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Was könnte das Glück, eine Frau zu sein, bedeuten?

Von Antje Schrupp

Am 22. November fand im Frau*enzentrum in Zürich die Vernissage zur deutschen Übersetzung von Luisa Muraros Buch „Vom Glück, eine Frau zu sein“ statt. Dorothee Markert hat es hier im Forum bereits rezensiert und Esther Gisler Fischer über die Vernissage geschrieben. Nun dokumentieren wir noch die Laudatio, die Antje Schrupp in Zürich gehalten hat.

Lisa Schmuckli eröffnete die Vernissage im frau*m Zürich. Ganz links sitzend: Laudatorin Antje Schrupp, daneben die Übersetzerin Traudel Sattler. Foto: Léa Burger

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Zurzeit läuft ein Film im Kino: Die Sehnsucht der Schwestern Gusmao. Er erzählt die Geschichte von zwei Schwestern, die in den 1950er Jahren in Brasilien erwachsen werden und durch unglückliche Umstände – und ihre patriarchale Umgebung – voneinander getrennt werden. Sie sehen sich nie wieder, aber ihr ganzes Leben lang bleibt die Sehnsucht nacheinander.

An einer Stelle gibt es eine Szene, in der die eine der beiden, nachdem sie im Krankenhaus ein Kind geboren und dort zurückgelassen hat, in ihre ärmliche Wohnung zurückkehrt. Eine Nachbarin fragt, was es denn gewesen sei, ein Junge oder ein Mädchen, und sie antwortet: ein Junge. Die Nachbarin erwidert: der Glückspilz.

Die Filmszene sprang mir natürlich ins Auge, weil ich gerade an diesem Vortrag hier arbeitete, und sie von dem Glück handelt, als Mann geboren zu werden. Der heutige Abend aber handelt vom Glück, eine Frau zu sein. Als Frau geboren zu werden, wie ja der italienische Titel lautet.

„Die Bedeutung, die die Menschen den Dingen geben, ist ein konstitutiver Bestandteil dessen, was geschieht, im Guten, wie im Bösen“, schreibt Muraro. Was ist also der Unterschied zwischen dem Blick der Nachbarin von Guida Gusmao, die Männer qua Geschlecht für Glückspilze hält, und dem Blick, zu dem Luisa Muraro uns einlädt, nämlich unser eigenes, das weibliche Geschlecht als Glück zu verstehen?

Zunächst einmal liegt ein historisches Ereignis dazwischen, die Frauenbewegung. Es war die Frauenbewegung, und damit zusammenhängend die Entdeckung der Freiheit als weibliche Freiheit, die das Pech, als Frau geboren zu werden, in das Glück, eine Frau zu sein, verwandelte.

Viele Frauen, und auch Feministinnen, die ich kenne, würden das allerdings bestreiten. Sie würden sagen: Ja, okay, es ist heute kein Pech mehr, als Frau geboren zu werden, aber ein Glück ist es auch nicht grade. Maximal ist es eher so egal. Glück oder Pech qua Geburt, so würden sie sagen, entscheidet sich heute an anderen Dingen: Ob du reich geboren wirst oder arm, mit europäischem Pass oder nicht, in einem bildungsbürgerlichen Haushalt oder nicht und so weiter.

Was also könnte das Glück, eine Frau zu sein, bedeuten?

Ich erzähle erst mal, was es für mich bedeutet hat. Ich bin 1964 geboren und also quasi zusammen mit der Frauenbewegung erwachsen geworden. Während der revolutionären Hoch-Zeit der Frauenbewegung war ich in der Pubertät, und während ihrer Konsolidierungsphase in Form von Gleichstellungspolitik, also in den 1980er Jahren, wurde ich erwachsen.

Ich habe schon früh gespürt, dass ich in einer Zeit lebe, in der es ein Glück ist, eine Frau zu sein. Das wusste ich lange, bevor ich etwas vom Feminismus erfuhr oder gar selbst zur Feministin wurde.

Zum Beispiel habe ich mich schon als Jugendliche und als junge Frau als einen Körper wahrgenommen, der bereits für sich genommen, also ganz ohne mein persönliches Zutun, die Rolle eines revolutionären Subjekts hat. Als Frau hatte ich viele Gelegenheiten zum Revoltieren, weil ich Diskriminierungen, sexualisierte Anmache, männliche Übergriffe erlebte, gegen die ich laut und empört protestieren konnte – und ich war dabei im Recht!

Die Probleme, die ich aufgrund meines Geschlechts im Vergleich zu gleichaltrigen Männern erlebte, waren zwar handfest und real, aber sie waren auch Anzeichen und Anlässe für einen gesellschaftlichen Wandel. Mein Schicksal war nicht das einer unterdrückten Person ohne Möglichkeiten. Mein Schicksal war es, an der Schwelle zu einer besseren Welt das Neue zu repräsentieren. Da willigte ich natürlich gerne ein.

