beziehungsweise – weiterdenken

Forum für Philosophie und Politik

Neueste Kommentare

  • Heinz Mauch-Züger sagt:

    Für mich einmal mehr ein Hinweis darauf, wie Kunst (Literatur, Theater, Malerei etc.) eine ungemein wichtige Rolle für gesellschaftliche Veränderung spielen. Die Entwicklung von Bildern (Metaphern) als Spiegel und damit als Bestätigung oder Infragestellung der gegenwärtigen "Realität" ist für mich die grundlegende Aufgabe dieses Bereiches. Ich schliesse mich Elfriede Harth an, der Hinweis macht Lust, sich den Film anzuschauen und ich bedanke mich für den Tipp!

    Artikel: Der neue Western kommt aus dem Osten. Und er ist weiblich.

  • Elfriede Harth sagt:

    Macht Lust, sich den Film anzuschauen! Danke

    Artikel: Der neue Western kommt aus dem Osten. Und er ist weiblich.

  • Gré Stocker- Boon sagt:

    Genau,so ist es mir auch gegangen.Immer diese kämpfe und Hindernissen.Grundsätzlich bin ich gar nicht depressiv,ich habe auch gewagt zu rebellieren,obwohl ich Menschen nichts zu leide tat nach Gesetz,wurde meinen Einsatz und Kreativität belohnt,mit der Abholung der Polizei in die geschlossene Abteilung einer P.Klinik.Dort konnte ich mich sehr gut selbst unterhalten und fit halten.War auch an Musik interessiert,durfte ein wenig die Trommel schlagen und wenig Gitarre spielen.Es wäre mich doch viel lieber,ich hätte gerne einen Lehrgang von Wert gehabt,wo ich etwas lernen kann.Aber nein,ich wurde und war interessant für die Assistenzärzte die auf mein Profil und vorgefertigte Diagnose,damit ihre Arbeit stimmt,ihren Dr.Arbeit geschrieben haben.Meine Tochter wurde auch zurück gehalten,sie wollte nach der Realschule noch ihre Sekundarschule machen und wurde von der jetzt verstorbene Schulpräsidentin vom Glatttal Frau Dubois zurück gehalten.Man braucht ja ArbeiterInnen mit Niedriglohn,oder! Nur durch meinen und uns Elternkampf mit viel schriftlichem konnten wir es durchsetzen.Die Mobberei war schlimm,das fing schon früh an.Die Sekschule hat sie meine Tochter gut bestanden.Auch mit dem gründen der Gruppe Spielleute Tambourin ,habe ich mich durchgesetzt,aber wieviel anecken habe ich damit die ersten Jahre erlebt Diese Gruppe besteht und funktioniert sehr gut und spiele mit der E-Gitarre einfach mit in eigener Stil und Lernfaktor.Das also ein Beispiel meinerseits wie ich Mitte den 60er Jahre in der Schweiz kam und mir zugewiesen bekam was ich zu leisten hatte.Es war nicht meine Wahl,auch die Reise in der Schweiz nicht,mit dahinter keine einfache Biografie.Wo Männer meine Mutter ihr Leben behinderten aus Neugier, was man alles mit meine Mutter machen konnte und anschliessend auch auslöschten.Für mich und mein Bruder eine Tragödie und Horor sondergleichen Mein Bruder wohnt und lebt in Denemarken.Das wärs,kurz gesagt!

    Artikel: Integrationstheater mit Frauen: Eine wichtige Gruppe fehlt

  • Schier, Johanna Helen sagt:

    Liebe Gudrun.Meine Großtante väterlicherseits hatte für uns "Mädels" immer diesen Rat: Einfach mal die Klappe halten und "ab geht die Post".

    Artikel: Vorpreschen oder erst nachdenken? Beides!

  • Elfriede Harth sagt:

    Ein Artikel im Spiegel ueber eine deutsche Journalistin im Iran (geschrieben von Ferda Ataman von Neue Deutsche Meienmacher) zeigt, wie weit diese Problematik geht...... ebenfalls sehr lesenswert... http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/ard-journalistin-mit-kopftuch-die-falsche-strategie-kommentar-a-1186471.html

    Artikel: Integrationstheater mit Frauen: Eine wichtige Gruppe fehlt

  • Ute Knüfer sagt:

    Ich würde von mir sagen, dass ich eine Frau mit eher mehr als weniger Testosteron bin. Vorpreschen möchte ich gern mit dem, was meine Projekte sind, meinem Geschäftssinn und dem, was ich in die Welt bringen will. Tue ich es, bin ich erfolgreich. Ich erfülle mir meine Träume, setze mir berufliche Ziele, investiere mein Geld, schaffe Vermögen, wage Projekte, vertrete meine Standpunkte und lebe Werte von Integrität und Zivilcourage. Der Preis ist hoch: dabei scheint mir immer zu drohen, die Welt der Frauen zu verlieren. Ich nehme keinen Rückhalt wahr, finde keine oder bisher nur eine Gleichgesinnte, verstärkt Rückzug oder Zurückhaltung von denen, die sich oft nicht wagen. Anleihen mache ich manchmal bei männlichen Kollegen, eruiere deren (höheren) Honorarsätze für die gleiche Arbeit, staune oder mir bleibt die Luft weg. Erhöhe ich mein Honorar, welches immer noch unter dem vieler männlicher Kollegen liegt, fühle ich mich als Verräterin in der Welt der Frauen, als eine, die sich das Recht nimmt, ihre Leistung und Kompetenz ausreichend hoch zu bewerten. Ich lebe in dieser Welt frauenbezogen, und mich durch mein So sein getrennt zu fühlen von den Frauen, hemmt mich auch in meiner Kraft. Ich will mich nicht bremsen, sondern Frauen ermutigen, wohlüberlegt, aber ihren Weg zu gehen.

    Artikel: Vorpreschen oder erst nachdenken? Beides!

  • Gudrun Bosse sagt:

    Danke für den Artikel und die Anregung, über den Sinn von „Ausholbewegungen“ nachzudenken und sie nicht nur als Mangel an Entschlossenheit, sondern auch als Ausdruck des Bemühens, Dinge gründlicher zu überdenken, wertzuschätzen. Denn ich kenne es auch von mir und es beschäftigt mich, dass Frauen viel mehr zu Selbstzweifeln neigen als Männer und dass wir dabei ins Hintertreffen geraten. Aber: Wenn nicht von vielen Frauen in den letzten Jahrzehnten beziehungsreich nachgedacht worden wäre, welche Forderungen würden wir dann entschlossen stellen können? Wären sie so fundiert, wie sie es jetzt sind? Es gab ja in vergangenen Zeiten vieles, was zunächst gar nicht als kritikwürdig erlebt wurde, dann aber allmählich aus einem Unbehagen, über Nachfühlen und Reflektieren, zu einer Selbst-bewussten Forderung überführt wurde. Manches, was im Mainstream von authentischen weiblichen Wertvorstellungen abweicht, musste mehr oder weniger mühsam ins Bewusstsein gehoben werden. Frauen wollen auf eigenen Füßen stehen, sie wollen nicht als Sexualobjekte behandelt werden, mittlerweile völlig klar. Frauen wollen, dass Menschen, die der Fürsorge bedürfen - wie alte Menschen, Mütter, Kinder - versorgt werden, und treten für ein bedingungsloses Grundeinkommen ein. Ist- sozusagen- in Arbeit. Dazu bedarf es Räume, in denen in relativer Distanz und Ruhe, nachgefühlt und nachgedacht werden kann. Es gibt also ein Zweifeln, dass weder zu einem fruchtlosen Grübeln, noch zu einer „blinden“ Entschlossenheit führt. Und: Vorn hatte ich von einem ins „Hintertreffen geraten“ geschrieben, mich also auch auf Auseinandersetzung, Kräftemessen, bezogen, so wie es ja durch das Beispiel des Karatekampfes auch angesprochen ist. Männer gehen direkt voran, so hieß es, für sie ist es keine Frage, dass „man“ sich für sich, das Erreichen/Demonstrieren der eigenen Überlegenheit, einsetzt. Frauen machen Ausholbewegungen. Warum? Ich greife hier auf eine eigene Erfahrung zurück. Ich habe einmal an ein paar Terminen „Zen und Schwertkampf“ teilgenommen, bei denen es darum eben darum ging, zu erleben und zu reflektieren, wie es ist, wenn man mit einem Schwert – Ausdruck der Entschiedenheit und Entschlossenheit -einem anderen gegenübertritt, der ebenso empfindet. Und ich habe Aushol-, sogar Ausweichbewegungen gemacht. Und dabei festgestellt, dass sie daher kamen, dass ich nicht bereit war, den anderen nur als Gegner zu sehen. Ich wollte Verbindendes herstellen – oder nur verbindlich sein? Mir ist dann dabei klar geworden, dass man auch jemanden, der einem entschieden entgegentritt, würdigen kann, als ganzen Menschen, mit dem Recht, für seine Interessen einzutreten, genauso wie man selbst. Man muss ihn nicht entweder entwerten/ ihn ausblenden oder - um der Beziehung/Verbindung willen - von den eigenen Interessen und der Entschiedenheit, für sie einzutreten, absehen. Das zu erfahren war möglich in einer idealen Situation gegenseitiger Würdigung und gegenseitigen Respektes. Unter diesen Bedingungen lassen sich dann auch unterschiedliche Meinungen und das Eintreten für eigene Anliegen mit dem Erhalt, vielleicht sogar mit dem Aufbau von Beziehungen (da mehr Verständnis füreinander entsteht), verbinden. Das aber geschieht heute üblicherweise nicht. „Blinder“ Einsatz für das eigene Anliegen, unter Absehung von den Interessen des anderen, ist eine sehr gebräuchliche Norm, die heute nicht nur Akzeptanz, sondern besonders, wenn sie mit wirtschaftlichem Erfolg verbunden ist, Bewunderung findet. Dem entspricht auf wirtschaftlichem Gebiet die Vorstellung, dass das Vorhandensein von Konkurrenten, die miteinander rivalisieren, von alleine eine Ethik kreiert, die allen zu Gute kommt. Man braucht also angeblich selbst gar nicht ethisch denken/ handeln! Entschlossen wegschauen und voranpreschen ist so zum Ideal geworden. Dem viele Frauen nicht folgen. Nicht folgen wollen. Sondern zweifeln. Oder grübelnd verzweifeln. Ich schließe von mir : Sie schauen herum, ob es nicht doch eine Möglichkeit gibt, beziehungsvoll zu sein. Das Blindsein und gegeneinander anrennen, ohne Beziehung aufzunehmen, und ohne tiefer nachzudenken, scheint ihnen nicht sinnvoll. Auch ängstigend. Und es bleibt nur: Der vorgegebenen Norm folgen und irgendwie über die doch gefühlten Wünsche hinweg gehen? Sie sich „abtrainieren“? Vielleicht hilft es, sich einer der Grundüberzeugungen unserer christlichen Kultur zuzuwenden. Danach ist es ja Eva, die erste Frau, gewesen, die mit ihrem Wunsch - der Schlange folgend -vom Baum der Erkenntnis zu essen, die Erbsünde initiiert und die Vertreibung aus dem Paradies bewirkt hat. Sich dafür einzusetzen, dass darüber nachgedacht wird, was in unserer Welt gut und förderlich und was böse und schädlich ist, ist also mit einem mächtigen Bann belegt. Dabei ist die Darstellung der Erbsünde eigentlich total verwirrend. Warum ist es eine Sünde, „den Apfel vom Baum der Erkenntnis“ zu essen, und dafür einzutreten, sich damit zu befassen, was förderlich und was schädlich ist? Das ist doch ein sehr angemessenes Anliegen, das der Fähigkeit, sich selbst steuern, bewusst entscheiden zu können, entspricht. Wir sollten doch bewusst sein und bewusst handeln!? Bewusst-sein ist doch gerade das, was den Menschen heraushebt aus den vorherigen Daseinsformen und ihn ausmacht. Begründet wurde das Verbot Gottes damit, dass er ein eifersüchtiger Gott sei. Die Folge der Übertretung war die Vertreibung aus dem Paradies einerseits, andererseits hat Gott aber „dem Menschen“ dann nicht nur erlaubt, sondern ihn sogar damit beauftragt, sich die Welt untertan zu machen. Darauf war er nicht eifersüchtig? Ist damit aber nicht das „blinde Voranpreschen“ für eigene, materielle Ziele etabliert, dass „sich Gedanken machen, bewusst nachfühlen und reflektieren, wofür man selbst in der Welt eintreten will“ dagegen verboten worden? Damit auch der Wunsch, mehr zu wollen als materiellen Erfolg und die damit verbundenen Folgen ? Die Darstellung der Vertreibung aus dem Paradies ist noch in anderer Hinsicht irritierend. Was machte das Paradies eigentlich aus? Ein ständiger Überfluss? Das hat es wohl nie gegeben. Es war die natürliche Zugehörigkeit zum Kreislauf des Lebens, wie sie Tieren zu eigen ist, in der das „Gut und Böse“, was einem widerfährt, als selbstverständlich zum Leben zugehörig genossen oder erlitten, jedenfalls aber angenommen wird. Das menschliche Bewusstsein hat sich über Hunderttausende von Jahren entwickelt und hat sich immer weiter von dieser Zugehörigkeit entfernt. Die Fähigkeit zum distanzierten, bewussten Erkennen ist in diesen Zeiten immer weiter gewachsen. Irgendwann war dann die Stufe erreicht, in der das „Paradies der unschuldigen Zugehörigkeit“ verlassen werden musste. Das Essen vom Baum der Erkenntnis, und damit der Erwerb der Fähigkeit zur verantwortlichen Entscheidung, wurde damit notwendig. Sie ist eine neue menschliche Aufgabe und keine selbstverschuldete Strafe. Menschsein bedeutet nun, Individuum sein und in der bewussten Verantwortung stehen – also einerseits für sich eintreten und für die eigenen Belange sorgen zu müssen, andererseits dabei die Beziehung „zum Anderen“ (und zur Schöpfung!) nicht zu verlieren. Sie/er musste - muss - also lernen, bewusst Verantwortung zu tragen. Wie es Eva vorgeschlagen hatte. Was heißt das nun für heute? Nicht die eigenen Wünsche nach „Ausholen“, das gegebenenfalls im „Grübeln“ steckenbleibt, verurteilen. Sondern sie sehen als Ausdruck eines genuinen Interesses, verantwortlich, fühlend und denkend, mit abgewogenen Urteilen in der Welt zu sein. Das lange verpönt war und noch ist – daher auch Angst macht? - und erst allmählich entwickelt werden kann, aber entwickelt werden muss. Das nicht zugelassen werden soll, weil es die Potenz hat, die heutige Ethik zu sprengen. „Beziehungsweise weiterdenken“ meint ja auch, sich dem zuzuwenden, was uns als Frauen in der Tiefe angeht - und für ein ganzheitliches Menschsein wesentlich ist – und die gefundenen Werte bewusst in die Welt zu bringen und entschlossen für sie einzutreten. Mich stärkt es, zu wissen, dass Zweifeln, Suchen, Aushandeln, eine Notwendigkeit ist, die unabdingbar ist, um neue Werte, die wir dringend brauchen, zu finden und zu verankern und dass es eine uralte Tradition gibt, uns genau dies auszureden.

