beziehungsweise – weiterdenken

Forum für Philosophie und Politik

Neueste Kommentare

  • Gudrun Nositschka sagt:

    Wirklich ein schönes und reichhaltiges Buch. Und natürlich bin ich froh, dass es der Gerda-Weiler-Stiftung ein Vergnügen war, bei den Druckkosten behilflich zu sein.

    Artikel: Wer er-kennt sie schon, die alten Göttinnen?

  • c. sagt:

    to Inga Thies: Erfahrung als prekär-Einsam-VersorgerIn = das "sozial-fitte" und "beziehungsstarke" networking o.g. Frauen reduziert sich (zwangsläufig) auf small-Pflicht-talk mit Leuten bei der "Tafel" und "jobcentern". Ohne Geld sind Beziehungen ....ALLES ...kaum möglich (s. Exklusion)

    Artikel: Alleinerziehende oder Einsamversorgerin?

  • Dr. Gisela Forster sagt:

    Ihr sprecht mir aus der Seele...war selbst 20 Jahre lang Einsamversorgerin, habe alles alleine machen und auch alleine zahlen müssen, weil der Vater immer wieder ausgewichen ist. Meine Mutter sagte, ich solle nicht juristisch gegen ihn vorgehen, sonst wird alles emotional noch viel schlimmer. Schutz und Hilfe gibt es für Einsamversorgerinnen in Deutschland praktisch nicht. Dr. Gisela Forster

    Artikel: Alleinerziehende oder Einsamversorgerin?

  • Inga Thies sagt:

    "allein ver-sorgende" Mütter nenne ich die Frauen in Mutter-Kind-Familien, denn so einsam wie in der Ehe sind die allermeisten Frauen mit ihren Kindern nach der Trennung nicht. Einsamkeit weckt wenig hilfreiches Mitleid bis hin zu Klischees "Naja, selber schuld..." Nach meiner Erfahrung vernetzen sich die allein ver-sorgenden Mütter (zwangsläufig) & werden oft zu sozial fitten & beziehungsstarken Frauen, allerdings meist in - staatlich gewollter - skandalöser materieller Armut. Insofern sind viele reich & arm zugleich. Mehr Geld für a l l e Kinder = Kindergrundsicherung ist d i e Wirksame "Raus aus der Armut Lösung".

    Artikel: Alleinerziehende oder Einsamversorgerin?

  • c. sagt:

    es ist die größte Schande in BRD, dass jedes 5. Kind in Hartz4-Umständen aufwächst (d.h. Kind von EinsamversorgerIn, die von prekären Jobs oder AufstockerHartz4 lebt, mit wenig bis null Altersvorsore) dann muss das Kind später selbst im eigenen Leben hohe Sozialabgaben an die Gesellschaft zahlen, die es in Armut gedeihen ließ. Die Einsamversorgerin setzt ihr Armutsleben als Rentnerin nahtlos fort (es gibt von Rentenkasse 30 Euro monatl. pro Kind angerechnet). Das nette Umformulieren von alleinerziehen zu einsamversorgen bleibt hier irrelevant - Armut ist "grausig".

    Artikel: Alleinerziehende oder Einsamversorgerin?

  • Anja sagt:

    Das ist ein wunderbarer Begriff, eine sehr nützliche Verschiebung des Blickwinkels! Toll.

    Artikel: Alleinerziehende oder Einsamversorgerin?

  • Juliane Brumberg sagt:

    Ich denke auch, dass wir Leichtigkeit und Zuversicht brauchen - und dass es auch positive Anzeichen gibt, dass wir sie haben können. Das Erschrecken über das Ergebnis der Präsidentenwahl in Amerika und das europaweite Erstarken rechter Gruppierungen hat bei vielen älteren und jüngeren Menschen zu neuem politischen Interesse geführt. Und die Bereitschaft, politisch mitzumischen wächst. So las ich in unserer (fränkischen) Regionalzeitung heute von verstärkten Parteieintritten bei SPD, Grünen, Liberalen und Linken (nur nicht bei der CSU, da treten oder sterben sie aus) seit den amerikanischen Wahlen.

    Artikel: Sich "Die Leichtigkeit" erhalten

  • patrizia caputo sagt:

    ich möchte an dieser stelle mary daly aus einem interview zitieren: 'See, right now, I would be totally joyous to have a great community of women—whether men are somewhere out on the periphery or not. I don't have this goal of: "Oh, then we can all get together again!" That doesn't seem to be a very promising future. So why would I think about it? I think it's pretty evident that men are not central to my thought.' viele frauen in büchern, texten und referaten haben begonnen frauen zu referenzieren und sich auf sie zu beziehen, hinzuweisen. das scheint mir das wesentliche....pflegen wir doch das mal intensiv und extensiv und kümmern uns mal einfach ein paar jahrhunderte lang nicht, was oder wen sie aufführen, denn ich habe schon lang aufgehört texte jeder art, mit paar wenigen ausnahmen, von männern zu lesen. sie sind einfach langatmiger, komplexer, kommen nicht zur sache, oft fehlt der praktische, unspekatkuläre und doch wesentliche bezug zum lebendigen. mich kümmert es nicht, ob und wen sie lesen. mir ist es auch gleich, ob ich da was verpasse. ein paar ausnahmen, von männern, die kluges schreiben gibt es, doch oft sind auch diese in ihrem männerkokon verfangen und verwoben. jahrhundert langes training dieser fellows unter sich zu sein, geht nicht spurlos vorbei und so schnell und freiwillig werden sie es nicht aufgeben. schon gar nicht in zeiten der gefährdung, wo doch das 'patriarchat zu ende ist' wie luisa muraro so treffend schreibt. aber schaut euch um, allein in diesem blog der reichtum an guten, wichtigen, wesentlichen texten, vorträgen von vorfrauen, von heutigen frauen geschrieben oder vorgetragen. diese welt ist so reich, nahrhaft, vielfältig. wir haben genau genommen gar keine zeit diese art der inklusion des männlichen zu machen. ob in den rechtswissenschaften, ob in der ökonomie, ob in der geschichte, philosophie, anthropologie, sozialwissenschaften aller art, in der technologie.schaut, hört was die frauen zu sagen haben, die haben echt was drauf....klar das man, die nicht gerne mitreinbringt.

