beziehungsweise – weiterdenken

Forum für Philosophie und Politik

Neueste Kommentare

  • Dr. Gisela Forster sagt:

    Mir ist der Name Erni Kutter in meinem Leben oftmals begegnet, ich sah aber kein Gesicht dahinter und wusste nichts über den Menschen, bzw. die Frau, Erni Kutter. Nun - endlich - ein ausführlicher Bericht über das Leben dieser hochinteressanten Frau. Danke an Juliane Brumberg für die einfühlsamen, anschaulichen Zeilen und das Rüberbringen der Geschichte und Wirkung dieser feministischen, politischen und sehr sympathischen Frau.

    Artikel: Ein Berufsleben mit alleine erziehenden Frauen: Die Sozialpädagogin Erni Kutter

  • Gudrun Nositschka sagt:

    Danke für "Deine" Bethen, liebe Erni. Ich bin sicher, dass ältere Frauen - auch in unserer Kultur, in einer matriarchalen sowieso - alleine schon durch ihre Erlebnisse und Erkenntnisse wichtig und bedeutsam für unsere Welt sind.

    Artikel: Ein Berufsleben mit alleine erziehenden Frauen: Die Sozialpädagogin Erni Kutter

  • Karin Spangler sagt:

    Ich wohne in Heilsbronn und habe durch die Lektüre über die „Drei Madln“ deren Präsenz im Heilsbronner Münster entdeckt. Seither bin ich auf ihrer Spur. Sie sind auch in Märchen und alten Kinderreimen zu finden. Danke Erni Kutter. Das hat meiner Spiritualität Auftrieb gegeben.

    Artikel: Ein Berufsleben mit alleine erziehenden Frauen: Die Sozialpädagogin Erni Kutter

  • Brigitte Leyh sagt:

    Danke, Antje, diese Emma Goldman gefällt mir!

    Artikel: Emma Goldman ernstnehmen

  • Sammelmappe sagt:

    Du machst mich sehr neugierig. Ich stecke immer noch in der Bücherei-Warteschlage für das Buch. Aber langsam nähere ich mich dem Ziel.

    Artikel: "Damit ihr wißt, wie's war" - Gabriele Tergits großartiger Familienroman "Effingers"

  • Juliane Brumberg sagt:

    Danke, dass Du auf dieses Buch aufmerksam gemacht hast, liebe Jutta, es interessiert mich sehr!

    Artikel: "Damit ihr wißt, wie's war" - Gabriele Tergits großartiger Familienroman "Effingers"

  • Brigitte Leyh sagt:

    Danke, Heike Brunner, für diesen tollen Artikel über eine tolle Frau!

    Artikel: Bis ins hohe Alter aktiv: Die Feministin und Berliner Frauenpreisträgerin Karin Bergdoll

  • Dorothee Markert sagt:

    Liebe Esther, wo du in Antjes Text etwas Biologistisches findest, ist mir schleierhaft. Auch worauf sich dein Verdacht bezieht, die Aussage "Die Mutter ist an allem schuld" könnte hier wieder aufleben, kann ich nicht erkennen. Die Patenschaft als Ersatz für eine verlässliche, dauerhafte Beziehung zur Mutter auch dann zu reaktivieren, wenn die biologische Mutter noch lebt, wäre vielleicht ein Weg. Aber dem steht ja gerade die Haltung unserer Gesellschaft entgegen, dass die Frau, die ein Kind geboren hat, immer die Beste für die Betreuung des Kindes ist. In meinem Bekanntenkreis habe ich gerade mitbekommen, wie ein Kind zur biologischen Mutter zurück musste, obwohl es Angst vor ihr hatte, da sie es früher oft geschlagen hatte. Die Pflegemutter hatte keine Chance, das zu verhindern, weil das Amt und die Lehrerin des Kindes den Wunsch der Mutter unterstützten, ihr Kind zurückzubekommen.

