beziehungsweise – weiterdenken

Forum für Philosophie und Politik

Neueste Kommentare

  • Juliane Brumberg sagt:

    Sehr spannender Artikel, liebe Jutta, auch wenn ich es wohl leider nicht in die Ausstellung schaffen werde. Zu dem Thema kann ich den Roman "Die gleissende Welt" von Siri Hustvedt empfehlen, den ich zufälligerweise gerade lese. Darin geht es um die männlich dominierte New Yorker Kunstszene. Die Protagonistin Harriet Burden, eine hoch talentierte Künstlerin, fühlt sich als Frau mit ihren Kreationen von von der männlichen Kunstkritik nicht geachtet und startet ein Experiment. Heimlich geht sie mit den von ihr geschaffenen Installationen hinter den Masken von drei Männern an die Öffentlichkeit. Was sich daraus alles entwickelt, will ich hier nicht verraten, aber es sagt einiges über die unterschiedliche Wahrnehmung der Kunst von Frauen und von Männern.

    Artikel: MEAT JOY. Meet Joy. Carolee Schneemann-Retrospektive im MMK in Frankfurt

  • Ute Plass sagt:

    Danke, Elfriede, für diesen wichtigen Beitrag, der sich differenziert mit Fragen nach Sorgen für sich und andere auseinander setzt. Zum Weiterdenken auch dein Hinweis auf Mutter/Vaterschaft/Elternschaft, an die "fast totale oder bedingungslose Verantwortung für die “bedürftigeren” Mitglieder" delegiert wird.

    Artikel: Gemeinschaftliches Wohnen und Carearbeit – zum Scheitern verurteilt?

  • Anne-Käthi Zweidler sagt:

    Diesen Einwand lass ich gelten - mir geht es genauso mit den Biestern. Gute Besserung;-)

    Artikel: Gemeinschaftliches Wohnen und Carearbeit – zum Scheitern verurteilt?

  • Johanna Helen Schier sagt:

    Liebe Anne-Käthi! Die Wohnungstüren offenstehen lassen bei Lust auf Kommunikation? Grundsätzlich eine schöne Idee. Mich wundert, dass die Landbewohner früher so widerstandsfähig waren hins. Insektenstichen. Als Landfrau kann ich ganz aktuell (mit frischem Insektenstich!) sagen: Offene Türen bei Lust auf Kommunikation nur mit entsprechenden INSEKTENSCHUTZNETZEN1

    Artikel: Gemeinschaftliches Wohnen und Carearbeit – zum Scheitern verurteilt?

  • Antonia Federer-Aepli sagt:

    liebe Katrin ich habe die Möglichkeit auf Netflix die Filme anzuschauen. leider bin ich bei der letzten Staffel angelangt. ich danke Dir für den Tip. ich habe die Filme richtiggehend reingezogen. ich bin Jahrgang 59. also, es ist meine Kindheit, unsere Prägungen, die Bilder und Erfahrungen unserer Mütter. ich habe viel gelacht und viel geweint bei diesen Filmen. ich finde sie einzigartige Zeitdokumente. Gruss Antonia

    Artikel: Fernsehtipp: Call the midwife

  • Dorothee Markert sagt:

    Danke für die Anregung, eine Fortsetzung über meine nächsten Jahre als Rentnerin zu schreiben. Tatsächlich denke ich gerade darüber nach, das zu tun. Mal sehen.

    Artikel: Mein erstes Lehrjahr als Rentnerin

  • Elfriede Harth sagt:

    @Gisela Forster, ich stimme mit Dir überein, dass wir (moderne?) Menschen dringend Rückzugsmöglichkeiten brauchen, aber auch mit anderen verbunden sein wollen. Und das zu unterschiedlichen Momenten und in unterschiedlicher Dosierung. Nicht für alle Menschen sind Projekte gemeinschaftlichen Wohnens geeignet. Nicht alle wollen in einer WG leben. Und alle WGs oder Projekte gemeinschaftlichen Wohnens können ganz unterschiedlich organisiert werden. Gerade aus der katholischen Kirche kennt man unterschiedliche Wohntraditionen. Da ist z.B. das Kloster, (in dem aber nur erwachsene Menschen zusammenleben) oder die Eremitage, wo ein Mensch sich für längere Zeiten zurückzieht und die Einsamkeit sucht, manchmal für kurze oder längere Zeiträume. Diesen Formen ist gemeinsam, dass es da keine Kinder gibt. Da eine wichtige Komponente dieses Lebensentwurfs die Sexualität ausschließt, gibt es da keine Kinder, die groß gezogen werden müssen. “Familie” (im ganz weiten Sinn) hatte schon immer die Funktion in der Gesellschaft die Solidarität zwischen den Generationen zu organisieren. Da wo Familie das nicht mehr leistete, haben – zumindest hier im christlichen Raum – Klöster diese Aufgabe übernommen. Sie boten “Heimatlosen” ein “Heim”, ob es Waisen waren oder Kranke, Behinderte, Alte und Sterbende. Eine Gruppe Menschen - häufig Frauen, aber nicht nur! - entschieden sich gegen eine “eigene biologische Familie” und nahmen diese “Heimatlosen” auf und betreuten sie. Die Bezeichnung “Spital” kommt vom Wort Hospital, was eigentlich “Gästehaus” bedeutet (Auch das Wort “Hotel” kommt da her). In Frankreich gibt es noch alte Krankenhäuser die “Hôtel Dieu” heißen - also das Gästehaus Gottes. Das geht zurück auf den christlichen Auftrag, im bedürftigen Nächsten Gott zu sehen (“was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan”). Dass – wie so oft – diese ursprüngliche Idee mit der Zeit institutionalisiert und ihr Geist von der entstehenden Bürokratie ausgelöscht oder von Mächtigen und Machthungrigen instrumentalisiert und pervertiert wurde, steht auf einem anderen Blatt. Auch hier gilt: die permanente Revolution ist nötig und die Bessinnung auf den Ursprung. Ins Christliche übersetzt: Ecclesia semper reformanda.:-)!

    Artikel: Gemeinschaftliches Wohnen und Carearbeit – zum Scheitern verurteilt?

  • Anne-Käthi Zweidler sagt:

    Liebe Care-DenkerInnen scheints wird die Computeriesierung immer mehr Arbeitsplätze vernichten. Was spricht denn dagegen, care-Arbeit an Menschen zu delegieren, die ein Flair für eine bestimmte Care-Leistung haben? (Ganz klar wird diese Arbeit von der AuftraggeberIn äusserst fair und inkl. Sozialleistungen entlöhnt). Ich habe diesbezüglich eigene Kindheitserfahrungen. Basteln, Pilze suchen oder Weihnachtskekse backen durften wir bei NachbarInnen und Verwandten, weil Mutter erfolgreicher als Berufsfrau denn als "Kinderfrau" amtete. Und ganz klar hat Mutter diese Care-Arbeit angemessen entschädigt (wenn auch damals vor 60 Jahren noch "schwarz" und nicht mit Steuern und Sozialabgaben). Ich denke drum, die Care-Arbeit zu delegieren und angemessen zu entlöhnen (und sogar das Resultat zu kontrollieren!)ist ein Zeichen von Wertschätzung und Vertrauen zu den Beauftragten und schafft neue befriedigende Arbeit. Und natürlich müssen wir als ganze Gesellschaft diese Arbeit fianzieren mit einem Kindergeld, das den Namen verdient. Ich freue mich auf Kommentare und Antworten. Anne-Käthi

    Artikel: Gemeinschaftliches Wohnen und Carearbeit – zum Scheitern verurteilt?

  • Anne-Käthi Zweidler sagt:

    Liebe Gisela. Meine Alltagserfahrung ist, dass die Architektur nicht neu sein muss, um die Bedürfnisse nach Gesellschaft oder einsamkeit gleichermassen zu befriedigen. Ich durfte jahrlang in einem Altbau wohnen, in dem man vom Treppenhaus aus Einblick in die Küche hat. Dabei sah man an der Körperhaltung und Mimik der KüchenbewohnerIn bzw. der Treppenhaus-PassantIn sofort, ob er oder sie Lust auf einen Schwatz hat oder eben nicht. So funktionierte eine jahrelange gute Hausgemeinschaft mit Nähe und Alleinsein perfekt. Denkbar ist auch einfach, dass Menschen mit Lust auf Kommunikation ihre Wohnungstüren offen stehen lassen oder eben nicht, so wie das früher auf dem Land üblich war. Herzliche Grüsse und frohes Weiterdenken Anne-Käthi

    Artikel: Gemeinschaftliches Wohnen und Carearbeit – zum Scheitern verurteilt?

