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Ein Berufsleben mit alleine erziehenden Frauen: Die Sozialpädagogin Erni Kutter

Von Juliane Brumberg

Von der Frauenbewegung im letzten Viertel des vorigen Jahrhunderts kennen wir einige wenige Gesichter, die sich die Medien herausgepickt haben und immer wieder hervorholen. Doch ohne die vielen weniger prominenten Frauen, die es auch noch gegeben hat, wäre der große Erfolg der Frauenbewegung nicht möglich gewesen. In einer kleinen Serie möchten wir auf bzw-weiterdenken über einige von diesen Frauen erzählen. Wie sind sie zu ihrem frauenpolitischen Engagement gekommen, was machen sie heute?

Wir freuen uns übrigens über Artikel oder Vorschläge zu weiteren Frauen, deren Leben wir hier vorstellen können.

Die Sozialpädagogin und AutorinErni Kutter
Die Sozialpädagogin und Autorin Erni Kutter.

Erni Kutter kenne ich schon lange und über die Jahre ist sie für mich von einer Lehrmeisterin zu einer Freundin geworden. Um im Alter näher bei ihrer fränkischen Verwandtschaft zu leben, ist sie vor kurzem nach Franken gezogen, in die 40 000-Einwohner-Stadt Ansbach, in der auch ich lebe. Obwohl ich viele Seminare von ihr besucht habe – fast alle auch mit einem politischen Impetus – und viel von ihr weiß, ist es für uns beide spannend, als ich sie jetzt zum Interview treffe und sie zur Frauenbewegung und zum Feminismus befrage. Wir sitzen in ihrem gemütlichen Wohn-Arbeitszimmer, umgeben von Regalen, in denen viele Aktenordner und noch mehr Bücher stehen. „Dabei musste ich mich – schweren Herzens – beim Umzug schon von vielen Büchern und Unterlagen trennen, weil ich mich verkleinert habe.“ Der Blick fällt aus dem Fenster auf ihren Balkon, auf dem es grünt und blüht. „Ich habe extra Pflanzen ausgesucht, in denen die Bienen Nahrung finden. Du glaubst gar nicht, wie viele Insekten hier eine Heimstatt finden“, berichtet sie nicht ohne Stolz. Naturverbundenheit und ein achtsamer Umgang mit unserer Erde spielen eine große Rolle und prägten direkt und indirekt auch ihr berufliches Leben, das sie allerdings überwiegend in der Großstadt München verbracht hat. 25 Jahre war sie dort die Leiterin der Alleinerziehenden-Arbeit der Evangelischen Kirche.

Schon in der Ausbildung politisch angeeckt

Als ich sie frage, wie sie den Feminismus für sich entdeckt hat, muss sie nachdenken. „Ein Schlüsselerlebnis in dem Sinne gibt es nicht. Zu Beginn meines Berufslebens, Anfang der 1970er Jahre, war ich zunächst in Schwabing in der Jugendarbeit tätig; damals spielten Genderthemen noch keine Rolle. Da fing es ja auch erst an mit der Frauenbewegung. Vielleicht waren es bestimmte Ereignisse, die mich geprägt haben? Zum Beispiel habe ich damals in Schwabing auch ein Seminar zusammen mit einer Kollegin organisiert, die im Dekanat für „Frau im Beruf“ zuständig war. Darin ging es um das Theaterstück von Ibsen ‚Nora oder Ein Puppenheim‘, in dem die traditionelle Frauenrolle problematisiert wird. Außerdem: Mit Frauen zu leben und zu arbeiten, das mochte ich immer gern. Ich habe ja in den 1960er Jahren in Stein beim Bayerischen Mütterdienst, wie es damals hieß, die Ausbildung zur Gemeindehelferin bzw. Jugendleiterin gemacht. Da lebten wir jungen Frauen alle in einem Haus zusammen. Das war nicht alles toll. Wir waren noch nicht feministisch, aber politisch angeeckt sind wir schon manchmal, es war ja die Zeit vor den 1968er Jahren.“