    Artikel: Warum lesen Männer kaum feministische Bücher?

  • Gré Stocker-Boon sagt:

    Wenn wir etwas Grossartiges erleben,auch heutzutage,müssen wir gleichzeitig die Vorgeschichte ausfindig machen,kennen,und innerhalb dem Gelungenen,die Vorgeschichte, "Pioniertaten" im Ganzen platzieren und erwähnen.Damit unsere Denkräume sich nicht verkleinern und verkürzen.Denn neue Machtsituationen können sich neu etablieren,auch ganz unerwartet.Achtsam sein auf den echten Austausch von beide Seiten.Dazu gehört auch unmittelbar im Geschehen,das Soziale,bei Gebrechlichen die Hilfeleistung.Ohne den andern in seinem/ihrem "Roten-Lebens-Faden",was Leben erhält,zu bedrängen.

    Artikel: Sich "Die Leichtigkeit" erhalten

  • Gudrun Nositschka sagt:

    Auch bei uns in Deutschland gibt es nationalistisch gesinnte Gruppen, deren Anhang Hasskommentare und Fakes verbreiten - und es stehen wichtige Wahlen an. Wieso hofften wir, dass die Folgen des zerstörischerischen Patriarchats samt entfesseltem Kapitalismus uns verschonen würden? Ob Leichtigkeit und Schönheit reichen, unsere und die Würde anderer zu bewahren?

    Artikel: Sich "Die Leichtigkeit" erhalten

  • Elfriede Harth sagt:

    Es ist immer wieder schön und ermutigend zu sehen, wie Menschen, die dem Tod in die Augen gesehen haben, die Kostbarkeit des Lebens auf eine ganz besondere Weise entdecken. Ich lasse mich immer wieder gerne von dieser melancholischen Freude anstecken.

    Artikel: Sich "Die Leichtigkeit" erhalten

  • Susanne Blume sagt:

    kann nur auf diesen Blog und seine Inputs hinweisen - Rente, Allter, Kinder- Mütter- Familienfeindlichkeit... z.B. https://kreidfeuer.wordpress.com/tag/rentensystem/

    Artikel: Weibliche Autorität in der Welt stärken

  • Dorothee Markert sagt:

    Hallo @Eveline, hab mal gegoogelt. Hier gibt es zumindest eine Kurzfassung: http://blog.feministische-studien.de/2016/03/kontroversen-zur-kohabitation/

    Artikel: Weibliche Autorität in der Welt stärken

  • Eveline Ratzel sagt:

    Hi Dorothee, wie komme ich an den Vortrag von Thuermer-Rohr? Viele Grüße, Eveline

    Artikel: Weibliche Autorität in der Welt stärken

  • Brigitte Leyh sagt:

    Danke für diesen Artikel. Besonders betroffen machte mich die Aussage über Beauvoir, dass sie nach "Das andere Geschlecht" Autorität "verlor" und "die Welt" das Interesse an ihr als Philosophin auch "verlor". Diese Formulierungen sind mir zu schicksalhaft, nein, das ist eine Kampfform der hegemonialen Männlichkeit: Die, die sich um Frauenthemen kümmert, wird quasi mit Stigmatisierung bestraft. Das ist heutzutage teilweise auch noch so, auch heute noch wollen Frauenthemen riskiert sein und erfordern Courage. Als ich für eine akademische Woche Menschenrechte für Frauen vorschlug, kam die unwidersprochene (!) Antwort eines ehemaligen Staatsanwalts "Mensch, geh bloß weg mit diesem Gender-Scheiss!" Fortschritte sehe ich in der Integration von Frauenthemen an der Uni. Wir dürfen einfach nicht lockerlassen und die Unterdrückung von Frauen immer wieder thematisieren, bis das Thema wirklich überflüssig geworden ist!!! Nur Mut! Brigitte Leyh

    Artikel: Warum „weibliche Autorität“ und nicht „Autorität von Frauen“ ?

  • Elfriede Harth sagt:

    Die Anthropologin/Soziologin Virginia Gutiérrez de Pineda veröffentlichte 1963 (!) eine Studie über die Vielfalt der Familien in Kolumbien. Und folglicherweise über die Vielfalt der Geschlechterbeziehungen. Denn in einer Familie leben ja Menschen zusammen, die mindestens zwei unterschiedlichen Generationen angehören und häufig auch unterschiedlichen Geschlechtern. (Damals zumindest war eine Schwangerschaft undenkbar ohne sexuellen Vollzug zwischen zwei Personen gegensätzlichen Geschlechts) Sie beschreibt vier unterschiedliche Modelle, die sich jeweils gehäuft in vier unterschiedlichen geographischen Regionen vorfanden. Soweit ich mich erinnere (leider habe ich keinen Zugriff auf ihr Buch und nur noch auf mein Gedächtnis) gab es das “andinische” Modell, das “afrikanische” Modell, das Modell der großen Savanne (zwischen den Flüssen Orinoco und Amazonas) und noch ein viertes, das ich nicht mehr zusammenbekomme. Kurz skizziert (und natürlich sehr vereinfacht überzeichnet) sah das folgendermaßen aus. 1. Das “andinische” Modell war sehr stark an dem Tabu der Jungfräulichkeit und der Sexualität orientiert. Es herrschte ein großer Kult der Mutter bei gleichzeitiger Geringschätzung sämtlicher anderer Frauen. Die Mutter wurde als Heilige verehrt und in den Himmel hochgehalten. (“Hurensohn” galt als das schlimmste Schimpfwort). Aber alle anderen Frauen waren minderwertig und bekamen ihren Wert nur dadurch, dass sie früh (mit 14-16 Jahren) und als Jungfrau heirateten und dann viele Kinder gebaren. Das Verhältnis von Vater und Sohn war schlecht. Der Sohn liebte und verehrte seine Mutter, aber hasste seinen Vater, wohl auch, weil dieser ihm ein sehr strenges liebloses Männerbild eintrichterte. Dennoch reproduzierte sich das Geschlechterstereotyp. Frauen waren sehr fromm und mit das größte war es, mit einem Priestersohn “gesegnet” zu werden. Es gab sehr viele Priesterberufungen in diesen Familien. Auch viele Berufungen zur Nonne. (Mit Verzicht auf Sexualität, oder vielleicht als gute Möglichkeit, eine völlig tabuisierte Homosexualität auszuleben). 2. Das “afrikanische” Modell war dadurch gekennzeichnet, dass eine Familie aus der Diade Mutter-Kind bestand. Der Vater war nur ein unwichtiger, wenngleich für die Zeugung notwendiger Anhängsel. Jungräulichkeit war unwichtig. Und Polyandrie die Regel, d.h. Frauen (natürlich auch Männer) blieben nicht monogam, sondern hatten sehr häufig für jedes Kind einen anderen Vater. Frauen waren die Autorität und das Zentrum der Familie. Trotzdem bekamen Männer häufig das größte Stück Fleisch aus der Suppe, während Frauen sich mit weniger begnügten. Der älteste Sohn war wohl der wichtigste Mann in der Familie, die sonst aber total auf Frauen zentriert war. 3. Das Modell der Savanne wieder ganz anders. Dieses Gebiet wurde eigentlich erst seit ca. 150 Jahren besiedelt. Denn die Lebensverhältnisse dort sind äußerst schwierig, aus klimatischen Gründen. Erst seit die moderne Medizin gewisse tropische Krankheiten (Malaria, Gelbfieber, Dengue, etc..) in Schach halten kann, werden immer mehr Gebiete besiedelt. Vielfach flohen Menschen dorthin, die anderswo nicht leben konnten, weil sie entweder etwas verbrochen hatten und Rache fürchteten oder weil sie aus politischen oder anderen Gründen verfolgt wurden. Frauen waren sehr emanzipiert. Auch hier spielte Jungfräulichkeit keine Rolle. Im Gegenteil. Ein Mann bevorzugte eine Frau, die ein Kind in die Beziehung mitbrachte, weil sie damit bewies, dass sie stark genug war, für sich und ein Kind zu sorgen. Oft waren Frauen daher auch älter als Männer. Es gibt noch eine ganze Reihe Ethnien, die abseits der “modernen” Welt leben. Und unter diesen gibt es eine, die Emberas, die – ganz unabhängig von irgendwelchen afrikanischen oder islamischen Einflüssen – ebenfalls die Genitalverstümmelung von Frauen betreiben, wie erst vor gar nicht lange Zeit publik wurde (oder hoffentlich betrieben, es werden Versuche unternommen, diese Praxis auszurotten). Warum ich das alles schreibe? - Weil unsere Vorstellung von Geschlechterverhältnissen oft sehr davon bestimmt ist, was wir selbst kennen. Dieser Ethnozentrismus beeinflußt unsere Sicht der Dinge nicht nur was andere gegenwärtige Kulturen betrifft, sondern oft auch was andere geschichtliche Epochen unserer eigenen Kultur betrifft. Ich will nicht verneinen, dass das Patriarchat überall auf der Welt zu finden ist, aber so wie es unterschiedliche Feminismen gibt, so gibt es auch unterschiedliche Patriarchate.... Und daher gibt es auch unterschiedliche Formen von “weiblicher Autorität”. Je nach Kontext. Denken wir z.B. an das Mittelalter, in dem eine Frau mit 12 Jahren volljährig wurde, ein Mann erst mit 15 Jahren. An die Beginen, etc... Um auf weibliche Autorität zurückzukommen..... Für mich war z.B. die Beobachtung von ganz einfachen, armen Frauen aus dem Volk grundlegend wichtig. Meine Mutter nahm mich als Kind manchmal mit auf den Markt. Dort saßen die Marktfrauen, analphabetische Bauernfrauen, auf dem gestampften Lehmboden und hatten vor sich ihre Kartoffeln, ihr Obst und ihr Gemüse ausgebreitet. Sie enthülsten Erbsen in einen verbeulten Topf oder lösten Maiskerne aus ihren Kolben, während sie ihre Ware anpriesen und mit den Kundinnen feilschten. Um sie herum krabbelten oder spielten verrotzte, von Schmutz starrende Kleinkinder, nur mit einem Hemdchen bekleidet, das gerade ihren nackten Unterleib verdeckte. Manchmal schmiegten sie sich an die Mutter und diese bot ihnen die Brust, ohne dabei von ihrer sonstigen Beschäftigung abzulassen, weiter zu feilschen oder zu fluchen, wenn jemand einfach zu wenig für ihre Ware bot. - Als ich mich Jahre später in Paris zum ersten Mal mit meiner neugeborenen Tochter alleine vorfand und vor der Riesenverantwortung erschauerte, die ich nun trug, die Verantwortung für ein hilfloses kleines Bündel menschliches Leben, da gab mir die Erinnerung an diese Marktfrauen ganz viel Kraft und Selbstvertrauen. Wenn sie ihre Kinder groß bekamen in ihren, in meinen Augen prekären Umständen, dann mußte ich doch auch dazu in der Lage sein. Und ich fühlte mich stark, weil ich eine Frau war. Und es war eine beglückende Erkenntnis.

    Artikel: Warum „weibliche Autorität“ und nicht „Autorität von Frauen“ ?

  • Heinz Mauch-Züger sagt:

    Ein aus meiner Sicht hervorragender Beitrag. Er lässt erahnen, was uns noch alles bevorsteht, sollte der Prozess der Neuformung von Rollen in Bezug auf das Geschlecht weitergehen. Es wird deutlich, dass die Weltanschauung und die damit verbundenen Rollenausprägungen weiblich - männlich nicht mehr genügen und sich ein Feld auftut, wo sich Qualitäten neu definieren können. Daran müssen alle arbeiten. Ich kriege Verständnis dafür, dass es Menschen gibt (Frauen und Männer und alle dazwischen), die sich von der Entwicklung her gefährdet fühlen, weil sich ihre Identität mehr an hergebrachten Werten orientieren als sie meinen. Auch Werte, die wir ablehnen, tragen ja zur Stabilisierung bei. Was ist ein Mann - was ist männlich? Was ist eine Frau - was ist weiblich? Ist ein Mann einfach männlich? Ist eine Frau einfach weiblich? Und wenn nicht - was dann? Bei mir wurde etwas erschüttert und ich freue mich auf die weitere Entwicklung, die hoffentlich auch von meiner geschlechtlichen Seite konstruktiv mitgestaltet wird - dann ist sehr viel möglich.

    Artikel: Warum „weibliche Autorität“ und nicht „Autorität von Frauen“ ?