    Artikel: ... oder ihr Ersatz

  • Esther Gisler Fischer sagt:

    Dritter Versuch, meinen Kommentar zu posten: Das Ganze kommt mir schon ein bisschen zu biologistisch daher; als wenn es neben der biologischen Mutterschaft keine soziale gäbe! Früher war das Institut der Patenschaft eine Möglichkeit, nach dem Ausfall der Mutter/des Vaters verbindliche Bezugsperson in die Verantwortung zu nehmen; sicherauch da nicjt immer geglückt. Doch scheint es mir klar zu sein, dass staatliche Institutionen nicht alles abdecken können. Zudem fnde ich es bedenklich, wenn wir Feministinnen wieder zum Motto "die mUtter ist an allem schuld!" zurückkehren ...

    Artikel: ... oder ihr Ersatz

  • Diana Engelhardt sagt:

    Liebe Antje! Mit dem Buch über die „Die symbolische Ordnung der Mutter“ habe ich gelernt und in dem Film, den Du empfiehlst, werde ich dazu lernen… ich kann Dir nur immer wieder danken!! Und ich gebe Deine Anregungen mit meinen vielen eigenen Gedanken und Erfahrungen zu Frauenthemen in meinen (kleineren) Kreisen begeistert weiter!!! Ich hatte eine mehrfach traumatisierte Mutter Sie hatte das kath.“Waisenhaus der Stadt Wien im polnischen Gebiet“ erlitten, nachdem sie beim Tod - während des Säugens des kleinen Bruders - die Mutter sterben sah::: Sie flog im II. Weltkrieg mit mir auf dem Arm (1943 geboren) 18 Jahre jung im Bombenhagel in Köln ein, auf meines kölnischem Vaters Veranlassung… Sie wurde als „Polackensau“ beschimpft…Ich weiß wovon Du schreibst, und ich habe trotz oder wegen meiner Mama auf den Straßen im Nachkriegsköln viele gute Ersatzmütter kennen gelernt. Auch mein Vater hat mich liebevoll gestützt und sich gekümmert. Letztendlich habe ich auch - nach einigen Therapien, die meine Mama nicht angehen konnte - für mich erkannt: „Ich habe viel Scheisse erlebt, aber ich weiß, Sch… ist auch ein guter Dünger!“ So kam ich zu einem erfülltem Leben voller Interesse an Frauenarbeit! Die betreibe ich aufgrund meiner langjährigen Studien der Philosophie, der evg,/feministischen Theologie und der Germanistik. So kämpfe ich - mit meinen Mitteln - gefühlt schon ein halbes Leben für Frauenrechte, Die zweite Hälfte desselben habe ich nebenher Rechte der Väter unterstützt, die teilhaben wollen und sollen am Heranwachsen ihrer Kinder. Unsere Kultur sieht es nämlich doch vor, dass es für die Mutter einen Ersatz bzw. Hilfe geben könnte. (Neben den schon genannten Ersatzmüttern!) Die Väter! Mittlerweile werde ich Urgroßmutter und freue mich, dass nicht nur in meiner Familie, sondern endlich gesetzlich das Meiste besser geregelt ist. Für viele Mütter gäbe es Ersatz und /oder Unterstützung und für Kinder eine wundervolle neue intensive Beziehungsqualität! Nun versucht ein werdender Vater in meinem Umfeld gerade die Möglichkeit eine einjährige Elternzeit zu nehmen, und ich bemerke – auch durch Fragen im Bekanntenkreis – dass in manchen „männerlastigen“ Berufsgruppen eine große Angst davor herrscht: Vor dem Chef, dem Mobbing der Kollegen, dem Wiedereinstieg und vielem anderem… Wie kann die Gesellschaft dafür sorgen die kapitalistischen Unternehmer und ihr Zurückschrecken vor der Fürsorgearbeit zu locken?! Wie könnten wir die Attraktivität steigern?! Gut, manche Männer bleiben lieber in ihrem altbekanntem bequemen Nest hocken als für wärmendere Nestpflege zu sorgen, jedoch wäre mit dem Recht der Kinder auf den väterlichen Bezug für die Zukunft viel gewonnen! Welch großartige Gesellschaftsveränderungen hätten wir zu erwarten! Ich würde mich freuen, wenn Du dieses Thema aufgreifst und Ideen sammelst, wie wir „Werbung machen“ könnten, damit werdende Väter, die Elternzeit besser nutzen könnten… Spontan und in Eile geschrieben Deine Diana Engelhardt

    Artikel: ... oder ihr Ersatz

  • Dr. Gisela Forster sagt:

    Man sollte sich davon verabschieden, dass man EINE Mutter braucht. Kind braucht viele Mütter, das sind neben der biologischen, die mehr oder minder geeignet ist, die Nebenmütter, wie die geliebte Lehrerin, die fürsorgliche Großmutter, die warmherzige Tante, die beeindruckende Nachbarin usw. Welche die wichtigste, nächste Mutter im Leben wird, entscheidet sich immer wieder neu - und wechselt auch. Seien wir offen, auch wir selbst...gegenüber unserer Mutter, bzw. unseren Müttern.