Erni Kutter, 1947 geboren und in einem kleinen fränkischen Städtchen aufgewachsen, war oft die Jüngste und brauchte für die Ausbildung in Stein eine Sondergenehmigung, weil sie noch nicht 21 Jahre alt war. 1968 begann sie ihr Berufsleben in der Evangelischen Kirche als Dekanatsjugendleiterin in Ingolstadt. Von 1970 bis 1977 folgte die Zeit in der Jugendarbeit München-Schwabing, bevor sie sich dann zu einem Studium der Sozialpädagogik entschloss, das sie von 1977 bis 1981 absolvierte. Über ein Ferienprogramm für Kinder lernte sie Maria Kabitz, die damalige Leiterin der Evangelischen Alleinerziehenden Arbeit in München kennen. „Das entwickelte sich zu einer richtigen Affidamento-Beziehung“, erinnert sich Erni Kutter. „Während meines Praktikums habe ich sie vertreten und während des gesamten Studiums stundenweise in diesem Bereich gearbeitet. Sie hat mich sehr unterstützt und als ihre Nachfolgerin aufgebaut.“ Und so kam es, dass die fertige Sozialpädagogin gleich vom Dekanatsbezirk München übernommen wurde und von 1981 bis 2006 die Münchner Fachstelle für Alleinerziehende und Frauenarbeit – so die spätere Bezeichnung – leitete. Ihre Vorgängerin musste dann erfahren, dass manches sich anders entwickelte, als sie es sich vorgestellt hatte, wie so oft in einer Affidamento-Beziehung, wenn die Jüngere über das ‚Mehr‘ der älteren Frau hinausgewachsen ist.

Empowerment durch Bildungsarbeit

Erni erklärt die Entwicklung folgendermaßen: „In den achtziger Jahren dominierte noch der Betreuungsansatz. In vielen Kirchengemeinden gab es Treffpunkte für allein erziehende Mütter, deren Ziele vor allem das Kennenlernen, die gegenseitige Unterstützung und Selbsthilfe waren. Ein Teil meiner Arbeit war dementsprechend in erster Linie die Fortbildung der ehrenamtlichen Treffpunktleiterinnen. Ich wollte jedoch mehr. Alleinerziehende Frauen befinden sich meist in einer sehr schwierigen krisenhaften Situation  – das beinhaltet jedoch zugleich die Chance zur Veränderung. In meiner Diplomarbeit hatte ich mich mit Krisenintervention und Erwachsenenbildung auseinandergesetzt. So habe ich auch meine Arbeit von Anfang an als Bildungsarbeit definiert und nicht als Hilfestellung für Betreuungsbedürftige. Es ging um Empowerment. Mir war es wichtig, die Alleinerziehenden nicht nur als Mütter, sondern als Frauen zu bezeichnen.“ Für die Beratung bezüglich der Sozialgesetzgebung wurde eine eigene Stelle geschaffen. Erni Kutters Schwerpunkt war die Seminararbeit mit Themen wie ‚Den eigenen Weg gehen‘, ‚Krise als Chance‘ oder ‚Wie finde ich zu meiner weiblichen Stärke?‘. „Eines unserer Weihnachtswochenenden hatte zum Beispiel den Titel ‚Da haben die Dornen Rosen getragen‘ und befasste sich mit der Freundschaft zwischen Maria und Elisabeth. Acht bis zehn Seminare im Jahr haben wir angeboten, insgesamt weit über hundert. Definiert haben wir sie als feministisch-parteiliche Arbeit für und mit Frauen. Allerdings musste ich immer ein bisschen aufpassen, dass ich mit meinen Themen bei meinem Arbeitgeber Kirche nicht Anstoß erregt habe. Viele Jahre lang hatten wir ein gemeinsames Programmheft zusammen mit den katholischen Kolleginnen, aber deren männlichen Vorgesetzten wurde das evangelische Angebot irgendwann zu feministisch.“ Über ihre Berufstätigkeit ist Erni Kutter also mehr oder weniger in den Feminismus hineingewachsen. Und sie erzählt weiter: „Bei der Vorbereitung eines Gottesdienstes für Mitarbeitende sagte mein Chef einmal: Also, Frau Kutter, sie wittern ja hinter jedem Baum etwas gegen Frauen. Woraufhin der Prodekan feststellte: Was Frau Kutter sagt, entspricht eindeutig der Feministischen Theologie – und so hat er mich legitimiert.“