  • Christine Jung sagt:

    Liebe Dorothee, gut, dass diese Worte eine Frau gesagt hat. ;) Du hast es wunderbar auf den Punkt gebracht.

    Artikel: Warum „weibliche Autorität“ und nicht „Autorität von Frauen“ ?

  • Andrea sagt:

    Was ich mich beim Lesen des Artikels aber gerade frage, muss ich als Frau Hosenanzüge unbedingt schlecht finden? Ich frage mich sowieso woher die starke Trennung der Kleidung nach Geschlecht kommt. Auf der einen Seite kann ich einige Ansichten dieses Artikel nachvollziehen. Bleibe jetzt aber auch mit der Frage zurück, was genau hier mit "weiblich " gemeint ist. Und woran würde man "weiblich" , mal abgesehen vom Körper definieren, wenn die Sozialisation eines Mädchens nicht wär: sei leise, dräge dich nicht vor, trete nicht zu dominant auf, sei beziehungsorientiert, trage gerne Kleider, kümmere Dich zuerst um andere etc. Eine Frage die sich für mich in diesem Zusammenhang stellt. Ich persönlich kann für mich als Frau nicht behaupten, dass ich auch sogenannte "männliche" Verhaltensweisen für mich als unattraktiv sehen würde. Ich will mir persönlich eigentlich gar nicht so einen großen Kopf darum machen müssen. Im Grunde will ich Respekt als Mensch, so wie es ein Mann wahrscheinlich auch will. Ich will die Möglichkeit für mich sorgen zu können, ich will aber auch die Möglichkeit haben Geschehen beeinflussen zu können, Grenzen zu setzten aber auch meine Sexualität zu leben, ohne dass ich hier stärker diszipliniert werde als es bei Männern der Fall ist. Genauso wichtig finde ich es aber auch für mich, dass ich Gefühle zeigen kann, aber auch Macht zu haben finde ich attraktiv. Das alles natürlich mit meinem Körper. Ich will aber auch nicht, nur aus dem Grund, weil ich ein Kind gebären kann, dafür bestimmt werden, dass ich mich deshalb vorrangig um Beziehungen und Care arbeiten kümmere. Auch nicht, wenn das jetzt gut bezahlt wäre. Ich persönlich habe bei mir noch niemals so einen großen Abgrenzungsbedarf vom Mann festgestellt, wie ich es aber umgekehrt bei manchen Männern feststelle. Wenn es darum geht als Autorität wahrgenommen zu werden, dann hat das im Grunde aber auch etwas mit Selbstbewusstsein, das eine Person zeigt zu tun. Die Wurzeln, dass alles, was eine Frau tut allgemein als weniger wertvoll gesehen wird, liegt weit in der Vergangenheit. Wurde in meinen Augen aber durch Religion aber auch Philosophische Strömungen teilweise sehr auch mit Hilfe von Angst in die Köpfe der Menschen indoktriniert. Ein Mensch, der mich nicht anerkennen will, weil ich eine Frau bin, der wird das nicht tun, egal ob ich männlich oder weiblich auftrete. Ich sehe das aber als Problem dieses Menschen selbst. Ich weiss aber auch nicht, ob ich mit diesem Menschen beispielsweise einen Kontakt pflegen möchte. Ich habe meinen Kommentar mit der Kleidung begonnen habe möchte ich damit noch abschließen. Ich bin im Grunde gar kein Fan von Dresscodes. Es fühlt sich für mich an, als würde man mir damit die Luft zum Atmen nehmen. Ich könnte mir auch hier die Welt für Frauen und für Männer viel bunter vorstellen. Vielleicht ist das ja etwas, das man jetzt als "weiblich" bezeichnen würde. Bestimmt gibt es aber auch Männer, die gar nicht so viel Lust auf diesen schwarz-grauen Krawatten-Anzugslook haben, aber irgendwie es auch nicht schaffen hier die Krusten aufzubrechen. .

    Artikel: Warum „weibliche Autorität“ und nicht „Autorität von Frauen“ ?

  • c. sagt:

    ja- danke, schön (sorry) es noch einmal klar + deutlich zu lesen, wie das so ist/war. danach immer: schweigen. mit niemanden reden, nur mantras im kopf "selber schuld, pech gehabt, dumm gelaufen, besser aufpassen...." eine "gleichgesinnte" sagte mal: nun bist du eine gebrandmarkte. stimmt - irgendwie ist die "unschuld" futsch für immer. c.

    Artikel: Vergewaltigt vor 44 Jahren

  • Antje Schrupp sagt:

    @Bari - Ja, ich glaube auch, dass die Wahrnehmung immer geschlechtlich differenziert, aber hier gemeint ist die Eigendarstellung. Zum Beispiel wenn eine Frau sich bemüht, ihre Weiblichkeit herunterzuspielen oder unsichtbar zu machen, etwa wenn sie dezidiert männliche Sprechformen für sich verwendet (nicht aus Gewohnheit, sondern um etwas damit zu sagen), oder indem sie sich in Bezug auf Kleidung oder Auftreten an dem orientiert, was Männer üblicherweise tun. Oder, was ja auch oft geschieht, wenn sie explizit sagt, dass Frausein (oder Geschlecht) keine Rolle spielt.

    Artikel: Geballte weibliche Autorität ist in der Welt, …

  • Johanna Beyer sagt:

    Herzlichen Dank für diesen Bericht, der zeigt, wie eine Debatte als ganzheitliche Erfahrung organisiert werden kann. Nach dem Lesen dieses Textes werde ich noch mal im Bayerischen Rundfunk nachhören, da gab es heute einen Beitrag zu Autoritas und Potestas, und wie Autorität sich in Macht verfestigen kann. Wenn ich mich selbst lese, dann deutet einiges darauf hin, dass ich wohl Lust gehabt hätte, bei dem Tag dabei zu sein. Gut, dass es den Bericht und auch das Referat zum Nachlesen gibt.

    Artikel: Geballte weibliche Autorität ist in der Welt, …

  • Esther Gisler Fischer sagt:

    Ein toller Bericht über eine tolle Tagung an einem tollen Ort: Danke!

