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Forum für Philosophie und Politik

Neueste Kommentare

  • Malina Bar-Lev sagt:

    Hallo Frauen, Danke! Es fühlt sich so gut an, was hier geschrieben und gedacht wird! Ich habe den Eindruck, dass deine Freundin das sehr gut benannt hat mit dem verstehen von etwas, was man schon verstanden hat. Es fühlt sich so an, dass affidemto ein bestimmtes „Feld“ ist, auf das manche anspringen, auch ohne die richtige Begriffserklärung. Vielleicht mit einer Bedingung, der oder die jenige, die davon erzählt, muss selbst innerlichen Bezug haben? Wie ich es verstehe ist es stark ein Gefühl, eine besondere Verbindung, eine gemeinsame Wirklichkeit besonderer auch geheimnisvoller, zukunftsschwangerer Qualität, mit einem Hauch von Heilung und Potentialentfaltung. Und eine weitere Qualität ist dass eher sachlich, dass ich in thematischen Anliegen, gerade welche die eine Einschätzung/Intuition über die zukünftige Entwicklungen betreffen, die Sicht einer Frau wirklich sehr tief legitim ansehe, mich darauf einlasse, sie wirklich ernstnehme? Das war der erste Artikel, den ich dazu gelesen habe, ich bin 21 und erlebe hier affidamemto. Davon erfahren habe ich durch „meinen/einen“ Freund.

    Artikel: „Affidamento“ - sich dem Urteil einer anderen Frau anvertrauen

  • Heike Brunner sagt:

    Toller Artikel über Bali, (meiner Ausbilderin in BEYO und BGM nach E. Dicke), und die Geschichte der Nürnberger und Einblick in die gesamten Frauengesundheitsbewegung! Es ist ja auch spannend, dass die Frauenbewegung Anfangs dem Feminismus, der aus Amerika kam, eher ablehnend, weil zu unpolitisch, gegenüberstand. Das durfte ich z.B. neulich von Karin Bergdoll,(AKF und Bündniss für Sexuelle Selbstbestimmung) der aktuellen Berliner Frauenpreis Trägerin im Interview erfahren.LG Heike

    Artikel: Engagiert für körperlichen Halt und eine starke weibliche Mitte: Die Heilpraktikerin Bali Schreiber

  • Dorothee Markert sagt:

    Liebe Ute Plass, es geht an dieser Stelle nicht um Männer und Frauen, sondern darum, wie die eigene Unscheinbarkeit bzw. Kleinheit erlebt wurde. Und da verstehe ich Luisa Muraro so, dass es damals für die Menschen in Ordnung war, dass sie sich klein fühlten gegenüber etwas, das alle als etwas Größeres erlebten, beispielsweise die Natur, aber auch Gott und "große" und "wichtige" Menschen. Und daher mussten sie sich ihrer Kleinheit nicht schämen, sie verbergen und kompensieren, indem sie an anderer Stelle ihre Größe bewiesen. Eine solche Erfahrung beschädigte sie nicht, denn Ungleichheit war in einer Ständegesellschaft allgegenwärtig und auch die Natur musste nicht unbedingt bezwungen werden. Wir Heutigen dagegen neigen dazu, uns selbst dafür verantwortlich zu machen, dass wir nicht größer rausgekommen sind im Leben, oder wir verschieben die Verantwortung dafür auf andere, die uns angeblich daran gehindert haben.

    Artikel: Die alte Frau mit den Wollknäueln

  • Dr. Gisela Forster sagt:

    Danke für dieses großartige Interview. Elisabeth Gössmann hat Wege für die Frauen in der Kirche bereitet - und wir gehen in ihrer Nachfolge entschieden und mutig weiter.

    Artikel: "In der Tradition finde ich das nicht". Ein posthumes Interview (von 2000) mit Elisabeth Gössmann

  • Elanne Kuck sagt:

    Vielen Dank für den Artikel. Die Entwicklung besteht seit Abschaffung des Matriarchats. Wir sehen, auf was wir zugehen, wenn wir uns nicht deutlich äußern. Ein patriarchales Missverständnis von Ethnologen ist Cuvade: Cuvade war nicht Neid des Ehemanns, sondern mitfühlendes Nachahmen, um der Frau, die drinnen gebar , Unterstützung zu geben, und zwar von ihrem Bruder oder (seltener) Geliebten.Zugang zum Gebärraum war- ganz matriarchal- Männern verwehrt. Der Geliebte hatte mit der Schwangeren keinen erwünschten Kontakt mehr!

    Artikel: Über die Abschaffung der Mutter - ein symbolischer Gynozid

  • Elanne Kuck sagt:

    Hallo! .. Ich habe gemerkt, wie ich früher auf Dinge eingegangen bin, die ich gar nicht schhön fand, und zwar ist Sex sehr kulturell bestimmt.Alles muss gemacht werden. Ich habe mich mit dem Tantra beschäftigt, das auch schon verdorben worden ist.Ursprünglich war das die Hl. Hochzeit und nur bestimmte Dinge waren erlaubt, bei allen. So hatte Sexualität durch ihre Energie auch eine intensive Wirkung auf die Natur. Noch im Mitttelalter, als die Ehe teilweise eingeführt war, konnte eine Frau ihren Mann bezichtigen, sie von hinten angemächtelt zu haben, und er wurde bestraft. Der Ausdruck "rumkriegen" kommt daher. Sonst war kein geschlechtsverkehr möglich. Später gab es regelrecht einen sexuellen Krieg, woher wir viele Schimpfwörter haben. Auc die Ausdrücke "verarschen", noch schlimmer "veräppeln", vergackeiern" kommen daher. So hat man die Frauen im tiefsten Wesen unterjocht. Nach meiner Meinung muss Sex kultiviert sein wie Essen. Dabei benehmen wir uns auch, ohne steif und appetitlos zu sein.

