beziehungsweise – weiterdenken

Forum für Philosophie und Politik

Neueste Kommentare

  • Bari sagt:

    Vielen Dank für den Bericht. Ich denke über ein Stichwort nach:"Worin besteht der Unterschied, ob Frauen als „neutraler Mensch“ oder ausdrücklich als Frau auftreten?" ich kann mir nicht vorstellen, dass Frau oder auch Mann als "neutraler Mensch" auftritt. Wie soll das aussehen? Wir nehmen einander doch in der Gesamtheit der Person und auch als Frau oder Mann wahr. Das beeinflusst meine ich besonders unbewusst unsere Wahrnehmung und damit unser Denken und Verhalten. liebe Grüße Bari

    Artikel: Geballte weibliche Autorität ist in der Welt, …

  • Yvonne Renne sagt:

    Vielen Dank für diesen Bericht. Ich war leider zu spät mit meiner Anmeldung und konnte nicht dabei sein. Was ich schon vorher angenommen hatte, nämlich, dass ich etwas wichtiges verpassen werde, hat sich jetzt bestätigt. Immerhin ist es etwas relativiert dadurch, dass ich zumindest ein bischen etwas mitgekriegt habe,- und weiß, dass ich die nächste Tagung auf keinen Fall verpassen möchte. Vielleicht in größeren Räumen, mehr Zeit und Frauen? Einen Dank am Alle Teilnehmerinnen für Euer Engagement. Liebe Grüße aus Köln Yvonne

    Artikel: Geballte weibliche Autorität ist in der Welt, …

  • Susanne Bischoff sagt:

    Danke Dir für dieses Zusammendenken und Entwickeln! Ganz ausgezeichneter Beitrag, der sich wunderbar für weitere Gespräche eignet und vielleicht such hilfreich ist, die Generationensprünge in Verständigung feministischer Diskurse zu bringen.

    Artikel: Weibliche Autorität in der Welt stärken

  • Antje Schrupp sagt:

    @Frank - Naja, weil du in deinem privaten Umfeld mehr pflegende Männer kennst als Frauen, heißt das ja noch nicht, dass das ein gesellschaftlicher Trend ist. Soweit ich die Statistiken zu dem Thema verfolge, ist es nach wie vor so, dass über 80 Prozent der professionellen Pflegekräfte und über 70 Prozent der in der häuslichen Pflege Tätigen Frauen sind. Das würde ich schon als vergleichsweise "geringes Interesse von Männern" ansehen - wenn du da andere Statistiken kennst, gerne hier verlinken. Der vergleichsweise höhere Anteil pflegender Männer im häuslichen Bereich ergibt sich daher, dass Ehepaare sich in der Regel logischerweise gegenseitig pflegen, wenn eine_r im Alter pflegebedürftig wird. Heißt: Der Hauptteil der 30 Prozent zuhause pflegenden Männer pflegt ihre Ehefrauen. Es steckt kein besonderes "Interesse" dahinter, sondern schlicht alltägliche Notwendigkeit. Eltern oder gar Schwiegereltern werden hingegen deutlich seltener von Söhnen/Schwiegersöhnen gepflegt als von Töchtern/Schwiegertöchtern, auch wenn hier sich das Verhältnis langsam wandelt, hauptsächlich aber deshalb, weil Töchter/Schwiegertöchter diese Arbeiten auch nicht mehr so häufig übernehmen wie früher. Wenn du dazu aussagekräftige Zahlen hast, wäre ich dankbar, in den üblichen Statistiken wird nämlich "häusliche Pflege" oft zusammengefasst und nicht aufgedröselt, wer wen warum pflegt. Das heißt nicht, dass das immer so bleibt und auch nicht, dass vielleicht langsam der Anteil von Männern in diesen Tätigkeitsfeldern steigt, aber vorläufig halt noch mit der Betonung auf "langsam".

    Artikel: Packen wir es sinnvoll an!

  • Frank sagt:

    Und um noch ein bisschen - auch empirische - Butter bei die Fische zu bringen: https://bundesforum-maenner.de/maenner-und-arbeit/pflege/ Ein Beitrag bereits vom 23.02.2015.

    Artikel: Packen wir es sinnvoll an!

  • Ute Plass sagt:

    Erfreulich: "Wir sind hier, um böse zu sein" http://www.deutschlandfunk.de/demo-fuer-frauenrechte-und-gegen-trump-wir-sind-hier-um.1818.de.html?dram:article_id=376978 Hoffentlich hält sich diese wunderbare Bosheit auch über Trump hinaus. :-)

    Artikel: Der alte Prinz Feminismus und die junge Lust, die Welt zu verändern

  • Schier, Johanna Helen sagt:

    Leider ist keine Fahrgemeinschaft zustandegekommen.Ich konnte nicht dabei sein am 21.Januar. Das ist schade!Freue mich über Beiträge von Frauen, die teilgenommen haben an der Tagung.

    Artikel: "WEIBLICHE AUTORITÄT IN DER WELT STÄRKEN" Jubiläumstagung der bzw-Redaktion am 21. Januar in Frankfurt

  • Frank sagt:

    Eigentlich habe ich in meinem persönlichen Umfeld z.Zt. überwiegend Männer, die ihre Eltern oder Frauen pflegen, vor allem Männer der Jahrgänge 1955 bis 1965. Die meisten dieser Männer sind wegen der Zivildienstverpflichtungen (Rettungsdienste/Alten-/Pflegeheime) bis Ende der 90er Jahre dafür auch recht gut gerüstet, anders als die wenigen Frauen, die in meinem Umfeld z.Zt. pflegen. Die unterlagen nämlich diesen Verpflichtungen nicht und haben deshalb auch keine Schulungen erhalten. Folge: Unvermögen, Überforderung, mangelnde Distanz, Kleinkriege mit den zu pflegenden Menschen. Wie geht das mit Ihrem Postulat zusammen, dass nur wenige Männer sich für Care-Arbeit "zuständig" fühlen ? Oder sprechen Sie nur vom professionellen Bereich ? Auch in diesem steigt aber die Anzahl der Männer - zumindest hier im Raum Berlin - kontinuierlich an. Wie passt das also ?

    Artikel: Packen wir es sinnvoll an!