„Als ich in mir, ausgehend von mir, spürte, dass die Frauen um ihrer selbst willen existieren und nicht als Zweite oder Gleiche oder Komplementäre in Bezug auf die Männer, hat das mich selbst und die Welt verändert“, schreibt Luisa Muraro, und weiter: „Sobald das für mich wahr wurde, begann sich die Welt mit Frauen zu bevölkern – nicht nur in meinem Leben, sondern überraschenderweise auch in der Geschichte: Sie kamen und kommen immer noch hervor aus den Erinnerungen der Menschen, herab von den Dachböden, aus den Kisten der Bibliotheken und Archive, aus den Kellern der Museen…“

So war es auch bei mir, und doch ein bisschen anders. Ich bin ja eine Generation jünger als Muraro, 24 Jahre jünger, um genau zu sein, und ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich mich jemals als zweitrangig oder als komplementär zu Männern empfunden hätte. Ich habe in meiner Wahrnehmung schon immer um meiner selbst Willen existiert.

Von den drei Modalitäten möglicher Verhältnisse der Frauen zu Männern, die Muraro hier kritisiert und die mit der Frauenbewegung überwunden wurden – Nachrangigkeit, Komplementarität, Gleichheit – kann ich selbst mich nur an die Gleichheit erinnern.

Die Gleichheit war schon da, als ich auf die Welt kam, sie war das Prinzip, mit dem ich aufgewachsen bin. Aber ich war mir im Klaren darüber, dass sie noch ganz frisch war. Dass sie erst noch richtig umgesetzt und mit Leben gefüllt werden musste. Und darin sah ich meine Mission, die Mission meiner Generation. Eine glückliche Mission, denn es konnte ja nur besser werden.

Als damals in den 1980er Jahren die vielen Frauen hervorkamen, aus den Kisten der Bibliotheken und Archiven, aus den Kellern der Museen – da dachte ich so etwas wie: Das wurde aber auch echt Zeit. Mir für mich war immer schon klar gewesen, dass diese vielen Frauen irgendwo sein mussten, denn ich war ja auch da.

Bei der Lektüre von Muraros Buch wurde mir aber bewusst, wie sehr MEIN Glück, eine Frau zu sein, sich aus dem Vergleich mit der vorherigen Generation gespeist hat. Im Vergleich zu meiner Mutter und ihren Zeitgenossinnen, den Frauen aus der Generation der Schwestern Gusmao also, war ich ein Glückspilz, denn ihr Schicksal war so ungleich viel schwieriger gewesen als meines. Wenn ich Biografien und Leidensgeschichten las von Frauen aus der noch weiter zurück liegenden Vergangenheit und den vielen patriarchalen Widrigkeiten, mit denen sie zu kämpfen hatten, und von denen wurden damals ja unzählige veröffentlicht, dann gruselte ich mich immer ein bisschen, so als wäre ich dem Patriarchat gerade noch mal so von der Schippe gesprungen. Meine eigenen geringeren Chancen auf Ruhm und Karriere im Vergleich zu gleichaltrigen Männern empfand ich als vollkommen unbedeutend gegen den Stolz, nicht mehr Teil dieses korrupten patriarchalen Systems zu sein, sondern auf der anderen Seite zu stehen, der Seite der feministischen Utopie, der Revolution.

Heute sehe ich, dass meine Version vom „Glück, eine Frau zu sein“, ziemlich arrogant war. Ähnlich arrogant wie die Haltung westlich-emanzipiert-bürgerlicher Frauen, wenn sie sich mit Frauen in anderen Teilen der Welt oder in anderen kulturellen Milieus vergleichen. Und dieses Glück war auch nur eine sehr kurze Zeit haltbar.

Die heute jungen Frauen sind, obwohl es ihnen ja gleichstellungsmäßig noch besser geht als „uns damals“, schon wieder viel weniger glücklich. Und zu Recht. Denn sie vergleichen ihre Situation nicht mehr mit der der Schwestern Gusmao, sondern mit ihren eigenen Wünschen und Vorstellungen von einem guten Leben.

Das Patriarchat ist zu Ende, erkannte Luisa Muraro schon vor 25 Jahren. „Mit der feministischen Bewegung, die in den Sechzigerjahren begann“, schreibt sie nun hier, „haben die realen Frauen angefangen, als begehrende und unabhängig sprechende Subjekte zu existieren, und diese Existenz wird sich gegen das Weiblichkeitsbild der Männerfantasien durchsetzen, das viele Männer an die Stelle der Frauen in Fleisch und Blut gesetzt haben – die realen Frauen sind wesentlich vielseitiger und facettenreicher als die Vorstellung von Weiblichkeit, zu deren Aufrechterhaltung immer weniger Frauen beitragen werden. Und deshalb wird die Welt nicht mehr dieselbe sein.“

