beziehungsweise – weiterdenken

Forum für Philosophie und Politik

Neu in "handeln"

Raushalten ist keine Lösung: Warum Netzpolitik so wichtig ist

Die Digitalisierung verändert unsere Welt grundlegend. Deshalb muss sich die Zivilgesellschaft mehr für Netzpolitik interessieren und die Veränderungen mitgestalten, statt sich einfach rauszuhalten, meint Claudia Kilian.

Neu in "handeln"

Brot und Salz

Wie entsteht das Gefühl, dazu zu gehören? Zugehörigkeit ist mehr als „Integration“. Wir müssen sie üben und aktiv gestalten, schreibt Cornelia Roth.

Neu in "Blitzlicht"

Nicht mein Fest

In diesem November fühlt sich Dorothee Markert gleich durch zwei Feste belästigt, die eindeutig nicht ihre Feste sind

Neu in "denken"

Antwortlichkeit

Es ist oft schwieriger, gut zu antworten, als aktiv eine Position zu vertreten, meint Ina Praetorius und schlägt dafür einen Begriff vor: Antwortlichkeit.

Neu in "anschauen"

Frauen sehen. Annie Leibovitz´ WOMEN. NEW PORTRAITS in Frankfurt am Main

Sehenswert: Die Ausstellung „WOMEN. NEW PORTRAITS.“ von Annie Leibovitz in Frankfurt am Main vom 14. Oktober – 6. November.

Neu in "anschauen"

„WEIBLICHE AUTORITÄT IN DER WELT STÄRKEN“ Jubiläumstagung der bzw-Redaktion am 21. Januar in Frankfurt

Zum 10jährigen Jubiläum des Internetforums bzw-weiterdenken.de lädt die Redaktion alle Leserinnen am 21. Januar 2017 zu einer Tagung nach Frankfurt ein. Wir wollen mit Euch darüber nachdenken, was wir tun können, um weibliche Autorität in der Welt zu stärken, wie es kommt, dass die Autorität von Frauen aufgrund ihres Geschlechts immer wieder untergraben wird, wie […]

Wie war das mit den Freudensprüngen?

Von Juliane Brumberg

2016_12_01_freudenspruenge_42469_original_r_by_www-jenafoto24-de_pixelio-de

Foto: jenafoto24-de_pixelio-de

Freudensprünge über das Ende des Patriarchats? Jetzt? Angesichts der Wahlerfolge rechter Gruppierungen in Europa und eines Mannes, der sich mit sexistischen Sprüchen brüstet, in Amerika? Ja, gerade in komplizierten Zeiten sind die Freudensprünge wichtig, wie Luisa Muraro schon vor 20 Jahren sehr schön beschrieben hat. Vor einem Jahr haben wir diesen Text  auf bzw-weiterdenken veröffentlicht. Damals schrieb ich in einem Kommentar, dass ich diesen Artikel so wichtig finde, dass er jedes Jahr einmal veröffentlicht werden sollte – nicht ahnend dass wir ihn in diesem Herbst besonders brauchen.

Ich möchte mit diesem Blitzlicht an den Artikel erinnern und an Luisa Muraros Empfehlung, unsere Zeit nicht mit dem Jammern über die Schlechtigkeit der Welt zu verbringen, sondern die Aufmerksamkeit auf das ersparte Leiden zu lenken, dem unsere Mütter und Großmütter in einer anderen symbolischen Ordnung noch ausgesetzt waren. Sie spricht von einem symbolischen Schutz, den wir unseren weiblichen Körpern geben, wenn wir dem Gedanken,  dass das Patriarchat ist zu Ende ist,  einen angemessenen Platz einräumen.

Ist es also sinnvoll, sich mit dem Lamentieren über die erwarteten Konsequenzen des Wahlausgangs in Amerika aufzuhalten? Im Sinne Luisa Muraros ist es zielführender, dem eigenen Begehren  nachzuspüren und sich um das zu bemühen, was durch mich in die Welt gebracht werden will. Gerade jetzt!

Autorin: Juliane Brumberg
Eingestellt am: 01.12.2016
Tags:

beziehungsweise…

… ist ein Internetforum, das, von Beziehungen unter Frauen ausgehend – daher der Titel – , ein philosophisches und politisches Gespräch ermöglicht. Es ist aus dem Wunsch der Initiatorinnen heraus entstanden, eine Plattform für Ideen zu schaffen, die ausgehend von der weiblichen Liebe zur Freiheit die Welt verstehen und Gesellschaft gestalten. Es bietet eine Möglichkeit, Gedanken zu entwickeln und zu diskutieren, unterschiedliche Projekte und Netzwerke miteinander in Kontakt und ins Gespräch zu bringen, Informationen auszutauschen, sich inspirieren zu lassen, neue Ideen zur Welt zu bringen. An diesem Projekt kann sich grundsätzlich jede Frau aktiv beteiligen, die in irgendeiner Weise mit einer der Redakteurinnen oder Autorinnen in Beziehung tritt.

Weiterlesen

Illustration: Annekatrin Zint