    Artikel: Geballte weibliche Autorität ist in der Welt, …

  • U.Schreiber sagt:

    Vielen Dank, dass Sie Ihre Geschichte mit uns geteilt haben. Es ist nach wie vor unfassbar, dass den betroffenen Frauen häufig eine Mitschuld an einer Vergewaltigung gegeben wird oder sie dann auch noch Opfer von übler Nachrede werden á la es hätte ihnen doch insgeheim sogar Spaß gemacht. Daher finde ich es nach wie vor wichtig, an alle Frauen zu appellieren, sich gegenseitig zu unterstützten, statt noch zusätzlich nieder zu machen.

    Artikel: Vergewaltigt vor 44 Jahren

  • Cornelia Roth sagt:

    Vielen Dank für den Bericht! Als Anwesende auf der Tagung fiel mir noch folgendes auf: Die Frauen, die die Macht darstellten, schienen weniger Lust dazu zu haben(mir wäre es auch so gegangen)und sie stellten vor allem Unterdrückung dar, weniger das Handeln für eine Sache: das Entscheiden, Delegieren, Anweisen, Beurteilen, das ja auch dazugehört. Die Devise der italienischen Diotima-Philosophinnen: "So viel Autorität wie möglich, so wenig Macht wie nötig", gefällt mir. Wenn aber Frauen eine Machtposition gar nicht einnehmen können oder wollen, kann auch schlecht eine Art und Weise gefunden werden, wie sie mit dem Zusprechen von Autorität in Verbindung kommt - ich meine jetzt in der Realität. Ich denke z.B. an Angela Merkel: es war ja schon günstig, dass sie im im richtigen Moment von ihrer Machtposition aus sagen konnte und gesagt hat: "Wir schaffen das!". Wenn sie sich das gar nicht getraut hätte, wäre es auch nicht gut gewesen. Gleichzeitig war aber eine große Basis von Menschen da, die ihr in dem Moment Autorität zugesprochen haben. Sozusagen ein momentaner Glücksfall.

    Artikel: Geballte weibliche Autorität ist in der Welt, …

  • Silvia Fohrer sagt:

    Hallo Dorothee Markert, was mich fasziniert an der Art und Weise dieses Konzeptes ist, daß es auf einem für mich neuen Fundament des Frauseins gründet. Die Beziehungen, die Frau heute besonders angeht, ihre Wahl ja gar Ablösung oder die Elemente neu zu besetzen, die vormals die Beziehungen ausmachten (Politik, Gesellschaft, Arbeit, Familie, Vater, Mutter und deren überholte Attribute). Eine Erneuerung des tradierten Seins muß also nicht zwingend mit neuen Symbolen belegt werden, oder mit neuen Begriffen. Bin sehr gerne hier bei beziehungsweise-weiterdenken, in dem Sinne, viele Grüße!

    Artikel: Weibliche Autorität in der Welt stärken

  • Bari sagt:

    Vielen Dank für den Bericht. Ich denke über ein Stichwort nach:"Worin besteht der Unterschied, ob Frauen als „neutraler Mensch“ oder ausdrücklich als Frau auftreten?" ich kann mir nicht vorstellen, dass Frau oder auch Mann als "neutraler Mensch" auftritt. Wie soll das aussehen? Wir nehmen einander doch in der Gesamtheit der Person und auch als Frau oder Mann wahr. Das beeinflusst meine ich besonders unbewusst unsere Wahrnehmung und damit unser Denken und Verhalten. liebe Grüße Bari

    Artikel: Geballte weibliche Autorität ist in der Welt, …

  • Yvonne Renne sagt:

    Vielen Dank für diesen Bericht. Ich war leider zu spät mit meiner Anmeldung und konnte nicht dabei sein. Was ich schon vorher angenommen hatte, nämlich, dass ich etwas wichtiges verpassen werde, hat sich jetzt bestätigt. Immerhin ist es etwas relativiert dadurch, dass ich zumindest ein bischen etwas mitgekriegt habe,- und weiß, dass ich die nächste Tagung auf keinen Fall verpassen möchte. Vielleicht in größeren Räumen, mehr Zeit und Frauen? Einen Dank am Alle Teilnehmerinnen für Euer Engagement. Liebe Grüße aus Köln Yvonne

    Artikel: Geballte weibliche Autorität ist in der Welt, …

  • Susanne Bischoff sagt:

    Danke Dir für dieses Zusammendenken und Entwickeln! Ganz ausgezeichneter Beitrag, der sich wunderbar für weitere Gespräche eignet und vielleicht such hilfreich ist, die Generationensprünge in Verständigung feministischer Diskurse zu bringen.

    Artikel: Weibliche Autorität in der Welt stärken

  • Regine Lang sagt:

    Weibliche Freiheit, weibliche Autorität, Werte, Fördern, Unterstützen; ich sage ja zu allem (oben) genannten. Und ich vermisse die wunderschöne Kraft des weiblichen Vorbildes, die gewaltloseste Art der weiblichen Autorität, die es vermag, mit Sicherheit, Bestimmtheit, Liebe, Weisheit, Mut, Passion, Hingabe und Vision andere zu motivieren, es auch mal genau so zu probieren. Vielleicht habe ich es ja nur überlesen ;-) Herzlichen Dank für diesen reichen Beitrag.

    Artikel: Weibliche Autorität in der Welt stärken

  • Antje Schrupp sagt:

    @Frank - Naja, weil du in deinem privaten Umfeld mehr pflegende Männer kennst als Frauen, heißt das ja noch nicht, dass das ein gesellschaftlicher Trend ist. Soweit ich die Statistiken zu dem Thema verfolge, ist es nach wie vor so, dass über 80 Prozent der professionellen Pflegekräfte und über 70 Prozent der in der häuslichen Pflege Tätigen Frauen sind. Das würde ich schon als vergleichsweise "geringes Interesse von Männern" ansehen - wenn du da andere Statistiken kennst, gerne hier verlinken. Der vergleichsweise höhere Anteil pflegender Männer im häuslichen Bereich ergibt sich daher, dass Ehepaare sich in der Regel logischerweise gegenseitig pflegen, wenn eine_r im Alter pflegebedürftig wird. Heißt: Der Hauptteil der 30 Prozent zuhause pflegenden Männer pflegt ihre Ehefrauen. Es steckt kein besonderes "Interesse" dahinter, sondern schlicht alltägliche Notwendigkeit. Eltern oder gar Schwiegereltern werden hingegen deutlich seltener von Söhnen/Schwiegersöhnen gepflegt als von Töchtern/Schwiegertöchtern, auch wenn hier sich das Verhältnis langsam wandelt, hauptsächlich aber deshalb, weil Töchter/Schwiegertöchter diese Arbeiten auch nicht mehr so häufig übernehmen wie früher. Wenn du dazu aussagekräftige Zahlen hast, wäre ich dankbar, in den üblichen Statistiken wird nämlich "häusliche Pflege" oft zusammengefasst und nicht aufgedröselt, wer wen warum pflegt. Das heißt nicht, dass das immer so bleibt und auch nicht, dass vielleicht langsam der Anteil von Männern in diesen Tätigkeitsfeldern steigt, aber vorläufig halt noch mit der Betonung auf "langsam".