Ja, und heute ist die Welt eben nicht mehr dieselbe. Es ist passiert, nicht aus Zufall. Allerdings bedeutet das eben auch, dass die jüngeren Frauen das Patriarchat aus eigener Anschauung gar nicht mehr kennen. Manchmal, wenn sie sich auf Twitter über irgendetwas aufregen, ertappe ich mich dabei, innerlich zu denken: meine Güte, das ist doch Pillepalle im Vergleich zu dem, was früher war. Und dann fühle ich mich wie eine Oma, die vom Krieg erzählt, obwohl ich diesen Krieg ja noch nicht einmal selbst erlebt habe. Aber seine Auswirkungen eben noch. Doch dann freue ich mich, weil ich denke: Super, diese Frauen geben sich nicht mehr mit wenig zufrieden, sie wollen alles, und sie haben recht!

Allerdings kennen sie eben heute auch das Glück nicht mehr, qua Geschlecht bereits ein revolutionärer Körper zu sein. Was für mich als junge Frau neu und – ja – beglückend war, nämlich eine Zeit nach dem Patriarchat zu verkörpern, ist für sie nicht mehr beglückend, sondern normal. Über etwas Normales freut man sich nicht. Glück, das wissen wir aus der Emotionsforschung, ist nicht etwas Absolutes, sondern etwas Relatives. Das Glücksempfinden reagiert nicht auf einen objektiven Zustand, sondern auf eine subjektive Wahrnehmung. Glücklich sind Menschen, wenn sie mehr bekommen als ihnen ihrer Meinung nach zusteht. Unglücklich sind sie, wenn sie weniger bekommen als das. Wir sollten uns alle mehr darüber austauschen, was uns glücklich macht, gerade auch über Generationen hinweg.

„Vom Glück, eine Frau zu sein“, ist in gewisser Weise ein Geschichtsbuch, ein Geschichtenbuch, und als solches knüpft es Fäden zwischen verschiedenen Generationen und Epochen der Frauenbewegung. Luisa Muraros Aktivismus umfasst ja viele Jahrzehnte, damals, 1986, geschah dies, schreibt sie, damals, 1970 machten wir das, damals, 1990, hatte ich folgende Idee.

Mir ist beim Lesen dieser Geschichten klar geworden, dass das von mir empfundene, generationenbedingte Glück, eine Frau zu sein, gar nicht das ist, worauf es ankommt.

Muraro stellt vielmehr die steile These auf, dass es auch unabhängig von historischen Rahmenbedingungen ein gewissermaßen ontologisches Glück gibt, das mit dem Frausein zusammenhängt.

Oder, in ihren Worten: „Eine Frau zu sein ist ein Privileg wie jenes, das den Menschen in den alten aristokratischen Gesellschaften zuteil wurde: Du bist der Sache vielleicht nicht gewachsen, aber das Privileg kannst du nicht verlieren. Ebenso wenig wie du es dir verdient hast.“

Und an anderer Stelle, spricht sie nicht einmal nur von Glück oder Privileg, sondern sogar von weiblicher „Exzellenz“. Sie schreibt den Frauen, uns, mir, gewissermaßen eine weltgeschichtliche Bedeutung zu, ich zitiere:

„Es beginnt der Untergang der Kultur, in der eine Minderheit im Glanz anderer lebte – auf Kosten einer gewöhnlichen Menschheit, die im Schatten stand. Und dieser Kulturwandel trägt ein weibliches Vorzeichen: Frauen sind die Wegbereiterinnen für einen Protagonismus, der nicht auf Kosten anderer geht, Frauen lehren uns, dass die Menschen durch die Beziehung zu anderen mehr gewinnen als durch den Konkurrenzkampf.“

Schluck.

Ist das nicht ein bisschen dick aufgetragen?

Mir fallen sofort eine Million Gegenbeispiele ein.

Wer soll denn dieses Versprechen einlösen? Wir etwa, ICH?

Okay, klar ist jedenfalls, dass es beim Glück, eine Frau zu sein, nicht nur um mich und mein Glück geht, sondern um das Glück der Welt, das Glück, das die Welt hat, weil es Frauen gibt. Nicht nur wegen der Sache mit dem Schwangerwerdenkönnen. Nicht wegen dieser oder jener Fähigkeiten.

„Es geht darum“, schreibt Muraro, „die Größe dessen zu sehen, was Frauen für die Zivilisation der Welt geleistet haben und immer noch leisten.“

Die Größe. Nicht die Menge.

Dass die unsichtbaren Verdienste der Frauen ans Licht geholt werden, die viele Arbeit, die sie im Verborgenen und mit geringer Wertschätzung tun und immer getan haben – das ist ja ein Anliegen aller Feministinnen. Und das wird inzwischen überall vorangetrieben, von zahlreichen Frauen, die in Redaktionen und Institutionen und bei Kongressen und Kampagnen einklagen, dass das, was Frauen für die Zivilisation der Welt leisten, die unsichtbar gemachte Care-Arbeit zum Beispiel, sichtbar und anerkannt wird.