    Artikel: ... oder ihr Ersatz

  • Esther Gisler Fischer sagt:

    Esther

    Artikel: ... oder ihr Ersatz

  • Wittmann Ingrid sagt:

    Beim Lesen musste ich spontan an das Buch "Kind der Hoffnung" von Rob Mitchell denken, eine wahre Geschichte die tief in die Seele eines Kindes blicken lässt, welches mit 3 Jahren von seiner Mutter im Kinderheim abgegeben wurde.

    Artikel: ... oder ihr Ersatz

  • Ute Plass sagt:

    @Antje: "Er kann nicht ihre Mama sein, nicht, weil er es nicht könnte, sondern weil das System so etwas nicht vorsieht." Finde, dass trifft's: "...weil das SYSTEM so etwas nicht vorsieht". Aufschlussreiches Gespräch mit der Regisseurin Nora Fingscheidt: https://www.deutschlandfunkkultur.de/regisseurin-nora-fingscheidt-ueber-systemsprenger-von.2168.de.html?dram:article_id=458788

    Artikel: ... oder ihr Ersatz

  • Antje Schrupp sagt:

    (PS: Dazu kommt natürlich noch vieles mehr, ihre Intelligenz, ihre Stärke, ihre Entschlossenheit usw., was sie außergewöhnlich macht. Ich habe nur diesen einen Aspekt heraus gehoben, weil er mich am meisten interessiert).

    Artikel: ... oder ihr Ersatz

  • Antje Schrupp sagt:

    @jutta Pivecka - Ja, das habe ich im Text vielleicht nicht genug deutlich gemacht: Du hast recht, es gibt die Möglichkeit eines Ersatzes für die Mutter, wenn diese weg ist, zum Beispiel verstorben oder wenn der "Ersatz" nur vorübergehend ist, im Sinne einer Stellvertretung. Das Problem in dem Film ist meiner Ansicht nach, dass die Mutter noch da ist, aber nicht funktioniert, und dass Benni eben kein wirklicher "Ersatz" geboten wird, sodass sie permanent Beziehungs-Enttäuschungen erlebt, sowohl mit der Mutter, die nicht will/kann, als auch mit allen anderen, die nicht wollen/können. Das Problem von Bennis Unintegrierbarkeit sind nicht unlösbare Konflikte zwischen ihr und den Erwachsenen, die sie betreuen. Sondern ihre klarsichtige Wut darüber, dass sie schlichtweg keinen Menschen hat, der bedingungslos für sie da ist.

    Artikel: ... oder ihr Ersatz

  • Jutta Pivecka sagt:

    Den Film habe ich noch nicht gesehen, bin aber sehr gespannt. Deiner Interpretation kann ich aber nicht ganz folgen, wenn sie sich auf gesellschaftliche Realität bezieht: Ich kenne einige Pflegeeltern, deren Beziehung zum Kind keine "zweitklassige Simulation in Form von professionellen Betreuer*innen" ist - und die dennoch z.T. in sehr schwierige, auch in unlösbare Konflikte mit dem Kind geraten. Unsere Kultur sieht sehr wohl "Ersatz" für die Mutter (für viele aus der Generation unsrer Mütter z.B. waren es Großmutter oder Großvater, für meine Mutter war es ihre 20 Jahre ältere Cousine) vor - manchmal gelingt das und manchmal nicht.

    Artikel: ... oder ihr Ersatz

  • Juliane Brumberg sagt:

    Inzwischen hat der Film in der Kategorie „Best Animation“ beim Oniros Film Festival eine „Honorable Mention“ bekommen, hat in der Kategorie „Best Animation“ den „Festigious“ Film Award gewonnen und auch den Los Angeles Film Award (https://wirtschaft-ist-care.org/neuigkeiten/). Herzlichen Glückwunsch!