  • Dr. Gisela Forster sagt:

    Liebe Elfriede, ich bin ja (u.a.) auch Architektin und ich finde die Gedanken, die Du ausführst, sehr schön und interessant. Einige Gedanken dazu: Das Schwierige am Menschsein scheint mir zu sein, dass wir den Drang haben, einerseits eng zusammenzuleben, also in der Gruppe (der Herde) zu gehen, andererseits aber - und dies oft gleichzeitig oder immer wiederkehrend - das Bedürfnis ganz alleine, ganz einsam, ganz nur mit dem eigenen Ich zu leben - und eben auch zu wohnen. In diesem Zwiespalt den richtigen Weg (bzw. die richtige Wohnform) zu finden ist nicht leicht. Ein Haus der Gemeinschaft müsste beides erfüllen: Gemeinsamkeit und Einsamkeit. Also, wie lebe ich miteinander, freue mich, meine Nachbarn beim Weggehen und Nachhausekommen zu sehen, zu grüßen und gegrüßt zu werden, begrüße selbst die Gemeinschaft - und wie andererseits komme ich, wenn ich es mit anderen nicht mehr aushalte, alleine (sozusagen unsichtbar) in meine eigenen 4 Wände, verkrieche mich dort, fernsehe 3 Tage lang, ohne mit jemand zu sprechen und will niemanden sehe - bis ich wieder Luft zum Atmen für mich finde und wieder eine Gemeinsamkeit aushalte. Spontan würde ich sagen: 2 Treppenhäuser, eines für das gemeinsame Kommen und Gehen, eines für die Einzelgänger . wahlweise zu benutzen...und sich dieser Dualität, diesem doppelten Wollen, bewusst zu sein und respektiert zu werden. Wünsche Euch alles Gute für das Projekt und grüße ganz herzlich Gisela Forster

    Artikel: Gemeinschaftliches Wohnen und Carearbeit – zum Scheitern verurteilt?

  • Edith Oepen sagt:

    Hallo liebe Dorothee Markert, das war 2015, also vor 2 Jahren. Ich bin an einer Fortsetzung ihres Erfahrungsberichtes interessiert. Bin selber schon seit 2011 im Pensionistinnen Dasein und suche immer noch nach der Balance zwischen dem was ich noch "Arbeite" und "In die Welt bringen" möchte und dem einfach nur LEBEN, genießen und ZEIT haben den Pflanzen beim Wachsen zuzusehen ;-)) Also ich bin gespannt wie ihre letzten zwei Jahre waren. Gibt es eine Fortsetzung zu ihrem Artikel? Herzliche Grüße Edith Oepen

    Artikel: Mein erstes Lehrjahr als Rentnerin

  • Ute Plass sagt:

    Soeben diese Sendung gehört, die mir zu diesem Beitrag passend erscheint: Sehr wichtig der Hinweise zu beziehungsorientierten, wie sachorientierten Botschaften. http://www.deutschlandfunk.de/daswochenendjournal.1664.de.html Sendung vom 08.07.2017 Eine Frage der Identität Die Diskussion um den Doppelpass Das Bild zeigt eine verschlossene Holztür auf der Großer Sitzungssaal A1.16 steht. Des weiteren hängen drei Schilder an der Tür auf denen Einbürgerungsfeier, Bitte Türe geschlossen halten (Klimaanlage) und Bitte nehmen Sie Platz bis Sie aufgerufen werden - Kostenloser Getränkeausschank zu lesen ist. (Deutschlandradio / Petra Ensminger) Sie kommt immer wieder, die Debatte um den Doppelpass in Deutschland. Zuletzt ausgelöst durch die Abstimmung über das Präsidialsystem in der Türkei, bei dem Hunderttausende Deutsch-Türken für das Referendum stimmten. Der Anlass vor allem für Unions-Politiker, den Doppelpass wieder anzuzweifeln - weil er schädlich sei, der Integration nicht dienlich. Von Petra Ensmingert:

    Artikel: Wertebildung ist keine Einbahnstraße

  • Hanna Strack sagt:

    Liebe Christel, du hast mein Buch "Die Frau ist Mit-Schöpferin. Eine Theologie der Geburt" verlegt. Das hat mein Leben entscheidend geprägt, denn es folgten viele Vortragsreisen zum Thema. Das war so mutig und ich danke dir von Herzen dafür, auch Bettina hat als Lektorin Großartiges geleistet! Hanna

    Artikel: Hat die Frauenbewegung mitgestaltet

  • Fidi Bogdahn sagt:

    Leuchtturm sein...