    Artikel: Vorpreschen oder erst nachdenken? Beides!

  • Jutta Pivecka sagt:

    Danke für diesen Text, liebe Safeta Obhodjas! Ihre Erfahrungen decken sich mit denen, von denen mir Frauen berichten, die aus muslimisch geprägten Herkunftsländern stammen: Sobald sie nicht ins Bild passen (also z.B. Religiosität oder ihre "Herkunftskultur" in den Mittelpunkt ihrer Identität rücken), werden sie - gerade auch in feministischen und linken Milieus - ignoriert oder ihre Erfahrungen und ihre Leistungen sogar negiert. Als individuelle, differenzierte Frauen, die möglicherweise gar kein Interesse an Religion haben, keine Lust auf Kleidervorschriften oder folkloristische Esskultur, sondern z.B. Interesse an Musik, Literatur, Sport, Naturwissenschaften oder Medizin sind sie eher uninteressant. Und bleiben so eingeklemmt zwischen einem Herkunftsmilieu, das ihrer persönlichen Entfaltung oft enge Grenzen setzen möchte und einem pseudo-wohlmeinenden Umfeld, das sie auf eben jene Grenzen durch falsche "Toleranz" festlegen will.

    Artikel: Integrationstheater mit Frauen: Eine wichtige Gruppe fehlt

  • Johanna Helen Schier sagt:

    Hallo Inge. "Ist so!" "Bleibt so?"

    Artikel: Integrationstheater mit Frauen: Eine wichtige Gruppe fehlt

  • Inge Wienert sagt:

    Wenn diejenige der ich bisher im Rahmen meines beruflichen Auftrags geholfen habe, plötzlich zur Konkurrentin wird um kommunale Zuschüsse und andere Gelder für soziale Projekte, kann ich mir vorstellen, dass Schluss ist mit der Solidarität. Ganz prakmatisch. In dem Moment ist sie in unserer bundesrepublikanischen Gesellschaft angekommen und "spielt" gleichberechtigt mit. Jede muss ihren Lebensunterhalt absichern.

    Artikel: Integrationstheater mit Frauen: Eine wichtige Gruppe fehlt

  • -Ute Plass sagt:

    Der Beitrag von Safeta Obhodjas zeigt auf, dass und wie (auch) Frauen repressive Hierarchien und Machtverhältnisse mit stabilisieren. Wichtig wäre, mit konkreten Fakten die Behauptung zu belegen, dass sich eine Art von Helfer*innen-Industrie entwickelt hat, die einen (muslimischen) 'Opferstatus Frau' braucht und benutzt zur Steigerung des eigenen Ansehens und Einkommens?!

    Artikel: Integrationstheater mit Frauen: Eine wichtige Gruppe fehlt

  • Elfriede Harth sagt:

    Dieser Artikel kommt sehr gut als eine Art Vorspann zu dem neuen Projekt von Swoosh Lieu: „Who Moves? - Eine performative Montage der Beweggründe“. ( http://www.mousonturm.de/web/en/veranstaltung/who-moves-swoosh-lieu-januar ). Es geht um die Auseinandersetzung mit dem Thema, was die Fremde*, die sich auf den Weg gemacht hat zu „uns“ eigentlich bei mir bewirkt. Wie wird uns vermittelt, warum sie überhaupt aufgebrochen ist? Mit welchen Bildern? - Meist solchen von leidenden hilfsbedürftigen Menschen. - Bilder, die wer gemacht hat? Wie und was bewegen diese Bilder in uns? d.h. wie reagieren wir? Was macht das mit unserem Selbstverständnis und mit unserer Identität? Welche Bilder machen wir uns von dieser Fremden*, die uns nun zur Nächsten* geworden ist? Und als in christlicher Tradition Aufgewachsene würde ich nun hinzufügen: die ich einerseits lieben soll wie mich selbst, die andererseits nach Gottes Ebenbild geschaffen wurde. Aber von Gott soll ich mir kein Bild machen, weil es per definitionem falsch sein wird. Was projizieren wir in diese Fremde*? Wie handeln wir, wenn sie nicht in das schöne Bild passen will, das wir uns von ihr gemacht haben? Das Bild der Fremden, das das Bild stabilisiert, das wir uns von uns selbst machen (wollen/sollen)? In Safetas Ausführungen wird aber auch deutlich, dass es ganz unterschiedliche Feminismen gibt, dass jede Kultur Vielfalt hervorbringt und ganz Widersprüchliches. Selbst in der eigenen Familie, im eigenen Sprachraum, in der „eigenen“ Religionsgemeinschaft in der „eigenen“ sozialen Klasse, in der „eigenen“ bürgerlichen, Arbeiter- oder sonstigen Subkultur gibt es immer wieder Außenseiter*innen, Grenzgänger*innen, Herätiker *innen…. eben: Frauen*, die aufbrechen und ausbrechen. Die sich in Bewegung setzen. Grenzen überschreiten. Aus den unterschiedlichsten Motiven heraus. Und die dadurch die etablierten Ordnungen, wirtschaftlich, symbolisch, politisch, kulturell…. Ins Wanken bringen, wenn nicht sogar erschüttern, also ebenfalls mehr oder weniger stark in Bewegung setzen. Ich freue mich jetzt, nach der Lektüre dieses Beitrags noch mehr auf Who Moves? …..

    Artikel: Integrationstheater mit Frauen: Eine wichtige Gruppe fehlt

  • Paula Mader sagt:

    Liebe Dorothee Markert, Ich kenne beides, sowohl scheitern und wieder aufstehen, wie auch zögerlich es hin und verwenden, auch eher mehr Ausbildung als nötig machen ect. Mein Gefühl ist, dass es weniger mit Männern und Frauen, vielleicht auch nix mit Testosteron zu tun hat, aber viel mit der Frage muss ich, kann ich, will ich für mich und meine Familie alleine sorgen und eine interessante berufliche Herausforderung meistern. Biologische Erklärungen zum Verhalten von Frauen und Männern sehe ich grundsätzlich kritisch. Aus meiner Erfahrung ist das Verlassen der Komfortzone eben eher männlich kontiert, aber Frauen können, hormonell bedingt oder nicht, genauso (zu) schnell oder bedächtig sein wie Männer. Sogar der gleiche Mensch in unterschiedlichen Lebensphase kann mal so und dann wieder anders agieren. Liebe Grüße Paula

    Artikel: Vorpreschen oder erst nachdenken? Beides!

