beziehungsweise – weiterdenken

Forum für Philosophie und Politik

Beiträge

  • Ihr müsst draußen bleiben. Eine Verteidigung der Ächtung?

      Manchmal wünsche ich mir Mobbing. Also: Die kollektive Ächtung und gemeinschaftliche geäußerte Verachtung für bestimmte Verhaltensweisen. Statt dass immer entweder nach „schärferen Gesetzen“ gerufen wird oder verständnisvoll Begründungen für Fehlverhalten entworfen werden, die die Täterinnen zu Opfern machen. Zum Beispiel wenn ich lese, dass nach dem Brandanschlag von Salzhemmendorf, bei dem ein Kind nur […]

  • Warum ich Sperma-Care nicht für theologisch oder sonst wie begründbar halte

    Sexualität und das Heilige. Stefanie Ettmann erklärt, warum für sie Prostitution keine Care-Arbeit ist. Ein wichtiger Debatten-Beitrag vor dem kommenden Netzwerk Care Treffen in Duisburg.

  • DIE WIEDERVEREINIGUNG FINDET (NICHT) STATT. “Schubladen” von She She Pop

    Am 30. Oktober im Mousonturm gesehen: „Schubladen“ von She She Pop mit Annett Gröschner, Fanni Halmburger, Alexandra Lachmann, Peggy Mädler, Ilia Papathrodoron und Nina Tecklenburg. Sechs Frauen aus West- und Ostdeutschland performen Wiedervereinigung als Beziehungsarbeit.

  • AUSGEBLENDET!? – EINBLENDEN!

    Momentan füllen Dokumentationen, Spielfilme und Texte zum Mauerfall vor 25 Jahren die Medienkanäle, darunter u.a. auch eine Folge der von Stefan Aust und Claus Richter gedrehten Doku „Zwischen Mauerbau und Mauerfall“, die im ZDF gezeigt wurde. Aust und Richter wollten in dieser Folge offenbar ein Panorama der Gesellschaft und der politisch Handelnden in den 60er […]

  • Political Correctness. Geschichte einer Konstruktion

    Franziska Schutzbach stellt fest: “Der Siegeszug des Gutmenschen-Bashing hat dazu geführt, dass Fragen der sozialen Gerechtigkeit oder der Diskriminierung heute als moralistisch abgetan werden.” Durch die Medien-Konstruktion von der angeblichen “Diktatur” der “Gutmenschen” werden Verantwortung für andere und eine emanzipatorische Sozialpolitik denunziert.

  • Heike Schmitz: unsereiner.kriegsundführerkinder. Eine Buch-Empfehlung

    Wer wir (auch) sind: kriegsundführerkindeskinder. Jutta Pivecka empfiehlt einen schwierigen, aber unbedingt lesenswerten Roman von Heike Schmitz aus dem Jahr 2010. Kein Buch, das man gern liest. Sondern: Ein Buch, indem man sich liest. Schmerzlich. Wiedererkennbar. Wieder fühlbar.

  • SCHÖNE KÖNIGIN UND NACKTE KAISER. Marlene Streeruwitz stellte ihren neuen Roman vor

    Marlene Streeruwitz gehört zu den wenigen Gegenwartsautorinnen, die sich im männerdominierten Literaturbetrieb trauen, sich Feministin zu nennen. Am Donnerstagabend stellte sie im Literaturhaus Frankfurt ihr neues Buch “Nachkommen.” vor.

  • UNSER BLUT FEIERN. Eine Wende in der Kulturgeschichte der Menstruation?

    Die Kulturgeschichte der Menstruation liest sich wie ein kruder Mix aus (männlicher) Angst vor der Gebärfähigkeit der Frau, Unwissen und Aberglauben. Über Jahrtausende bis in die Gegenwart haben angstbesetzten Mythen des Patriarchats das Verhältnis der Frauen zu ihrer Monatsblutung dominiert. Damit kann Schluss sein, wenn Frauen lernen ihren Monatszyklus als Zeichen der Weiblichkeit zu feiern.