  • Sabrina Bowitz sagt:

    Hier nochmal die Übersetzung des Zitats, entschuldigt, das hatte ich vergessen: "Lass die Scham dort wo sie hingehört. Es ist nicht deine, du solltest sie nicht tragen. Unsere Gesellschaft stellt für die Überlebenden von Traumata Diagnosen wie psychisch "krank", obwohl es diese sozialen Bedingungen und die abgrundtief schrecklichen Dinge, die Menschen angetan werden,sind, die die wirklichen Störungen darstellen".

    Artikel: Vergewaltigt vor 44 Jahren

  • Sabrina Bowitz sagt:

    Ich wollte mich auch für den Mut bedanken! Mir ging es genauso, ich kann gar nicht mehr aufzählen, auch völlig egal in welchem Umfeld und aus welchem Land und wie unendlich viele Mädchen und Frauen dann gesagt haben, dass sie auch vergewaltigt wurden, wenn eine Frau das ausgesprochen hatte. Es ist unglaublich schlimm. Ich habe nicht mal ein Wort dafür. Ich kenne auch viele Frauen, die dann nie wieder irgendeine Partnerschaft wollen und das auch nie wieder leben können, besonders aber auch ihre Berufe nicht mehr machen können und und und. Darüber spricht dann niemand gerne. Genauso wenig darüber, was Frauen ständig angetan wird. Daher danke für diesen unglaublichen Mut! Noch zu den Blicken und den Aussagen, dass die Opfer von solcher grausamer Gewalt in irgendeinem Sinne "krank" wären, hier nur diese stärkende Aussage, auch für alle anderen, denen diese Gewalt angetan wurde: „Keep the shame where it belongs. It is not yours to carry. Our society diagnoses survivors of trauma as mentally ill, when it is their social conditions and the horrifying things that happen to people that are the real disorders“ (CarmenLeah Ascencio.

    Artikel: Vergewaltigt vor 44 Jahren

  • Ute Plass sagt:

    Auch das hier ermutigend, weil es zeigt, dass die junge Lust recht lebendig unterwegs ist, während 'der alte Prinz Feminismus' in den hiesigen Breitengraden im 'Quotenpalast' eingeschlafen scheint. https://www.klassegegenklasse.org/70-000-menschen-gegen-gewalt-an-frauen-und-lgbti/

    Artikel: Der alte Prinz Feminismus und die junge Lust, die Welt zu verändern

  • Gudrun Nositschka sagt:

    Zu den lebenden Wesen gehört auch unsere Erde. Vermutlich kommunizieren die Wissenschaftsbereiche nicht ausreichend untereinander, sonst die Erkenntnis vielleicht schon auch Bestandteil der Ökonomie geworden. Oder ist die patriarchale Ökonomie gar keine Wissenschaft?

    Artikel: Kostenkrankheit ist Menschengesundheit (ziemlich oft jedenfalls)

  • ursula Knecht sagt:

    Menschen sind WürdeträgerInnen und nicht Kosten auf zwei Beinen.

    Artikel: Kostenkrankheit ist Menschengesundheit (ziemlich oft jedenfalls)

  • Ute Plass sagt:

    Die tagtäglichen Wirtschaftsnachrichten sprechen eine Sprache, die menschliches Elend, Befürchtungen und Leid hinter Zahlen versteckt. Da heißt es dann: Die Wirtschaft leidet, die Märkte reagieren pessimistisch, die Aktienkurse spielen verrückt ......... Ich halte es für notwendig, Wirtschaftsredaktionen auf diese Verschleierung u. Sprachverschmutzung hinzuweisen. Der 'Aufstand v. Wirtschaftsstudierenden'ist schon seit einiger Zeit im Gange: http://blog.arbeit-wirtschaft.at/der-aufstand-der-wirtschaftsstudierenden/.

    Artikel: Kostenkrankheit ist Menschengesundheit (ziemlich oft jedenfalls)

  • Esther Gisler Fischer sagt:

    Danke Ina für deine widerständigen Gedanken! Krank sind diese selbsternannten Ökonomen; -oh, wie mir vor denen graust! Dass die wirtschaftswissenschaftliche Lehre zu einseitig sei, das merken nun auch Studierende und sogar Forschende an den Schweizer Wirtschaftsfakultäten. Der Bericht dazu (2. Beitrag von unten): http://www.srf.ch/sendungen/rendez-vous/fall-adeline-wird-neu-aufgerollt

    Artikel: Kostenkrankheit ist Menschengesundheit (ziemlich oft jedenfalls)

  • Beate Vinke sagt:

    Danke sehr dafür, dass Sie mir/uns hier Ihre ganz eigene Geschichte erzählen!

    Artikel: Vergewaltigt vor 44 Jahren

  • Pia D. sagt:

    Es ist erstaunlich und bewundernswert, wie stark und lebensbejahend gerade jene Frauen sein können, die solch traumatisierenden, lebensbedrohlichen Erfahrungen ausgesetzt waren. Danke, liebe B.für, deine Offenheit und dass du dir die Freude am Leben nicht hast nehmen lassen!

    Artikel: Vergewaltigt vor 44 Jahren

  • Esther Gisler Fischer sagt:

    Eine schreckliche Geschichte in der Tat. Gerne stelle ich hier jedoch fest, dass die meisten sexuellen Übergriffe wie Nötigungen und Vergewaltigungen nach wie vor durch Personen im privaten Umfeld begangen werden.

    Artikel: Vergewaltigt vor 44 Jahren

  • Eveline RATZEL sagt:

    Noch eine Info zum Lutherjahr Herr Hasselhorn, Organisator der Festivitäten, hat auf Wunsch nach einem Beitrag von Mary Daly von mir das tape mit einer Rede von Daly bekommen. In all dem Geluthere wird also ihre Stimme (und die von Erika Wisselinck) ertönen. Ist doch was, oder? Liebe Grüsse und ein bewegtes 2017 wünscht Eveline

    Artikel: Martin Luther und die Hexen

  • Dagmar Gruß sagt:

    Vielen Dank für die Information, die ich dankbar entgegennehme, dazu noch eine weitere: Die drei Bonner Kirchenkreise unterstützen ein Projekt der Frauenbeauftragten des Ev. Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel, Sabine Cornelissen, und der Synodalbeauftragten für Frauenfragen des Ev. Kirchenkreises Bonn, Dagmar Gruß, mit dem Titel "Festival der Reformatorinnen" - eine dreistündige Theaterveranstaltung mit Renaissancemusik incl. Pause mit mittelalterlichem Essen. Es kommen Katharina von Bora, Katharina Schütz, Olympia Fulvia Morata, Wibrandis Rosenblatt, Elisabeth Cruciger, die Täuferin Elisabeth Hecklerin, Argula von Grumbach, Anna Stolberg, Ursula von Münsterberg, Ursula Weyda, Caritas Pirckheimer, Elisabeth von Calenberg-Göttingen u.a. ins Gespräch und präsentieren sich als Reformatorinnen mit eigenem theologischem Profil. Wieder ein Versuch, das Reformationsjubiläum als Feier einer Bewegung in die Neuzeit zu begehen und nicht zu einem Heldenepos verkommen zu lassen ... Viele Grüße, Dagmar Gruß, Pfrn. Dagmar Gruß

    Artikel: Martin Luther und die Hexen

  • Brunhild Krüger sagt:

    Liebe Frau Brumberg, herzlichen Dank für diese Information. Ein Hinweis: der Link auf das Kriminalmuseum ist falsch ( muss am Ende "m" statt "n" heißen). Herzlichst B. Krüger (Lutherstadt W.)

    Artikel: Martin Luther und die Hexen

  • Schier, Johanna Helen sagt:

    Hallo Anja! Ich habe auch eine kleine Geschichte verfasst: "Ewa und Maria" Im Spätsommer dieses Jahres steht unerwartet eine alte Dame mit Rollator und Rucksack, sowie einer Katze, geführt an einem pinkfarbenen Hanfseil vor Ewas Haustür. "Hej, da bin ich!", lacht sie freundlich und zeigt auf die alte Standuhr im Flur des alten Hauses. "Punkt 15:00 Uhr hatten wir vereinbart." "Es ist doch Sonntag", fragt sie zögernd und nun klingt ihre Stimme brüchig. Blitzschnell überlegt Ewa, wie sie die Situation einschätzen will. Ist die alte Frau eine Spaßmacherin im Sinne von "verstehen Sie Spaß" oder womöglich geflohen aus dem nahegelegenen Altersheim? Alle Bedenken beiseite schiebend bittet Ewa Sie herein, bietet ihr einen Platz an im hellblauen Samtsessel,schiebt Kekse auf einem Teller in ihre Richtung. "Mögen Sie mir erzählen, was genau Sie zu mir führt? Wie sind Sie auf mich gekommen?" Es geht um ein Feennetzwerk". Die alte Frau stellt sich vor mit Namen und Herkunftsort und erklärt Ewa geduldig und sehr präzise, ihr Patenkind Mia, Kunststudentin aus Berlin, habe per E-Mail und auch telefonisch eine Übernachtungsmöglichkeit in ihrem, Ewas Haus, vereinbart. Ewa traut sich nicht, der alten Dame, Maria, zu offenbaren, dass sie in der Tat seit ein paar Monaten Mitglied in dem weltweiten "Feministischen Feennetzwerk" ist, aber mit Sicherheit diese Vereinbarung mit Maria Patenkind Mia nicht getroffen hat! Was tun in dieser heiklen Lage? Es gibt nur eine Erklärung: Ewa war ein paar Tage nicht vor Ort und ließ Haus und Tiere be-und einhüten von ihrer Nichte Jo, ausgebildete "Puppenspielerin". Jo hat eine ausgeprägte Phantasie und Vorstellungskräfte, die sie manchmal über Grenzen gehen lassen. Das Ganze ist dann schnell geklärt: Ewa erreicht Jo problemlos und sofort über Handy. Lachend gesteht sie. Ja! Sie hat das Arrangement vereinbart und bittet Ewa, der alten Dame, Maria, eine Nacht in ihrem Haus Quartier anzubieten. "Wir sprechen uns noch" und "mach das nicht noch einmal", mit diesen Ermahnungen verabschiedet sich Ewa hastig von der Nichte. Und: Jaaah, die Maria kann bleiben, eine Übernachtung ist O.K. Es wird ein schöner Sonntag und das Frühstück am nächsten Morgen schenkt Ewa gern, ebenso wie die Übernachtung auf dem Gästesofa.Beim "Feministischen Feenetzwerk" entstehen grundsätzlich keine Kosten. Das Prinzi ist Tausch. Übrigens: Es ist kein Restgroll gegenüber der Nichte verblieben. Ganz im Gegenteil. Im Gegenzug zum kreativen Sonntag hat Ewa von Maria eine Einladung erhalten zu einem Backtag Mitte Dezember. Zufall? Ewa hatte am Sonntag große Papierbahnen ausgelegt, Malutensilien: Pastellkreiden,Öl- und Acrylfarben sowie "Tonfelder" lagen bereit,weil Ewa zum Montag zwei Kinder erwartete zum "Malen und Tonen". War Marias Katze zufrieden? Aber ja! Sie hatte sich unkompliziert integriert in die "Gartentigergruppe". Am Montag verabschiedet sich Ewa herzlich von einer neuen Freundin. Maria! Winkend, mit wehendem langen Grauhaar, Rollator und Katze, geführt am pinkfarbenen Hanfseil, geht sie mit zügigen Schritten in Richtung Busbahnhof .

    Artikel: Der alte Prinz Feminismus und die junge Lust, die Welt zu verändern

  • Anja sagt:

    Hallo, ich finde die Frage toll! Weil Feminismus ein Ismus ist und ich die "Ismen" ganz gern auf der patriarchalen Seite parke ... Ich habe mich mit einer Minigeschichte zwar nicht an Dornröschen, aber am Märchen vom Fischer und seiner Frau versucht - Dank an meinen Schreibkurslehrer, der die Aufgabe stellte, mit einer Szene zwischen der Frau und ihrer Freundin einzusteigen - und herausgekommen ist das da: ****** Brot und Rosen – In kleinen Dosen Sie hüpft aufgeregt von einem Bein auf das andere: „Sie kommt! Sie kommt!“ ruft sie immer wieder, klatscht in die Hände und dreht sich im Kreis. Strahlende Sterne ihre Augen, leuchtende Sonnen ihr Mund. Und das Herz ein Meer von Erinnerungen. All die grauen Wolken der letzten Wochen haben heute Morgen mit ihm zusammen das Haus verlassen. Er wird eine Woche nicht wiederkommen, sieben Tage, viele Stunden. Und die geliebte Freundin hat zugesagt! Gleich wird sie da sein! Im Kopf überschlagen sich ihre Pläne, fahren Achterbahn. Sie werden auf den Markt gehen – wie gut, dass heute Markttag ist! Frisches Gemüse, Fleisch, Süßigkeiten … einen Kuchen werden sie backen und das kostbare Geschirr aus dem Keller holen. Blumen! Ich brauche Blumen auf den Tisch! Sie öffnet die Tür zum Garten, hält kurz inne und denkt an die Mutter – was sie wohl sagen würde, wenn sie sie jetzt so sehen könnte? Isolde spürt das Lächeln der Mutter, dieses unvergleichliche, gütige Lächeln. Strenge und Milde in einem Blick. Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit, aber so hatte sie stets gelächelt. Jedenfalls immer dann, wenn die Begeisterung das Töchterlein gepackt hatte. So wie gerade in diesem Moment. Die Freundin wird eine ganze Woche da sein. Sie könnten den Zaun streichen. Zusammen. Dabei erzählen, Geschichten erzählen. Erfinden. Erinnern. Erträumen. Oder sie nähen die Gardinen, der Stoff dafür liegt ja schon bereit. Sie kennt die Qualitäten der Herzensschwester. Alles würde Isolde leicht von der Hand gehen mit ihr unter einem Dach. Und sie würden die Tiere füttern, die Eier einsammeln, Ziegen melken und – zusammen singen! Jetzt pflückt sie einen bunten Strauß, mischt geschickt ein paar Zweige darunter, stellt ihn auf den Tisch. Da klopft es an die Tür. Sie eilt, öffnet – und dann schließen sie sich endlich in die Arme. Sechs Tage sind sie nun schon beisammen. Die Zeit vergeht wie im Flug. Die Gardinen liegen ausgebreitet vor ihnen auf dem Tisch. Zufrieden betrachten sie ihr Werk. In all den Stunden hat sie ihn noch mit keinem Wort erwähnt. Nun fragt die Grete danach: „Du, was ist mit Deinem Mann? Wie geht es Euch? Hat er Dich lieb?“ Isolde zögert, sucht nach Worten, das zu benennen, was an ihr nagt, was an ihnen beiden nagt. Seit Jahren schon: „Er ist freundlich, schimpft nicht, schreit nicht, droht nicht. Was immer ich von ihm verlange – er tut es, macht es, bringt es. Immer mehr sogar. Und doch. Er ist nicht hier. Nicht so wie Du jetzt bei mir bist. Kein Nahekommen. Außer des Nachts kein Begegnen mit ihm.“ Grete schaut die Freundin verständnisvoll an, nickt, seufzt traurig und sagt: „Ihm fehlt ein Bruder. Wie soll er sich finden – als Mann – ohne Bruder?!“ *****

    Artikel: Der alte Prinz Feminismus und die junge Lust, die Welt zu verändern

  • Diana Engelhardt sagt:

    Liebes Team Dankeschön und ein erfolgreiches 2017 wünsche ich mit: Dornröschen´s Traum Viele Jahre schläft Dornröschen, dann wird sie wach. Sie schaut sich um, sieht niemand, der sie retten möchte, niemand ist nah. Sie schläft wieder ein. Jahre gehen vorbei und sie wird wieder wach. Sie schaut nach links, nach rechts, nach hinten und nach vorne, aber keiner ist da. Kein Prinz, kein Koch, kein Gärtner und auch kein Küchenjunge ist bei ihr bei… Sie legt sich wieder hin, schläft und erwacht zum dritten Mal. Da denkt sie: „ Jetzt ist´s aber genug!“ steht auf und ist frei! Ich habe vor Jahren einer meiner Enkeltöchter aus meinem „königlichen Feminismusschloß“ heraus ein Gedicht geschickt, um sie „wach zu küssen“! Seither ist sie hellwach!! Wer von euch möchte diese Verse auch an Töchter und Enkelinnen schicken?(Mit passenden Bildchen verziert!!!) Ich würde mich freuen Diana Engelhardt

    Artikel: Der alte Prinz Feminismus und die junge Lust, die Welt zu verändern

  • Ute Plass sagt:

    Die folgenden Bilder zeigen viel ewig junge Lebens-Lust. Ob all diese vom alten Prinzen Feminismus wachgeküsst wurden? http://www.bento.de/politik/saudi-arabien-musikvideo-hwages-fuer-mehr-frauenrechte-greift-die-imame-an-1104286/ https://wirsindeins.org/2016/11/24/gebet-der-muetter-fuer-den-frieden/

    Artikel: Der alte Prinz Feminismus und die junge Lust, die Welt zu verändern

  • Antje Schrupp sagt:

    Liebe Gudrun - Danke für die Wünsche! Zum Prinzen Feminismus - Ja, wenn man diesen typischen Plot als Symbol einer patriarchalen Kultur liest, also darin speziell eine Metapher für das Geschlechterverhältnis liest, dann ist es eine verständliche und naheliegende Reaktion zu sagen: Wir brauchen keine Männer, um uns aufzuwecken. Aber man kann diesen Plot ja auch postpatriarchal lesen, also aus der souveränen Perspektive von einer, die ohnehin selbstverständlich weiß, dass sie keine Männer zum Aufwachen braucht. Das versteht sich also von selbst, und dann stellt sich jedoch durchaus die Frage, ob es denn wirklich wahr ist, dass wir immer von alleine aufwachen, wenn die Zeit reif ist? Ist es nicht so, dass wir doch manchmal einen Stups, einen Weckruf von außen brauchen? Charmant fand ich an dieser Formulierung der Frage andersrum aber auch, dass sie die Vorstellung oder das Gefühl aufgreift, dass der Feminismus ins Lager des "Establishment" übergewechselt ist (wofür das Männliche und Prinzliche steht), und da ist ja auch was dran. Von daher finde ich dann eben auch die Frage interessant, ob ich in meiner Eigenschaft als "Prinz Feminismus" nicht in der Verantwortung stehe, jemanden wachzuküssen? Und wer das sein könnte und wie mir das vielleicht gelingen könnte?

