beziehungsweise – weiterdenken

Forum für Philosophie und Politik

Neu in "denken"

Im Herzen des Gegenwärtigen

Im vorletzten Kapitel von “Das Fest ist hier” denkt Chiara Zamboni unter anderem darüber nach, woher ein Fest Licht und Glanz bekommt

Neu in "erinnern"

Ein Sinn, der nur unter Frauen zirkulieren kann

Im sechsten und letzten Abschnitt des Textes „Warum Teresa“ von Diana Sartori geht es um das Schreiben: Wie kann die lebendige Realität in Worte gefasst werden?

Neu in "denken"

Feminismus als Männerstreit und die Lehren von He-Yin Zhen

Emanzipation, sexuelle Ausbeutung und Kapitalismuskritik – Antje Schrupp über die Aktualität der chinesischen Anarchistin und Feministin He-Yin Zhen.

Neu in "lesen"

Care-Revolution. Schritte in eine solidarische Gesellschaft

Eine zweite Rezension zum Buch von Gabriele Winker, in der Ina Praetorius weitere wichtige Aspekte daraus hervorhebt

Neu in "denken"

Sich vom Denken einladen lassen

Andrea Günter und Claudia Conrady berichten zum zweiten Mal aus der Denkwerkstatt.

Neu in "lesen"

Im Comic auf den Punkt gebracht

Als eine heitere und faktenreiche Lektüre empfiehlt Juliane Brumberg die “Kleine Geschichte des Feminismus” von Antje Schrupp und der Zeichnerin Patu.

Die Geschlechterdifferenz gibt es!

Von Luisa Muraro

Sie zwingen uns, eine offensichtliche Tatsache wieder hervorzuheben: Die Geschlechterdifferenz gibt es! Ich schreibe mir diese Worte auf die Fahne, aber wir sollten Missverständnisse vermeiden.

Es gibt keinen Unterschied zwischen Frauen und Männern. Dieses „Zwischen“ ist eine Verblendung. Zwischen den Geschlechtern gibt es alles Mögliche, Institutionen, Vorurteile, Gesetze, Gewalt, aber die Differenz gehört nicht dazu: Sie ging uns bereits voraus und sie überschreitet uns, wie ein verpasster Anschluss, und wie das Sich-von-sich-selbst-Unterscheiden, weil wir sowohl Körper als auch Wort sind.

Die Geschlechterdifferenz ist ein Unvorhersehbares, das Theorien falsifiziert, zuletzt die „Gendertheorie“. Judith Butler hat kürzlich geschrieben: „Ich ziehe es vor, die Angelegenheit offen zu lassen, problematisch, ungelöst und vielversprechend.“ Endlich. Theorien sind für Bücher gemacht, das Unvorhergesehene liegt im Faktischen. Man erlebt es in der Praxis und erzählt davon.

(Dies ist ein Abschnitt aus einer Vortragsankündigung, hier das italienische Original)

Autorin:
Eingestellt am: 27.04.2015
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beziehungsweise…

… ist ein Internetforum, das, von Beziehungen unter Frauen ausgehend – daher der Titel – , ein philosophisches und politisches Gespräch ermöglicht. Es ist aus dem Wunsch der Initiatorinnen heraus entstanden, eine Plattform für Ideen zu schaffen, die ausgehend von der weiblichen Liebe zur Freiheit die Welt verstehen und Gesellschaft gestalten. Es bietet eine Möglichkeit, Gedanken zu entwickeln und zu diskutieren, unterschiedliche Projekte und Netzwerke miteinander in Kontakt und ins Gespräch zu bringen, Informationen auszutauschen, sich inspirieren zu lassen, neue Ideen zur Welt zu bringen. An diesem Projekt kann sich grundsätzlich jede Frau aktiv beteiligen, die in irgendeiner Weise mit einer der Redakteurinnen oder Autorinnen in Beziehung tritt.

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Illustration: Annekatrin Zint