Aber Luisa Muraro meint noch mehr, nicht nur die Quantität, sondern die Qualität, die Größe, die Exzellenz des weiblichen Beitrags. Und das ist der Punkt, wo ihr These ins Steile kippt: Sind Frauen denn wirklich „die Wegbereiterinnen für einen Protagonismus, der nicht auf Kosten anderer geht?“ Sind sie – um es mal in der banalen Form zu sagen, wie es immer diskutiert wird, sind sie, sind wir die besseren Menschen?

Luisa Muraro ist sich völlig darüber im Klaren, wie ihre These ankommt, ankommen muss in einem Diskurs, in dem die Beteuerung, dass „Frauen NICHT die besseren Menschen“ sind, zum Allgemeinplatz geworden ist.

„Es gibt Wahrheiten“, so schreibt sie, „die lassen sich nur in paradoxer Form sagen. Was gesagt wird, scheint überhaupt nicht wahr, aber irgendwie spüren wir, dass es doch wahr ist.“

Eine der vielen Geschichten aus vierzig Jahren Feminismus, die sie in ihrem Buch erzählt, ist folgende, die sich wohl Ende der 1960er Jahre oder Anfang der 1970er abgespielt hat. In einer Villa, wo sich ein links-politischer Gesprächskreis mittelalter bis älterer Männer traf, politisch engagiert, aber eben etwas veraltet. Um sich zu verjüngen und auch um neue Ideen der Zeit aufzunehmen, hatten sie junge Feministinnen eingeladen, darunter eben auch Luisa Muraro. Und die begann zu sprechen mit einer Idee, die noch nicht fertig war, um – wie sie es aus der Frauenbewegung gewöhnt war – die Idee zur Sprache zu bringen. Und ihre Idee war: „Es sind doch jetzt Frauen hier, ihr könnt doch nicht so tun, als wäre nichts passiert“.

Aber die Männer und auch die Gastgeberin verstanden nicht, was Muraro wollte. Für sie hatte sich nichts geändert, nur dass jetzt eben auch Frauen da waren. Dieser Dialog, dieser Konflikt, ist einerseits historisch und zeitgebunden. Aber andererseits spielt er sich auch heute noch tausendfach so ab.

Vielleicht ist es sogar der eigentlich wichtige Konflikt unserer Zeit, der Streit darüber, ob sich mit dem Feminismus und mit der Anwesenheit von Frauen denn nun etwas Wesentliches geändert hat oder nicht.

Luisa Muraro hatte damit eine gute und wichtige Intuition, die seither viel fruchtbares Denken und politisches Handeln nach sich zog. Aber damals konnte sie sich nicht verständlich machen.

„Aber wir behandeln euch doch gar nicht schlecht“, sagten die Männer, und die junge Luisa Muraro entgegnete ihnen „Ich behaupte doch gar nicht, dass Ihr mich schlecht behandelt, und darum geht es auch überhaupt nicht!“

Ich reagiere auch oft mit Wut, Ärger, und inzwischen manchmal auch mit Langeweile, wenn meine Interventionen so aufgefasst werden, als ginge es darum, mich zu beschweren, weil ich als Frau irgendwie schlecht behandelt werde. Nein, will ich dann ja rufen, mir geht es nicht schlecht, mir geht es gut, ich bin glücklich, denn ich bin ja schließlich eine Frau, und als Frau geboren zu sein ist ein unaussprechliches Glück, aber hört mir doch bitte einmal zu!

Neben dem missverstandenen Inhalt geht es in der Geschichte, die Luisa Muraro hier erzählt, aber auch um die Modalität. Was macht eine politische Diskursgruppe mit einer Idee, die erst noch eine Intuition ist? Wird sie gleich zerpflückt und widerlegt, oder bemüht man sich gemeinsam, ihr ins Leben zu verhelfen, das Wahre daran herauszuarbeiten?

Diese Praxis des gemeinsamen Denkens, des „Denkens in Präsenz“, um eine Formulierung von Chiara Zamboni aufzugreifen, hat auch im deutschsprachigen Raum viele Früchte getragen, in Form von Projekten wie ABC des guten Lebens, Denkumenta, bzw-weiterdenken, Kulturschaffen und so weiter. Wir praktizieren das, aber wir wissen natürlich, dass es auch in feministischen Kontexten nicht immer gelingt, sogar oft nicht. Es ist nicht die weibliche Natur, die garantiert, dass das das große Versprechen der Exzellenz eingelöst wird, dazu brauchen wir eine weibliche Kultur.