    Artikel: Im Film erklärt: Was ist Wirtschaft?

  • Antje Schrupp sagt:

    @Thea - Die Frage wäre dann aber, wer das Gehalt bezahlen soll?

    Artikel: Die Alltagsforscherin Maria S. Rerrich

  • mondamo sagt:

    hejo. danke für die rezenslon was meinst du mit "stichwort väterrechte"? ja, ein kind entsteht im bauch der frau. und wie sie es lieben kann, so kann es auch der vater. er sollte mitreden und mitentscheiden können - wie alle, die lieben und verantwortung tragen und danach handeln.

    Artikel: Ein durch und durch politisches Buch über das Schwangerwerdenkönnen

  • Monika sagt:

    Liebe Gudrun, das ist eine köstliche Geschichte! Ich könnte bei Euch mit reden, denn auch meine Familie, was auch immer das ist, stammt aus vielen Ländern, und das macht unsere genetische Vielfalt aus. Trotzdem bin ich sehr deutsch, was auch immer das sein soll.

    Artikel: Eine richtige deutsche Familie

  • Thea Philipp-Schöllerman sagt:

    Meine Antwort auf Prof. Dr. Maria Rerrichs Frage, die sie bis heute umtreibt, was geschehen muss, dass es eine Gleichheit zwischen den Geschlechtern und eine zwischen Frauen bei der häuslichen Arbeit gibt, ist: Ein gerechtes Gehalt für Familienarbeit (Personenfürsoge, Beziehungsarbeit verbunden mit materieller Arbeit für abhängige Menschen - Kinder, pflegebedürftige Eltern). Das schafft Gleichheit zwischen Mann und Frau und auch zwischen Eltern und Nicht-Eltern. Dann können auch Männer zwischen Erwerbstätigkeit und Familienarbeit wählen. Und es ermöglicht Eltern eine echte Wahlfreiheit zwischen Eigen-und Fremdbetreuung ihrer KleinstKinder von 0-3 Jahren. Alleinstehende Erwachsene können rundum für sich selbst sorgen. Ich empfehle Frau Prof. Dr. Maria Rettich, sich mit den Zielen des Verbandes Familienarbeit e.V. auseinander zu setzen. www.familienarbeit-heute.de

    Artikel: Die Alltagsforscherin Maria S. Rerrich

  • Sonntagsreden sagt:

    Input: sehr schön: bei GPPP (Gesellschaft für Psychohistorie und Politische Psychologie) in Heidelberg demnächst (2020) als Workshop AUF DEM WEG ZUR MUTTERLOSEN GESELLSCHAFT Was wird aus unseren Kindern?

    Artikel: Ein durch und durch politisches Buch über das Schwangerwerdenkönnen

  • Hanna Strack sagt:

    Schwangersein und Gebärdenkönnen zeigt die große Kraft der Frauen, die stolz darauf sein können. Aber: Wenn ich in einer Gruppe spreche, frage ich: "Was wurde Euch erzählt über Eure Geburt? Wo stand das Bett? Wer half der Mutter? Wo war der Vater? Wie wurdet ihr begrüßt?" Mit diesem Einstieg verletze ich niemanden, nicht die Männer, nicht die Frauen ohne Kinder, es ist ja ein Thema, das sehr berührt. Eine Frau sagte mir später: Du hast mir meine Wurzeln zurück gegeben, denn sie konnte erzählen, wie ihre Mutter sie auf der Flucht gebar und eine Krankenschwester sie am Leben hielt. Ich halte mich an Hildegard von Bingen, die ja listig war: zuerst sagt sie, was die Männer hören wollen, nach dem Komma, was sie selbst meint: "Gott hat den Mann stark und die Frau schwach geschaffen, aus dieser Schwäche geht das ganze Menschengeschlecht hervor." Ich nenne es die Schöpfungskraft der Frau, wohl wissend, wie diskriminierend nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die gegenwärtigen Gesellschaften Frauen behandeln.

