
Autorinnen: Antje Schrupp
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Ich bin Journalistin und Politologin, Jahrgang 1964, und lebe in Frankfurt am Main. Vom Feminismus "angesteckt" wurde ich 1994, als ich über Chiara Zamboni das Denken der italienischen Feministinnen kennenlernte und entdeckte, dass Feministin zu sein nicht bedeutet, bestimmte Meinungen zu haben oder Programme vertreten zu müssen, sondern frei zu sein, dem eigenen Begehren zu folgen. Und einen Sinn in der Tatsache zu finden, dass ich eine Frau bin. Die Liebe der Frauen zur Freiheit und zur Welt ist es, die mich seither bewegt und inspiriert. Deshalb interessiere ich mich vor allem für weibliche politische Ideengeschichte und bin immer wieder entzückt, welche überraschenden Ideen aus dem gemeinsamen Denken und auch aus Konflikten mit anderen Frauen (ob sie nun heute leben oder früher) entstehen.
Bücher von Antje Schrupp: Methusalems Mütter. Chancen des demografischen Wandels (Königstein 2007), Zukunft der Frauenbewegung (Rüsselsheim 2004), Das Aufsehen erregende Leben der Victoria Woodhull (Königstein 2002), Liebe zur Freiheit, Hunger nach Sinn (zusammen mit Ulrike Wagener, Dorothee Markert und Andrea Günter, Rüsselheim 1999), Nicht Marxistin und auch nicht Anarchistin. Frauen in der Ersten Internationale (Königstein 1999).
Homepage: www.antjeschrupp.de
Blog: www.antjeschrupp.com
Kontakt: antjeschrupp@aol.com
Texte von Antje Schrupp auf bzw-online.de
- unterwegs: Liebe und Gerechtigkeit
Wie hängen Liebe und Gerechtigkeit zusammen? Und hat sich Hegel wirklich geirrt? Antje Schrupp besuchte zu diesem Thema einen Vortrag von Herta Nagl-Docekal.
- denken: Noch einmal: Sichtbar und einflussreich, ohne sich anzupassen
Aus ihren Aufzeichnungen während der bzw-weiterdenken-Tagung im Oktober 2009 hat Antje Schrupp einen Text zusammengestellt, der auf eine sehr direkte und teilweise fast poetische Weise die für sie wichtigsten Erkenntnisse der Tagung wiedergibt.
- anschauen: Nähen trifft Dichten
An Heiligabend kommt "Bright Star", der neue Film von Jane Campion ins Kino. Eine romantische Liebesgeschichte aus dem frühen 19. Jahrhundert und unbedingt sehenswert, meint Antje Schrupp.
- lesen: Der Gott der Frauen
Das vor sechs Jahren veröffentlichte Buch von Luisa Muraro liegt nun endlich in deutscher Übersetzung vor. Antje Schrupp hat es gelesen.
- anschauen: Das Trauma der Tochter
Die peruanische Regisseurin Claudia Llosa erzählt die Geschichte einer Frau, die das Trauma ihrer Mutter in sich trägt: Diese wurde während der Schwangerschaft von Terroristen vergewaltigt.
- lesen: Weibliche Kompetenzen und professionelle Sozialarbeit
Hildburg Wegener zeichnet in ihrer Biografie das Leben der konservativen Sozialreformerin Anna von Gierke nach.
- anschauen: Die Anwältin und ihre Zeugin
Der Film "Sturm" verhandelt den Krieg in Bosnien und die Möglichkeiten internationaler Sanktionen aus der Perspektive zweier Frauen: einer Anklägerin am Kriegsverbrechertribunal in Den Haag und einer bosnischen Zeugin.
http://vg06.met.vgwort.de/na/4ff9ece2fa514f8cba4a2166bfe35b05
- lesen: Die Vulva sehen und zeigen
Mithu M. Sanyal schrieb eine Kulturgeschichte des weiblichen Genitals. Und plädiert mit guten Gründen dafür, weniger über die Vagina und mehr über die Vulva zu sprechen.