Wenn man also die Idee vom Glück, als Frau geboren zu werden, und von der weiblichen Exzellenz in der Welt zerpflücken will, dann geht das ganz leicht. Luisa Muraro weiß das natürlich. „Die weibliche Exzellenz“, schreibt sie, „ist nicht nachweisbar, aber erkennbar.“

Wir brauchen also gar nicht erst anzufangen, weibliche Exzellenz beweisen zu wollen. Aber können wir sie erkennen, die weibliche Exzellenz? Also dann, wenn wir ihr irgendwo begegnen, zum Beispiel?

Dafür braucht es, schreibt Muraro, einen „Engel der Wirklichkeit“, das finde ich, ist ein schönes Bild. Es gibt Dinge, die wir ohne diesen Engel nicht sehen oder bemerken, so wie wir auf Reisen die interessantesten Dinge übersehen, wenn wir keinen Reiseführer dabeihaben.

Ein für mich frappierendes Beispiel ist Angela Merkel. Mir und manchen anderen auch springt ihre Exzellenz ins Auge. Aber es gibt viele Leute, die sehen das überhaupt nicht. Sie halten Merkel für eine mittelmäßige Politikerin.

In diesem Zusammenhang hat mich Muraros Beobachtung fasziniert, dass es bei Männern durchaus vorkommt, dass ein mittelmäßiger Mensch durch ein Amt zu regelrechter Größe heranwächst. Bei Frauen jedoch funktioniert das nicht. Sie werden nicht groß durch ein Amt, sondern sie sind es vorher schon, ihre Größe liegt in ihnen selbst.

Aber nochmal zurück zu jener These, die sich nicht beweisen, aber möglicherweise erkennen lässt: „Eine Frau zu sein ist ein Privileg wie jenes, das den Menschen in den alten aristokratischen Gesellschaften zuteil wurde: Du bist der Sache vielleicht nicht gewachsen, aber das Privileg kannst du nicht verlieren. Ebenso wenig wie du es dir verdient hast.“

Privilegien sind ja im heutigen politischen Diskurs nicht gerade gut angesehen. Die eigenen Privilegien zu checken, bevor man sich etwas als Leistung ans Revers knöpft, ist sozusagen erste Bürger- und Bürgerinnenpflicht. Aber genau das, dass man es sich NICHT selbst erarbeitet hat, ist laut Muraro ein großes Plus. Sie schreibt:

„Aus der Wissenschaft der Mystik stammt ein Prinzip, wonach die Größe im Reinzustand nicht persönlich erworben werden kann; sie kommt nicht dank eigener Verdienste zustande, sondern dank eines Privilegs: Ein Mensch empfängt sie als Gabe, als Geschenk.“

Das Gute an der Vorstellung vom Frausein als Privileg ist, dass damit alle Vorstellungen verdrängt werden, die das Frausein als etwas verstehen, das man sich erarbeiten muss, dessen man sich würdig erweisen muss. Das war die große Lüge des Patriarchats – ein richtiges Mädchen macht sich nicht schmutzig, eine richtige Frau hält die Wohnung in Ordnung, eine gute Frau schminkt sich nicht oder schminkt sich unbedingt, je nachdem welche Zeit.

Hingegen Frausein als Privileg – das erlaubt uns zu sagen: screw you! Ich bin eine Frau, und ich muss gar nichts!

Allerdings stimmt auch, wie Muraro schreibt: „Dass es Frauen gibt, ist ein Glück für die Menschen, aber Frau zu sein, ist nicht einfach.“

Dass es nicht einfach ist, liegt natürlich einerseits an den realen Schwierigkeiten, die sich daraus ergeben, dass die Welt immer noch ein Ort voller Ungerechtigkeit und Probleme ist, unter denen im Schnitt Frauen mehr zu leiden haben als Männer. Es liegt aber auch daran, dass wir uns persönlich irgendwie zu diesem Privileg, eine Frau zu sein, verhalten müssen.

Ob es uns gefällt oder nicht: Als Frauen gehören wir zu jenem Geschlecht, das für ein „Anderswo-Anderswie“ steht in einer Welt, die von männlicher Dominanz geprägt ist. Und dieses „Anderswo-Anderswie“ der Frauen ist wichtig für die Welt, so wichtig, dass wir uns nicht leisten können, es geringzuschätzen.

Als ich zum ersten Mal las, was Luisa Muraro über die Größe und die Exzellenz des Frauseins schreibt, dachte ich: Ich weiß, was sie meint, aber ist das nicht nur ein Versprechen, das noch gar nicht eingelöst ist? Ein frommer Wunsch, eine bloße Behauptung? Eine Wette, die wir erst noch gewinnen müssen?

Beim zweiten Lesen dann wurde mir klar: Scheiße, ja, genau so ist es. Und ich bin mit dafür zuständig. Denn ich bin eine von denen, die mit diesem Privileg, eine Frau zu sein, auf die Welt gekommen sind.

Was für eine Verantwortung!