  • “Der Krieg hat kein weibliches Gesicht” – Eine Lektüre-Empfehlung

    Den “einfachen” Menschen zuhören, damit unsere Gegenwart nicht zur Vorkriegszeit wird. Um die aktuellen Ereignisse in der Ukraine verstehen und beurteilen zu können, müssen wir mehr über die Erinnerungen und Erfahrungen der Menschen wissen, die dort leben. Swetlana Alexjewitschs großartige Interview-Bücher können jenen dabei helfen, die sich wie sie weniger für die “großen Ideen” und mehr für die “kleinen Menschen” interessieren.

  • “Mehr Stolz, ihr Frauen!”

    18 Jahre war Imke Meyer Frauenbeauftragte der Stadt Hanau. Welche Erfahrungen möchte sie weitergeben? Welche Erfolge konnte sie verbuchen, welche Rückschläge musste sie hinnehmen? Was sind aus ihrer Sicht die wichtigen frauenpolitischen Themen in Gegenwart und Zukunft? Ein Gespräch.

  • “STAY-AT-HOME-MOM” – ein (weiblicher) Lebensentwurf

    Leslie Barnett ist 29 Jahre alt und lebt mit ihrer Familie in Texas. In wenigen Tagen erwartet sie ihr drittes Kind. Sie hat sich entschieden, “Vollzeit-Mutter” und Hausfrau und daher zunächst nicht erwerbstätig zu sein.

  • Unbeschreiblich weiblich

    Jutta Piveckova beschreibt, warum es ihr so wichtig ist, sich als Frau zu denken und von da aus verstehen zu wollen.

  • WOZU NOCH FEMINISMUS? Ein Themenabend im KUSS 41

    Bericht von einem Themenabend im KUSS 41, dem „Jugendzentrum mit den Themenschwerpunkten sexuelle Orientierungen und Geschlechteridentitäten“ in Frankfurt. Was bedeutet diesen jungen Frauen der “Feminismus”? Welche Schwerpunkte setzen sie?

  • QUOTENGEQUASSEL???

    Heike Tiersch zeigt auf, worum es statt Quoten gehen sollte: „Es ist an der Zeit, einen Paradigmenwechsel zu fordern. Wir brauchen wieder mehr Mitgefühl und Verbindung in unserem Leben und wir müssen diesen Wert wieder groß machen und uns nicht wegducken angesichts der herrschenden Werte von Status, Besitz und Berühmtheit.“

  • Nach der Wahl fängt die Politik an: Geschlechtergerechtigkeit ist mehr als Gleichstellung

    Ein Aufruf feminister Wissenschaftlerinnen “Für eine soziale, geschlechtergerechte und offene Gesellschaft”

  • FRUCHTBARER ZORN – Über Sabine Scholls Roman “Wir sind die Früchte des Zorns”

    „Fäden und Textilien bilden Verbindungslinien zwischen Generationen von Frauen.“

  • FEMINISMUS. Unbehagen

    Zugegeben: der Titel ist lediglich ein Eye-Catcher. Ich empfinde gar kein Unbehagen gegenüber “dem Feminismus” (Den es ja, im Sinne einer homogenen Strömung_Gruppe_Partei, ohnehin nicht gibt)…. schreibt Verena Lettmayer.

  • AFFIDAMENTO und DISFIERI – Mein Rückblick auf die Denkumenta

    Der Feminismus, den ich meine, ist einer der Abkehr von jenem Gestus, der für sich in Anspruch nimmt, für andere, gar für ALLE anderen, reden zu können. Für diese andere Art zu sprechen, die weder behauptet: „Was ich denke ist autonom und subjektiv.“, noch sich anmaßt zu sagen: „Ich habe denkend so von mir abgesehen, […]

  • WAHLRECHT IST KEINE WAHLPFLICHT

              Am 22. September ist Bundestagswahl in Deutschland. Meine Freundin ist empört, als ich andeute, in diesem Jahr vielleicht von meinem Wahlrecht keinen Gebrauch zu machen. „Wie lange haben Frauen darum gekämpft. An wie vielen Orten auf der Welt sehnen sich die Menschen nach fairen, freien Wahlen. Und du wirfst deines […]

  • Drei Fotografinnen in der Kunsthalle Darmstadt. Noch bis zum 8. September

    Die Darmstädter Kunsthalle zeigt noch bis 8. September eine Ausstellung unter dem Titel “bauhaus und neues sehen” mit Arbeiten von drei Fotografinnen, die auf unterschiedliche Weise mit der Geschichte des Bauhauses verbunden sind.

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