  • Eveline Ratzel sagt:

    Laut us-amerikanischen Untersuchungen bezüglich Bewerbungsverhalten von Frauen und Männern traten einige bedeutsame Unterschiede hervor, u.a., was ich wichtig finde: Männer scheitern schneller als Frauen. Will heißen: Wenn Männer auf eine Bewerbung einen neg. Bescheid erhalten, versuchen sie, ihre Lücke im Bewerbungsschreiben zu finden, zu korrigieren, und sie bewerben sich gleich wieder.Aber die Frauen...sie grübeln und grübeln und grübeln in schlaflosen Nächten über ihre Fehler, ihre Mankos, und bis sie die nächste Bewerbung lossenden - falls überhaupt - vergeht Zeit. Das gleiche gilt bei Gehaltsverhandlungen. Schnell vorpreschen - das machen uns gerade Tausende schwedischer Frauen vor (Schauspielerinnen, Juristinnen.Medien), die sich nicht mit einzelnen Täter-Opfer-Auseinandersetzungen aufhalten lassen (bevorzugte Berichterstattung der Medien), sondern sagen: das ist das System, die Männermacht, schaut in den Spiegel, das wollen wir nicht mehr, die Machtlosigkeit, die Unterbezahlung, das ist der Boden für von Männern ausgeübte sexuelle Gewalt. Es braucht Klarheit und Änderungswillen subito. der Preis fürs Zögern der Frauen in den letzten Jahren und gerade in Deutschland ist viel zu hoch!

    Artikel: Vorpreschen oder erst nachdenken? Beides!

  • Beste Stoelzel sagt:

    Liebe Dorothee, dass wir Frauen, nicht so gut TestosteronVersorgt wie Männer uns mehr zutrauen sollten, da stimme ich mit dir überein, aber für mich hast du einen Punkt vergessen, die Intuition, und wenn wir nicht so testosterongesteurt uns auf unsere Intuition verlassen, nicht an Angriff oder Machtvergrößerung interessiert sind, und einfach um bei deinem Beispiel zu bleiben weiter ausholen aber das einen Bruchteil eher, haben wir mehr Kraft und handeln gleichzeitig zum richtigen Zeitpunkt. Für mich geht es um das Bewusstwerden und Stärken unserer Fähigkeiten. Ein frohes neues Jahr wünscht Beate (wir haben uns auf der Tagung in Frankfurt kurz kennengelernt)

    Artikel: Vorpreschen oder erst nachdenken? Beides!

  • Irmgard Kampmann sagt:

    Liebe Dorothee, ich kann deine Beobachtungen bestätigen und ich finde es auch gut, dass es Menschen mit unterschiedlichen Stärken gibt. Was wir dann noch brauchen ist, dass möglichst viele Menschen sich bewusst sind, dass wir am besten wichtige Aufgaben gemeinsam angehen und dabei voneinander profitieren und lernen. Leider gehört es zum Testosteron betonten Menschen, dass solche Überlegungen und überhaupt diese leichte Verzögerung des offenen Beobachtens und Hinhörens auf einen anderen Mitbetroffenen kaum zu seinem Repertoire gehört. Er fühlt sich stark und authentisch im Vorpreschen und schnellen Kräftemessen und sucht im Alltag Gelegenheiten dafür. Eine nachträgliche Erkenntnis, dass Zögern, Hinhören und Nachdenken dieses Mal besser gewesen wäre, also ein bewusstes Lernen von "weiblicheren" Menschen,trübt sein Selbstgefühl und wird vermieden. Mir scheint, dass weniger Testosteron betonte Menschen eher lernen können vorzupreschen, wenn es sinnvoll ist, als sehr "männliche" Menschen es lernen können, aktiv zuzuhören und nachzudenken. Jungenerziehung hätte hier noch viel zu tun.

    Artikel: Vorpreschen oder erst nachdenken? Beides!

  • Hiltrud Warntjen sagt:

    Das klappt wirklich, einfach die "Ausholbewegung/en" weglassen und einfach drauf los ... was auch immer/wie auch immer :) Alles Gute und viele Glück und viel Segen und LG, Hiltrud

    Artikel: Vorpreschen oder erst nachdenken? Beides!

  • -Ute Plass sagt:

    Danke, Susanne Tracht, für diesen wichtigen Beitrag, der mich sehr anspricht, weil er uns auf unsere Verletzlichkeit und Ohnmacht hinweist, die es gilt anzuerkennen, was ja nicht bedeutet, die einem zugefügte Gewalt anzuerkennen. "Als Menschen mit Körpern sind wir verletzlich, und daran können wir nichts ändern. Aber wir können es annehmen, und das wiederum ändert etwas." Ja, diese Anerkenntnis haben viele von uns auch an unsere Kinder weiter gegeben, dass es eben nicht stimmt, dass eine Indianerin keinen Schmerz kennt.

    Artikel: Bedürftigkeit zulassen, aus der Verletzlichkeit heraus handeln

  • Schier, Johanna Helen sagt:

    Liebe Fidi, ... und i c h habe noch einen ergänzenden Vorschlag: Um den Bilderrahmen herum behutsam eine Lichterkette anbringen.Voila!

    Artikel: Bedürftigkeit zulassen, aus der Verletzlichkeit heraus handeln

  • Fidi Bogdahn sagt:

    Mich ernst nehmen mit meinen Gefühlen UND daraus handeln Liebe Frauen, (lasst euch zu Weihnachten einen Bilderrahmen schenken…!) ich hab noch einen "leeren" Rahmen in der Kammer stehen; den hol ich raus, und dann drucke ich mir mit großen, klaren Buchstaben diesen einen Satz aus Susann`(danke!) insgesamt so wichtigem Artikel aus; und dann kommt er rein in den Rahmen, ran an die Wand - als Navi für alle täglichen Wege meines Seins. C`est moi !

    Artikel: Bedürftigkeit zulassen, aus der Verletzlichkeit heraus handeln

  • karin anita becker sagt:

    "Mit mir nicht" - kann schon mal nicht funktionieren, denn soviel ich weiß, gibt es das Wort NICHT im Unterbewußtsein nicht.

    Artikel: Bedürftigkeit zulassen, aus der Verletzlichkeit heraus handeln

  • monikakrampl sagt:

    Danke für diesen Artikel! Ich bin körperoriententierte Psychotherapeutin und schreibe eben an einem Artikel über meine Arbeit - "Warum körperorientierte Psychotherapie?". U.a. habe ich auch den Satz geschrieben: "Alles, was wir erlebt haben, ist in unserem Körper gespeichert.Nachdenken und Einsicht allein reicht nicht aus. Der körperliche, emotionale und intellektuelle Ausdruck ist untrennbar miteinander verbunden." Nun lese ich: "Die Ohnmachtserfahrung ist eine körperliche, und der Körper erinnert sich auch, wenn wir das mit unserem Kopf nicht wollen. Das Anerkennen und Aussprechen der während und nach der Tat empfundenen Gefühle ermächtigt mich. Mich ernst nehmen mit meinen Gefühlen und daraus handeln, das ist wirkliche Autonomie." Ja, kann ich da nur sagen! Ja, genau so ist es. Von der einen Seite des Opfers, zur andere Seite des "Mit mir nicht" - ist nur die andere Seite. Wir sprechen in diesem Fall von Verdrängung. Damit fehlt die Integration des Erlebten. Wir können nur wachsen, wenn wir Verletzungen integrieren. Daraus erwächst auch Stärke, gleichzeitig darf man aber auch verletzlich bleiben. Danke, Susann Tracht. Ich werde diesen Beitrag auf meiner fb-Seite teilen. Ein sehr wichtiger Aspekt dieser "Verarbeitung". Mit lieben Grüßen Monika

    Artikel: Bedürftigkeit zulassen, aus der Verletzlichkeit heraus handeln

  • -Ute Plass sagt:

    Unterschriftensammlung: *Care-Arbeit ist Arbeit - Fürsorge-Gehalt jetzt* https://weact.campact.de/petitions/fursorgegehalt-mit-allen-sozialleistungen-fur-einen-elternteil-und-pflegende-angehorige

    Artikel: Nicht der Rede wert

  • Hanne Hutzler sagt:

    Meine Hauptkritik ist, dass die väterliche Verantwortung auch bei diesem Artikel ebenso ausgeblendet bleibt wie überhaupt alles nur individuell gedacht ist.