Vor allem eben gemessen an der Tatsache, dass ich ja auch nur so mittelmäßig bin. Und dazu noch weiß, spätestens weil Muraro es in ihrem Buch schreibt, aber um ehrlich zu sein auch aus eigener Erfahrung schon, dass ein möglicher gesellschaftlicher Aufstieg meine Größe nicht vermehren würde. Sondern dass diese Größe schon da sein muss, in mir, in uns. Nein, es ist nicht einfach, eine Frau zu sein.

Vielleicht ist das ja der Grund, warum so viele Menschen dieses Privileg dankend zurückweisen. Und damit meine ich nicht nur diejenigen, die Wert darauf legen, ein Mann zu sein, auch wenn sie bei der Geburt den Frauen zugeordnet wurden, oder die die Geschlechterdifferenz ganz zurückweisen und sich zum Beispiel als non-binary, agender, genderfluid verstehen. Manche von ihnen modifizieren ihren Körper mithilfe von Testosteron, Übungen, Operationen, um alle äußerlichen leiblichen Zeichen unsichtbar zu machen, die sie als weiblich identifizieren könnten. Sie wollen nicht als Frauen gesehen werden, damit ja keine Missverständnisse aufkommen.

Aber nicht nur sie weisen das Privileg, eine Frau zu sein, zurück. Auch jede Menge cis Frauen tun das. Sie bestreiten zwar nicht die Tatsache, dass sie eine Frau sind. Sie bestreiten aber, dass das irgendetwas anderes bedeuten könnte als eine bloße Banalität. Feminismus ist für sie nicht mehr, als ein Kampf gegen Benachteiligung, und sie weigern sich entschieden, zu sehen, zu glauben, zu hoffen, dass im Frausein noch irgendetwas Eigenes angesiedelt sein könnte. Ein Mehr, das über die Gleichheit mit den Männern hinausweist. Das geht sogar so weit, dass selbst das Schwangersein und Gebären als egalitärer Akt erzählt wird, als etwas, das eine Frau auf keinen Fall alleine vollbringen kann: „Wir sind schwanger“, sagen die jungen Paare.

Die kulturelle Sinnentleerung des Frauseins ist heute so weit verbreitet, dass die Geschlechterdifferenz fast ganz in Klischees wie Männer- und Frauen-Bratwürsten und Rosa-und-hellblau-Terror zu versinken droht. Frausein ist über weite Strecken zu einem Spiel, einer Performance, einer Darstellung verkommen. Manche feministische Theorien begrüßen das sogar als einen Weg zur Befreiung von der Geschlechterdifferenz, deren bloße Existenz sie für eine Zumutung halten.

Genau dem widerspricht der Differenzfeminimus, widerspricht natürlich auch Luisa Muraro wenn sie sagt: Nein, Frausein ist kein Spiel, es ist etwas Wesentliches. Etwas Wesentliches, weil es glücklich macht, uns, und die Welt.

Diese Woche las ich in der Zeitung, dass das Krankenhaus in meinem Heimatstädtchen drei seiner Stationen schließt, weil sie kein Pflegepersonal mehr finden. Auch das lässt sich als eine Folge davon verstehen, dass Frauen das Privileg, Frau zu sein, zurückweisen und damit zum Beispiel auch die Freude, die es beinhaltet, sich um andere zu sorgen und eine sinnvolle Arbeit zu tun. Sie werden stattdessen Managerinnen, Designerinnen, Programmiererinnen oder Künstlerinnen – und man kann es ihnen gar nicht verdenken. Ich selbst bin ja auch nicht Krankenschwester geworden, und mit gutem Grund.

Es geht nicht darum, Frauen (oder anderen zu „anderen“ gemachten Menschengruppen) bestimmte Aufgaben zuzuschreiben, sodass der Rest der Gesellschaft davon befreit wird. Das war vielmehr der Konstruktionsfehler des Patriarchats. Aber es reicht nicht, die Frauen von dieser Zuschreibung zu entbinden und zu „Gleichen“ zu erklären. Damit ist das Problem nicht gelöst. Wir erleben heute in einer vielfach scheiternden Politik, was passiert, wenn die Frauen sich emanzipieren, aber sonst alles beim Alten bleibt: Die Welt wird dann in vielerlei Hinsicht nicht besser, sondern schlechter. Nach dem Ende des Patriarchats kommt leider nicht automatisch das Paradies. Es kann sogar schlimmer werden.

Und deshalb möchte ich zum Schluss noch auf einen letzten Punkt zu sprechen kommen, der sich ebenfalls wie ein Faden durch Muraros Buch zieht: Die Notwendigkeit, auch Männern (und anderen nicht-Frauen) die Bedeutung der weiblichen Differenz zu vermitteln.