    Artikel: Ein durch und durch politisches Buch über das Schwangerwerdenkönnen

  • Juliane Brumberg sagt:

    Kürzlich bekam ich das Buch TRANSALPIN geschenkt. Genau zum richtigen Zeitpunkt, denn aufgrund einer schweren Erkrankung in meiner Familie gibt es für mich in diesem Sommer keine Ferien in den Bergen, wie sonst so oft. Doch das Buch ist geradezu ein Ersatz dafür. Ich lese es jetzt in kleinen Häppchen. Verena Lettmayer beschreibt die Wichtigkeiten und Nebensächlichkeiten der einzelnen Etappen so anschaulich, dass ich sie förmlich miterlebe. Obwohl die Texte kurz und knapp sind, entstehen bei mir sofort Bilder und ich kann mir alles ganz lebendig vorstellen und die Wanderung mitgehen. Manche Regionen, die sie durch durchwandert hat, kenne ich, wenn ich auch eher von unten. Offensichtlich geht es bei dem Trail darum, die schönsten - und nicht die schnellsten - Wege von Salzburg nach Triest zu erwandern, denn die Wegführung geht ganz schön hinauf und hinunter. Das klingt fürchterlich anstrengend. Eine tolle Leistung! Und ich kann den Trail mitgehen, ohne mich selber verausgaben zu müssen. Erstaunlich: da ich meistens kurz vor dem Einschlafen in dem Buch lese, träume ich danach oft von eigenen Begegnungen und Erlebnissen auf diesem Trail, den ich nie gegangen bin. Vielen Dank für dieses besondere Buch, das Jutta schon so schön beschrieben hat!

    Artikel: TRANSALPIN. Verena Lettmayers Reisebericht von einer Alpenüberquerung

  • Thea Philipp-Schöllermann sagt:

    Ich kenne Gudrun Nositschka über die Gerda-Weiler-Stiftung persönlich, wusste aber bisher nichts über ihr persönlichen Hintergründe und das ganze Spektrum ihres Lebens. Ich gehe vor ihr und ihrem so reichen, vielfältigen Wirken für uns Frauen (trotz Arthrose) in die Knie! Falls noch Bedarf ist an der Nennung weiterer sehr engagierten Frauen - ich kenne welche - bitte melden!

    Artikel: Vielseitig interessiert - Die Stiftungsverwalterin Gudrun Nositschka

  • Thea Philipp-Schöllermann sagt:

    Ein weiterer Denk- u. Sprachfehler sowohl von der Autorin Antje Schrupp als auch von Dorothee Markert, die ihn 2-fach wiederholt, ist der Begriff Samengeber. Der griech.-lat. Begriff Sperma wurde wohl vor dem Jahr 1834 unzureichend ins Deutsche übersetzt. Männer, z.B. Goethe (gest.1832) konnten noch behaupten: Frauen sind silberne Schalen, in die wir Männer golgende Äpfel legen. 1834 wurden die weiblichen Eizellen entdeckt und da hätte sich der Sprachgebrauch dann grundlegend ändern müssen. Wir haben die Kinder also nicht VON den Männern, sondern mit ihnen. Frauen schenken Kindern das Leben und nicht die Kinder den Männern ...... Oft ist in biographischen Zusammenhängen auch von hochrangigen Titeln und Berufsbezeichnungen des Vaters zu lesen, von der Mutter aber keine Silbe. Kopfgeburten des Zeus??? Sprache schafft Bewußtsein und prägt unser Verhalten.

    Artikel: Ein durch und durch politisches Buch über das Schwangerwerdenkönnen

  • Dorothee Markert sagt:

    Nachtrag zum Thema "Vater als nicht mehr brauchbarer Begriff": Ich denke, dass diese Aussage viele der wohlmeinenden oder gar zuverlässig mitarbeitenden Väter vor den Kopf stößt und deshalb auch für viele Mütter nicht akzeptabel ist, da sie ja auf den guten Willen ihrer Partner angewiesen sind. Und patriarchal verseucht ist ja auch der Begriff "Mutter", vor allem in den Varianten "gute/schlechte" oder "richtige" Mutter. Daher schlage ich eine Unterscheidung vor in "Samengeber" und "Väter", wobei der letztere Begriff denen vorbehalten sein sollte, die sich an der Tätigkeit des "Mutterns" zuverlässig beteiligen und dabei die volle Verantwortung übernehmen.