Spirituelle Nahrung mit politischer Komponente

Die Feministische Theologie hatte sie in den 1980er Jahren in den Seminaren der Evangelischen Akademie in Bad Boll erlebt und das in einer kleinen Frauengruppe in München vertieft: „Die historisch-kritische Methode in der Exegese hatte ich ja schon in Stein kennengelernt, aber nun kam der feministische Blick auf die biblischen Texte dazu; das waren für mich Offenbarungen. Der spirituelle Aspekt war mir auch in meiner beruflichen Arbeit von Anfang an ein Anliegen denn ich hatte bemerkt, die alleine erziehenden Frauen brauchten nicht nur praktische Unterstützung, sondern auch spirituelle Nahrung.“ Dazu gehörte sehr bald auch der rituelle Kreistanz, den sie 1984 bei Anastasia Geng in Bad Boll kennengelernt hatte. „Anastasia war sehr wichtig für meinen feministisch-spirituellen Weg, sodass ich das Tanzen bald in meine Seminararbeit einbezog und auch Tanzabende anbot. Da kamen viele Alleinerziehende, aber zunehmend auch andere Frauen.“

Ritueller Kreistanz für das Leben – hier bei einem Seminar in Heilsbronn.

Das Tanzen hat für Erni Kutter auch eine politische Komponente. „Die 1980er Jahre waren für mich eine hochpolitische Zeit. Ich engagierte mich bei den Boykottaktionen der ‚Frauen für Südafrika‘ und in der kirchlichen Friedensinitiative München. Die ewigen Demos gingen mir so auf die Nerven, dass ich anfing, nach anderen Aktionsformen zu suchen und das Tanzen entdeckte. Wir haben dann vor den Pershing-Depots in Mutlangen oder vor dem Zaun der geplanten atomaren Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf ‚für das Leben getanzt‘. Wir fühlten uns danach nicht so ausgepowert, wie bei den Demos, sondern stärker als vorher.“

Daneben war Erni Kutter auch verbandspolitisch aktiv: als Vertreterin der Evangelischen Frauen in der Gleichstellungskommission des Münchner Stadtrats, als Vorsitzende der Bayerischen Arbeitsgemeinschaft der Alleinerziehenden und in der EAF, der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Familien. „Wir wollten nicht nur Teil- bzw. Restfamilie sein und haben, auch auf Bundesebene, jahrelang für eine Anerkennung als vollgültige Familien gekämpft. Das war für alleine erziehende Frauen sehr wichtig. Auch auf den Kirchentagen haben wir mit dem Slogan ‚Wir sind Familie‘ für unser Anliegen geworben.“ Sie hält kurz inne: „Das braucht man heute gar nicht mehr, da hat sich im öffentlichen Bewusstsein viel verändert.“

Als ich sie nach dem Ende ihrer Berufstätigkeit frage, scheint noch einmal kurz die Enttäuschung auf, die von dem seinerzeitigen Ärger geblieben ist: „2006 wurde unsere Münchner Fachstelle geschlossen, angeblich wegen Sparmaßnahmen. Für mich und meine drei Mitarbeiterinnen war klar, dass es eigentlich um das feministisch- emanzipatorische Konzept unserer Arbeit ging, das nicht mehr erwünscht war. Aber, typisch Kirche, das hat niemand so gesagt.“ Ich war 59 Jahre alt und unkündbar, habe mich jedoch entschlossen, nicht mehr bei der Kirche zu arbeiten, sondern in die Freiberuflichkeit zu gehen.“

Die drei Bethen in Südtirol

Die drei Bethen Ampet, Gewer und Bruen in der St. Nikolaus Kirche in Klerant oberhalb von Brixen.
Die drei Bethen in der kleinen Nikolaus-Kirche in Klerant in Südtirol.

