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Anmeldeschluss für die Denkumenta 3 naht!

Du haderst noch mit der Anmeldung für die Denkumenta und willst dir die Entscheidung noch offenhalten? Das Zeitfenster dafür schließt sich langsam… bitte meldet euch bis Ende Mai verbindlich an, sonst besteht die Gefahr, dass wir das Tagungshaus stornieren müssen.

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Gegen den Hass

Anke Johannsen hat sich Gedanken gemacht über eine bessere Tonalität auf politischen Demonstrationen.

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Im Jetzt geschieht das Altern.

Lebenserinnerungen sind mehr als ein Rückblick will uns Kathrin Burger in ihrem Buch vermitteln.

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Engagiert Euch, wenn Ihr könnt

Das gute Leben für alle kommt nicht von allein. Doch manchmal ist Engagement einfach nicht drin. Die eigenen Grenzen anzuerkennen, ist nicht unbedingt leicht, aber notwendig.

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Begegnungen

Silke Teuerle hat sich Gedanken darüber gemacht, warum ihr Romane im fortschreitenden Alter so wichtig geworden sind.

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Es ist an der Zeit: Wir brauchen einen Nobelpreis für Care-zentrierte Ökonomie

Wohlstandsmessung ohne die Berücksichtigung unbezahlter Sorgearabeit geht nicht, meint Ruth Kummer und unterbreitet einen Vorschlag für den nächsten Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften.

Die Zukunft ist großartig

Von Juliane Brumberg

Foto: Juliane Brumberg

Ja? Ist sie das? Können wir sowas heute noch sagen? Oder überhaupt denken?

Vor Kurzem stand bei einem Wochenende dieser Satz einer Denk-Freundin im Raum. Er hat uns herausgefordert. Und tat irgendwie auch gut. Wann hatten wir das angesichts der schlimmen weltweiten Krisen zum letzten Mal gehört? Wir sind es gewöhnt – und die Medien tragen dazu bei, diese immer größer zu machen – mit einer Krise nach der anderen konfrontiert zu werden. Erst Corona, dann der Ukraine-Krieg und im Herbst der schlimme Terror-Anschlag auf die jungen Menschen in Israel. Dazu die Klimakrise und die Zunahme populistischer und rechtsradikaler Tendenzen nicht nur in anderen westlichen Ländern sondern auch bei uns in Deutschland. Das macht Angst. Und mit Angst kann man reichlich Klicks (und Geld) verdienen. Viele Medien tragen dazu bei, dass die Zukunft höchst bedrohlich und bestimmt nicht großartig beschrieben wird. Tatsächlich erlebe ich es auch in vielen Alltagsgesprächen, dass es sehr schnell darum geht, wie schlimm alles ist.

Vieles ist ja auch wirklich schlimm. Ich bin besorgt. Aber ich bin nicht bereit, mir ständig Sorgen zu machen. Oder machen zu lassen. Ich möchte dem etwas entgegensetzen. Mich bedrückt der Gedanke an sich selbst erfüllende Prophezeiungen. Ich möchte mich nicht in einen pessimistischen Strudel hineinziehen lassen. Derzeit geht es den meisten Menschen in Deutschland und in weiten Teilen Europas so gut, wie selten zuvor. Das wird wenig benannt. Stattdessen machen wir uns Sorgen um Sorgen. Ich möchte wachsam bleiben. Und gleichzeitig denken und sagen können, die Zukunft kann großartig werden. Jede Krise bietet auch eine Chance zu neuen Entwicklungen. Wir können sie nutzen. Und die Zukunft mitgestalten. Oder im Pessimismus verharren. Wie sagte eine andere Denkfreundin zum Abschluss unserer Diskussion: “Die Zukunft ist groß – aber nicht artig!“

Autorin: Juliane Brumberg
Eingestellt am: 01.05.2024
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beziehungsweise…

… ist ein Internetforum, das, von Beziehungen unter Frauen ausgehend – daher der Titel – , ein philosophisches und politisches Gespräch ermöglicht. Es ist aus dem Wunsch der Initiatorinnen heraus entstanden, eine Plattform für Ideen zu schaffen, die ausgehend von der weiblichen Liebe zur Freiheit die Welt verstehen und Gesellschaft gestalten. Es bietet eine Möglichkeit, Gedanken zu entwickeln und zu diskutieren, unterschiedliche Projekte und Netzwerke miteinander in Kontakt und ins Gespräch zu bringen, Informationen auszutauschen, sich inspirieren zu lassen, neue Ideen zur Welt zu bringen. An diesem Projekt kann sich grundsätzlich jede Frau aktiv beteiligen, die in irgendeiner Weise mit einer der Redakteurinnen oder Autorinnen in Beziehung tritt.

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Illustration: Annekatrin Zint

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