beziehungsweise – weiterdenken

Forum für Philosophie und Politik

Neu in "handeln"

Mendelssohns „Elias“ ist nicht nur schöne Musik

Dorothee Markert denkt über ihr Unbehagen bei den in letzter Zeit immer häufigeren Aufführungen des „Elias“ nach

Neu in "erinnern"

Die Donaupriesterin Gisela Forster

Gisela Forster gehört zu jenen sieben Frauen, die sich im Jahr 2002 auf einem Schiff auf der Donau von einem katholischen Bischof zur Katholischen Priesterin haben weihen lassen. Damit ist sie Teil eines großen Spektrums von Frauen „aus der zweiten Reihe“, ohne die die feministische Frauenbewegung nicht so erfolgreich gewesen wäre.

Neu in "denken"

Gefährliche Nähe

Politische Positionen werden (etwa in der Skala „Links“ und „Rechts“) meist so definiert, als seien sie je unterschiedlicher, je weiter sie voneinander entfernt sind. Antje Schrupp schlägt in diesem Text eine andere Kategorisierung vor.

Neu in "lesen"

Ein ganz eigenes Reisegefühl beim Trampen

Zur Urlaubszeit eine kleine Empfehlung für ein Buch über eine Reiseform, die etwas aus der Mode gekommen ist.

Neu in "anschauen"

Schaut Nanette!

Unter Feministinnen im Internet geht derzeit ein Tipp um: Unbedingt die Abschieds-Show der australischen Stand-Up-Comedian Hannah Gadsby auf Netflix schauen! Claudia Kilian kann das ebenfalls nur empfehlen.

Neu in "unterwegs"

Unterwegs in Irland vor der Volksabstimmung zur Abtreibung

Wie die BefürworterInnen der Streichung eines Verfassungsartikels zur Abtreibung in Irland argumentierten, schaute sich Dorothee Markert genauer an

Frau Einstein

Von Adelheid Ohlig

Warum bekam Mileva Einstein die gesamte Summe des Albert Einstein verliehenen Nobelpreises? An dieser Frage und aus dem Briefwechsel der beiden Studierenden vor ihrer Hochzeit lässt sich eine Mitwirkung Milevas an der Entwicklung der Relativitätstheorie herauslesen. Mileva Marić hatte ebenso wie Albert Einstein am damaligen Polytechnikum Zürich, heute ETH Zürich, Physik studiert. Dort verliebten sie sich, tauschten sich aus, arbeiteten gemeinsam an Projekten.

Marie Benedict nimmt die spärlichen Fakten und spinnt daraus eine Geschichte, die so hätte sein können. Sie zeichnet ein Zeitgemälde, stellt die Rolle der Frau Anfang des vergangenen Jahrhunderts vor und zeigt, wie schwer es den ersten Frauen an den Hochschulen Europas fiel, sich oft als Einzige inmitten einer geschlossenen Männerclique zu behaupten. Kamen sie dazu aus Osteuropa, so wie Mileva aus Serbien, wurde auch wegen dieser Herkunft auf sie herabgesehen. Auch wenn Albert Einstein später gern unkonventionell erscheinen wollte, so blieb er doch traditionellen Geschlechterrollen verhaftet. Denn sobald er und Mileva verheiratet waren, erwartete er – nebst den Diskussionen um Physik und Mathematik – dass sie den Haushalt ordentlich führte.

Das Buch macht bewusst, wie fragil Geschlechtergerechtigkeit war – und ist.

Marie Benedict: Frau Einstein – Die Geschichte von Mileva Marić, Albert Einsteins erster Frau, die massgeblich an seinem Erfolg beteiligt war und doch bis heute eine Unbekannte ist, Kiepenheuer und Witsch, Köln 2018, 364 Seiten, aus dem amerikanischen Englisch von Marieke Heimburger

Autorin: Adelheid Ohlig
Eingestellt am: 11.06.2018
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beziehungsweise…

… ist ein Internetforum, das, von Beziehungen unter Frauen ausgehend – daher der Titel – , ein philosophisches und politisches Gespräch ermöglicht. Es ist aus dem Wunsch der Initiatorinnen heraus entstanden, eine Plattform für Ideen zu schaffen, die ausgehend von der weiblichen Liebe zur Freiheit die Welt verstehen und Gesellschaft gestalten. Es bietet eine Möglichkeit, Gedanken zu entwickeln und zu diskutieren, unterschiedliche Projekte und Netzwerke miteinander in Kontakt und ins Gespräch zu bringen, Informationen auszutauschen, sich inspirieren zu lassen, neue Ideen zur Welt zu bringen. An diesem Projekt kann sich grundsätzlich jede Frau aktiv beteiligen, die in irgendeiner Weise mit einer der Redakteurinnen oder Autorinnen in Beziehung tritt.

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Illustration: Annekatrin Zint