    Artikel: Sich in der Differenz verwurzeln – wie geht das?

  • Gré Stocker-Boon sagt:

    Danke Dorothee Markert.

    Artikel: Sich in der Differenz verwurzeln – wie geht das?

  • Doris Weide sagt:

    Herzlichen Glückwunsch und danke für das Engagement, besonders für die Aussage: "Was hat das mit Dir zu tun, warum beschäftigt Dich das?"

    Artikel: Hat die Frauenbewegung mitgestaltet

  • Gré Stocker-Boon sagt:

    Danke Christel Göttert und gesellige Stunden am Geburtstag.

    Artikel: Hat die Frauenbewegung mitgestaltet

  • Ute Plass sagt:

    Und so wünsche ich, dass Christel Göttert noch viele viele Jahre ihren Autorinnen oder euch als Redaktionskolleginnen die Fragen stellen kann: „Was hat das mit Dir zu tun, warum beschäftigt Dich das? :-)

    Artikel: Hat die Frauenbewegung mitgestaltet

  • Heinz Mauch-Züger sagt:

    Vielleicht ist es eine Alterserscheinung, doch für mich ist unverkennbar, die bewegten Frauen haben viel erreicht. Von meiner Seite ein Dank an alle, die sich nach wie vor für die Veränderung einsetzen. Für mich die neue Qualität, die sich durch die Frauenbewegung mehr und mehr breit macht, ist, dass unbedingt auch der Männerbegriff neu definiert werden muss. Das ist nicht neu, doch es wird deutlich, dass wir alle letztlich "gemachte" Wesen sind und hinter dem Wust von Kultur eben nicht viel mehr übrig bleibt als Lebewesen, die ihr Überleben organisieren mussten und "männlich" und "weiblich" mal ein Schritt der Organisation gewesen ist. Für mich heisst das, alles ist offen, alles ist möglich und die Digitalisierung trifft uns alle mit gleicher Wucht. (Und dann spielen alle diese alten Muster von Macht und Hierarchie ihr Spiel). Ich meine einfach, weitermachen, beharrlich, herzlich und so blitzgescheit wie bis anhin.

    Artikel: Hat die Frauenbewegung mitgestaltet

  • Johanna Beyer sagt:

    Diesem wunderbaren Geburtstagsgruß mit dem Blick auf die jüngere Frauenbewegungsgeschichte schließe ich mich uneingeschränkt an. Schade, dass es efi - evangelische Fraueninformationen für Bayern - nicht mehr gibt. Hier hätte dieser Glückwunsch ebenfalls einen guten Platz gefunden.

    Artikel: Hat die Frauenbewegung mitgestaltet

  • Cornelia Roth sagt:

    @Kristin: Ich habe auch schonmal über den Zusammenhang zwischen Selbstverständnis und selbstverständlich nachgedacht, fand ihn aber nicht so sehr vorhanden. "Selbstverständlich" betont, daß sich etwas von selbst versteht. Mein Selbstverständnis kann das beinhalten, was ich selbstverständlich als zu mir zugehörig empfinde; ich kann mich in meinem Selbstverständnis aber auch ganz unselbstverständlich für oder gegen bestimmte Zugehörigkeiten entscheiden.

    Artikel: „Selbstverständnis“ statt „Identität“

  • Kristin Flach-Köhler sagt:

    Ich frage mich gerade, wie Selbstverständnis und selbstverständlich zusammengehören? Wenn ich mich selbst in meinem Lebensumfeld mit meinen Beziehungen und Zusammenhängen verstehe, dann kann ich selbstverständlich reagieren und handeln?! Mir gefällt der Begriff Selbstverständnis für Identität auch sehr gut, weil mein Selbstverständnis kontextgebunden ist und sich je nach Kontext immer wieder neu finden muss. DA werde ich noch ein bisschen weiter drüber nachdenken. Danke für die Anregung!