Im Nachhinein gesehen ermöglichte das, abgesehen von der mangelnden Wertschätzung, eine ganz neue Weichenstellung. Erni Kutter ist nämlich auch eine Forscherin. „Forscherin ist ein bisserl hochtrabend.“, meint sie bescheiden und blickt noch einmal zurück. „Es war im Jahr 1986, als ich das Schlüsselerlebnis meines Lebens hatte. In einer kleinen Bergkirche in Klerant, oberhalb von Brixen in Südtirol gelegen, begegnete ich den 3 Bethen in ihrer machtvollen Gestalt als Heilige Frauen. Sie sind für mich göttliche Gestalten und gehören für mich zu den großen weiblichen Gottheiten Mitteleuropas. Auf einem Fresko aus dem 15. Jahrhundert im Chorraum der Kirche blickten sie mich an. Ich hatte das Gefühl, diese drei Frauen haben mich gerufen. Sie waren das, was mir in der Feministischen Theologie und auch in der Matriarchatsforschung gefehlt hat. Ich hatte immer nach religiösen Frauentraditionen und weiblichen Identifikationsfiguren unseres Kulturraums gesucht. An diesen drei Frauen wurde für mich erfahrbar, was weibliche Spiritualität ist. In der Folge habe ich angefangen nach Literatur zu suchen und dabei festgestellt, dass es – außer in den sehr patriarchal geprägten Sagen- und Volkskundebüchern Südtirols und Bayerns – fast nichts gab.“

Viele Jahre hat sie sich intensiv mit dem Thema beschäftigt, mit Freundinnen oder ihrer Schwester Marthi Kirchen und andere Verehrungsorte aufgesucht und dabei eine enge Verbindung der drei jungfräulichen Bethen zur Natur beobachtet, zu Quellen, zu Bäumen und auch zu den Jahreszeiten. „Es hatte mich richtig gepackt. Nirgendwo sind die heiligen Frauen so stark und so zahlreich abgebildet, wie in Südtirol“, hat sie inzwischen herausgefunden und, da es ja kaum Literatur gab, 1997 im Kösel Verlag selber ihr erstes Buch ‚Der Kult der drei Jungfrauen. Eine Kraftquelle weiblicher Spiritualität neu entdeckt‘ veröffentlicht. „Meine damaligen Urlaube habe ich fast alle mit Schreiben verbracht.“ 2014, nach vielen Jahren vertiefender Studien und nachdem Südtirolerinnen sie zu weiteren versteckten Plätzen geführt hatten, folgte das Buch Heilige Weibsbilder, in dem Bilder und Texte sich wunderbar ergänzen. Wie gut, dass sie dank des gekündigten Arbeitsverhältnisses mit der Kirche nun freiberuflich tätig war und Zeit dazu hatte.

„Ich hatte das Glück, dass sich viele Frauen von den Themen angesprochen fühlten und die Münchner Bildungseinrichtung „Frauenstudien“ immer wieder Vorträge von mir nachgefragt hat“, erläutert sie. „Herzstück meiner Freiberuflichkeit waren Frauenreisen zu Kult- und Kraftorten in Südtirol, die Seminararbeit und das Tanzen. Das hat mich mehr als zehn Jahre lang erfüllt und ernährt. Inhaltlich ging es genau um das, was die Kirche mir angekreidet hatte: Weibliches Begehren.“

Erni Kutter referiert auf einer Frauenreise nach Südtirol.
Frauenreisen mit Erni Kutter nach Südtirol waren immer besondere Highlights. Fotos: Juliane Brumberg

