum Thema „Erben“.

Mit dem Kanal „Feminismen“ selbst bin ich allerdings nur so halb glücklich, denn eigentlich gibt es ja keinen Themenbereich, der nicht von feministischer Relevanz wäre. Natürlich gibt es auch Texte, die sich direkt mit Feminismus und Frauenbewegung beschäftigen, viele der hier empfohlenen Links könnten aber genauso in einer anderen Rubrik stehen. Und sollten da vielleicht besser auch stehen, damit auch Menschen, die sich für Zeitgeschichte oder Europapolitik oder was auch immer interessieren, ebenfalls die feministischen Texte zu ihrem Gebiet bekommen.

Nichtsdestotrotz finde ich die Seite und speziell den Kanal zu Feminismen empfehlenswert, vielleicht möchtet Ihr es euch ja mal anschauen. Das Angebot ist kostenlos, aber für 3 Euro im Monat kann man eine Premium-Mitgliedschaft abschließen: Man bekommt dann einen personalisierten Newsletter, kann selber Texte empfehlen, die Empfehlungen anderer kommentieren und mehr.

Für unsere Kooperation hat piqd uns fünf Mitgliedschaften zum Verschenken zur Verfügung gestellt, wenn Ihr Interesse habt, einfach hier klicken und eine davon sichern!

 

Autorin: Antje Schrupp
Eingestellt am: 24.10.2017
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Kommentare zu diesem Beitrag

  • Herzlichen Dank, freue mich sehr über das Gescheck! Ich checke pro Tag sehr viele Artikel über diverse Aggregatoren und leide zunehmend unterm Info-Overflow bzw. an der Oberflächlichkeit vieler Texte, die ich so wahrnehme.

    Picd ist wirklich eine schöne Gegenstrategie! Bin gerade am Entdecken und kann das nur heftigst empfehlen!

  • Juliane Brumberg sagt:

    Was mich in diesem Zusammenhang interessiert: Wie finanziert sich dieses in meinen Augen sehr gelungene Projekt? Unter diesem link https://www.piqd.de/about erfahre ich, dass die Autor_innen Honorare bekommen. Es gibt einen Geschäftsführer und ein piqd-Team. Gleichzeitig gibt es keine Werbung. Für 3 Euro im Monat kann frau Mitglied werden und selber kommentieren. Trotzdem habe ich den Eindruck, dass piqd keinen Gewinn erwirtschaften muss. Es findet sich ein dezenter Hinweis auf den Gründer Konrad Schwingenstein, einen Angehörigen der „Erben-Generation“, der dieses Projekt offensichtlich ermöglicht hat. Tolle Sache!

  • Antje Schrupp sagt:

    @Juliane – Ich glaube, es ist noch nicht raus, wie sich das Projekt langfristig finanzieren wird. Die Anschubfinanzierung kam von diesem Investor, das ist ja bei vielen Startups so, aber mittel- oder langfristig wird er da kein Geld reinpumpen wollen. Die Suche nach Refinanzierungsmöglichkeiten ist vermutlich Teil der Projektphase. Ich glaube auch nciht, dass die Mitgliedsbeiträge dafür genügen werden. Aber das ist ja bei vielen im Prinzip guten Sachen so, dass nicht unmittelbar klar ist, wie man sie zu Geld machen kann.

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