    Artikel: Der alte Prinz Feminismus und die junge Lust, die Welt zu verändern

  • Ute Plass sagt:

    Der alte Prinz Feminismus scheint etwas Einschläferndes an sich zu haben. Ich halte mich da lieber an die schwer erziehbaren Großmütter, die Arm in Arm mit der jungen Lust durch die Welt gehen und Löcher in die Zäune der Reichen schneiden. :-)

    Artikel: Der alte Prinz Feminismus und die junge Lust, die Welt zu verändern

  • Monika sagt:

    vielen Dank, liebe Gudrun, für Deine überzeugende Antwort! Monika

    Artikel: Der alte Prinz Feminismus und die junge Lust, die Welt zu verändern

  • Gudrun Nositschka sagt:

    Gibt es einen Prinzen Feminismus, der die Welt aufweckt? Da habe ich Zweifel. Falls die Metapher eine Anspielung auf Dornröschen ist, die dank der Weisheit einer alten Frau in einem langen Pubertätsschlaf unbehelligt zu einer jungen und starken Frau heranreifen kann, interpriere ich, dass sie auch ohne Prinz aufgewacht wäre - ganz einfach, weil die Zeit reif war - der Prinz war einfach nur zur rechten Zeit am rechten Ort. Also ihr jüngeren und älteren Frauen wacht bitte auf, wenn eure/unsere Reife in der Welt von Nutzen ist. Ich wünsche dem bzw - weiterdenken Team ein gutes neues Jahr.

    Artikel: Der alte Prinz Feminismus und die junge Lust, die Welt zu verändern

  • Bettina sagt:

    Ja, ich verstehe, was Leonie an der Überschrift unglücklich findet. Andererseits wäre es interessanterweise möglicherweise weniger 'unglücklich', wenn es - in anderem Zusammenhang - hieße "einer träumenden, einer lachenden, wie auch immer Frau". Für mich drückt dieser Titel aus, was alles passieren kannen, wenn wir nur mal denken, wirklich nachdenken und die Dinge hinterfragen" und vielleicht ist es immer noch so, dass die Frau, nicht nur als denkende etwas am Rande steht und deshalb mehr erkennen kann, dass sie eher sieht und denkt, dass der Kaiser nackt ist und dann über all das, was an ihm so hängt in aller Ruhe nachdenken kann. Über die besondere Erkenntnis aus einer marginalisierten Position haben haben ja auch Philosophinnen wie Luisa Muraro, Brigitte Weisshaupt, bel hooks nachgedacht. Mich erinnert das auch an Margaret Cavendish, auch eine Philosophin. Sie hat von 1623 bis 1673 gelebt und an ihre gelehrten Zeitgenossen Fragen wie die folgende gestellt: "Warum betreiten Männer die Existenz von Feen, verbrennen aber Frauen als Hexen auf dem Scheiterhaufen." Sie hatte zu ihrer Zeit den Spitznamen "Mad Madge", manche ihre Erkenntnisse wurden erst durch zeitenösssische Wissenschaft bestätigt ....

    Artikel: Fragen einer denkenden Frau

  • Antje Schrupp sagt:

    @Yvonne - So weit ich weiß, gibt es bereits eine Warteliste, die Anmeldungen werden über das http://eva-frauenzentrum.de/ organisiert, und da müsstest du auch nachfragen. Schlafplätze können wir als Veranstalterinnen leider (jenseits persönlicher Bekanntschaften) keine organisieren!

    Artikel: "WEIBLICHE AUTORITÄT IN DER WELT STÄRKEN" Jubiläumstagung der bzw-Redaktion am 21. Januar in Frankfurt

  • Yvonne Renne sagt:

    Hallo Ihr Lieben, würde mich gerne noch anmelden, wenn noch Plätze frei sind. Und habe noch die Frage, ob es in der Nacht von Freitag auf Samstag vielleicht einen Schlafplatz in Ffm gibt, da ich nicht so einen langen Tag durchhalte. Freue mich von Euch zu hören. LG Yvonne aus Köln

    Artikel: "WEIBLICHE AUTORITÄT IN DER WELT STÄRKEN" Jubiläumstagung der bzw-Redaktion am 21. Januar in Frankfurt

  • Leonie sagt:

    Die Überschrift dieses Postings empfinde ich als sehr unglücklich! Legt irgendwie nahe, dass "denkende Frauen" die Ausnahme seien. Warum denn nicht "Fragen einer Denkerin" ?

    Artikel: Fragen einer denkenden Frau

  • Kim-Chantal Brumm sagt:

    Wenn ich Geld geschenkt bekomme denn würde ich erst mal meine schulden abbezahlen und endlich meinen Sohn und meinen 2 zieh Kindern die auch bei mir leben endlich mal einen Wunsch erfüllen und endlich mal in Urlaub fahren wollen. Was aber leider nicht klappt.

    Artikel: Mal eben 10 000 Euro geschenkt bekommen

  • Diana Engelhardt sagt:

    Ich danke und ergänze!Fragen einer denkenden Frau Der gemachte Mann – wer hat ihn gemacht? Der Mächtige – wer hält ihn an der Macht? Das Gemächt – wer macht es mächtig? (von Iris Welker Sturm) Natürlich auch die Frauen! (Leider ist fettgedrucktes verschwunden - hoffentlich findet ihr die Ergänzungen!) Herbst 2016 Diesen Artikel schrieb LuisaMuraro für die Zeitschrift der Libreria delle donne di Milano(Mailänder Frauenbuchladen) „Via Dogana“ im Herbst 1995 Wenn irgendein Mann oder irgendeine Frau euch sagt, dies seien schlimme Zeiten, dann achtet darauf, von wem dieser Gedanke kommt. Er könnte von eurer Schwiegermutter kommen, nachdem sie drei Stunden beim Arzt warten musste, von einem Intellektuellen, der vom Weg abgekommen ist und nicht mehr weiß, wo er sich befindet, von einer Freundin, die sich in einem Flüchtlingslager engagiert oder von einem Jugendlichen, der Schwierigkeiten mit der Schule und dem Leben hat … Und dann lasst ihn herein, diesen Gedanken, und widmet ihm die Aufmerksamkeit, die euch dafür angemessen erscheint. Aber lasst ihn nicht den Raum einnehmen, der einem anderen Gedanken zusteht, und zwar folgendem: Dies sind die Zeiten, in denen das Patriarchat zu Ende geht, nach viertausend Jahren Geschichte und vielleicht noch einigen der Vorgeschichte. Es ist vorbei! Es ist vorbei! Es ist vorbei! Möglicherweise ist das nicht genau euer Gedanke, es kann sogar sein, dass es überhaupt nicht euer Gedanke ist. Aber falls ihr ihm einen Platz einräumt, anstatt den tausend Aussagen über unsere Zeiten eine weitere hinzuzufügen, werdet ihr dem weiblichen Körper einen symbolischen Schutz gegeben haben, ohne den es, meiner Befürchtung nach, keine wirksame Schranke gegen den Missbrauch gibt. Es ist nicht die Absicht der Via Dogana 23, das Ende des Patriarchats zu diskutieren oder zu beweisen, sondern diesem Gedanken einfach einen Platz einzuräumen. Wenn sich nämlich die Realität verändert, ohne dass wir diese Veränderung wahrgenommen haben, besteht die Gefahr, dass dies nur Verwirrung in den Köpfen zur Folge hat. Es gibt Feministinnen, sehr tüchtige Personen, die vor Verlangen nach Veränderung brennen, die aber nicht merken, dass die Veränderung bereits geschieht. Wie kommt das? Vielleicht ist es zu schnell gegangen, ist eine Antwort, aber die gilt nicht, denn das Patriarchat hat schon vor 200 Jahren angefangen, seinem Ende entgegenzugehen (Jane Austen, Leopardi), oder sogar schon vor 700 Jahren (Wilhelmina von Böhmen). Eine andere Antwort ist, es habe sich vielleicht nicht wirklich etwas verändert, und darauf folgt meistens eine Aufzählung von Benachteiligungen und Unrecht gegen Frauen auf der ganzen Welt, die leider lang und wahr ist. Diese Antwort ist heimtückisch, weil sie nur das Leiden in den Vordergrund stellt und uns dadurch das Bewusstsein für die Realität nimmt, die sich gerade zugunsten des weiblichen Geschlechts verändert. Eine weitere Antwort ist, die erwünschten Veränderungen kämen vielleicht nicht so, wie wir sie erwartet haben, so dass sie gerade von denen, die sie erwartet und vorhergesagt haben, nicht erkannt werden. Doch sie wären nicht gekommen, wenn sie nicht gewünscht und vorhergesagt worden wären, das ist sicher. Wenn euch jemand sagt, alles hänge von der tiefgreifenden Verwandlung des Produktivsystems ab, wisst ihr, dass das nicht wahr ist, weil es noch nie vorkam, dass das Produktivsystem sich selbst und unsere Lebensweise verändert hat ohne das Engagement, in dem Begehren in Handeln und in Worte umgesetzt wurde. Das Ende des Patriarchats hängt zweifellos auch von äußeren materiellen Gegebenheiten ab (Mittel zur Empfängnisverhütung, Arbeitsmarkt usw.), aber zusammen mit inneren materiellen Gegebenheiten (Praxis der Beziehungen unter Frauen, weibliche Liebe zum Nachdenken, weibliche Liebe zur Freiheit usw.) und mit moralischen Gegebenheiten wie dem Mut und der Kreativität derer, die uns den Weg geebnet haben. Seit Jahren, ja sogar seit Jahrhunderten oder Jahrtausenden gab es Frauen, die das Ende der männlichen Kontrolle über den weiblichen gebärfähigen Körper herbeisehnten und folglich in diesem Sinne handelten und sprachen, vom Schreiben und Flugblätter verfassen und kämpfen vom Vertrauen auf Jesus bis zur Psychoanalyse, von Wallfahrten bis zum Italienischen Frauenbund, von der Fabrikarbeit bis zum unermüdlichen Studium, von der Pille bis zur Frauengruppe. Aber es waren durch alle Zeiten sehr viele Frauen, die ihre Mösenmacht kultivierten und durch ihre Macht über triebgesteuerte Männer an eigene Macht kamen… Wieso dies so kam, ist detailliert zu untersuchen und sehr interessant und aufschlussreich, aber zu diesem Thema nicht relevant! Als gesellschaftlicher Wandel hat das Ende des Patriarchats Zeit und Kraft gekostet … (viele Frauen sogar das Leben genommen!) und wird das alles auch weiterhin tun (– jedoch hoffentlich nicht mehr so viel weibliches Leben und Lebensmut!) Also: Lest weiter!!! Aber die symbolische Tatsache eines weiblichen Körpers, der nicht mehr für den privaten familiären oder den gesellschaftlichen Gebrauch nach den Entscheidungen von Männern bestimmt ist, habt ihr hier vor euch, in der unzerstörbaren Wahrheit dieser Worte. Es ist geschafft. Es ist zu Ende. Dies ist keine Krise, es ist das Ende. In unserer globalisierten Welt kann ein solches Ereignis nicht nur hier stattfinden und anderswo nicht möglich sein. Die Frauenkonferenz von Kairo 1994 hat das gezeigt und auch die von Peking wird es zeigen, darauf vertraue ich. Wenn es euch jedoch so vorkommt, als sei nicht alles oder nicht viel von dem eingetreten, was ihr euch für euch selbst, für eure Töchter oder für eure Geschlechtsgenossinnen gewünscht habt, die schwierigere Leben haben, wenn ihr denkt, dass es noch ungelöste Probleme gibt und viel zu große Dramen, um Freudensprünge zu erlauben, dann wage ich euch nicht zu widersprechen. Ich empfehle euch aber, dem ersparten Leiden Aufmerksamkeit zu schenken. Auf der ganzen Welt war bis vor wenigen Jahrzehnten eine Frau, die unverheiratet schwanger wurde, mehr oder weniger der sozialen Schande ausgesetzt. Heute ist das nicht mehr so, und wo es noch vorkommt, ist es möglich geworden, dass eine Lehrerin, eine Nonne, eine Sozialarbeiterin, eine ältere Schwester … verhindert, dass sich eine solche Barbarei wiederholt, wie sie mich in meiner Jugend mit Horror erfüllt hat. Deshalb ist mir heute nach Freudensprüngen zumute. Und wenn irgendjemand von einer Kanzel herunter oder von einem Fernsehschirm aus über die Schlechtigkeit unserer Zeiten jammert oder predigt und sie auf die Krise der Werte, seiner Werte, zurückführt, dann schlage ich euch vor, ihm zu verzeihen, indem ihr an die Angst der Männlichkeit bei ihrem schwierigen Übergang vom Geschlechtsprivileg in eine neue Situation denkt, an der noch alles oder fast alles neu zu entwerfen ist. Doch sicherlich müssen das sonderbare und zwiespältige „Werte“ sein, wenn meine, deine, wenn die weibliche Freiheit sie in eine solche Krise stürzen konnte. Das ist normal und sicher und bedenkenswert ist es, dass durch Jahrtausende hindurch der Frei- und Spielraum der unterschiedlichsten Frauen gewaltvoll und gesetzlich massiv eingeschränkt wurde durch die Macht des Patriarchats. So können und müssen wir verstehen, wieso nicht in Jahrzehnten diese langen Einschränkungen rückgängig gemacht werden können. Und je mehr wir verstehen – auch von den Unterschieden der weiblichen Lebensentwürfe – desto besser können wir verzeihen! Dies sind die Zeiten, in denen das Patriarchat zu Ende geht, nach viertausend Jahren Geschichte und vielleicht noch einigen der Vorgeschichte. Es ist vorbei! Es ist vorbei! Es ist vorbei! Machen wir also weiter! Töchter, Schwiegersöhne und Enkelkinder - wir sind auf einem guten Weg…