    Artikel: "Ja heißt Ja" ist auch nicht immer eine Lösung

  • Ute Plass sagt:

    "Unsere Vorfahren nahmen ihre eigene Unscheinbarkeit vor der Größe der Natur wahr oder gegenüber den sogenannten Autoritäten, vielleicht auch angesichts von Persönlichkeiten aus der Geschichte oder gegenüber den Heiligen. Sie fühlten sich dann klein, verloren dadurch aber nicht das Gefühl für ihre eigene Konsistenz." Eine gewagte Aussage, wo doch gerade Frauen in patriarchalen Verhältnissen ihre 'Unscheinbarkeit' täglich zu spüren bekamen. @Dorothee: Vielleicht kannst du das noch verständlicher machen?

    Artikel: Die alte Frau mit den Wollknäueln

  • Ute Plass sagt:

    "In der Tradition jener spirituellen Richtung wird die alte Frau als Beispiel für himmat gedeutet, was die Sehnsucht einer Person meint, die auf der Suche ist und, obwohl sie weiß, dass sie das Ziel nie erreichen wird, danach strebt, ihm näher zu kommen." Erinnert mich an Dorothee Sölle, die Sehnsucht in folgende Worte kleidet : „Es muss doch mehr als alles geben“.

    Artikel: Die alte Frau mit den Wollknäueln

  • Fidi Bogdahn sagt:

    Ich bin noch volllllller Vorfreude... ein Geschenk. Danke!

    Artikel: Die alte Frau mit den Wollknäueln

  • Anne Lehnert sagt:

    Ja, liebe Dorothee, ganz herzlichen Dank für diese Zusammenfassung. Sie ermutigt mich, angesichts der Verhältnisse und Gegebenheiten nicht zu verzagen und zeigt einen Weg auf, Träume und Wünsche trotz allem zu behaupten. Der Gedanke, dass es ein Gefühl der Möglichkeit von etwas Besserem ist, dem sich das Schöne in unserem Zusammenleben verdankt, gefällt mir besonders. Mir fällt ein Ausspruch von Franziska zu Reventlow ein: Lieber das Unmögliche wollen als sich im Möglichen schön zurechtlegen.

    Artikel: Die alte Frau mit den Wollknäueln

  • Johanna Helen Schier sagt:

    Hallo Dorothee. Auch von mir: Danke, Danke, Danke. Am Wochenende habe ich mit einer Freundin genau dieses Thema diskutiert: Ziele den Gegebenheiten anpassen oder die hohen Ansprüche und die Träume ernst nehmen. Weitergehen und nicht nachlassen!

    Artikel: Die alte Frau mit den Wollknäueln

  • Monika sagt:

    Ich kenne das auch, dass mein Kater mich ausbremst, wenn ich verreisen will etc. Aber ihn abzugeben, bringe ich auch nach vielem Überlegen nicht übers "Herz"! Ich möchte nicht verhärten.... Er hat mir viel gegeben, er belebt mein Haus und tat/tut meiner Seele gut. Stelle ich das Tierwohl über mein Wohl? Ich kann nur sagen, daß ich als Mensch mit so viel mehr Freiheit und Möglichkeiten beschlossen habe, mein Tier zu behalten; es wird sich immer ein Weg finden, zusammen älter zu werden!

    Artikel: Von einer Trennung

  • Juliane Brumberg sagt:

    Liebe Dorothee, vielen Dank, dass Du uns das Geschenk mit der Übersetzung des Buches von Luisa Muraro gemacht hast. Ihre Beispiele und Gedanken zum Begehren "lassen mein Herz hüpfen" und bringen etwas in mir zum Klingen was ich in mir spüre, wofür ich aber keine Worte hatte. Wie Du selbst schreibst, ist schon dieses erste Kapitel ein wunderbares Signal gegen Mutlosigkeit und Resignation.

    Artikel: Die alte Frau mit den Wollknäueln

  • Anna Wolf sagt:

    Das ist ein ganz wunderbarer, treffender Text zu Arunga Heiden und deren Arbeit! Danke Anna Wolf

    Artikel: Bis in die kleinste Zelle des Körpers

  • Ute Plass sagt:

    "Die Verantwortlichkeiten sind dabei jederzeit auf alle Seiten verteilt. Sowohl stehen diejenigen, die mit etwas unzufrieden sind, in der Verpflichtung, dies auch auszusprechen und den anderen deutlich zu machen. Gleichzeitig sind aber diejenigen, die etwas wollen, dazu verpflichtet, auch darauf zu achten, wie ist den jeweils anderen geht. Das ist einfach gutes Benehmen, aber es ist eben nichts, worüber man sich gerichtlich streiten kann." Das scheint mir die Kernaussage von "Ja heißt Ja? :-)

    Artikel: "Ja heißt Ja" ist auch nicht immer eine Lösung

  • Elisabeth R. sagt:

    und super auch das Statement von Vera Lengsfeld in Sachen gegen Relotius-Jünger (wie bei ZEIT). "Der „Kampf gegen Rechts“ ist inzwischen ein hunderte Millionen schweres Unternehmen, das unzählige Initiativen nährt und fördert. Damit die Staatsknete zuverlässig weiter fließt, müssen immer neue „Rechte“ erfunden werden." In dem Sinne. Ich bin weder noch und sage endlich Tschüß