Als ich diesen Vortrag schrieb, kam ein Freund in mein Arbeitszimmer, sah das Buchcover, und sagte spontan: „Toller Titel“. Ich fragte ihn, was er denn an dem Titel toll finden würde? Seine Antwort: „Ich wäre auch immer gerne eine Frau gewesen“ – „Warum?“ – „Dann hätte ich nicht aufs Sportgymnasium gemusst und hätte später bei der Arbeit keine Krawatte tragen müssen.“

Die Vorstellung, es könnte ein Glück sein, als Frau geboren zu werden, klingt heute auch für immer mehr Männer nicht mehr absurd. Sie sind ja oft selbst nicht zufrieden mit der Welt, so wie sie bisher war. Das ist ein gutes Zeichen.

Auch viele Männer wollen, dass die Welt eine andere wird. Aber es ist für sie schwer zu verstehen, inwiefern der Feminismus oder die weibliche Differenz dabei eine Ressource sind.

Eine weitere der vielen Geschichten, die Muraro in ihrem Buch erzählt, spielt 1986. Damals wurde Luce Irigaray eingeladen zu einem Frauenfest der Kommunistischen Partei Italiens. Sie sollte zum Thema Leben nach Tschernobyl sprechen, kurz davor hatte es diesen Unfall in dem Atomkraftwerk gegeben. Was kann man tun? Und Luce Irigaray hatte eine Idee: Sie schlug vor, an allen öffentlichen Orten schöne Bilder aufzuhängen, die Mutter-Tochter-Paare zeigen, eine Konstellation, die den Zusammenhang von Kultur und Natur besonders eindrücklich zeige. Diese Paare, so ihr Argument, würden außerdem bisher an kulturellen und religiösen Orten auffällig fehlen, das Mutter-Tochter-Paar sei aus der symbolischen Ordnung ausgeschlossen. Es war ein einfacher, leicht umsetzbarer Vorschlag, aber, so erinnert sich Muraro, „er fiel ins Leere, es gab nicht einmal Einwände oder Fragen. Ich erinnere mich an freundliche, respektvolle und gleichgültige Gesichter.“

Die Geschichte ging nicht traurig aus, denn Irigarays Idee ist andernorts durchaus auf fruchtbaren Boden gefallen. Aber diese freundlichen, respektvollen, gleichgültigen Gesichter, die sehe ich auch häufig, ich weiß genau, was hier gemeint ist.

Muraro schreibt, dass sie mit ihrem Buch ein „Licht anzünden“ will, das die Wirklichkeit auf eine bestimmte Weise erhellt, und genau das geschieht heute manchmal und, wie ich meine, immer öfter, auch bei Männern.

Ich habe mich beim Lesen manchmal gefragt: Ist das Glück, eine Frau zu sein, vielleicht so groß, dass es am Ende tatsächlich die Kategorie Geschlecht öffnet und durchlässig macht?

„Der Feminismus“, schreibt Luisa Muraro jedenfalls abschließend, „hat keine Ziele und keine Inhalte außer denen, die in der Erfahrung und den Wünschen der Frauen enthalten sind. Und die holt der Feminismus aus der Unsichtbarkeit und dem Schweigen heraus.“

Autorin: Antje Schrupp
Eingestellt am: 12.12.2019

Kommentare zu diesem Beitrag

  • Carola sagt:

    Vielen Dank für diese ausführlichen und sehr offenen Gedanken!

    Ich habe eine Frage: Schreibt Muraro selbst wirklich von dem Glück als Frau „geboren“ zu sein, oder ist das Deine Interpretation? Ich hätte es von den Zitaten her, die Du von Muraro bringst, eher als „Glück, eine Frau [geworden zu] sein“ interpretiert. Auch die von Dir beschriebene Verantwortung kann nur ein erwachsener Mensch wahrnehmen. Wir man nicht als Kind geboren?
    Zumindest ein symbolisches Mutter/Tochter Paar ist gerade in Frankreich sehr weit verbreitet: Anna und Maria werden finden sich in den Kirchen sehr häufig. Vermutlich lässt sich darüber streiten, in wie weit das tatsächlich eine weibliche Symbolik ist. Aber eine Reminiszenz daran ist es in jedem Fall, denke ich.
    Ansonsten vermisse ich heute schmerzlich eine „Kultur der Frauen*“. Ich habe z.B. die in der Zeit der Frauenbewegung entstandenen Frauenbuchläden, sehr geliebt. Nicht, dass es diese Kultur nicht hier und dort noch gibt Aber leider ist sie schwer zu finden. Und ja, wir haben eine Verantwortung. Danke für die Erinnerung daran.

  • Liebe Antje

    Schön, deine bedenkenswerten und klugen Worte im Nachhinein nochmals in Ruhe ‚kauen‘ und somit besser ‚verdauen‘ zu können; -danke!

    Last but not least finde ich das Photo toll vor dem Plakat des Frauen*streiks 2019 welches Bezug nimmt auf das Hauptwerk der mittelalterlichen Philosophin Christine de Pizan ¨Die Stadt der Frauen“: https://de.wikipedia.org/wiki/Christine_de_Pizan

    Mit frohem Gruss und herzlich
    Esther.