    Artikel: „Selbstverständnis“ statt „Identität“

  • Ina Praetorius sagt:

    Im Begriff "Identität" steckt das Gleichseinwollen, das (komplette) Übereinstimmenwollen. Womit will ich "identisch sein", also übereinstimmen? Mit etwas Festem, Unveränderlichem. Und also: mit mir selber, so wie ich (angeblich) gestern und vorgestern und immerdar schon war. Dieses Mit-mir-selbst-identisch-sein-Wollen erweist sich als zwanghaft, wenn ich mir klar mache, dass die Wirklichkeit sich ständig wandelt wie ein schwangerer Körper (Matrix), und ich (wie der Fetus) in ihr. "Selbstverständnis" scheint mir diesem zwanghaft-vereinheitlichenden Konzept vom eigenen Ich gegenüber tatsächlich als eine sehr gute Alternative. Denn "Verständnis" suggeriert: Zuhören, Anteilnahme, Veränderungsbereitschaft, in diesem Fall mir selber gegenüber. Danke für die gute Idee, liebe Cornelia!

    Artikel: „Selbstverständnis“ statt „Identität“

  • Ute Plass sagt:

    Mir gefällt es, Identität durch "Selbstverständnis" zu *verklaren*. Und die Fragen im letzten Abschnitt finde ich sehr hilfreich für den jeweils eigenen Klärungsprozess. :-)

    Artikel: „Selbstverständnis“ statt „Identität“

  • Irmgard Kampmann sagt:

    Liebe Cornelia Roth, vielen Dank für deinen erhellenden Artikel! Deine Unterscheidung von "Identität" und "Selbstverständnis" finde ich sehr nützlich. Ich sehe das wie du: In allem, was uns Menschen betrifft, gibt es eigentlich keinen Sachverhalt oder Tatbestand, wie es der Begriff "Identität" suggeriert, sondern immer ein Umgehen-mit, ein Interpretieren und Stellung nehmen zu etwas, was wir als Tatbestand empfinden. Sobald wir von Selbstverständnis sprechen, kommen Freiheit, Entscheidung und die Möglichkeit von Alternativen und Wandlungen ins Spiel.

    Artikel: „Selbstverständnis“ statt „Identität“

  • Esther Gisler Fischer sagt:

    Alles schön und gut! Doch nun einfach die Erwersarbeit madig zu machen, kanns wohl auch nicht sein oder?! Beide Formen von Arbeit sollten vereinbar sein, sind es tatsächlich jedoch nur schwerlich, da andere Kompetenzen gefordert sind und sie mehrheitlich andere Geschwindigkeiten haben. Doch ist gesellschaftlich gesehen halt die care-arbeitenden Frau des Ministerpräsidenten immer noch unter ihm und der Preis ihres Engagements, das auch nicht immer sehr sexy ist, schlägt sich dann in ihrem Alter einer geringeren Rente nieder.

    Artikel: Arbeit und Augenhöhe

  • Jutta Pivecka sagt:

    @Rosemarie Pfeiffer Ich stimme vollkommen zu. Ein Mann, der "Care-Arbeit" mit Rücksicht auf Erwerbsarbeit seit Lebens weitgehend vermieden hat, wird kaum auf "Augenhöhe" mit (s)einer Frau sprechen können :-) Es fehlen ihm nämlich höchstwahrscheinlich eben jene wichtigen Erfahrungen, Werte und persönlichen Entwicklungschancen, die mit Erwerbsarbeit unvereinbar sind. LG

    Artikel: Arbeit und Augenhöhe

  • Ute Plass sagt:

    Obszöne Auswüchse und Brutalität der vorherrschenden Arbeitsideologie zeigen folgende Beiträge: "Anzeige gegen Jobcenter Pankow: Berliner Mutter wehrt sich gegen Stelle in Sexshop Frigga Wendt ist Mutter eines Kindes, hat an der Humboldt-Uni Physik studiert und arbeitet als Freiberuflerin in Vereinen, Lernwerkstätten und Schulen. Doch wenn es nach dem Willen des Jobcenters Pankow geht, steht die 36-Jährige künftig im Sex-Shop. Dort soll sie Erotikzeitschriften und Sex-Spielzeug verkaufen. Das Jobcenter hat der Frau jedenfalls ein Stellenangebot inklusive Aufforderung zum Vorstellungsgespräch in einem Erotik-Laden geschickt. Doch Frigga Wendt wehrt sich. Sie hat Strafanzeige wegen Nötigung erstattet." http://www.berliner-zeitung.de/berlin/anzeigejobcenterpankow-27033694 http://www.bg45.de/index.php/9870/bescheid-vom-jc-aufforderung-zur-prostitution/