    Artikel: Ein durch und durch politisches Buch über das Schwangerwerdenkönnen

  • Sonntagsreden sagt:

    Nachtrag hahaha...schöne Leserbriefe https://www.idea.de/gesellschaft/detail/ich-bin-in-vielerlei-hinsicht-feministin-geworden-110138.html siehe auch meinen Kommentar bei Kreidfeuer wordpress

    Artikel: Ein durch und durch politisches Buch über das Schwangerwerdenkönnen

  • Sonntagsreden sagt:

    Oh, Dankeschön für die Widmung! Ich bin JG.Anfang 1950, habe mit kurz vor 30 mein erstes Kind bekommen.Weit weg von "Heimat" und was dazu gehört: Großeltern, Zugehörigkeit, Kollegen, Freunde... Es wurden mehr als fünf Finger an einer Hand. Weshalb, wieso, steht hier nicht zur Debatte. Dabei gab es eine "bulimische Phase" während des Studiums, nach der ich unfruchtbar war...Schwangerschaft ist auch Selbstheilung! Aber es war anscheinend keine kluge Wahl des Zeitfensters. Mit dieser Biografie steht Frau bundesweit ziemlich allein da :-(. Zu früheren Zeiten, im Mittelteil und heute! Heute eher Tendenz Altersarmut. Im Mittelteil die "bodentiefen Fenster". Und nicht nur früher das Naserümpfen der Erwerbsarbeitenden, der Singles, Kinderarmen oder DINKs . Ich habe eigentlich NIE wohlwollende Frauen in der Angelegenheit getroffen. (naja...im evangelikalen Spektrum fänden sie sich) Ob man seine Schäfchen dann im Trockenen hat, hängt von vielen Faktoren ab. Gesetteltsein und soziale Vernetzung, Verortung sind wesentliche Garantien. Für Mütter mit mehreren bzw. vielen Kindern sehe ich keinen gesellschaftlichen Wandel. Und ihre ehemals benachteiligten Kinder sind es wiederum , die die aktuellen strukturellen Umwälzungen mitfinanzieren. Fazit. Sonntagsreden, wohin Frau schaut. Ein besonderes Kapitel ist der Aspekt behindertes Kind vs. Abtreibung (z.B. 98% bei Down Syndrom) Auch die Sonntagsredner (der Kirchen oder Politik) haben nichts (oder WENIG) bewirkt, dass diese erwachsenen Kinder ein GUTES LEBEN führen(in den WGs, Werkstätten oder angelichen "Inklusionen") in den Diakonien, bei den anderen Trägern mit fluktuierendem, ausgebeutetem Zeitpersonal, (welches oft keine Ahnung von nichts hat) DAS IST DIE SITUATION!...aber die Deutschen sind *glücklich* :-)

    Artikel: Ein durch und durch politisches Buch über das Schwangerwerdenkönnen

  • Johanna Helen Schier sagt:

    Liebe Dorothee. So,so. Hilfst Du ehrenamtlich?

    Artikel: Ausgelernt? Noch lange nicht

  • Sammelmapps sagt:

    Der Film regt hoffentlich viele Menschen zum Nachdenken an. Die Zeit ist reif.

    Artikel: Im Film erklärt: Was ist Wirtschaft?

  • Ute Plass sagt:

    Großartig, liebe Ina :-) Habe sogleich den DGB auf den Animationsfilm hingewiesen, auch weil dieser sehr gut zum Beitrag von Robert Misik passt: https://gegenblende.dgb.de/artikel/++co++b1975978-c32c-11e9-9886-52540088cada

    Artikel: Im Film erklärt: Was ist Wirtschaft?

  • Dorothee Markert sagt:

    Nachtrag nach zwei weiteren Rentnerinnenjahren: Nachdem ich nun so lange darauf gewartet hatte, dass mir das entgegenkommt, was ich wirklich noch tun möchte im Leben, weshalb ich ja in all den Jahren vermieden hatte, mich auf irgendeine Tätigkeit einzulassen und weshalb ich alle früheren Tätigkeiten "endgültig" beendet hatte, fiel mir etwas wieder ein, was ich eigentlich früher schon einmal wusste: Um in Kontakt mit dem eigenen Begehren zu kommen, ist eine Praxis nötig! Und so helfe ich jetzt wieder einer Frau, besser mit ihrer Legasthenie klarzukommen, und übersetze ein Buch von Luisa Muraro, was mich sehr glücklich macht. Plötzlich sprudeln auch wieder die Ideen, was ich noch tun könnte, besonders nach den Begegnungen auf der Denkumenta ...