    Artikel: Nein! Wir Mütter sind nicht immer an allem Schuld!

  • Doris Weide sagt:

    1984 als Spätstudierende (41 J.) an der Uni Gießen, begegnete ich in einem Seminar mit Gast Prof. Dr. Eberhard Richter (Psychotherapeut) schrieb unter anderem "Patient Familie". Danach hatte ich eine unglaubliche Wut in mir, denn Frau ist in der Familie an allem Schuld, so der Tenor. Ich fragte ihn, ob das wirklich seine Überzeugung sei und seine Antwort: "Heute würde er das nicht mehr schreiben, denn er hat inzwischen Kinder und erfahren, dass jedes Kind mit einer eigenen Dynamik auf die Welt kommt, d.h. eines schreit viel, anderes schläft viel usw." Auch Prof. lernen dazu, habe ich mit Freuden festgestellt. Ich (74 J.) bin Mutter von drei Töchtern und Oma von zwei Enkeltöchtern. Mit großer Neugierde und Begeisterung lese ich Ihre "beziehungsweise-weiterdenken". Danke!!!!

    Artikel: Nein! Wir Mütter sind nicht immer an allem Schuld!

  • Schmid Constanze Elisa'Marie sagt:

    Vielen Dank für den interessanten Austausch- ich bin Alleinerziehende, Berufstätige (Flugbegleiterin, Lunayogalehrerin) Mama von 3 Schulkindern im Alter von 11,11 und 9 Jahren- ich weiss genau, wie es sich anfühlt, mit diesen Schuldgefühlen.. es war ein langer Prozess über ich kann sagen, die letzten 10 Jahre, bis ich für mich diesen ganzen Schuld- und Schuldenberg nach und nach immer weiter abtragen und loslassen konnte-und ich denke, es ist wirklich so, wir Mütter sind nicht immer an allem Schuld- denn auch unsere Kinder sind eigenständige Individuen- FREIHEIT ist alles und zwar für alle Beteiligten.

    Artikel: Nein! Wir Mütter sind nicht immer an allem Schuld!

  • Juliane Brumberg sagt:

    „Die meisten Frauen fühlen sich täglich wegen irgendetwas schuldig, ob als Mütter oder Kinderlose, ob als Töchter oder Opfer von Gewalt, ob als Ehefrauen oder Berufstätige.“ So wird das schon in dem vor mehr als 20 Jahren erschienen Buch von Christa Mulack „…und wieder fühle ich mich schuldig“ angekündigt. Für mich ist es eines der wichtigsten Bücher, das ich gelesen habe. Denn die Autorin weist nach, dass weder Erziehungs- noch Persönlichkeitsdefizite die Ursache des Problems sind, sondern ein patriarchalisches Schuldverständnis, das immer zu Lasten von Frauen funktioniert. Sie erklärt mythische Wurzeln weiblicher Schuldprobleme, schreibt über das Gewissen sowie echte und falsche Schuldgefühle und über die Tabuisierung männlicher Schuld. Und leider ist es heute noch genau so aktuell wie damals.

    Artikel: Nein! Wir Mütter sind nicht immer an allem Schuld!

  • Sandra Divina Laupper sagt:

    Liebe Antje! Der zweite Teil Deines Textes hat mir vor allem in Hinblick darauf gefallen, dass hier Diene Subjektivitaet, Dein ganz persoenliches Begehren, zum Ausdruck kommt. Im ersten Teil hingegen blendest Du Deine Subjektivitaet ganz aus. Da kommen mir z.B. folgende Fragen auf: Du ganz persoenlich, wie stehst Du zu dieser Debatte? Wie diskutierst Du das Thema mit den Frauen, zu denen Du eine politische Beziehung pflegst? Wie diskutierst Du ueber weibliche Freiheit mit Frauen, die nicht persoenlich in der Frauenbewegung engagiert sind, zu denen Du aber verbindliche Beziehungen pflegst, wiel Du sie schaetzt? Wie mit Maennern? Ganz ungluecklich getroffen finde ich zum Beispiel folgende Saetze, die Du schreibst, nachdem Du knapp die manichaeistische Dynamik der sozialen Medien beschrieben hast: "Aber ich finde, dass Feminismus es besser machen sollte, ja muesste. Gerade in Zeiten, in denen Rechtspopulisten die Freiheit der Frauen wieder ganz offen zur Disposition stellen, waere ein inhaltlich getragener Streit unter Feministinnen darueber, welche Schwerpunkte heute wichtig sind, zentral. Unsere politischen Differenzen muessen auf den Tisch, wir muessen die Deutungshoheit ueber den feministischen Diskurs endlich wieder in die eigene Hand nehmen." Diese Saetze klingen sehr unauthentisch und somit wenig glaubwuerdig. Wem willst Du denn da Vorschriften machen?! In einer Sache ist diese Alice Schwarzer, soweit Du sie in diesem Text beschreibst, meiner Meinung nach auf jeden Fall nachahmenswert: Sie beansprucht die Deutungshoheit ueber den feministischen Diskurs fuer sich. Das kann jede machen. Auch ich persoenlich wuerde mir die Deutungshoheit ueber den feministischen Diskurs von niemandem nehmen lassen und bin ausschliesslich dann bereit, meine Ueberzeugungen in dieser Hinsicht in Frage zu stellen, wenn etwa eine bestimmte Aussage, die von einer Frau kommt, deren Urteilsfaehigkeit ich schaetze, in mir Zweifel weckt. Da im Zentrum meiner politischen Praxis allerdings die Pflege verbindlicher Beziehungen zu anderen Frauen steht, wird mein Diskurs ueber den Feminismus und dessen notendige Deutung freilich etwas anders ausfallen als jener von Alice Schwarzer... Die Praxis der persoenlichen Auseinandersetzung mit Frauen, die auch andere politische Positionen vertreten als ich, ist eine Praxis, die ich selbstverstaendlich teile, wie Du Dir sicher denken kannst. Ich finde, Du hast sie in Deinem Text auch gut verstaendlich und ueberzeugend dargestellt. Das Einzige, was mich daran stoert, ist, dass es in Deinem Text so klingt, als waere diese Praxis Selbstzweck - oder als ginge es darum, einfach nur einen moeglichst grossen Konsens zu erreichen. Wozu? Haeufig genuegt auch nur ein minimaler, aber klar ausgehandelter Konsens, um ein spannendes Projekt auf die Beine zu stellen. Das, was hingegen unverzichtbar ist, ist die Erarbeitung von wirksamen Praktiken. Das wiederum ist nur im Rahmen von verbindlichen Beziehungen unter Frauen moeglich. Und dazu dient die Auseinandersetzung mit Frauen, die andere politische Positionen vertreten als die meine: dem Aufbau und der Pflege von politischen Beziehungen unter Frauen. Ich bin ausserdem auch ungluecklich darueber, dass Du die politische Praxis, wie Du sie unter Anlehnung an die Worte von Luisa Muraro beschreibst, als "muehsam" bezeichnest. Das ist doch das Schoene an der Politik! Das ist doch die Freiheit! Ich bin auch nicht mit Deiner Behauptung einverstanden, dass sich die Frauenbewegung ausserhalb der gegebenen symbolischen Ordnung bewegen muesse und deshalb nichts "Festes" habe, worauf sie sich stuetzen koenne. Wir bewegen uns selbstverstaendlich innerhalb der symbolischen Ordnung der Mutter, sobald wir die Pflege der politischen Beziehunen zu anderen Frauen zum Zentrum unserer politischen Praxis machen, und diese symbolische Ordnung haben wir uns selber gegeben! Ich finde, diese Ordnung verleiht einen ausserordentlich starken Halt, auch in ganz schwierigen Situationen! "Die Erfahrunen und Ansichten anderer Frauen ernst zu nehmen" ist meiner Meinung nach auch nicht einfach nur eine "Waffe", sondern eine unumgaengliche Voraussetzung, wenn ich mich auf eine verbindliche Beziehung zu einer anderen Frau einlassen will... und den Versuch ist es allemal Wert, mit (fast) jeder Frau, zumindest ansatzweise. In der Hoffnung, Dir mit diesem langen Kommentar von Nutzen gewesen zu sein, und mit den besten Wuenschen fuer die weitere Entwicklung von "bzw.weiterdenken", Deine Sandra