    Artikel: Wie war das mit den Freudensprüngen?

  • Peter sagt:

    Hallo, das ist eine schöne Geschichte. Gerade wenn um die Weinachtszeit man nicht weiß wie man bis Monatsende hinkommt. Wenn da jemand ist der mal was schenken kann, ich könnte es gut gebrauchen ! Frohes Fest

    Artikel: 2011_08_Geldgeschenk_2

  • Esther sagt:

    Eine wichtige Erinnerung an einen wichtigen Text; -danke!

    Artikel: Wie war das mit den Freudensprüngen?

  • Ursula sagt:

    ich habe gleich innerlich einen Hüpfer getan.Danke, Juliane, für die Erinnerung

    Artikel: Wie war das mit den Freudensprüngen?

  • Gertrud sagt:

    Das tut gut, ja - mit Klagen und Ängstigen ist nichts geholfen, sondern zusammenrücken und erst recht das tun, was durch mich ins Dasein will. Danke!

    Artikel: Wie war das mit den Freudensprüngen?

  • Sammelmappe sagt:

    Liebe Cornelia Roth, sorry ein Kommentar von mir scheint nicht freigeschaltet zu sein. Daher versuche ich meine Antwort noch mal zu rekonstruieren. Das Thema ist zu vielschichtig, als dass es einen ganz bestimmten Einstieg dazu gäbe. Wichtig ist vielleicht eine Veränderung der eigenen Haltung dazu. Der versuch ein Interesse aufzubauen. Es kann auch das Interesse daran sein, sich für die Interessen von anderen zu interessieren. Was machen die gerade? Was spielen die? Warum sind sie so fasziniert? Oder empört?

    Artikel: Raushalten ist keine Lösung: Warum Netzpolitik so wichtig ist

  • Sammelmappe sagt:

    Vielleicht ist der Begriff Medienkompetenz schon zu belegt in eine bestimmte Richtung. Jedenfalls meine ich eine spezielle, persönliche Medienkompetenz. Keine Standardisierte und vorgegebene. Nur im eigenen Kontext kann das Niveau der Kompetenz ausgelotet werden.

    Artikel: Raushalten ist keine Lösung: Warum Netzpolitik so wichtig ist

  • Esther Gisler Fischer sagt:

    Ein wunderbarer Text, welcher in mir die Lust auf feministische Dissidenz weckt und mich zu subversiven kleinen Sprüngen ansetzen lässt!

    Artikel: Es gibt eine neue Frauen*bewegung

  • Susann Tracht sagt:

    Liebe Claudia. Dein Impuls hat mich heute erreicht und etwas in mir angesprochen, angeregt. Ja, gar ausgesprochen angeregt. Ich blieb hängen an deinen Ausführungen zum Thema Medienkompetenz. Dein Blick, wie ich ihn verstanden habe, geht von einem Mangel an Kompetenz aus. Wenn den Menschen ein Mangel an Kompetenz in diesem Beispiel Medienkompetenz zugewiesen_anerkannt_aberkannt, zuweisend an- und erkennend aberkannt wird, folgt daraus zumeist eine Schulung, die eben diesen „Mangel“ behebt. Aber in wie weit beinhaltet die als selbstverständlich- notwendig- elementar an_erkannte Schulung der Medienkompetenz die Freiheit des_der Einzelnen, die über die Wahl des Schulungsortes und –planes hinausgeht und ist in diesem Sinne noch demokratieförderlich? Auch kam mir die Frage in den Sinn, für wen ist dieser Mangel ein Mangel und wer bestimmt was „medienkompetent sein“ bedeutet? Diese Frage lenkt den Blick in eine andere Richtung als auf den Menschen mit_ohne Medienkompetenz. Ich kann mit dem Begriff der „digitalen Selbstständigkeit“, der Selbstständigkeit in Bezug auf der_die_das Digitale der Enquete Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ weiter_denk_fühl_handeln. Und du? Susann (Ich habe einige Weiter_Denk_Fühl_Tat- Ansätze im Spielen mit dem Satz „Die Zivilgesellschaft braucht Medienkompetenz, wenn sie sich mündig am Gestaltungsprozess beteiligen will.“ entdeckt.)

    Artikel: Raushalten ist keine Lösung: Warum Netzpolitik so wichtig ist

  • Ute# sagt:

    Sehr guter Text. Dem möchte ich anfügen, dass wir Hausfrauen das soziale Netz sind. Damals , als ich noch überwiegend Hausfrau war, habe ich das meiste im Haushalt selbst erledigt sodass die anderen Familienmitglieder wie der erwerbstätige Ehemann und die in der Ausbildung oder Schule befindlichen Kinder nach Feierabend tatsächlich Feierabend hatten. Nur ich nicht. Ich bekam auch nie Geld. Ich hatte die meiste Arbeit und das wenigste Geld und die schlechteste Freizeit.Meine Arbeit war "selbstverständlich" und wurde nur dann wahrgenommen, wenn sie nicht gemacht ist. Es ist zum Verzweifeln. Die Kinder gehen auf Konzerte und ich blieb daheim weil ich mir keine Karte leisten konnte, da ich keinen Ferienjob hatte und auch keine Verwandten die mir ein Taschengeld spendiert hätten. Ich fühle und fühlte mich wie ein Putzlumpen der mit eben diesem zu putzen hat. Ist jemand krank, bin ich die Krankenschwester und der Hilfsarzt ("unsere" Ärzte fragen sogar wie ich bestimmte Krankheiten so gut kurierte ..) Hat jemand in der Schule , Uni, Ausbildung Probleme, klar Mama kann Mathe auf Hochschulniveau. Ebenso in Physik, Chemie und Biologie, aber auch in 'zig anderen Wissensgebieten. Ist was kaputt, kannst Du es reparieren? Der Beruf "Hausfrau" ist ein Beruf, der sich aus vielen anderen Berufen zusammensetzt. Das muss die Politik endlich anerkennen: mit einem Kosten deckenden Kindergeld (und der Staat weiß bei Pflegeeltern sehr wohl was der Unterhalt eines Kindes kostet). Und einem Lohn für die Mütter der mehr als die Hälfte vom Mindestlohn sein sollte. Aber akut sollte das Großziehen von drei Kindern in der Rente wie ein vollständiges Erwerbsarbeitsleben gewichtet werden. Ich bekomme für die Lebensleistung acht leibliche Kinder erfolgreich geboren und großgezogen zu haben eine Rente um dreihundert Euro im Monat, und als Private Vorsorge konnte ich mir nur den billigsten Tarif einer Pflegeversicherung leisten. Die Arbeit im Haushalt ist eine der wichtigsten Arbeiten einer Gesellschaft. Und Hausfrauen dürfen nicht weiter wie Sklaven behandelt entlohnt werden...

    Artikel: Wenn sich unsichtbare Care-Tätigkeiten in Arbeit verwandeln

  • Sammelmappe sagt:

    Da die Thematik so breit ist, gibt es kein spezielles Einstiegsthema. Vielleicht nur so etwas wie eine Haltung dazu.

    Artikel: Raushalten ist keine Lösung: Warum Netzpolitik so wichtig ist

  • Sammelmappe sagt:

    Vielleicht einfach damit anfangen, nicht immer gleich ab- oder gedanklich umzuschalten, sobald eins der zahlreichen Themen in diesem Zusammenhang im Alltag auftaucht. Das ist jetzt einfach ein Gedanke von mir. Oder zuhören und zusehen, wenn jemand im Umfeld mit Begeisterung auf ein neues Spiel, eine Funktion, ein Gerät oder eine Software hinweist. Vielleicht auch ein bisschen den Reflex unterdrücken zu denken, dass es besonders intellektuell und gut sei, sich nur mit alten Techniken zu beschäftigen. (Interesse ist wahrscheinlich das Schlüsselwort. )

    Artikel: Raushalten ist keine Lösung: Warum Netzpolitik so wichtig ist

  • Cornelia Roth sagt:

    Das mit der Relevanz bezog sich auf die häufige Erfahrung, dass erst durch die Nichtakzeptanz Anderer ein eigenes Zugehörigkeitsgefühl zu einer bestimmten Gruppe überhaupt bewußt oder bedeutsam wird oder sogar geschaffen wird. Mir wurde erst in letzter Zeit bewußt, in welchem Ausmaß das wahrscheinlich seit vielen Jahren gegenüber und bei neu Zugezogenen geschieht. Das Wort Identität bezieht sich mehr als das Zugehörigkeitsgefühl auf ein eigenes Selbstverständnis, ungünstigerweise oft festgelegt als: "ich bin...". Es könnte aber auch heißen: "ich bin momentan..." Bei Identität gibt es aber einen Bezug zur Herkunftsmatrix und eigenen Geschichte, der bei aller Kritik an dem Begriff nicht verloren gehen sollte. So im Sinne von: "ich wurde geprägt von..., auch wenn ich das heute nicht mehr im Vordergrund steht."

    Artikel: Brot und Salz

  • Dorothee Markert sagt:

    Das mit der Identität hätte ich wohl besser weglassen oder ausführen sollen. Was ich meinte, bezog sich kritisch auf die Idee, dass wir eine feste Identität haben (sollten) oder anderen aufgrund von bestimmten Zugehörigkeiten bestimmte Identitäten zusprechen können. Wenn nämlich unsere Zugehörigkeiten je nach Ort oder Situation unterschiedlich bedeutsam sind und vielleicht auch unsere Loyalitäten, dann beißt sich das mit der Vorstellung von einer festen Identität. Ich war jedenfalls öfter mal mit mir selbst im Unreinen, wenn ich merkte, dass mir in unterschiedlichen Situationen andere Zugehörigkeiten wichtiger waren als die, die ich eigentlich von mir erwartete, beispielsweise die Zugehörigkeit zu meiner Familie versus die Zugehörigkeit zur Gemeinschaft frauenliebender Frauen. Antje, mit dem, was du über Relevanz schreibst, bin ich gar nicht einverstanden. Es ging nicht darum, wer relevanter ist, sondern um das Gefühl, wichtig zu sein für eine Gemeinschaft, und das kann jede Person sein und es kann auch jeder Person vermittelt werden. Das hat zunächst nichts mit Hierarchien zu tun.

    Artikel: Brot und Salz

  • Antje Schrupp sagt:

    Hm, ich bin nicht so ganz glücklich damit, Identität und Zugehörigkeit in einen Zusammenhang zu bringen. Ich finde es eher gegensätzliche Wege, Gemeinschaftlichkeit zu verstehen. Je weniger selbstverständlich zugehörig ich bin, umso wichtiger wird Identität. Ich kann mich qua Identität zu einer Gruppe hinzugesellen, ohne tatsächliche Beziehungen zu haben (z.B. Motorradfahrer grüßen sich über ihre Identität, dass sie alle Motorrad fahren). Insofern: Ja, Identität schafft Zugehörigkeit, aber es gibt noch andere Weisen, zugehörig zu werden, zum Beispiel dauerhafte Anwesenheit irgendwo (was natürlich auch nicht automatisch Zugehörigkeit garantiert). Zugehörigkeit ermöglicht es gerade, Identitäten aufzuweichen. Mir leuchtet auch die Sache mit der Relevanz nicht so ganz ein. Zum Beispiel würden in einem traditionellen Dorf alle sagen, dass der Pfarrer für die Gemeinschaft "relevanter" ist als die Magd auf dem Bauernhof xy, aber im Grad der Zugehörigkeit zum Dorf unterscheiden sie sich gerade nicht. Relevanz verweist auf Hierarchien, Zugehörigkeit nicht.

    Artikel: Brot und Salz