    Artikel: Freitags für die Zukunft

  • Elisabeth R. sagt:

    cc "Zukunft" und Menschenrechte Noch zur Erklärung: meinen eigenen "Minderheitenstatus" (:- ) ) beziehe ich nicht daraus, dass ich (gebranntes Kind, vera... und instrumentalisiert) zur scharfen Religionskritikerin mutiert bin, sondern aus der Tatsache, dass ich zum einen eine kinderreiche Mutter bin (seltenes und ausgegrenztes Fossil . Bewertung: "die Kinder fielen wie die Schnittchen") , zum anderen Mutter eines mehrfach schwerbehinderten (geistig) Kindes (Ärztin: "Ja haben Sie denn keine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen? Warum haben Sie denn keine...?"), die nach gelebten Erfahrungen und Bodenständigkeit u.a. erkannt hat, dass insbesondere Letzteres in diesem Land KEINE CHANCEN hat! (sind die FAKTEN in den Werkstätten und in den VERWAHR-ANSTALTEN!...wie in den Diakonien... oder bei den anderen Trägern) Das Schlagwort von der Selbstbestimmung entlastet die Gesellschaft von MitverANTWORTung. (Freikaufen etc.) https://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/kontrovers/index.html Zehn Jahre Behindertenrechtskonvention! Tja,zumindest als AutistIN wird man/frau inzwischen effektiver eingesetzt...(vom Soros-Netzwerk) Im dritten Minderheitenressort *Wohnen im Alter als Frau* wird dann bewußt, dass nach einer solchen Biografie immer noch eine Steigerung möglich ist. Starnberg versus Gelsenkirchen. Oder Tübingen. Herr Palmer und die vielen Bio-Naturkostläden für anspruchsvolle AlbaubewohnerInnen. Bei JFB lese ich über die Neu-Linke. So ist es mit dem Rassismus gegenüber der eigenen Ethnie. In die Jahre gekommene (grüne) Theologinnen, Sozialpädagoginnen und was weiß ich, sollen ruhig in ihren Elfenbeitürmen ihre üppigen Pensionen genießen, ihre Luxusprobleme wälzen und Windei-Theorien aushecken!

    Artikel: Freitags für die Zukunft

  • Elisabeth R. sagt:

    h ttps://conservo.wordpress.com/2019/04/27/conservo-zitat-des-tages-zu-politikern-weltrettern-und-tafel-beduerftigen/ cool! Aber "den" und die Kommentare lasse ich noch da in dieser Welt und Zeit des guten Lebens, wo die gut lebenden Aktionäre sich an dem Abstieg nach der Gier um ein mieses (toxisches) Produkt ereifern, wo die "soziale" Politik das Bankendesaster verstärkt (Merkel so wie Scholz)und die täglichen Lügen kein Ende nehmen...Armer Anton, armer Robert,arme Claudia... eure Batterie-Ressourcen für E-Autos sind bald so erschöpft, wie der verheimlichte Greta-Hintergrund.

    Artikel: Freitags für die Zukunft

  • Elisabeth R. sagt:

    Heute ist wieder Freitag. Ich streike nicht. Nicht auf diese Weise! Lange (lange her) befand ich mich in einer vorgefertigten, "sicheren" Denk-Blase. Aber die Realität? lehrt mich eines Besseren. Nämlich, dass jene Denkblase an die Wand fährt! Und ich sehe den alten Henning Venske beim NDR (Super Gehälter für Meinungsgleichschaltung) rumturnen und wie er sich über die politische Jugend freut. :-) Was ich so ganz nebenher wahrnehme: Die Menschen (die ärmeren) an den Kassen beginnen vorsichtig miteinander zu reden! Wenige Worte, die alles sagen! Darüber, dass ihnen nichts mehr bleibt.... und sie legen ihre abgezählten Cents neben die drei ausgewählten Teile. Um sie herum das nicht verständliche Stimmengewirr. Und ich? Ich bin ganz gewiß NICHT MEHR links-rot-grün-bunt. "Gender" schon gar nicht. Nicht auf diese Weise :-( Las jüngst einen SZ-Beitrag über toxisische Männlichkeit.Naja...das AT und sein "Star" in "weiblichen" Eigenschaften! Hahaha. Meine Erfahrungen in Jahrzehnten, insbesondere dem letzten, komplettierten durchaus mit toxischer Weiblichkeit. (Mißgunst,Konkurenz, Neid... und Alter schützt vor Torheit nicht und bringt nicht automatisch eine Läuterung. Interessant auch die unterschiedlichen Selbstbilder in "fundamentalistisch", protesstantisch, katholisch. Eine Einheit? Süß z.B., wo die Ethik bleibt, wenn die katholische Millionärin ihre Güter über die Grenze ab schafft und sich den fettesten Porsche gönnt) h ttps://conservo.wordpress.com/2019/04/25/geistiger-widerstand-oder-innere-kuendigung-das-chaotische-irrlichtern-im-merkelland-verlangt-nach-einer-entscheidung/ h ttps://juergenfritz.com/2019/04/25/fehlvorstellungen-subjektive-wahrheiten/ Ich vermute, ich bin hier "zu viel" und nicht tragfähig für diesen Blog und verabschiede mich somit wieder.

    Artikel: Freitags für die Zukunft

  • Fidi Bogdahn sagt:

    Danke für die mir verständliche Schilderung deiner aktuellen politischen Erfahrung!