- anschauen: Erzähl mir was vom Regen
In ihrem dritten Spielfilm schildert die französische Filmemacherin und Schauspielerin Agnès Jaoui von den Wirren und Fallstricken des Lebens in heutigen Zeiten. Ein sehenswertes Stück europäisches Kino.
- lesen: Frauen aus der Karawane Sinais
Safeta Obhodjas erzählt aus dem Alltag europäischer Musliminnen.
- lesen: Erleuchtung trifft Auferstehung
Während derzeit die Beziehungen zwischen Christentum und Islam weitgehend als konfliktreich thematisiert werden, scheint vielen eine Verbindung von Christentum und Buddhismus attraktiv. Ursula Baatz hat die Beziehung zwischen beiden Religionen kenntnisreich analysiert.
- handeln: Der Sinn und Unsinn des Zwitscherns
In den Blogs und Netzwerken des Web 2.0 sind Frauen stark unterrepräsentiert. Ist das schlimm? Und worauf kommt es an, wenn wir dort mitmischen?
- lesen: Frauen und Fundamentalismus
Alle fundamentalistischen Weltanschauungen haben sehr strikte Vorstellungen von Geschlechterrollen - und sind daher eigentlich ganz unfeministisch. Wie kommt es, dass sie trotzdem für so viele Frauen attraktiv sind? Ein Sammelband bietet interessante Analysen.
- handeln: Schon wieder und immer noch: Die Vermännlichung der Welt
Hatte Antje Schrupp nur einen schlechten Tag oder nahm sie eine erschreckende Tendenz wahr, vor der wir auf keinen Fall die Augen verschließen dürfen? Denn was geschieht, wenn immer mehr Frauen sich resigniert in ihre Nischen zurückziehen, weil sie die allgegenwärtige Dominanz des männlichen Habitus in der "Welt" nicht mehr ertragen?
- unterwegs: Wahrheit jenseits von Fakten Fakten Fakten
Zum 150. Todestag von Bettine von Arnim zeigt das Frankfurter Goethehaus eine Ausstellung über diese selbstbewusste Universalgelehrte der Romantik
- unterwegs: Sind Lesben frauenfeindlich?
Zum Auftakt einer neuen Reihe über feministische Theorie ging Christa Mulack der Frage nach, warum auch frauenliebende Frauen oft eine gewisse "Verachtung für jegliche Form von Weiblichkeit" zeigen.
- verknüpfen: Über Sex und Vielehen offen diskutieren
Seit Charlotte Roches "Feuchtgebiete" diskutieren wir in diesem Forum über die Bedeutung von Sexualität, gleichzeitig fragten wir uns, wie moderne Familien eigentlich den Spagat zwischen Monogamie und lebenslanger Elternschaft bei gleichzeitiger sexueller Freizügigkeit schaffen sollen.
- lesen: Das verdrängte Gespenst der sexuellen Differenz
Was kommt nach der Genderforschung? Ist der Begriff "Gender" überhaupt noch sinnvoll? Ein neuer Sammelband resümiert die Erfahrungen aus fast zwei Jahrzehnten akademischer Gender Studies.
- hervorbringen: Neue Gedanken in die Welt bringen
Wie können neue Gedanken und Ideen in der Welt zirkulieren? Diese Frage stand hinter der Gründung des Internetprojekts "beziehungsweise weiterdenken", das im Januar 2007 online gegangen ist.
- handeln: Das Unglück als Folge des Bösen
Ist es sinnvoll, zwischen "menschengemachten" und "natürlichen" Ursachen von Leid zu unterscheiden - und nur die ersten als "böse" zu bezeichnen? Antje Schrupp widerspricht dieser Ansicht. Denn für diejenigen, die Unglück erleiden, ist die Suche nach den Schuldigen nicht das Entscheidende.