    Artikel: Verleumdung und Rufmord - wie die Chance auf eine innerfeministische Debatte vergeben wird

  • Juliane Brumberg sagt:

    Offensichtlich inspiriert von der Paritékampagne hat die SPD-Fraktion des Bayerischen Landtages am 5. Dezember 2017 Eckpunkte für eine Novelle des Bayerischen Landeswahlgesetzes vorgelegt. Danach soll für die Nominierung auf den Wahlkreislisten der sieben Wahlkreise die paritätische Besetzung der Liste mit Kandidatinnen und Kandidaten durch alternierende Listung von Bewerberin und Bewerber vorgeschrieben werden.

    Artikel: Parité in den Parlamenten

  • Johanna Beyer sagt:

    Liebe Juliane, ich kann nur voll zustimmen, so eine spannende Politik wie beispielsweise immer wieder am Montag im Fernsehen inszeniert, brauchen wir nicht. Wenn Talkshows das Parlament ersetzen, wird Politik zum Unterhaltungsformat. Ich wünsche mir von Politikerinnen und Politikern ein kompetentes Ringen um die bestmögliche Gestaltung des Hier und Jetzt und der Zukunft - keinen Suche nach dem Applaus ihrer jeweiligen one-man-show.

    Artikel: Muss Politik spannend sein?

  • Brigitte Leyh sagt:

    Liebe Juliane, das ist mir aus der Seele gesprochen! Vielen Dank. Weh dem Land, das Entertainer in der Politik sehen will und keine vernünftigen verantwortungsvollen nachdenkenden Menschen! Gib es so einen unterhaltsamen, jeden Tag neu twitternden Blondie nicht schon in Amerika???

    Artikel: Muss Politik spannend sein?

  • Alexandra Schwarz-Schilling sagt:

    Vielen Dank für diesen wunderbaren Artikel! Er hat ganz viele Andockstellen und ist sehr differenziert und hat doch eine klare Linie, die ich teile. Für mich persönlich war es sehr wichtig die Konsequenzen der patriarchalen Entwertung des Weiblichen, des Körpers, der Frau, der Sexualität und der Erde zu verstehen. Ich glaube dass die Aufarbeitung dieser Geschichte und ihrer Konsequenzen besonders auf den weiblichen Schoß und das männliche Herz ganz wesentlich zum Verstehen darüber beitragen, warum es uns so schwer fällt eine schöpferischere, erfülltere und entpanntere Sexualität zu kultivieren. Und natürlich ist die Abwehr gegen diese Aufarbeitung gewaltig, weil sie uns mit unserer Traumatisierung konfrontiert. Wir müssten bereit sein, den Schmerz zu Ende zu fühlen, damit das Eis unserer Panzer schmelzen kann und wir überhaupt erst wieder unsere Körper wirklich spüren können. Ich denke deshalb genauso, dass Körperarbeit einer der wichtigesten Zugänge ist. Meiner Erfahrung nach gehen die Prozesse dann aber viel schneller voran, wenn auch der Verstand den notwenigen Input bekommt, um zu verstehen wo die Traumatisierung herkommt und das kein einziger Mensch sich dafür schämen muss, da es über jahrhunderte weitergebene Traumata sind, an denen niemand "schuld" ist. Denn wir haben ja noch nicht angefangen, die traumatischen Auswirkungen auf MÄnner überhaupt nur zu benennen. De facto sind aber die im Artikel beschriebenen Zustände ja nun mal Realität. Wir alle wissen tief in uns, dass unser heutiger Umgang nicht gemeint gewesen sein kann und ist! Ich sage immer, das was wir heute zum Thema Sexualität erleben: Flat-Rate Prostitution, Pornographie als normaler Aufklärungsunterricht zeugt von einer solchen Armseligkeit, dass es wirklich unfassbar ist. Es ist der Bumerang des Patriarchats und trifft uns alle! Männer mit der gleichen Wucht nur ganz anders und versetzt. Insoern sitzen wir in Wirklichkeit alle im selben Boot und sollten eine Interesse daran haben, es zu ändern und in unser evolutionäres Potential zu inverstieren anstatt an uns über Selbsthass, Schmerz, Scham und Pseudoerfolg durch Konsum zu spüren.

    Artikel: Warum ich Sperma-Care nicht für theologisch oder sonst wie begründbar halte

  • ClaudiaBerlin sagt:

    Ich plädiere dafür, bezahlte Hausarbeiten nicht wegzudiskriminieren! Immerhin geben solche Jobs Menschen eine Arbeitsmöglichkeit, die aufgrund mangelnder Bildung oder einer Lebenssituation, die anderes nicht erlaubt, gar keine Chance haben, in ein sogenanntes "Normalarbeitsverhältnis" zu gelangen (das ja auch immer weniger "normal" wird). Das sag ich als eine, die das selbst nicht in Anspruch nimmt, da ich alleine lebe und in Juttas Sinn "unnötige" Arbeiten auf nahe null reduziert habe.

    Artikel: Nicht der Rede wert

  • Cornelia Roth sagt:

    Also, mich macht es zeitenweise sehr zufrieden, wenn ich etwas, was sich immer wiederholt, wie das Bad putzen oder das Unkraut jäten wieder fertig gemacht habe. Es ist nicht nur "in Ordnung bringen", sondern auch "wieder neu beginnen/weitermachen" können: man hat wieder Lust, sich im Bad aufzuhalten, die Pflanzen haben wieder Luft zum weiterwachsen. Diesen Aspekt des Neubeginns, überhöht ausgedrückt: weiterleben zu ermöglichen, kann bei der langweiligen Care-Arbeit zufriedenstellen und dieser Aspekt sollte nicht untergehen. Voraussetzung ist für mich allerdings: die Balance zu anderen Tätigkeiten muß unbedingt stimmen. Und ich muß insgesamt genügend Zeit haben. Ein Problem ist für mich, daß ich soviel verschiedenes dauernd will oder meine zu wollen, daß ich für nichts in Ruhe Zeit habe und da erscheint die langweilige Carearbeit dann besonders lästig: sie ist ja wie ein kleines kreisendes Innehalten, bei dem scheinbar nichts Neues geschieht. Währenddessen drängen all die vielen Berufsnotwendigkeiten oder neuen Projekte. Ich kann mir vorstellen, daß die Ergebnisse der "Glücksumfrage" auch mit dem Zeitmangel zu tun haben, der in großen Teilen der Welt herrscht - für viele Menschen anders als bei mir dabei nicht selbst gewählt. Also auch mit dem Zeitaspekt unseres Wirtschaftens.