    Artikel: Eine Politik aus der Fülle der Geschlechterdifferenz

  • Elisabeth R. sagt:

    DIE BAHN (und der abgefahrene Zug D.) die Polizei die Schule.... h ttps://conservo.wordpress.com/2019/04/25/bist-du-schon-in-afrika-oder-deutschtuemelst-du-noch/#more-24058 h ttps://vera-lengsfeld.de/2019/04/23/rezension-zur-neuerscheinung-von-rainer-wendt-deutschland-wird-abgehaengt-ein-lagebericht/ h ttps://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.von-kartoffeln-und-kanaken-lehrerin-provoziert-mit-buch-ueber-integration.207901cb-9171-4fa7-b078-26934f4de2a6.html

    Artikel: Ausgelernt? Noch lange nicht

  • ClaudiaBerlin sagt:

    Danke für diesen ausführlichen Bericht und die Analyse des Streits. Was mir dabei nicht einleuchtet: Ich habe dergleichen nicht selten in gemischten Teams erlebt - es ist sozusagen "das Normale" und ich kann diese Art Differenz nicht in Bezug zum Geschlecht setzen. Projekte machen, die erfolgreich sind, bedeutet immer, auf eine oder andere Art auf Methoden klassischen Campaignings zu setzen. Dass es dazu dann unterschiedliche Meinungen gibt, wundert nicht, muss aber irgendwie entschieden werden. Man hat dann die Wahl: 1) Man diskutiert so lange, bis eine Lösung auf dem Tisch liegt, die allen gleichermaßen gefällt (Konsensprinzip) 2) Es wird so lange diskutiert, bis alle Widerstände minimiert sind und alle "mit der Lösung gut leben können" (eine abgeschwächte Form des Konsensprinzips, das derzeit in linken Gruppen mit basisdemokratischem Selbstverständnis gern genommen wird) 3) oder man etabliert eine Hierarchie, die im besten Fall der Person mit der meisten Kompetenz und Erfahrung die "letzte Entscheidungsmacht" zuordnet. Version 3 ergibt sich oft auch informell, wenn eine Kampagne Fahrt aufgenommen hat und Entscheidungen schneller getroffen werden müssen als es das oft langwierige Verfahren (1) oder (2) ermöglicht. Dann sehen alle schnell ein, dass die "gelebte Utopie" auch mal hinter der Erfolgserwartung zurück stehen muss. Ein weiterer Grund für die Neigung zur etablierten oder informellen Hierarchie ist die Überlastung, der Zeitbedarf, das Gefühl "sich aufzureiben" in endlos scheinenen Diskussionsprozessen. Meist geht es ja bei Projekten um etwas Neues, das die Mitwirkenden NEBEN ihrem normalen Alltag leisten müssen. Alles in allem: im hierarchischen Modell sehe ich nicht "das Patriarchat", sondern sachliche Gründe, die dafür sprechen - egal zu welchem Geschlecht die Teilnehmenden gehören. Ebenso gute Gründe gibt es für die Methoden 1 und 2, die ausführlichere und - bei Gelingen! - befriedigendere Gruppenerlebnisse mit sich bringen. Der angesprochene "Perfektionismus" findet sich bei allen Geschlechtern - und ebenso gibt es andere, die die Dinge "gemütlicher" angehen wollen. Denen die Selbstverwirklichung im "Hier & Jetzt" des Projekte-Machens wichtiger ist als der möglichst zügige bzw. große Erfolg des Projekts. In diesem Spannungsfeld bewegt sich jede Projektgruppe - wie sie sich letztlich organisieren und Entscheidungen handhaben wird, hängt davon ab, wie viele Perfektionist/innen wie vielen "Gemütlicheren" gegenüber stehen. Und auch davon, ob es den Aktiven gelingt, unterschiedlich intensive Formen des Engagements abseits vom "alle entscheiden alles gemeinsam" zu etablieren, so dass alle zufrieden sind.

    Artikel: Eine Politik aus der Fülle der Geschlechterdifferenz

  • Karin Spangler sagt:

    Wie beharrlich doch Frauen sein können. Das macht Mut. Inspiriert hat mich auch sehr der Wandel am Ort. Es gab nichts und es hat sich vieles entwickelt, weil etwas neues entstanden ist. Das sollten sich viele Städte bewusst machen und Initiativen unterstützen.

    Artikel: Die Gründerin Claudia Gather

  • Esther Gisler Fischer sagt:

    Ganz spannend auch dieses Portrait; -danke!

    Artikel: Die Gründerin Claudia Gather

  • Ute Plass sagt:

    Klasse, der Weiberwirtschaft-Entwicklungsbericht und Claudia Gathers biografische Erzählung. Danke.

    Artikel: Die Gründerin Claudia Gather

  • Elisabeth R. sagt:

    Korrektur: Lisa Fitz

    Artikel: Freitags für die Zukunft

  • Elisabeth R. sagt:

    B.L. "Ich möchte alle auffordern, sich ein Bild und eine Meinung von der Bewegung zu machen und Stellung zu beziehen. Ich finde, dass die Kinder und Jugendlichen das verdient haben. In den Medien wird ihnen zu wenig Beachtung gegeben" usw. ? :-) Und was liest man im philosophischen JFB-Blog? (Wer sind die Geldgeber?) "Fridays for Future: Wer in Wahrheit dahinter steckt" Die Münze hat zumindest zwei Seiten (wenn nicht drei....eine sehr schmale gegenüber einer der momentan sehr breiten kulturmarxistischen) oder hier(ein weiteres "Kind", Nicky, 19): ---->Neverforgetnicky bei PP (David Berger) und Heiko Schrang TV (wo auch schon Lisa Fritz, Sissi Perlinger oder Horst Janson z.B. zu Gast waren) Leider, leider....wird ihnen zu wenig Beachtung gegeben. Lach? HEUL!

