beziehungsweise – weiterdenken

Forum für Philosophie und Politik

Neu in "heilen"

Vergewaltigung und Geschlecht oder: Denk nicht an einen Elefanten!

In ihrem neuen Buch analysiert Mithu M. Sanyal den gesellschaftlichen Diskurs über Vergewaltigung. Und kritisiert dabei auch manche feministischen Narrative.

Neu in "handeln"

Stark sein in der Differenz, statt Diskriminierung anzuprangern

Ausgehend von ihren eigenen Erfahrungen als Angehörige von Minderheiten, erklärt Dorothee Markert, warum sie den Kampf gegen Diskriminierung nicht für den richtigen Weg hält, um Differenz in der Gesellschaft sichtbar und lebbar zu machen.

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Who cares?  Sehen – hören – entdecken – entschleiern

„Who Cares – Eine vielstimmige Personalversammlung der Sorgetragenden” war der Titel einer Performance des feministischen Theaterkollektivs Swosh Lieu im Mousonturm. Elfriede Harth hat sie sich angesehen.

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Not made in USA

Ein Text der Redaktion von Via Dogana vom März 1996 darüber, wie – auch im Feminismus – zwar der US-amerikanische Einfluss in Europa groß ist, aber kein gegenseitiger Austausch geschieht.

Neu in "anschauen"

Das Leben ist manchmal nur über die Fiktion zu begreifen

Claudia Kilian empfiehlt den Film „Schoßgebete“, die Kinofassung des gleichnamigen Romans von Charlotte Roche.

Neu in "denken"

Sex als Gabe oder Tausch

Prostitution verbieten oder Sexarbeit anerkennen? Dieser Konflikt hängt auch damit zusammen, ob Sexualität als Gabe oder als Tausch betrachtet wird, schreibt Andrea Trenkwalder-Egger.

Neue Reihe: E-Books mit wichtigen feministischen Texten

Von Antje Schrupp

cover SottosopraKurz vor unserem zehnten Jubiläum (das wir im Januar mit einer Tagung in Frankfurt feiern werden) haben wir hier bei bzw-weiterdenken ein neues Projekt gestartet: Wir bringen wichtige feministische Texte als E-Books heraus.

Damit reagieren wir auch auf ein wachsendes Interesse jüngerer Feministinnen an den Anfängen der Frauenbewegung und auch an den Grundlagen des italienischen Differenzfeminismus. Viele dieser Texte sind leider nur noch schwer auffindbar, da die entsprechenden Sammelbände vergriffen sind und viele feministische Zeitschriften nicht mehr bestehen.

Den Anfang machen wir mit einem wichtigen Ursprungstext des Mailänder Frauenbuchladens, dem „Grünen Sottosopra“, das 1983 unter dem Titel „Mehr Frau als Mann“ erschienen ist. Geschrieben hat es eine Gruppe von Frauen, von denen wir nicht einmal die Namen kennen, wie das zu Beginn der Frauenbewegung üblich war. Die Gruppe gehörte damals zum Mailänder Frauenzentrum, fand aber später dann in der Libreria delle donne eine neue politische Heimat. Das grüne Sottosopra war eine der maßgeblichen Grundlagen für eine neue Richtung der Frauenbewegung, die sich von einer „Politik der Forderungen“ und dem Fokus auf Gleichstellung löste und sich einer Politik der Beziehungen unter Frauen zuwandte, die unter dem Stichwort „Affidamento“ auch in Deutschland viele inspiriert hat (unter anderem uns hier :)). Für die historische Einordnung hat Dorothee Markert ein Nachwort geschrieben.

Ihr findet das E-Book für 99 Cent in den gängigen Online-Buchläden, also bei Amazon im Kindle-Format und in anderen Buchhandlungen, zum Beispiel Thalia.de, im EPUB-Format.

Für diejenigen unter euch, die jetzt neugierig geworden sind, aber keine E-Books mögen: Das ist zumindest bei diesem Text kein HIndernis. Denn das grüne Sottosopra ist auch abgedruckt in dem 1995 erschienenen Buch „frauen-lehren“ im Christel-Göttert-Verlag, das für 7,50 € noch immer zu beziehen ist.

Vielleicht entwickeln wir die Reihe auch fort, indem wir wichtige Texte aus unserem Fundus hier, unter denen ja auch viele Übersetzungen sind, teilweise auch historische, thematisch gruppieren und als kleine Sammelbändchen herausbringen. Mal sehen. Schreibt uns eure Ideen, Wünsche und Vorschläge.

Autorin: Antje Schrupp
Eingestellt am: 12.09.2016
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… ist ein Internetforum, das, von Beziehungen unter Frauen ausgehend – daher der Titel – , ein philosophisches und politisches Gespräch ermöglicht. Es ist aus dem Wunsch der Initiatorinnen heraus entstanden, eine Plattform für Ideen zu schaffen, die ausgehend von der weiblichen Liebe zur Freiheit die Welt verstehen und Gesellschaft gestalten. Es bietet eine Möglichkeit, Gedanken zu entwickeln und zu diskutieren, unterschiedliche Projekte und Netzwerke miteinander in Kontakt und ins Gespräch zu bringen, Informationen auszutauschen, sich inspirieren zu lassen, neue Ideen zur Welt zu bringen. An diesem Projekt kann sich grundsätzlich jede Frau aktiv beteiligen, die in irgendeiner Weise mit einer der Redakteurinnen oder Autorinnen in Beziehung tritt.

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Illustration: Annekatrin Zint