An vielen von Erni Kutters Südtirol-Reisen, die sie auch Frauenwallfahrten nannte, habe ich teilgenommen und selber erfahren, was es bedeutet, dieselben Plätze immer wieder aufzusuchen, sie im Zyklus der Jahreszeiten zu erleben und dort Rituale zu gestalten; die heiligen Frauen in den kleinen Kirchen zu ehren und dort zu singen. „Genauso haben wir uns auch im rituellen Kreistanz eingebunden in den großen Kreislauf“, erklärt Erni, „haben uns einbezogen in das zyklische Leben in der Natur. Das ist auch für politisches Handeln ein wichtiges Aspekt.“

Erfolg als Autorin

Von zyklischem Denken ist ein weiteres Buch geprägt, für das sie als Autorin verantwortlich zeichnet und darin viel mit dem Symbol der Spirale arbeitet. Es heißt Schwester Tod, das erste Kapitel trägt die Überschrift ‚Ohne Sterben kein Neubeginn‘. Das Buch ist eine Art Leitfaden zu weiblicher Trauerkultur und enthält Anregungen zu Abschiedsritualen, Gedenkbräuchen und Erinnerungsfesten. „Im Gegensatz zu angst- und schuldbesetzten herkömmlichen Gottesbildern, die vor allem älteren Menschen den Abschied schwer machen“, schreibt Erni Kutter in ihrem Vorwort, „gibt es auch in unserem Kulturkreis Überlieferungen, die liebevolle, bergende und schützende Bilder vermitteln und uns einladen, uns im Leben und im Tod zärtlichen weiblichen Händen anzuvertrauen“. Als Letztes erschien 2016 Jahre, die uns geschenkt sind. Dieses Buch hat den Untertitel ‚Eine Spiritualität des Älterwerdens für Frauen‘ und versucht aufzuzeigen, wie Frauen trotz nachlassender Kräfte durchaus wirksam in der Welt sein können. Auch hier der Bezug zum politischen Handeln und die aktive Sorge um unsere Erde, die sich durch Ernis ganzes Leben zieht.

Im Rückblick meint sie: „Ich habe anfangs überwiegend die kirchliche Frauenbewegung erlebt – und die war etwas Innovatives, was mich und andere Frauen sehr inspiriert hat. Dann waren es neben zahlreichen autonomen Frauenaktivitäten vor allem die Münchner ‚Frauenstudien‘, die mir feministische Impulse gaben. Heute bekomme ich von der Frauenbewegung wenig mit. Es gibt jetzt ja viele feministische Strömungen und die entscheidenden Veränderungsprozesse unserer Zeit gehen weiterhin meistens von Frauen aus. Damit sie Bestand haben und wirklich politisch wirksam werden, braucht es das Zusammenwirken von Allen, Männern und Frauen Jungen und Alten – bei den Herausforderungen, die auf unsere Erde zukommen. Bei Fridays for Future habe ich den Eindruck, dass das Geschlecht keine Rolle spielt, wenngleich die Initialzündung auch hier von einer Frau ausging. Da ist eine neue Generation, die gemeinsam etwas bewirken will. Das hätte ich vor zwanzig Jahren nicht so sagen können. Insofern hat sich zumindest im Blick auf unsere Verantwortung für zukünftige Generationen doch einiges zum Positiven verändert.“

Zum Weiterlesen:

Erni Kutter: Der Kult der drei Jungfrauen, Eine Kraftquelle weiblicher Spiritualität neu entdeckt, Kösel Verlag München 1997, 334 Seiten.

Erni Kutter: Schwester Tod. Weibliche Trauerkultur, Abschiedsrituale, Gedenkbräuche, Erinnerungsfeste. Kösel Verlag München 2010, 208 Seiten, 17,95 €.

Erni Kutter: Heilige WeibsBilder – gelehrt, eigenwillig, streitbar. Fotos von Ida Prinoth. Edition Raetia Bozen, 2015, 205 Seiten, 24;90 €.