    Artikel: Freitags für die Zukunft

  • Elisabeth R. sagt:

    Hallo JHSch. "„rollende Augen“ unserer Kinder, die erleichtert sich freuen, wenn wir in ein Flugzeug steigen. Cool!" Vielleicht für einen Tea von München über Istanbul nach London? Oder von Dublin (Billigflieger) zum Klimaprotest nach Stockholm? Aktuell saß "Eine" (die vom Alter gerade noch meine Tochter hätte sein können) im Plauder-TV und plapperte unbeschwert in den just in Paris verpaßten, aber extra vom dortigen Original-Designer nachträglich nachgesandt nachgeflogenen Schuhen über ihr Loft in Spanien (eines von zwei, wo sie demnächst wieder zum Rollenstudium die Patchwork-Family antrifft), über die unverhältnismäßig hohen Spenden für Notre Dame als Symbol und entrüstete sich im Vergleich dazu, dass doch das Leben als Symbol die höheren Spenden erzielen sollte. (cc kenternde Boote) Ich (wir) 'gehören' nicht zu jener Klientel "uns gehört die Welt". (Heute Madeira, morgen Taipeh...)Nein, ich als übrig gebliebene deutsche "typisch alte Frau von Mitte 60" (offenbar zum Sterben zu viel, zum Leben zu wenig) leiste mir auch nicht die teuren Bahnfahrten und meide bewußt nicht nur die subventionierten nachgeschmissenen Mittelstrecken. In einem jener (von Gaga-Omas) gemiedenen Blogs las ich den köstlichen Begriff der *Beutegemeinschaft* :-)

    Artikel: Ausgelernt? Noch lange nicht

  • Dorothee Markert sagt:

    In Freiburg gab es in den 1970er-Jahren ein von der Linken an der Uni organisiertes "Kino Aspirin". Der Name bezog sich auf einen Spruch, der eine damals auch von mir geteilte Hoffnung ausdrückte: "Der Sozialismus wird ein Aspirin sein von der Größe der Sonne". Der schöne Name für die Film- und Diskussionsreihe durfte dann aufgrund eines Einspruchs des Konzerns ebenfalls nicht mehr verwendet werden.

    Artikel: Bayer zwingt die Mailänder Satirezeitung „Aspirina“ zur Namensänderung

  • Ute Plass sagt:

    Was die Philosophin Cinzia Arruzza in dem u.a. Beitrag zum Ausdruck bringt scheint mir gut zum Denkumenta-Thema "Gutes Leben für die ganze Welt" zu passen: https://www.deutschlandfunkkultur.de/philosophin-cinzia-arruzza-forderung-nach-einem-feminismus.2162.de.html?dram:article_id=446203

    Artikel: Denkumenta 2 zum Thema "Über_setzen: Gutes Leben für die ganze Welt"

  • Johanna Helen Schier sagt:

    Liebe Elisabeth! "Nun sind viele Züge abgefahren" und "es bleibt die Sorge um die Kinder" ? Im Geiste "sehe" ich die "rollenden Augen" unserer Kinder, die erleichtert sich freuen, wenn wir in ein Flugzeug steigen. Cool!

    Artikel: Ausgelernt? Noch lange nicht

  • Elisabeth R. sagt:

    Habe lange nicht in diesem Kontext hier gelesen. Und die Phase des Zeitopferns in einem Schweizer Sektenblog ist längst vorüber.Das sind die Wandlungen. (Evangelische Wurzeln, fem. Theologie etc.) Nachdem explizit die nordelbische Kirche viele ihrer für mich interessanten und spannenden Felder gestrichen hatte, wie in den 80er und noch 90er Jahren angeboten... Oder auch bundesweit: Workshops mit Dorothee Sölle, Ingrid Riedel, Hildegard Tornau, Christa Mulack...) Früher sind mir die Themen "AUS DER LUFT" zugefallen. Heute, mit Internet, muß Frau suchen: Nachkriegsthemen, Biografie, Identität. und somit binich hier. Inzwischen habe ich eine lange Zeit der Familienarbeit "hinter mich gebracht". Da ich stets etwas asketisch gelebt habe, fiel mir der Umstieg in die Frührentenjahre nicht so schwer. Allerdings erinnere ich mich an belebtere Zeiten: Studium, Beruf. Überholspur. Kollegen, Freundschaften... Viele Orts-und Bundeslandwechsel führten letztlich eher in die Isolation. Mitsamt der großen Kinderschar. Und auch mich beschäftigt das Frauenbild der Frau im Alter. Manchmal - SELTEN! - haut es mich um: eine Schönheit mit Charisma, autonom, integer, geschmackvoll, ohne viel Gedöns :-) Ja, so hätte man vielleicht werden mögen. Durch und durch authentisch. Aber ich bin eben auch das Paket meiner Verluste. Nun sind viele Züge abgefahren. Das Nachdenken und Nachtrauern über Chancen, über gelebtes Leben als auch über die Frau-Mann-Beziehung. Ich vermisse aktuell Orte, wo sich Frauen treffen und austauschen ohne ideologischen und kulturellen Streit, ohne Karriereallüren. Nö, ich will nicht diesen "politisch-korekten" Hype-Salat! Und auch nicht noch ein "Multikulti-bzw. Ehrenamt-Projekt"! Jemand wirft einen Köder und alle jachten hinterher! Leider bin ich ambivalent. Und somit lese ich nicht nur z.B. Nachdenkseiten, sondern auch bei Conservo oder den Frau2000plus-Newsletter von Birgit Kelle. Im Rahmen der Familie war Care-Arbeit kontemplativ, durchaus sinnerfüllend. Heute - für mich selber - und "wenn Familie kommt", bin ich eher, ähem, "geladen"! GESTRESST! Vergrätzt, verstimmt. Kein Bock drauf, auf die neunhundertste Käsetorte. Lästig ist es, sich selbst gut zu versorgen :-( Und einziger Trost :-) Die Pressemitteilungen von Johannes Resch, Familienarbeit, wie jene: "Die Gleichstellungslüge". https://www.rubikon.news/artikel/die-gleichstellungs-luge Manchmal erwähnen Männer, was sie für ein tolles Leben hatten: 6000er Gipfel, Pilotenschein, Segelboot usw. , und dass sie alles genau so nochmal machen würden! Kann ich von mir nicht sagen!!! Habe viel anderes erlebt: Den Tod eines der Kinder. Die mehrfache Schwerbehinderung eines weiteren Kindes. Und dass trotz Abi, Auslandsaufenthalten, Studienabschlüssen , Berufspraxis usw. die erwachsenen Kinder heute nicht so leicht mehr in die Hufe kommen (schon gar nicht ohne Vitamin B) wie die eigene Generation. Meine Erfahrung! Mein "Rentendasein" - dank karger Mütterrente (und nach Trennung)- hat ihren Schwerpunkt in Sorge und für die "Kinder" zu retten, was zu retten ist!