- handeln: Die Rückkehr der Vielehe
Liebesbeziehungen, vor allem zwischen Frauen und Männern, leiden heute oft unter den komplexen Bindungen zu vorherigen Partnerinnen und ihren Kindern. Das Konzept der "seriellen Monogamie" kann dieses Problem nicht angemessen beschreiben, meint Antje Schrupp.
- lesen: Wenn Handeln unmöglich wird
Simone Weil und der Anarchismus: Ein lesenswerter Sammelband liefert neue Dokumente und Einsichten.
- denken: Über das Müssen
Beziehungen zwischen Frauen und Männern sind häufig belastet, weil sie unterschiedliche Vorstellungen davon haben, wann man etwas tun "muss", hat Antje Schrupp beobachtet. Ein neues Verständnis von "Notwendigkeit" könnte dabei vielleicht vermitteln.
- lesen: Dir dein Leben selbst erzählen
In ihrem neuen Roman "Fremdschläfer" beschreibt Verena Stefan mit genauer Beobachtungsgabe sehr unterschiedliche Facetten des Fremdseins.
- lesen: Spalten und Ungeheuer
Starker Tobak für die Fangemeinde: In ihrem Roman "Die Kluft" erfindet Doris Lessing die Schöpfungsgeschichte neu. Und die Frauen kommen dabei gar nicht gut weg.
- unterwegs: Die Frauen und Männer von 68
Zum Jubiläum der 68er diskutierten in der Frankfurter Stadtbücherei Frauen und Männer aus dieser Generation über ihre damaligen Konflikte. Verstanden haben sie sich aber immer noch nicht. Antje Schrupp hat eine Idee, woran das liegen könnte.
- lesen: Sexualität zwischen Wut und Scham
Zwei neue Bücher beschäftigen sich mit der Sexualität von Musliminnen in Deutschland und im Iran.
- lesen: Vätern einen Platz geben
Überkommene Väterkonzepte haben ihre Überzeugungskraft eingebüßt, doch auch die neuen bleiben vielfach unglaubwürdig: Mit ihrem Büchlein "Vätern einen Platz geben" befruchtet Andrea Günter die gegenwärtigen Debatten zum Thema Elternschaft.
- handeln: Kein weiblicher "Messias" in Sicht
Aus der Niederlage Hillary Clintons gegen Barack Obama im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokratischen Partei können wir einiges über die symbolische Politik der Frauen lernen.
- lesen: Bewegungen für eine freiheitliche Sexualpolitik
Zwei neue Bücher erinnern an die Vorläufer/innen von "queerer" Sexualpolitik
- lesen: Sein wie keine andere
Im Januar 2008 wird der 100. Geburtstag von Simone de Beauvoir gefeiert. In ihrer neuen Biografie erzählt Ingeborg Gleichauf das Leben einer Frau, die ihrem eigenen Begehren immer auf der Spur geblieben ist.
- lesen: Verschlungene Lebenswege
Elif Shafak erzählt in ihrem Roman "Der Bastard von Istanbul" die Geschichte von zwei jungen Frauen, die sich an die Tabus ihrer Vergangenheit wagen - die ihrer Familie ebenso wie die ihrer Völker.
- handeln: Die sexuelle Differenz im Nebel
Bei der Frage, wie die Beziehungen zwischen Frauen und Männern gestaltet werden können, geht es nicht um Schuld und Moral, meint Antje Schrupp. Sie sieht in einem bewusst geführten "interkulturellen Dialog" der Geschlechter vielmehr eine Notwendigkeit, wenn die Rede von der weiblichen Differenz heute einen Sinn haben soll.
- anschauen: Das Ende der Piraten
Das Wichtigste geschieht im Abspann: Warum es einen vierten Teil von "Fluch der Karibik" geben muss.