    Artikel: Packen wir es sinnvoll an!

  • Frank sagt:

    Und um noch ein bisschen - auch empirische - Butter bei die Fische zu bringen: https://bundesforum-maenner.de/maenner-und-arbeit/pflege/ Ein Beitrag bereits vom 23.02.2015.

    Artikel: Packen wir es sinnvoll an!

  • Ute Plass sagt:

    Erfreulich: "Wir sind hier, um böse zu sein" http://www.deutschlandfunk.de/demo-fuer-frauenrechte-und-gegen-trump-wir-sind-hier-um.1818.de.html?dram:article_id=376978 Hoffentlich hält sich diese wunderbare Bosheit auch über Trump hinaus. :-)

    Artikel: Der alte Prinz Feminismus und die junge Lust, die Welt zu verändern

  • Schier, Johanna Helen sagt:

    Leider ist keine Fahrgemeinschaft zustandegekommen.Ich konnte nicht dabei sein am 21.Januar. Das ist schade!Freue mich über Beiträge von Frauen, die teilgenommen haben an der Tagung.

    Artikel: "WEIBLICHE AUTORITÄT IN DER WELT STÄRKEN" Jubiläumstagung der bzw-Redaktion am 21. Januar in Frankfurt

  • Frank sagt:

    Eigentlich habe ich in meinem persönlichen Umfeld z.Zt. überwiegend Männer, die ihre Eltern oder Frauen pflegen, vor allem Männer der Jahrgänge 1955 bis 1965. Die meisten dieser Männer sind wegen der Zivildienstverpflichtungen (Rettungsdienste/Alten-/Pflegeheime) bis Ende der 90er Jahre dafür auch recht gut gerüstet, anders als die wenigen Frauen, die in meinem Umfeld z.Zt. pflegen. Die unterlagen nämlich diesen Verpflichtungen nicht und haben deshalb auch keine Schulungen erhalten. Folge: Unvermögen, Überforderung, mangelnde Distanz, Kleinkriege mit den zu pflegenden Menschen. Wie geht das mit Ihrem Postulat zusammen, dass nur wenige Männer sich für Care-Arbeit "zuständig" fühlen ? Oder sprechen Sie nur vom professionellen Bereich ? Auch in diesem steigt aber die Anzahl der Männer - zumindest hier im Raum Berlin - kontinuierlich an. Wie passt das also ?

    Artikel: Packen wir es sinnvoll an!

  • Sabrina Bowitz sagt:

    Hier nochmal die Übersetzung des Zitats, entschuldigt, das hatte ich vergessen: "Lass die Scham dort wo sie hingehört. Es ist nicht deine, du solltest sie nicht tragen. Unsere Gesellschaft stellt für die Überlebenden von Traumata Diagnosen wie psychisch "krank", obwohl es diese sozialen Bedingungen und die abgrundtief schrecklichen Dinge, die Menschen angetan werden,sind, die die wirklichen Störungen darstellen".

    Artikel: Vergewaltigt vor 44 Jahren

  • Sabrina Bowitz sagt:

    Ich wollte mich auch für den Mut bedanken! Mir ging es genauso, ich kann gar nicht mehr aufzählen, auch völlig egal in welchem Umfeld und aus welchem Land und wie unendlich viele Mädchen und Frauen dann gesagt haben, dass sie auch vergewaltigt wurden, wenn eine Frau das ausgesprochen hatte. Es ist unglaublich schlimm. Ich habe nicht mal ein Wort dafür. Ich kenne auch viele Frauen, die dann nie wieder irgendeine Partnerschaft wollen und das auch nie wieder leben können, besonders aber auch ihre Berufe nicht mehr machen können und und und. Darüber spricht dann niemand gerne. Genauso wenig darüber, was Frauen ständig angetan wird. Daher danke für diesen unglaublichen Mut! Noch zu den Blicken und den Aussagen, dass die Opfer von solcher grausamer Gewalt in irgendeinem Sinne "krank" wären, hier nur diese stärkende Aussage, auch für alle anderen, denen diese Gewalt angetan wurde: „Keep the shame where it belongs. It is not yours to carry. Our society diagnoses survivors of trauma as mentally ill, when it is their social conditions and the horrifying things that happen to people that are the real disorders“ (CarmenLeah Ascencio.

    Artikel: Vergewaltigt vor 44 Jahren

  • Ute Plass sagt:

    Auch das hier ermutigend, weil es zeigt, dass die junge Lust recht lebendig unterwegs ist, während 'der alte Prinz Feminismus' in den hiesigen Breitengraden im 'Quotenpalast' eingeschlafen scheint. https://www.klassegegenklasse.org/70-000-menschen-gegen-gewalt-an-frauen-und-lgbti/

    Artikel: Der alte Prinz Feminismus und die junge Lust, die Welt zu verändern

  • Gudrun Nositschka sagt:

    Zu den lebenden Wesen gehört auch unsere Erde. Vermutlich kommunizieren die Wissenschaftsbereiche nicht ausreichend untereinander, sonst die Erkenntnis vielleicht schon auch Bestandteil der Ökonomie geworden. Oder ist die patriarchale Ökonomie gar keine Wissenschaft?

    Artikel: Kostenkrankheit ist Menschengesundheit (ziemlich oft jedenfalls)

  • ursula Knecht sagt:

    Menschen sind WürdeträgerInnen und nicht Kosten auf zwei Beinen.