  • Antje Schrupp sagt:

    @Carola – Sie schreibt ausdrücklich vom Glück, als Frau geboren zu sein – der italienische Originaltitel lautet: „Non è da tutti. L’indicibile fortuna di nascere donna“. Es ist natürlich eine Anspielung und in gewisser Weise eine Gegenrede zu Beauvoir, ich denke, der Grund wird an dem Beispiel des Privilegs deutlich. Frausein ist nichts, was man sich erarbeiten kann (oder muss), sondern es fällt einer sozusagen qua Geburt in den Schoß. Ob man für dieses Privileg, das nicht alle Menschen haben, hingegen Verantwortung übernimmt, das ist tatsächlich eine Entscheidung, die man erst als Erwachsene trifft, aber das Privileg kann man eben nicht verlieren.

    Interessant finde ich in dem Zusammenhang übrigens, dass sich die Debatte über Trans-Geschlechtlichkeit ebenfalls genau in diese Richtung bewegt hat – weg von Beauvoir, hin zu Muraro wenn man so will. Denn es hat sich eben gezeigt, dass trans Personen nicht das Geschlecht „wechseln“, wie früher gesagt wurde, sondern dass sie sich (gegebenenfalls, aber nicht notwendigerweise) dem Geschlecht, das sie bei der Geburt schon hatten, „angleichen“, etwa durch eine Operation. Also auch dort das Wissen bzw. die Betonung dessen, dass Geschlecht nichts ist, was man sich aussucht, sondern etwas, das bereits qua Geburt da ist – und dann aber natürlich auf die unterschiedlichsten Weisen „performt“ werden kann und muss.

  • Ute Plass sagt:

    „Glück oder Pech qua Geburt, so würden sie sagen, entscheidet sich heute an anderen Dingen: Ob du reich geboren wirst oder arm, mit europäischem Pass oder nicht, in einem bildungsbürgerlichen Haushalt oder nicht und so weiter.“

    @Antje – Meinst Du denn nicht, dass dies alles mit entscheidend ist für das ‚Glück eine Frau zu sein‘?

  • Ulrich Wilke sagt:

    Was ist weibliche Kultur?

  • Dorothee Markert-Knüfer sagt:

    @ Ulrich Wilke
    Zu deinen beiden Fragen: Was Geschlechterdifferenz ist, könntest du googeln. Und dann hier im Forum beispielsweise die zusammengefassten Kapitel von „Auf dem Markt des Glücks“ lesen. Es gibt Bibliotheken voll Literatur dazu. Auf jeden Fall kann es nicht einfach mal kurz in einem Kommentar beantwortet werden.
    Für „weibliche Kultur“ gilt dasselbe. Denn es umfasst alles, was Frauen hervorgebracht haben für ein gutes Leben und Zusammenleben und die Gestaltung der Welt. Im engeren Sinn ist weibliche Kultur auch das gemeinsame Nachdenken von Frauen, was weibliche Kultur ist bzw. wie sie sein sollte. Insofern ist dieses Forum auch ein Ort, an dem an weiblicher Kultur gearbeitet wird.

  • Antje Schrupp sagt:

    @Ute – Ich denke, dass es zwei unterschiedliche Dinge sind. Es ist ein Glück, eine Frau zu sein, aber das bedeutet ja nicht, dass die betreffende Person dann mit allem in ihrem Leben Glück hat, oder immer und ständig glücklich ist. Man kann ja auch das Glück haben, eine gute Gesundheit zu haben, aber das Pech, arm zu sein. Eine gute Gesundheit ist aber auch dann doch ein Glück. Natürlich gibt es Umstände, in denen sich das Glück, eine Frau zu sein, vielleicht schlechter „genießen“ lässt als anderswo. Und natürlich ist das eben auch eine Frage der Perspektive, die man einnimmt. Ob man etwas als Glück oder als Pech interpretiert, das hängt ja auch mit dem eigenen Begehren zusammen. Schwangerwerdenkönnen zum Beispiel ist ein Glück, wenn du es willst, und ein Pech, wenn du es auf keinen Fall willst.

  • Gerade lese ich das Buch, die Rezension von Dorothee Markert hat mich bewogen, mir das Buch zu kaufen. So viele schöne spannende beglückende Gedanken.
    Luisa Muraro ist nach meinem Eindruck klar gegen Krieg, Gewalt etc. positioniert. Da kann ich dann der Aussage über Angela Merkel und ihre Exzellenz gar nicht zustimmen. Weder zum Thema Krieg, Waffenexporte, Kriegsindustrie in Deutschland ist sie exzellent dabei, noch zum Thema Klimawandel, das eng mit dem Thema krieg verwoben ist, weil Kriege die größten Umwelt-, Natur- und Menschenzerstörer sind!
    Woran machen Sie denn die „Exzellenz“ der Angela Merkel bloß fest?

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