    Artikel: Arbeit und Augenhöhe

  • Rosemarie Pfeiffer sagt:

    vielleicht aber müssen wir nur unseren Blick in die andere Richtung wenden? Wieso kann der politisch oder werktätige Mann nicht "auf Augenhöhe" mit seiner in Fürsorgearbeit beschäftigten Frau kommunizieren? Vielleicht, weil ER den Anschluss verpasst hat? Er sagt ja nichts darüber aus, wer "oben" und wer "unten" denkt oder redet- es ist unsere Wahrnehmung, die das so interpretiert. Was sagt DAS denn nun über UNSER Denken aus? An die Nase fassen sollten wir uns und der Frau dankbar sein, dass sie ihm bewusst gemacht hat - er hat den Boden unter den Füßen verloren und fliegt nun davon. Soll er doch. Sie wird allein klar kommen und muss nicht mehr immer beim Sprechen nach unten gucken

    Artikel: Arbeit und Augenhöhe

  • Juliane Brumberg sagt:

    Liebe Jutta, Du stellst wichtige Fragen und es reicht nicht, sie an die Politiker und Politikerinnen weiter zu reichen. Für die Antworten bedarf es kreativer Denkarbeit von uns allen. Und Hartnäckigkeit sowie Wachsamkeit, damit die Fragen immer wieder die notwendige Aufmerksamkeit bekommen.

    Artikel: Arbeit und Augenhöhe

  • chris sagt:

    sehr guter Artikel von Frau Pivecka! Danke. Eigentlich alles bekannt - doch immer noch keine Einsicht + Verantwortung bei den Verursachern + winzig Widerstand + Anklage seitens der Leidtragenden. Dieses Beispiel von Ungleichheit, Unfreiheit (inkl. folgende menschliche, ökologische Desaster)geschieht wie selbstverständlich immerfort im apathischen demokratischen System. Ohne aufgezwungene schmerzhafte Bewußtseinsarbeit mit folgenden kompromißlosen persönlichen Einbußen bei den von uns gewählten Entscheidern,demokratischen "Apparaten", Partnern oder komplette Verweigerung (Karriere, Care-Arbeit, Lohnarbeit) .....wird sich NICHTS ändern!

    Artikel: Arbeit und Augenhöhe

  • Dagmar Gruß sagt:

    Sprachlichen Entgleisungen gehen Gedankenentgleisungen voraus. Wie kommen wir endlich dazu, Fürsorgearbeit, die ja einen liebenden Blick auf Bedürftige voraussetzt, zu würdigen als Einsatz für das Leben? Wahrscheinlich muss die Robotik die Erwerbsarbeit noch überflüssiger machen, bevor diese notwendigen Neubewertungsprozesse, was einen Menschen adelt, allgemeiner ins Bewusstsein kommen.

    Artikel: Arbeit und Augenhöhe

  • Esther Gisler Fischer sagt:

    Ja, finde ich auch; doch die Antworten habe ich nicht darauf ...

    Artikel: Arbeit und Augenhöhe

  • Andrea Meisel sagt:

    Sehr guter Artikel! Und die richtigen Fragen.

    Artikel: Arbeit und Augenhöhe

  • Martin Mair sagt:

    Zum Trost: Es gibt auch paternalistische Frauen! Auch unter Feministinnen gibt es engstirnige Lohnarbeitsfetischistinnen, die nur über die Lohnarbeit eine Emanzipation der Frau sehen ... Und auf den Jobcentern usw. gibt es viele Frauen die auch zu villfährigen MittäterInnen geworden sind. Wo bleibt da die kritische Auseinandersetzung?

    Artikel: Arbeit und Augenhöhe

  • Ute Plass sagt:

    Diese wichtigen Einsichten sollten auch an die sog. politischen Entscheidungsträger*innen heran getragen werden. Selber schreibe ich mir schon seit Jahr und Tag 'die Finger wund' (kleine Übertreibung), und so werde ich dieses Beitrag z.B. an Herrn Albig weiterleiten.