- lesen: Macht und Unterwerfung
"Das profunde Paradox, dass eine unhintergehbare Kapitulation vor Gott der geheime Grund und Ursprung von ‚Ermächtigung’, auch feministischer Ermächtigung, bleiben muss" ist das Thema dieses Buches. Kritisch setzt sich Sarah Coakley mit einer liberal-westliche Suche nach Handlungsmöglichkeiten auseinander, die "Unterwerfung" immer nur als etwas versteht, das zu Lasten der "Freiheit" geht.
- lesen: Von Opfern reden
Sehr schnell ist im Bezug auf Benachteiligte von "Opfern" die Rede. In ihrer Studie thematisiert Maria Katharina Moser, wie ambivalent dieser Begriff ist - und unter welchen Voraussetzungen weiterhin sinnvoll von "Opfern" gesprochen werden kann. Eine Rezension.
- lesen: So ein Feminismus reicht nicht
Die FDP-Spitzenpolitikerin Silvana Koch-Mehrin hat mit ihrem Buch "Schwestern" eine "Streitschrift für einen neuen Feminismus" vorgelegt. Eine Rezension von Antje Schrupp.
- handeln: Gute Erfahrungen sichtbar machen
Der Konflikt zwischen Frauen und Männern hat sich - auch wegen des dabei begangenen Unrechts - inzwischen zum Gestus verfestigt, meint Antje Schrupp. Daher ist es notwendig, gute Erfahrungen des Dialogs zu ermöglichen und auch symbolisch sichtbar machen.
- lesen: Zellgeflüster
Die Baseler Biologin und Gentech-Kritikerin Florianne Koechlin lädt ein zu Streifzügen durch wissenschaftliches Neuland.
- handeln: Sich den realen Bedürfnissen zuwenden
In ihrem Bericht vom Weltwirtschaftsgipfel in Davos hat Ina Praetorius die These aufgestellt, dass die globale Unordnung, die sich etwa in der Unfähigkeit der Industrienationen zeigt, angemessen auf den Klimawandel zu reagieren, etwas damit zu tun hat, dass in der gängigen symbolischen Ordnung Erst- und Zweitrangiges miteinander verwechselt wird. Dies war Ausgangspunkt für eine Diskussion auf der Mailingliste "Gutes Leben", die wir hier dokumentieren.
- lesen: Wie Frau sich schön macht
Die emanzipierte Frau der wilden "Zwanziger" und die Kosmetikindustrie: Vicki Baums Komödie "Pariser Platz 13" nähert sich dem Thema mit selbstironischer Distanz und ist daher unvermindert aktuell.
- hervorbringen: Neue Gedanken und Ideen in der Welt zirkulieren lassen
Anfang 2007 startete dieses Internetforum - wie wir hoffen, wird "beziehungsweise-weiterdenken" ein Ort, wo feministische, philosophische, politische, weltverändernde Gedanken und Ideen zirkulieren, wo es Anregungen, Neuigkeiten, Nachdenkliches und Informatives zu finden geben wird - und auch Kontroverses!
- lesen: Dem "medialen Unbewussten" auf der Spur
Sind Medien selbst - also etwa Schriftsprache, Film, Computer, Malerei - bereits geschlechtlich codiert (und nicht nur ihre Inhalte)? Diese These verfolgt Bettina Mathes in ihrem Buch "Under Cover".
- handeln: Aneinander geraten
Die verschiedenen Fraktionen und Gruppierungen im Feminismus haben oft nur wenig miteinander zu tun: Entweder sie bekriegen sich, oder sie gehen einander aus dem Weg. Dabei wäre es viel sinnvoller, Konflikte auszutragen. Aber dafür muss man zunächst einmal "aneinander geraten", meint Antje Schrupp.
- lesen: Frauen und Männer in der Sprache
Chiara Zamboni: Unverbrauchte Worte. Übersetzt und eingeleitet von Dorothee Markert. Christel Göttert, Rüsselsheim 2005.
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