    Artikel: Ausgelernt? Noch lange nicht

  • Gudrun Nositschka sagt:

    Ich empfinde den neuen Namen "Unkrautpflanzen - Herbizidresistente Lebensformenals" als eine passende, satirische Antwort auf Bayer. Schade, dass ich kein Italienisch kann, sonst würde ich die Satire - Zeitung sofort bestellen!

    Artikel: Bayer zwingt die Mailänder Satirezeitung „Aspirina“ zur Namensänderung

  • Esther Gisler Fischer sagt:

    Die Hoffnung stirbt zuletzt.

    Artikel: Bayer zwingt die Mailänder Satirezeitung „Aspirina“ zur Namensänderung

  • Ute Plass sagt:

    @Martina Horak-Werz - Hier geht es doch nicht darum, dass "manche Leute (Männer?" humorbefreit sind, sondern um die Interessen eines Konzerns, der Image- und Profitverlust befürchtet durch die Satire(Zeitung) "Aspirina". Genial diese Namensfindung. Daher schade, dass "Aspirina" nicht mehr unter dieser Bezeichnung weiter Satire betreiben kann. Hoffe mit den Redakteurinnen, dass „die Paläste von Bayer und ihre Arroganz irgendwann in Ruinen liegen werden, von Unkraut überwuchert.“ :-) @Antje - Aufschlussreich die Kommentare über Feminismus unter Deinem Zeit-Artikel.

    Artikel: Bayer zwingt die Mailänder Satirezeitung „Aspirina“ zur Namensänderung

  • Martina Horak-Werz sagt:

    Unglaublich, wie humorbefreit manche Leute (Männer?) sind und wie ernst sie sich selbst nehmen. Gruß Martina Horak-Werz

    Artikel: Bayer zwingt die Mailänder Satirezeitung „Aspirina“ zur Namensänderung

  • Ute Plass sagt:

    Echt wahr: "What a Dame!" Hoffe auf Bucherscheinung in deutscher Sprache. :-)

    Artikel: What a Dame!

  • Donate Pahnke McIntosh sagt:

    Danke für diesen tollen Bericht über eine wunderbare Frau! Ich habe viel und gerne mit Siegrun zusammengearbeitet, als Ritualleiterin auf dem Hambacher Fest, als Referentin in der Alma Mater und bei vielen anderen Gelegenheiten. Immer habe ich ihre unglaubliche Offenheit, Kreativität und Energie bewundert. Möge die Göttin ihr noch viele schöne Momente im Kreis der Frauen schenken!

    Artikel: Die Matriarchatsfrau Siegrun Laurent

  • Ute Plass sagt:

    "FDP-Chef gegen Schülerdemos fürs Klima: „Eine Sache für Profis” Christian Lindner dozierte bereits als Oberklässler über “dornige Chancen”. Dass heutige Schüler für Klimaschutz demonstrieren, hält der FDP-Chef für keine gute Idee. […] “Ich bin für Realitätssinn. Von Kindern und Jugendlichen kann man nicht erwarten, dass sie bereits alle globalen Zusammenhänge, das technisch Sinnvolle und das ökonomisch Machbare sehen. Das ist eine Sache für Profis”, sagte Lindner der “Bild am Sonntag” (BamS). Statt zu demonstrieren und Stunden zu verpassen, sollten die Schüler lieber in den Unterricht gehen und sich “über physikalische und naturwissenschaftliche sowie technische und wirtschaftliche Zusammenhänge informieren”, sagte Lindner weiter. Quelle: SPIEGEL Online Anmerkung eines Lesers der Nachdenkseiten: Klimaschutz ist etwas für „Profis“ – z.B. den Abgasbetrügern der Autoindustrie und den Dummschwätzern von der FDP. https://www.nachdenkseiten.de/?p=50026#h18

    Artikel: Freitags für die Zukunft

  • Eveline Ratzel sagt:

    Ich war in Karlsruhe am 8.3. auf der Demo zum Internationalen Frauentag und reichlich verblüfft über die große Anzahl an ganz jungen Demoteilnehmerinnen mit ihren vielen einfallsreichen Plakaten und Spruchbändern. Zwei davon:"Still lovin' feminism, §218 und 219a abschaffen", "We are the granddaughters of the witches, you couldn't burn", eine trug ein Plakat, auf dem sinngemäß (natürlich auch auf englisch) stand: Die Männer, die über meine Vagina bestimmen wollen, finden meine Klit nicht. Ende letzen Jahres war ich in Achern zu einem Vortrag anlässlich 100 Jahre Frauenwahlrecht eingeladen. Es kam aus dem Publikum die Frage, was wir (die älteren politisch aktiven Frauen) tun können, um junge Frauen in politische Aktivität zu bringen. Meine hier verkürzte Antwort: Nix, weitermachen, die jungen Frauen werden kommen, wenn sie kommen, Gründe dafür gibt's genug. Eine Aktivität wie die Freitagdemos oder die zum 8. März hat die Tendenz, sich zu verbreitern in verschiedene Bereiche hinein, das sahen wir schon bei den me too-Protesten. Also halten wir uns doch bitte mit unerwünschten Ratschlägen (Pappbecher etc.) zurück. Applaudieren wir (toll, Barbara L.!), freuen wir uns saumäßig, und Geld können die Youngsters immer brauchen.

    Artikel: Freitags für die Zukunft

  • Gudrun Nositschka sagt:

    Ich habe mir den von Barbara empfohlenen Link für Spenden angeschaut und nichts gefunden, an welche Person bzw. Organisation eine Spende gehen würde, wie sie verwaltet und an welche SchülerInnengruppe, die demonstrieren wollen, für Plakate usw. weitergereicht wird. So etwas macht mich unruhig.

    Artikel: Freitags für die Zukunft

  • Ute Plass sagt:

    "Die freitäglichen Klima-Proteste von Schülerinnen und Schülern werden nun von wissenschaftlicher Prominenz gestützt. Unter ihnen ist der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar. Er fordert, das Anliegen der jungen Generation ernst zu nehmen." https://www.deutschlandfunkkultur.de/scientists4future-fuer-fridays-for-future-wissenschaftler.1008.de.html?dram:article_id=442936 Da in meiner Stadt mittlerweile auch 'Fridays For Future' stattfindet, mache ich mich jetzt auf den Weg. :-)

    Artikel: Freitags für die Zukunft

  • Ute Plass sagt:

    Der Jugend, die jetzt auf die Strasse geht mit moralischen Vorhaltungen, aufgrund deren klimaschädlichen Verhaltens, zu begegnen halte ich für nicht angebracht. 'Unser aller imperialer Lebensstil, incl. seines industriell-militärischen Komplexes' steht auf dem Prüfstand. Ich vertraue darauf, dass viele junge Menschen sich damit vertieft befassen und hoffentlich einen langen Atem bewahren werden im Engagement für ein würdevolles, gutes Leben aller auf und mit dem Planeten Erde. Das folgende Gespräch mit der Studentin Luisa Neubauer verdeutlicht den Reflektionsprozess nicht weniger junger Menschen: https://www.deutschlandfunkkultur.de/luisa-neubauer-ueber-schuelerstreiks-politiker-nehmt-euch.990.de.html?dram:article_id=442367 Hier ein Beitrag zu Demonstrieren versus Schulpflicht: https://www.publik-forum.de/politik-gesellschaft/fuers-klima-streiken @Barbara Linnenbrügger: Sehr schön, wenn 'wir als ältere Generation' der Jugend für Ihr Engagement Beifall zollen. :-)

    Artikel: Freitags für die Zukunft

  • Brigitte Leyh sagt:

    Dass die jungen Leute sich engagieren, finde ich auch gut. Nach dem ersten Streik-Freitag bin ich aber dafür, dass die Aktivitäten in die Freizeit verlegt werden. Wenn die Schüler*innen es (hoffentlich!) ernst meinen, dann müssen sie nicht nur "den Politikern" und ihren Eltern mit den dicken SUVs zu Leibe rücken, sondern auch selbst auf das nächste schicke Handy und den Markenpulli verzichten, auch auf die beliebten Pappbecher und Einmalhandschuhe für den Kauf eines (!) Brötchens... Sie könnten auch Krach schlagen, wenn sie Vatis Hemden aus der Reinigung holen und jedes einzelne in Plastik verpackt zur Abholung auf dem Bügel hängt. An der Uni war ich die Einzige, die mit der guten alten Thermoskanne ankam, die jungen Leute hatten alle Becher to go...

    Artikel: Freitags für die Zukunft

  • christine sagt:

    Danke für die tollen Wörter. Etwas benennen zu können ist notwendig um es auch bannen zu können. Vielleicht hilft bei diesen ungefragten Erklärungender Heinweis: "Das was Sie gerade machen heißt mansplaining". Damit ist das Thema gewechselt. Der Erklärfluss unterbrochen. Muss ich beim nächsten Mal gleich ausprobieren.

    Artikel: Hilfreiche Wortschöpfungen: Mansplaining und Manspreading

  • Johanna Helen Schier sagt:

    Danke an Juliane Brumberg für den Beitrag über Maria Rerich. Mich persönlich interessiert brennend das aktuelle Vorhaben von Maria Rerich. Sie sucht nach einer Doktorandin oder einem Doktoranden, die erforschen, was aus den migrantischen Pflegerinnen wird, wenn sie selber krank und alt sind und Hilfe brauchen. Verlauf des Forschungsprojektes? Ich bin gespannt und lese gern mehr darüber. (Wo?)

    Artikel: Die Alltagsforscherin Maria S. Rerrich

  • Gré Stocker-Boon sagt:

    Finde es toll,dass ich mitmachen und miterleben darf.