    Artikel: Arbeit und Augenhöhe

  • bournout sagt:

    Es ist schon eine gross Schande, das einige von uns in der heutigen Zeit gleichzeitig so viel Toleranz für schwerste Gewaltverbrecher innerhalb von eigenen Familien aufbringen und gleichzeitig aber so intolerant sind z.B gegenüber Flüchtlingsmännern die nach Europa kommen um Ihren Familien in der eigenen Heimat helfen zu können... verkehrte Welt bleibt da nur zu sagen :/ Liebe Grüsse Jean Pierre

    Artikel: „… sonst bring ich dich um!“

  • Sandra Divina sagt:

    Den ersten Anspruch, den ich an die Verfasserinnen von Kommentaren stellen moechte, ist der, ein korrektes Standard-Deutsch zu schreiben. Insbesondere beziehe ich mich hier auf die Beitraege von c. und Judith (was sind das fuer Namen, wenn es sich doch um ein oeffentliches Forum handelt?!). Deren Beitraege sind schier unleserlich. Die Redakteurinnen von beziehungsweise weiterdenken moechte ich dazu einladen, selektiver zu sein. Viele Kommentare sind einfach Non-Sens bzw. viel zu unueberlegt verfasst. Da macht man es sich einfach bequem. Und ein korrektes Deutsch sollte Mindestvoraussetung sein. Schliesslich wird das Forum nicht unbedingt nur von (bundes)deutschen Muttersprachlern besucht. Liebe Gruesse

    Artikel: Mehr weiterdenken

  • Alwine Deege sagt:

    Liebe Juliane, ich möchte im September zum 1. Mal eine Gruppensingreise auf Lesbos anbieten und dein Bericht hat mir sehr geholfen, eventuellen Ängsten entgegenzuwirken, die interessierte SängerInnen haben können. Ich freu mich sehr auf die Insel, das Singen, das Wandern an diesem besonderen Ort. Vielleicht ergibt sich auch ein Singen mit den Flüchtlingen. Also, wer noch mitreisen möchte - Willkommen im Milelja Inselgarten ! Weitere Infos findet ihr auf meiner Homepage www.alwine-deege.com

    Artikel: Lesbos – eine heilende Insel

  • Johanna Helen Schier sagt:

    Liebe Birgit! Vielleicht kann die Vergänglichkeit als Freundin gesehen werden im Sinne von: "Ich bin hier!"

    Artikel: Wie sich die 50-jährige das Altwerden vorstellte – und wie die 67-jährige es erlebt

  • Johanna Helen Schier sagt:

    Hallo Birgit O.B.! Vielleicht kann die Vergänglichkeit nicht als Bedrohung sondern vielmehr als Freundin gesehen werden im Sinne von: "Ich bin hier!"

    Artikel: Wie sich die 50-jährige das Altwerden vorstellte – und wie die 67-jährige es erlebt

  • Wilcke, Gabriele sagt:

    Liebe Juliane, vielen Dank für diesen wichtigen und berührenden Bericht. Auch ich finde, dass wir die Griechen und die Menschen auf Lesbos unterstützen und unsere Solidarität zeigen müssen, wenn schon unsere Regierungen das nicht tun können oder wollen. Ich war früher nie in Griechenland, habe aber meine letzten beiden Urlaube aus Solidarität dort verbracht, und die Freundlichkeit der Menschen, aber auch ihre Not haben mich sehr berührt. Und dass gerade die, die selbst so wenig haben, noch so bereitwillig geben, das hat mich tief beschämt. Also alle auf nach Griechenland, ins schönste Land auf Erden! Herzlichst, Gaby

    Artikel: Lesbos – eine heilende Insel

  • Gertraud Frick sagt:

    vielen Dank für deinen Brief. ich bin traurig und beschämt, dass die Menschen so allein gelassen werden, nachdem sie soviel gegeben haben. ich kenne Molivos und vor allen dingen Milelja gut und versuche Interessiert Griechenlandreisende zu motivieren, nach Lesbos zu fahren.

    Artikel: Lesbos – eine heilende Insel

  • Birgit O. Erlenbruch sagt:

    Der Zahn der Zeit er nagt an Dir Vergänglichkeit ruft: „Ich bin hier!“ Du willst vergessen, willst entfliehn. „Komm, setz Dich raus, genieß das Grün.“ © B.O. Erlenbruch (*1954)

    Artikel: Wie sich die 50-jährige das Altwerden vorstellte – und wie die 67-jährige es erlebt

  • Esther Gisler Fischer sagt:

    Deinen Artikel zum "Fratriarchat" habe ich auch gleich noch gelesen. Ja, es bleibt viel zu tun!