    Artikel: Nicht der Rede wert

  • Judith sagt:

    liebe dorothee! ich finde solche beiträge wichtig, genauso solche tätigkeiten, aber sie können schon öde sein, und deshalb im allgemeinen nicht sehr begehrt, womit ich jetzt die tätigkeiten meine..und ja, sie wurden gerade der früheren generation von frauen übertragen, und scheinen nicht erwähnenswert zu sein, was ich persönlich nicht finde..und ja nur das gegenteil zu praktizieren, ist auch wie eine trotzreaktion, die vielleicht auch mal gut ist, (wobei mal trotzig sein, nicht das schlechteste ist)..aber für sich selbst zu schaun, was ist für mich stimmig, mich zwischen diesen polen von dienen und sich bedienen lassen einzupendeln gefällt mir...also jenseits von gut und böse zu agieren..lg judith

    Artikel: Nicht der Rede wert

  • Dorothee Markert sagt:

    Vielen Dank für eure Kommentare mit wichtigen Ergänzungen. Ja, liebe Fidi, "das Oben und Unten aufbrechen, zuerst im eigenen Herzen"! Jutta und Judith, eure Kommentare sehe ich zwar nicht als konträr zu dem, was ich geschrieben habe, denn im Zitat von Antje, das ich zustimmend zitiert habe, steht ja klar, dass beide Haltungen patriarchal verseucht sind, das Sich-immer-zuständig-fühlen und das Gegenteil. Doch ihr habt Recht, dass ich in meinen Beispielen nur den Ärger über Care-Arbeits-Verweigerung sichtbar werden ließ. Deshalb noch die Ergänzung, dass ich dabei bin, nicht nur zu staunen, wie Menschen es fertigbringen, sich bedienen zu lassen, sondern das auch selbst zu lernen. Ich bin sehr dankbar, wenn ich explizit aufgefordert werde, sitzen zu bleiben und mich bedienen oder bekochen zu lassen. Als mir das mit 15 Jahren zum ersten Mal passierte bei einer jungen Tante in den Ferien, wo ich eigentlich zum Babysitten hinging, sagte ich zu ihr, ich würde mich fühlen, als sei ich Königin Elisabeth. Inzwischen kann ich es auch schon mehr genießen, wenn wir im Hotel sind, dass andere die Care-Arbeit für mich machen müssen, ohne dass ich ein schlechtes Gewissen habe. Gegen die Angst, alles würde verwahrlosen, wenn ich nicht ständig dagegen vorgehe, hilft mir, dass ich zwischendurch auf Reisen bin und zuhause trotzdem alles ganz gut läuft. Offensichtlich führt das Sich-Identifizieren mit diesen Tätigkeiten dazu, sich innerlich aufzublasen, sich damit wichtig zu machen, um dem Gefühl der Sinnlosigkeit etwas entgegenzusetzen.

    Artikel: Nicht der Rede wert

  • Judith sagt:

    ich erinnere mich da an eine begebenheit, als ich mal an so einem nachmittagskräuterseminar teilnahm. die frau die dieses seminar leitete, führte uns (hauptsächlich waren es wohl frauen), durch einen klosterkräutergarten, zeigte den interessierten verschiedene kräuter, und zum abschluß wurde noch kräutertee getrunken, frisch zubereitet. nur noch wenige frauen waren anwesend, als sie dann sagte: es wäre schön wenn wir die tassen noch zusammen spülen könnten. einige frauen schrien sofort: natürlich gerne, meiner meinung nach auch ausreichend viele. ich ging. ich unterschrieb noch, daß ich an einem kräuterstammtisch interessiert sei, also notierte dort meine adresse. naja, sie hat sich nie bei mir gemeldet. ich kann es natürlich nicht mit sicherheit sagen, aber ich hatte schon den eindruck, daß mir dies verhalten meinerseits verübelt wurde. also man darf sich auch unter frauen garnicht erlauben es sich auch mal einfach zu machen, wie eben oft männer, und gerade die frühere generation von ihnen. und das habe ich eben auch oft in frauenkreisen erlebt, das gewisse dinge, dann doch auch irgendwie eingefordert werden, eben keine mal aus der reihe tanzen darf. leider!

    Artikel: Nicht der Rede wert

  • Jutta Pivecka sagt:

    Liebe Dorothee, beim Lesen Deines Textes habe ich vieles wiedererkannt. Dennoch ist es mir auch wichtig, noch eine andere Perspektive einzuführen. So wie Dir jene auf die Nerven gehen, die sich nicht "zuständig" fühlen, so haben mich schon als junges Mädchen oft jene (und meist sind das eben Frauen) genervt und zur Verzweiflung getrieben, die sich dauernd "zuständig" fühlen und alle "umsorgen", alles "aufräumen" und "herrichten" wollen. Ich habe oft gedacht, wenn ich meine Oma und meine Großtanten beobachtet habe, dass ich niemals so werden wollte wie sie, weil ihre dauernde Beschäftigung mit Sorge-Arbeiten aus meiner Sicht jedes Gespräch mit ihnen unerträglich machte, da sie es immer und immer wieder unterbrachen, um irgendwem was zu bringen, was wegzuräumen oder einzurichten. Nie konnte man mit ihnen einmal zusammensitzen und in Ruhe reden oder spielen, dauernd sprangen sie auf, kochten, brutzelten, wischten, boten was an. Nie konnten sie mal etwas stehen lassen, nie fragten sie eine oder einen direkt, ob er oder sie dieses oder jenes selbst machen könnte, nie kamen sie zur Ruhe. Ich habe sie dabei nicht nur als Opfer des Patriarchats wahrgenommen, sondern auch als dessen Agentinnen. Zum Glück hatte ich auch andere weibliche Vorbilder, an denen ich mich orientierte: meine andere Oma, eine liebe Nachbarin und Freundin, meine eigene Mutter (zumindest teilweise), die sich gelegentlich Zeit für Nichtstun, für lange Gespräche, für Spiele und Unfug nahmen und dabei kein schlechtes Gewissen hatten oder erzeugten, obwohl die Spüle oder der Wäschekorb noch voll waren. Auch heute noch geht es mir in manchen Frauenrunden so. Ich empfinde die dauernde Räumerei, dieses Hin- und Hergerenne von Gastgeberinnen und vielen weiblichen Gästen als störend. Es genügt nie Wasser anzubieten, immer muss ein ganzes Auswahlsortiment an Getränken (und Kuchen etc. pp.) her. Ich selbst bin als Gastgeberin gar nicht dankbar, wenn die Gäste bei mir in der Küche herumwerkeln, da ich mich lieber auf die Gespräche konzentrieren möchte. Dann räume ich auch hinterher gern alleine auf. Leider gibt es aber viele Frauen, die den Hinweis, dass ihre Hilfe und Mitarbeit gar nicht gewünscht ist und sie sich ruhig einmal entspannen können, ignorieren. Daher finde ich nach wie vor auch wichtig, kritisch gegen sich selbst zu bleiben und sich zu fragen, was wirklich notwendig ist (Windeln wechseln) - das muss dann gerecht geteilt werden - und was auf eigenen Entscheidungen beruht (Bügeln) - das macht, wem es wichtig ist. Über das Notwendige müssen wir streiten, aber wir können nicht andere in die Pflicht für Konsequenzen von Entscheidungen nehmen, die wir ohne sie getroffen haben (nämlich z.B.gebügelte Hemden zu haben oder eine schöne Hecke). Das ist sicher in Einzelfällen nicht immer ganz trennscharf möglich, aber m.E. im Grundsatz dennoch nötig. Deshalb geht es zwar einerseits darum, Jungen und Männer dazu zu erziehen, Verantwortung für Sorgearbeiten zu übernehmen, aber immer noch genauso sehr darum, Mädchen und Frauen dazu anzuregen, klarer zu definieren, was sie selbst wollen und sich herauszunehmen, das, was nicht notwendig ist, auch zu lassen, wenn es ihnen nicht wichtig genug ist oder wenn es nicht erwünscht ist. In meiner Familie (durchaus im Sinne des großen Familienclans) sehe ich da im Übrigen durchaus Fortschritte, bei den Mädchen und Jungen, Frauen und Männern gleichermaßen. Im Grunde glaube ich aber, dass das stets weniger durch Worte gelingt als durch Vorbilder. Deshalb bleibe ich auch weiterhin öfter mal ganz ungerührt sitzen und fühle mich nicht zuständig für alles! Der weiteren "Vergesellschaftung" von Sorgearbeiten stehe ich eher ablehnend gegenüber, aber das ist noch einmal ein ganz anderes Feld. :)