Erni Kutter: Jahre, die uns geschenkt sind, Eine Spiritualität des Älterwerdens für Frauen, Patmosverlag Ostfildern 2016, 144 S., 14,99 €.

Im Rahmen dieser Serie wurden bisher die Donaupriesterin Gisela Forster, die Feministin Barbara Linnenbrügger, die Malerin Waltraud Beck, die Professorin Monika Barz, die Historikerin Irene Franken, die Tagungsleiterin Herta Leistner, Dagmar Schultz, die Alltagsforscherin Maria Rerrich, die Matriarchatsfrau Siegrun Laurent, die Gründerin Claudia Gather, die Heilpraktikerin Bali Schreiber, die Verbandsfrau Marlies Hesse, Ika Hügel-Marshall, die Stiftungsverwalterin Gudrun Nositschka und die Berliner Frauenpreisträgerin Karin Bergdoll vorgestellt.

Kommentare zu diesem Beitrag

  • Karin Spangler sagt:

    Ich wohne in Heilsbronn und habe durch die Lektüre über die „Drei Madln“ deren Präsenz im Heilsbronner Münster entdeckt. Seither bin ich auf ihrer Spur. Sie sind auch in Märchen und alten Kinderreimen zu finden. Danke Erni Kutter. Das hat meiner Spiritualität Auftrieb gegeben.

  • Gudrun Nositschka sagt:

    Danke für „Deine“ Bethen, liebe Erni.
    Ich bin sicher, dass ältere Frauen – auch in unserer Kultur, in einer matriarchalen sowieso – alleine schon durch ihre Erlebnisse und Erkenntnisse wichtig und bedeutsam für unsere Welt sind.

  • Dr. Gisela Forster sagt:

    Mir ist der Name Erni Kutter in meinem Leben oftmals begegnet, ich sah aber kein Gesicht dahinter und wusste nichts über den Menschen, bzw. die Frau, Erni Kutter.

    Nun – endlich – ein ausführlicher Bericht über das Leben dieser hochinteressanten Frau. Danke an Juliane Brumberg für die einfühlsamen, anschaulichen Zeilen und das Rüberbringen der Geschichte und Wirkung dieser feministischen, politischen und sehr sympathischen Frau.

  • Ute Plass sagt:

    Die drei Bethen – drei „heilige Madel“ begegnen mir auch in der Stadt, in der ich lebe: Worms.
    „Mächtig muss der Glaube an die drei „gütigen Frauen“ gewesen sein, zumindest haben sie nachhaltig Eindruck hinterlassen. Denn nicht nur Weihnachten, sondern auch die Stadt Worms wurde nach einer von ihnen benannt. Sie haben es sogar in den Wormser Dom geschafft.“

    https://www.worms.de/de/kultur/stadtgeschichte/wussten-sie-es/liste_dom_gebaeude/2006-11_dom-die-drei-bethen-am.php

    Wieder ein ertragreicher Beitrag, der Erni Kutters Leben und Werk
    würdigt.
    Danke, Juliane, für deine Frauen-Biografie-Arbeit.

  • Vielen Dank für diesen wunderbaren Beitrag über eine wunderbare Frau! Ich kenne und schätze Erni seit vielen Jahren und freue mich sehr, hier mehr über ihre Biografie zu lesen. In den dunklen Zeiten einer fast unheilbaren Krankheit hat mich ihr Buch über die Schwester Tod sehr inspiriert und getröstet.

  • Vielen Dank für diesen schönen Beitrag – und die tolle Reihe! Erni Kutters Arbeit ist für die Südtiroler Frauen und ihre Geschichtsbewusstsein sehr wichtig gewesen. Sie hat eine Reihe weiterer Recherchen angeregt und vielen einen Zugang zu ihrer eigenen Geschichte, den Wurzeln,überhaupt erst ermöglicht. Sie konnte es schriftlich wie mündlich wahnsinnig gut vermitteln. Ein herzliches Dankeschön dafür!

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