    Artikel: Radikaler Feminismus

  • Esther Gisler Fischer sagt:

    Wunderbar liebe Dorothee;-du fasst auch mein Unbehagen an der real existierenden Kultur so trefflich in Worte und stellst in schöner Weise einen genealogischen Bezug her zu Denkerinnen durch die Zeit. Merci!

    Artikel: Radikaler Feminismus

  • Diana Engelhardt sagt:

    Dazu noch was zum Lachen, frei nach Fred Endrikat: Phallosophie Es streiten sich die Philosophen seit alters her schon um das Thema Frau. Der eine singt ihr Lied in schönsten Strophen, der andre wünscht sie in den Höllenofen. Nur leider stimmt das Meiste nicht genau. Das ist das Leidige am Pfau. Denn oftmals ist der größte Mann was Frau´n betrifft – gewiss nicht klug. Der eine nix mit Frauen kann, den andern ficht die Mama an, der dritte, bekommt gar nie genug und tröstet sich mit Selbstbetrug. Sie wollen Wahrheit offenbaren verschmähen aber alle Leibessachen, dass Frau´n es war´n, die sie gebaren und sorgend immer um sie waren verwerfen ihre Phallusdrachen. Das finden Frauen nicht zum Lachen. Lieber schreiben heut die Weiber, denn sie wolln sich nicht beschweren, über ihre eignen Leiber ungehemmt von jedem Neider. Sie sprechen über ihr Begehren anstatt was von `nem Mann zu lehren. Sie haben ihre eigene Sicht, die sie zu ihren Themen machen. Dass Manche staunen, stört sie nicht, sie hoffen auf ein Einsichts- Licht, und freu´n sich - was die Enkel machen... Das finde ich mit Recht zum Lachen!

    Artikel: Radikaler Feminismus

  • Gré Stocker-Boon sagt:

    Es gibt normale soziale Handlungen was selbstverständlich sein sollte,z.B.alte Menschen behilflich sein,ihr schweres "Einkaufswägeli" im Bus zu heben,damit sie mitfahren können,usw.Animation und animieren können sind Qualitäten die Menschen die sozial tätig waren und sind eher angerechnet werden können.Leider sucht man dies nicht,oder viel zu wenig in dieser Gruppe.Ich meine,es gibt Qualitäten aus den letzten 40-50 Jahren die noch offen brach liegen und anders eingesetzt sein wollen.Die HochschulabsolventenInnen stehen erst am Anfang und würden diese Gruppe überspringen und meinen,sie hätten das Rezept im Sack.Der Brückenbau und die nachziehende Verbindungen wären noch auszuschöpfen.Und diese Qualitäten noch in Bewegung zu setzen,bevor anderes fällig wird.Denn Menschen die zu uns kommen und Intigriert sein wollen brauchen auch ein volles Equipment.Ob da nicht einen Haken liegt?!

    Artikel: Feminismus und das Soziale

  • Diana Engelhardt sagt:

    Danke, danke danke - für die klar beschriebene Geisteshaltung der „dritten Welle“ ! Ich arbeite unentwegt an der "Verwurzelung in der weiblichen Genealogie dort, wo jüngere Frauen von den Kämpfen ihrer Vormütter profitieren. Diese Genealogie von denkenden Frauen ist wissenschaftlich nachweisbar im Verlauf der Geschichte, sie existiert, ist konkret und real. Jene Frauen, die in ihrer Differenz verwurzelt waren, legten Zeugnis ab, sie schrieben, dachten und kommunizierten untereinander auf sehr ähnliche Weise, trotz der Jahrhunderte, die sie voneinander trennen." Monatlich in meinem Frauenseminar zur Frauengeschichte diskutieren wir darüber… Ich kannte viele Männer - zum Glück, kenne ich immer weniger davon - die sich selbst und "die Art, wie sie wahrnehmen, denken und sprechen, für die einzig mögliche und richtige halten, dazu leider einige Frauen – in meinem Alter – die das konkrete Phallo-Verhalten von „ihren Männern“ immer wieder bestätigen." Danke, danke danke für die Formulierungshilfen! Diana Engelhardt

    Artikel: Radikaler Feminismus

  • Fidi Bogdahn sagt:

    Diesen Text werde ich noch einige Male lesen - zu anderer Tageszeit, mit leerem Magen, spät Nachts, alleine, zusammen, irgendwie immmmmmerzu; er trifft mich an. Danke all euch Denkerinnen!

    Artikel: Radikaler Feminismus