    Artikel: Nicht der Rede wert

  • Fidi Bogdahn sagt:

    "Gleichmäßige und gerechte Beteiligung aller Menschen an den Care-Arbeiten, gesellschaftliche Anerkennung" etc.- ja, das ist das eine. Das notwendig andere aber ist -aus meiner betroffenen Care-Sicht empfunden- die "Verbindung dieser Tätigkeiten mit einem Oben und Unten, mit Sich-bedienen-Lassen und (Be)Dienen aufzubrechen" - und zwar zu allererst in (meinem und) den eigenen Herzen!

    Artikel: Nicht der Rede wert

  • Antje Schrupp sagt:

    Liebe Dorothee, danke für den Text, der wieder einmal ein Thema weiterdreht, von dem wir eigentlich dachten, es wäre schon ausdiskutiert. Im aktuellen "Spiegel" gibt es unter der Überschrift "Die neuen Diener" eine große Geschichte, die den Aspekt aufgreift, dass durch das "Outsourcing" der Hausarbeit wieder feudalistische Elemente in die Gesellschaft zurück kehren. Interessanterweise wählen auch sie die Formulierung von "Nicht der Rede Wert": "Normalisierungsarbeit nennen Soziologen all das Putzen, Bügeln und Windelnwechseln. Ziel ist es, etwas wiederherzustellen, das in Unordnung geraten ist. Das erklärt, warum diese Arbeit nicht nur als lästig gilt, sondern als kaum der Rede wert." Leider gibt es den Text nur in Print oder hinter einer Bezahlschranke: https://magazin.spiegel.de/SP/2017/48/154432474/index.html

    Artikel: Nicht der Rede wert

  • Esther Gisler Fischer sagt:

    Wieder mehr gemeinsam tun, liebe Johanna: Definitiv! Nicht Care-Arbeiterinnen beschäftigen, die dann als Arbeitskräfte in ihren Herkunftsländern fehlen!

    Artikel: Nicht der Rede wert

  • Johanna Helen Schier sagt:

    Es ist und bleibt ein Dilemma. Wollen wir weiterhin individuelle Wege gehen? Die Privatheit der Hausarbeit bleibt? Manche, vorwiegend Akademikerfamilien,lassen die unangenehmsten Carearbeiten von weiblichen Putzhilfen verrichten und bezahlen sie mehr oder weniger angemessen.

    Artikel: Nicht der Rede wert

  • Fidi Bogdahn sagt:

    uffffffffff

    Artikel: Nicht der Rede wert

  • Esther Gisler Fischer sagt:

    Herzlichen Dank liebe Dorothee für deinen eindrücklichen. sowohl persönlichen wie analytischen Bericht!

    Artikel: Nicht der Rede wert

  • Birgitt Purschke sagt:

    Der Deutsche Frauenring begrüßt diese Initiative in Bayern und den langen Atem, den das Aktionsbündnis hier unter Beweis stellt. Und einen langen Atem werden wir alle brauchen, auch auf Bundesebene mit unserer Petition an den Deutschen Bundestag (die Verlinkung ist im Abspann des Artikels zu finden). Es ist gut zu wissen, dass von vielen Seiten die Stimmen inzwischen lauter werden, die eine Volksvertretung wünschen, die die Realität in der Bevölkerung abbildet.

    Artikel: Parité in den Parlamenten

  • Sabine Burkhardt sagt:

    Liebe Bettina, wie besonders du das beschreibst. Und nimmst mich wiederum mit in die Situationen, in denen du anfängst das Rosenbild mit deinem Blick zu betrachten und mit deinen Empfindungen, Erinnerungen und Zukunftsaussichten. Das muss 'eine', wie du so schön sagst, auch können. Es ist schön, wie sich das Rosenlicht entfaltet aus der Fotografie, dem eigentlichen Bild und deinem Sehen. Die Rosenzeit entsteht so vor meinem Auge auch wieder neu und alt und ewig. Ist sie nicht ewig, die Rose? Oder zumindest ihr Licht? Danke für das Teilhabenlassen. Sabine

    Artikel: Rosenlicht im November

  • -Ute Plass sagt:

    "Parité in den Parlamenten" ändert wohl nichts an der Herrschaft von Parteien und der parlamentarischen Repräsentationspolitik. Einen bedenkenswerten Beitrag über die Abschaffung von Parteien hat Antje vor einigen Jahren verfasst: http://courage-magazin.de/2012/08/26/uber-die-abschaffung-von-parteien/ Über das Vorherrschende hinausdenken geschieht z.B. auch hier: https://demokratievolution.wordpress.com/2017/11/08/der-losentscheid-als-verfahren-zur-belebung-der-demokratie/#more-1126

    Artikel: Parité in den Parlamenten

  • Brigitte sagt:

    Großartig, ich drücke beide Daumen! Gerade habe ich bei Luise F. Pusch allein schon über die Sprache gelesen:"Der Staat Washington schrieb seine gesamte Verfassung mühselig um, um jede Spur sexistischer Sprache daraus hzu tilgen." (Gerecht und Geschlecht, S. 8) D a s Mädchen ist meiner Meinung nach ohnehin grundgesetzwidrig... Deutschlehrer streichen teilweise immer noch an, wenn es mit dem sächlichen "es" nicht weiter geht im Text

    Artikel: Parité in den Parlamenten

  • Franz Weber sagt:

    Ja, das ist allerdings verstörend und ich wünsche, dass die Klage Erfolg haben wird. Aber vielleicht ist es auch an der Zeit eine FRAUENPARTEI zu gründen, ich fürchte ohne eine echte Frauenvertretung im Parlament wird die Klage ohnehin vom vereinten Patriarchat konterkariert werden. Franz Weber

    Artikel: Parité in den Parlamenten

  • Dr. Gisela Forster sagt:

    Wie schon in dem Bericht beschrieben ist der Frauenanteil in der CSU Bayern katastrophal niedrig: Als Direktkandidaten bei der Bundestagswahl wurden fast nur Männer aufgestellt und so sind beinahe alle Direktmandate an Männer gefallen. Was dabei herausgekommen ist, sieht man, wenn man die Photos der neuen Bundestagsmitglieder anschaut: Fast ausschließlich Männer, nur bei der AfD ist es noch schlimmer, dort ist der Frauenanteil noch geringer. Da Vernunft und Einsicht offensichtlich nicht helfen, kann nur eine Klage was bringen. Deshalb größte Unterstützung für die mutigen Frauen, die klagen! Dr. Gisela Forster - aus Bayern -

    Artikel: Parité in den Parlamenten