    Artikel: Denkumenta 2 zum Thema "Über_setzen: Gutes Leben für die ganze Welt"

  • Dr. Gisela Forster sagt:

    Eine sehr beeindruckende Biographie. Vor allem diese starke Mutter, die ihre beiden Töchter so sehr unterstützt hat, ist bemerkenswert. Und es ist großartig, dass die Töchter in der Folge so viel im Hinblick auf soziologische Untersuchungen und Frauenrechte erreichen konnten. Macht Freude und gibt Mut, diesen Beitrag zu lesen.

    Artikel: Die Alltagsforscherin Maria S. Rerrich

  • Pauli sagt:

    Was kann es denn alles bedeuten, wenn Frau ein sehr unmittelbares Symbol des eigenen geöffneten Geschlechtsorgans öffentlich vor Frauen und Männern und Kindern zeigt? Was kann das alles bedeuten, vielleicht über das bisher Geschriebene hinaus? Grüße, Pauli

    Artikel: Ein vergessenes Frauenzeichen taucht wieder auf

  • Maria Püschel sagt:

    Liebe Dorothee, vor ein paar Tagen bin ich über deinen Artikel auf diesem wunderbaren Forum gestoßen und freue mich sehr, dass du damit dieses Thema hier angestoßen hast, das mich auch schon länger umtreibt – sowohl sprachlich, als auch natürlich das „Phänomen“ als solches. Deinen Artikel habe ich dann mehrmals gelesen und habe ihn tagelang in Form einer geistigen Ruminatio wieder und wieder begrübelt – aber irgendwie ist er mir nicht „runtergegangen“, und ich möchte versuchen, meine Gedanken dazu zu formulieren…. Wie du ja auch schreibst, bezieht sich Mansplaining auf die Vorliebe von überwiegend Männern gegenüber meistens Frauen, ihnen die Welt zu erklären. – Ich halte das für viel zu harmlos gedacht! Denn im Phänomen Mansplaining steckt viel mehr als eine persönliche Befriedigung des Belehrenden. Mansplaining ist der Ausdruck eines inhärenten Sexismus und eines Machtgefälles, das in dieser Form nur zwischen einem Mann/Männern und einer Frau/Frauen besteht. Männer, die anderen – rangniedrigeren – Männern etwas erklären, mögen herablassend sein, aber sie sind nicht sexistisch. Frauen können gegenüber Männern beleidigend, verletzend und demütigend sein, aber sie können nicht sexistisch sein, weil sie keine, oder doch eine sehr viel geringere, politische und institutionelle Macht haben. Daher bin ich mir nicht so sicher, ob deine Erfahrungen auf der Bahnhofstreppe mit Mansplaining erfasst sind. Was dieser Mann hier gebracht, war unverschämt, übergriffig, besserwisserisch und überflüssig. Hätte das auch eine Frau sein können? Ich denke: ja. Die Belehrung bezüglich deiner Karateübungen am Strand: hätte das auch von einer Frau kommen können? Ich denke: ja. Mansplaining aber soll ein wirklich rein männliches Verhaltensphänomen erfassen: eine Frauenfeindichkeit, die sich darin ausdrückt, dass der Mansplainer weiß, was für die Frau im Besonderen oder gar die Frauen im Allgemeinen besser ist, als sie das selber für sich zu wissen glauben. Mansplaining ist, wenn Männer die Erfahrungen von Frauen in Frage stellen („das kann ja wohl kaum sein…“). Mansplaining ist, wenn Männer die Gefühle von Frauen lächerlich machen, ohne einen Gegenbeweis zu haben („wie kann man denn davor nur Angst haben…“). Mansplaining ist, wenn Männer darüber diskutieren und dann bestimmen, was das Beste für eine Frau ist, wenn es um ihre Gesundheit und die Autonomie über ihren Körper geht. Mansplaining ist, wenn Männer Gesetze für Frauen machen, weil sie ihnen nicht zutrauen, dass Frauen in der Lage sind, Informationen zu bewerten und Entscheidungen zu treffen über ihren Körper und ihr Leben. Wer derzeit männlichen Politikern zuhört, die sich in der Debatte um den Paragraphen 219a äußern, die erlebt viele Beispiele von Mansplaining. Man stelle sich mal vor, eine Gruppe von Frauen erließe ein Gesetz, das die Fortpflanzungsrechte der Männer regelt! – Das Gedankenspiel alleine macht schon deutlich, dass es eine weibliche Form des Mansplaining nicht gibt. Überfürsorgliche Ängstlichkeit mag eine typisch weibliche Eigenschaft sein, die sich unangenehm auf Andere auswirkt. Gängelung, Kleinmachen, schlechtes Gewissen machen… sind alles Verhaltensweisen, die das Zusammenleben erschweren. Der entscheidende Unterschied ist für mich aber: diese Verhaltensweisen haben keine politische Dimension, Mansplaining schon. Einer Überfürsorglichkeit kann ich mich entziehen, Mansplaining nicht. Mansplaining ist daher nicht nur eine im Rahmen der Männerrolle erlernte „schlechte Angewohnheit“ und ein „Überbleibsel aus patriarchalen Zeiten“, sondern ein systemimmanenter Bestandteil des bestehenden Patriarchats. Und daher stimme ich dir, liebe Dorothee, aus ganzem Herzen zu, dass wir überlegen müssen, wie wir auf Mansplaining reagieren sollen. Ich fürchte nur, mit geistreichem Witz und Freundlichkeit ist es hier nicht getan. Schließlich geht es um mehr, als das Situative. Es geht darum, sich dagegen zu wehren, dass Männer Frauen ihr Wahrnehmungs-, Denk- Urteils- und Entscheidungsvermögen absprechen.

    Artikel: Hilfreiche Wortschöpfungen: Mansplaining und Manspreading