beziehungsweise – weiterdenken

Forum für Philosophie und Politik

Beiträge

  • Endlich hässlich!

    Die neue „Brigitte“ verkauft sich ohne Models, und Unilever bringt siene Produkte für „wahre Schönheit“ mit Kullerbäuchen und Lachfältchen an die Frau. Schönheit, so scheint es, ist heute so Alltäglich wie Geschirr spülen oder Alfa Romea fahren. Seltsam nur, fragt sich die Autorin Astrid Wehmeyer, warum die „Keine-Modells“ dennoch so aussehen wie gemalt. Und die Jungs auch nicht mehr sind, was sie einmal waren: Schön wie ein gut gereifter Käse. Zeit, einmal genauer hinzuschaun!

  • „Sehen bedeutet, dass alles sich ändert“

    Am 3. Januar starb Mary Daly, eine der wichtigsten Denkerinnen der neuen Frauenbewegung, im Alter von 81 Jahren. Drei persönliche Nachrufe von Michaela Moser, Ina Praetorius und Astrid Wehmeyer.

  • Liebe zur Freiheit, Hunger nach Sinn

    Im Rahmen einer kleinen Tagung, die die Redaktion von bzw-weiterdenken organisisert hatte, stellten die anwesenden Mitdenkerinnen die Frage nach dem „Sichtbar und einflussreich (werden), ohne sich anzupassen“. Und feierten 10 Jahre Flugschrift und 20 Jahre „Wie weibliche Freiheit entsteht“, das Standardwerk aus dem Maiiländer Frauenbuchladen. In ihrem Eröffnungsvortrag verbindet Astrid Wehmeyer diese beiden Anlässe und Gedanken und offeriert ein erweitertes Wirkungsverständnis jenseits alter „Machtprothesen“.

  • „Sexsymbol“ oder Göttin – Frauenfigurinen aus der menschlichen Frühgeschichte

    Im September 2008 fand in der Karsthöhle „Hohle Fels“ bei Schelklingen ein Hobbyarchäologe eine weibliche Figur, deren Alter auf ca. 35.000 Jahre geschätzt wird. Der Spiegel kommentiert diesen Fund in seiner Online-Ausgabe vom Mai als „betörendes Sexsymbol“ und „Fruchtbarkeitsfetisch“. Dass diese Bezeichnungen lediglich den pornografisch verstellten Blick der heutigen, vor allem männlichen Betrachter und Begutachter offenbart, behauptet Astrid Wehmeyer. Und setzt dagegen eine Wahrnehmung, die aus dem Innen kommt: Als Manifestationen eine leiblichen Differenz stehen die ältesten Funde der Menschheit für die symbolische Kraft eines weiblichen Kulturschaffens.

  • Glück ist mehr als die Summe unserer Möglichkeiten

    Wenn eine beginnt, über das Erbe der Frauenbewegung kritisch nachzudenken, gerät sie ziemlich schnell in den Verdacht des Revisionismus. Dennoch muss die Frage erlaubt sein, in wie weit die Errungenschaften und Freiheiten der einen Frauen-Generation sich nahtlos auf die nächste übertragen lassen.

  • Essstörungen: Wenn das weibliche Begehren keinen Platz in der Welt findet

    In der Bundesrepublik leidet jede vierte Frau an so genannten „Essstörungen“. Astrid Wehmeyer hat Texte in dieses Forum eingestellt, die sich diesem Thema widmen. Sie glaubt, dass Frauen auf dieses Weise versuchen, einer Leere in ihrem Inneren zu entrinnen.

  • Für eine Kultur der Differenz

    Warum haben heute so viele frauenpolitische Bildungseinrichtungen Schwierigkeiten, ihre Angebote mit Besucherinnen zu füllen? Haben sich die Frauen einmal wieder ins Private zurückgezogen? Astrid Wehmeyer stellt in diesem Aufsatz die These auf, dass das veränderte Bedürfnis der Frauen Impulsgeber für eine neue Kultur politischer Bildung von und für Frauen und darüber hinaus sein kann, wenn es als das verstanden wird, was es ist – eine Kultur unterschiedlicher Bedürfnisse.

  • Der Zwang zur Norm

    In der Bundesrepublik leidet jede vierte Frau an so genannten „Essstörungen“. Weitaus mehr noch sind süchtig: Nach Essen, nach Arbeit, nach Beziehungen, nach Tabletten und tausendfach anderen Drogen. Mit dem einen oder anderen Mittel versuchen diese Frauen, der Leere in ihrem Inneren zu entrinnen: Dem Loch im Bauch, der Fühllosigkeit in ihren Körpern und Köpfen, der Einsamkeit und Isolation in ihren Existenzen.

  • „Die Ausrufung des Jahrtausends der Frau“

    Ein Film von Siegrun Laurent und Uschi Madeisky

  • Vom Hunger hinter dem Essen

    Weibliche Essstörungen sind heutzutage in aller Munde. Doch wie entstehen sie, und was könnten Begründungen sein, die weiterhelfen im Verständnis weiblicher Destruktionsmuster statt diese in schon vorgefertigte Klischees zu bannen? Mich beschäftigt die Frage: Sind weibliche Essstörungen vielleicht zu verstehen als eine eigene Sprache des geschundenen Körpers und der in ihm wohnenden Seele, die es zu enträtseln und zu verstehen gilt? Dieser Aufsatz war einer meiner ersten „Übersetzungsversuche“.