    Artikel: Kostenkrankheit ist Menschengesundheit (ziemlich oft jedenfalls)

  • Ute Plass sagt:

    Die tagtäglichen Wirtschaftsnachrichten sprechen eine Sprache, die menschliches Elend, Befürchtungen und Leid hinter Zahlen versteckt. Da heißt es dann: Die Wirtschaft leidet, die Märkte reagieren pessimistisch, die Aktienkurse spielen verrückt ......... Ich halte es für notwendig, Wirtschaftsredaktionen auf diese Verschleierung u. Sprachverschmutzung hinzuweisen. Der 'Aufstand v. Wirtschaftsstudierenden'ist schon seit einiger Zeit im Gange: http://blog.arbeit-wirtschaft.at/der-aufstand-der-wirtschaftsstudierenden/.

    Artikel: Kostenkrankheit ist Menschengesundheit (ziemlich oft jedenfalls)

  • Esther Gisler Fischer sagt:

    Danke Ina für deine widerständigen Gedanken! Krank sind diese selbsternannten Ökonomen; -oh, wie mir vor denen graust! Dass die wirtschaftswissenschaftliche Lehre zu einseitig sei, das merken nun auch Studierende und sogar Forschende an den Schweizer Wirtschaftsfakultäten. Der Bericht dazu (2. Beitrag von unten): http://www.srf.ch/sendungen/rendez-vous/fall-adeline-wird-neu-aufgerollt

    Artikel: Kostenkrankheit ist Menschengesundheit (ziemlich oft jedenfalls)

  • Beate Vinke sagt:

    Danke sehr dafür, dass Sie mir/uns hier Ihre ganz eigene Geschichte erzählen!

    Artikel: Vergewaltigt vor 44 Jahren

  • Pia D. sagt:

    Es ist erstaunlich und bewundernswert, wie stark und lebensbejahend gerade jene Frauen sein können, die solch traumatisierenden, lebensbedrohlichen Erfahrungen ausgesetzt waren. Danke, liebe B.für, deine Offenheit und dass du dir die Freude am Leben nicht hast nehmen lassen!

    Artikel: Vergewaltigt vor 44 Jahren

  • Esther Gisler Fischer sagt:

    Eine schreckliche Geschichte in der Tat. Gerne stelle ich hier jedoch fest, dass die meisten sexuellen Übergriffe wie Nötigungen und Vergewaltigungen nach wie vor durch Personen im privaten Umfeld begangen werden.

    Artikel: Vergewaltigt vor 44 Jahren

  • Eveline RATZEL sagt:

    Noch eine Info zum Lutherjahr Herr Hasselhorn, Organisator der Festivitäten, hat auf Wunsch nach einem Beitrag von Mary Daly von mir das tape mit einer Rede von Daly bekommen. In all dem Geluthere wird also ihre Stimme (und die von Erika Wisselinck) ertönen. Ist doch was, oder? Liebe Grüsse und ein bewegtes 2017 wünscht Eveline

    Artikel: Martin Luther und die Hexen

  • Dagmar Gruß sagt:

    Vielen Dank für die Information, die ich dankbar entgegennehme, dazu noch eine weitere: Die drei Bonner Kirchenkreise unterstützen ein Projekt der Frauenbeauftragten des Ev. Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel, Sabine Cornelissen, und der Synodalbeauftragten für Frauenfragen des Ev. Kirchenkreises Bonn, Dagmar Gruß, mit dem Titel "Festival der Reformatorinnen" - eine dreistündige Theaterveranstaltung mit Renaissancemusik incl. Pause mit mittelalterlichem Essen. Es kommen Katharina von Bora, Katharina Schütz, Olympia Fulvia Morata, Wibrandis Rosenblatt, Elisabeth Cruciger, die Täuferin Elisabeth Hecklerin, Argula von Grumbach, Anna Stolberg, Ursula von Münsterberg, Ursula Weyda, Caritas Pirckheimer, Elisabeth von Calenberg-Göttingen u.a. ins Gespräch und präsentieren sich als Reformatorinnen mit eigenem theologischem Profil. Wieder ein Versuch, das Reformationsjubiläum als Feier einer Bewegung in die Neuzeit zu begehen und nicht zu einem Heldenepos verkommen zu lassen ... Viele Grüße, Dagmar Gruß, Pfrn. Dagmar Gruß

    Artikel: Martin Luther und die Hexen

  • Brunhild Krüger sagt:

    Liebe Frau Brumberg, herzlichen Dank für diese Information. Ein Hinweis: der Link auf das Kriminalmuseum ist falsch ( muss am Ende "m" statt "n" heißen). Herzlichst B. Krüger (Lutherstadt W.)

    Artikel: Martin Luther und die Hexen

  • Schier, Johanna Helen sagt:

    Hallo Anja! Ich habe auch eine kleine Geschichte verfasst: "Ewa und Maria" Im Spätsommer dieses Jahres steht unerwartet eine alte Dame mit Rollator und Rucksack, sowie einer Katze, geführt an einem pinkfarbenen Hanfseil vor Ewas Haustür. "Hej, da bin ich!", lacht sie freundlich und zeigt auf die alte Standuhr im Flur des alten Hauses. "Punkt 15:00 Uhr hatten wir vereinbart." "Es ist doch Sonntag", fragt sie zögernd und nun klingt ihre Stimme brüchig. Blitzschnell überlegt Ewa, wie sie die Situation einschätzen will. Ist die alte Frau eine Spaßmacherin im Sinne von "verstehen Sie Spaß" oder womöglich geflohen aus dem nahegelegenen Altersheim? Alle Bedenken beiseite schiebend bittet Ewa Sie herein, bietet ihr einen Platz an im hellblauen Samtsessel,schiebt Kekse auf einem Teller in ihre Richtung. "Mögen Sie mir erzählen, was genau Sie zu mir führt? Wie sind Sie auf mich gekommen?" Es geht um ein Feennetzwerk". Die alte Frau stellt sich vor mit Namen und Herkunftsort und erklärt Ewa geduldig und sehr präzise, ihr Patenkind Mia, Kunststudentin aus Berlin, habe per E-Mail und auch telefonisch eine Übernachtungsmöglichkeit in ihrem, Ewas Haus, vereinbart. Ewa traut sich nicht, der alten Dame, Maria, zu offenbaren, dass sie in der Tat seit ein paar Monaten Mitglied in dem weltweiten "Feministischen Feennetzwerk" ist, aber mit Sicherheit diese Vereinbarung mit Maria Patenkind Mia nicht getroffen hat! Was tun in dieser heiklen Lage? Es gibt nur eine Erklärung: Ewa war ein paar Tage nicht vor Ort und ließ Haus und Tiere be-und einhüten von ihrer Nichte Jo, ausgebildete "Puppenspielerin". Jo hat eine ausgeprägte Phantasie und Vorstellungskräfte, die sie manchmal über Grenzen gehen lassen. Das Ganze ist dann schnell geklärt: Ewa erreicht Jo problemlos und sofort über Handy. Lachend gesteht sie. Ja! Sie hat das Arrangement vereinbart und bittet Ewa, der alten Dame, Maria, eine Nacht in ihrem Haus Quartier anzubieten. "Wir sprechen uns noch" und "mach das nicht noch einmal", mit diesen Ermahnungen verabschiedet sich Ewa hastig von der Nichte. Und: Jaaah, die Maria kann bleiben, eine Übernachtung ist O.K. Es wird ein schöner Sonntag und das Frühstück am nächsten Morgen schenkt Ewa gern, ebenso wie die Übernachtung auf dem Gästesofa.Beim "Feministischen Feenetzwerk" entstehen grundsätzlich keine Kosten. Das Prinzi ist Tausch. Übrigens: Es ist kein Restgroll gegenüber der Nichte verblieben. Ganz im Gegenteil. Im Gegenzug zum kreativen Sonntag hat Ewa von Maria eine Einladung erhalten zu einem Backtag Mitte Dezember. Zufall? Ewa hatte am Sonntag große Papierbahnen ausgelegt, Malutensilien: Pastellkreiden,Öl- und Acrylfarben sowie "Tonfelder" lagen bereit,weil Ewa zum Montag zwei Kinder erwartete zum "Malen und Tonen". War Marias Katze zufrieden? Aber ja! Sie hatte sich unkompliziert integriert in die "Gartentigergruppe". Am Montag verabschiedet sich Ewa herzlich von einer neuen Freundin. Maria! Winkend, mit wehendem langen Grauhaar, Rollator und Katze, geführt am pinkfarbenen Hanfseil, geht sie mit zügigen Schritten in Richtung Busbahnhof .

    Artikel: Der alte Prinz Feminismus und die junge Lust, die Welt zu verändern

  • Anja sagt:

    Hallo, ich finde die Frage toll! Weil Feminismus ein Ismus ist und ich die "Ismen" ganz gern auf der patriarchalen Seite parke ... Ich habe mich mit einer Minigeschichte zwar nicht an Dornröschen, aber am Märchen vom Fischer und seiner Frau versucht - Dank an meinen Schreibkurslehrer, der die Aufgabe stellte, mit einer Szene zwischen der Frau und ihrer Freundin einzusteigen - und herausgekommen ist das da: ****** Brot und Rosen – In kleinen Dosen Sie hüpft aufgeregt von einem Bein auf das andere: „Sie kommt! Sie kommt!“ ruft sie immer wieder, klatscht in die Hände und dreht sich im Kreis. Strahlende Sterne ihre Augen, leuchtende Sonnen ihr Mund. Und das Herz ein Meer von Erinnerungen. All die grauen Wolken der letzten Wochen haben heute Morgen mit ihm zusammen das Haus verlassen. Er wird eine Woche nicht wiederkommen, sieben Tage, viele Stunden. Und die geliebte Freundin hat zugesagt! Gleich wird sie da sein! Im Kopf überschlagen sich ihre Pläne, fahren Achterbahn. Sie werden auf den Markt gehen – wie gut, dass heute Markttag ist! Frisches Gemüse, Fleisch, Süßigkeiten … einen Kuchen werden sie backen und das kostbare Geschirr aus dem Keller holen. Blumen! Ich brauche Blumen auf den Tisch! Sie öffnet die Tür zum Garten, hält kurz inne und denkt an die Mutter – was sie wohl sagen würde, wenn sie sie jetzt so sehen könnte? Isolde spürt das Lächeln der Mutter, dieses unvergleichliche, gütige Lächeln. Strenge und Milde in einem Blick. Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit, aber so hatte sie stets gelächelt. Jedenfalls immer dann, wenn die Begeisterung das Töchterlein gepackt hatte. So wie gerade in diesem Moment. Die Freundin wird eine ganze Woche da sein. Sie könnten den Zaun streichen. Zusammen. Dabei erzählen, Geschichten erzählen. Erfinden. Erinnern. Erträumen. Oder sie nähen die Gardinen, der Stoff dafür liegt ja schon bereit. Sie kennt die Qualitäten der Herzensschwester. Alles würde Isolde leicht von der Hand gehen mit ihr unter einem Dach. Und sie würden die Tiere füttern, die Eier einsammeln, Ziegen melken und – zusammen singen! Jetzt pflückt sie einen bunten Strauß, mischt geschickt ein paar Zweige darunter, stellt ihn auf den Tisch. Da klopft es an die Tür. Sie eilt, öffnet – und dann schließen sie sich endlich in die Arme. Sechs Tage sind sie nun schon beisammen. Die Zeit vergeht wie im Flug. Die Gardinen liegen ausgebreitet vor ihnen auf dem Tisch. Zufrieden betrachten sie ihr Werk. In all den Stunden hat sie ihn noch mit keinem Wort erwähnt. Nun fragt die Grete danach: „Du, was ist mit Deinem Mann? Wie geht es Euch? Hat er Dich lieb?“ Isolde zögert, sucht nach Worten, das zu benennen, was an ihr nagt, was an ihnen beiden nagt. Seit Jahren schon: „Er ist freundlich, schimpft nicht, schreit nicht, droht nicht. Was immer ich von ihm verlange – er tut es, macht es, bringt es. Immer mehr sogar. Und doch. Er ist nicht hier. Nicht so wie Du jetzt bei mir bist. Kein Nahekommen. Außer des Nachts kein Begegnen mit ihm.“ Grete schaut die Freundin verständnisvoll an, nickt, seufzt traurig und sagt: „Ihm fehlt ein Bruder. Wie soll er sich finden – als Mann – ohne Bruder?!“ *****

    Artikel: Der alte Prinz Feminismus und die junge Lust, die Welt zu verändern