    Artikel: Ausgelernt? Noch lange nicht

  • Ute Plass sagt:

    Wieder eine vitale Lebenswerk-Geschichte. Anerkennung und Dank an Grudrun Nositschka für ihr Engagement, auch was die Gerda-Weiler-Stiftung betrifft. Gerda Weilers Buch "Ich verwerfe im Lande die Kriege" hat seinerzeit mit seinem Erscheinen eine Antijudaismus / Antisemitismusdebatte ausgelöst. Die Initiative 'Wormser Frauen für den Frieden' lud damals Gerda Weiler als Referentin nach Worms ein, wo sie sich sehr offen mit den, an sie gerichteten, Vorwürfen auseinander setzte. Inhaltliche Details darüber habe ich vergessen,jedoch erinnere ich, wie sehr der Antisemitismus-Vorwurf Gerda Weiler verletzt hat.

    Artikel: Vielseitig interessiert - Die Stiftungsverwalterin Gudrun Nositschka

  • iris welker-sturm sagt:

    wunderbar, welche Vielfalt von Interessen und Aktivitäten, und von solch spannenden Lebenswegen zu erfahren. Danke

    Artikel: Vielseitig interessiert - Die Stiftungsverwalterin Gudrun Nositschka

  • Claudia lodders sagt:

    Diese serie ist einfach nur klasse! Taubergrüße, claudia l.

    Artikel: Vielseitig interessiert - Die Stiftungsverwalterin Gudrun Nositschka

  • Antje Schrupp sagt:

    Ich bin sehr gerne auch dabei (beim Besprechen des Textes auf der Denkumenta) :)

    Artikel: Vertrauen in das Gute

  • Dorothee Markert sagt:

    Danke, liebe Fidi, das freut mich sehr!

    Artikel: Vertrauen in das Gute

  • Dorothee Markert sagt:

    Danke für den Kommentar. Gute Idee, den Text mit anderen zu besprechen. Ich würde das auch gern tun. Kommen Sie zur Denkumenta?

    Artikel: Vertrauen in das Gute

  • Fidi Bogdahn sagt:

    Danke, liebe Dorothee! Deine Art (in doppeltem Sinn) zu über- bzw. umzusetzen, bereitet mir geradezu körperliches Vergnügen.

    Artikel: Vertrauen in das Gute

  • Antonia Federer-Aepli sagt:

    liebe Dorothee danke für diesen Artikel. Er ist so dicht, anregend, bedenkenswert. So oft habe ich beim lesen genickt, ja, genau. ich würde den gerne mit anderen Menschen be-sprechen, um Sprache zu finden um diese Erfahrungen nicht nur bei mir zu lassen, sondern das Gute darin zu erleben.

    Artikel: Vertrauen in das Gute

  • Marie-Dorothee Herder sagt:

    Zu meinen, es sei gut, dass die Vorstellung von besserer Politik durch Frauen mit der EU-Kommissionspräsidentin, der Bundeskanzlerin und der Verteidigungsministerin widerlegt sei, halte ich wegen des politischen Vorlebens dieser konkreten drei Frauen für irrig. Gerade diese drei Frauen haben sich in ihrem politischen Vorleben bedingungslos und ohne konzeptionelles Nachdenken den von androzentrischen Verhaltensweisen, Vorstellungen und Denkschemata dominierten pilitischen Vorstellungen angepasst und keinerlei feministische politische Alternative auch nur zu entwickeln versucht. Frau von der Leyen, Frau Merkel und Frau Kramp-Karrenbauer sind nicht das Ende des Patriarchats, sondern dessen Fortsetzung mit willfährigen Frauen. So beweisen gerade diese drei Frauen, dass frau sich für eine solche antifeministische Politik nicht hergeben darf!

    Artikel: Das Ende des Mythos vom „lieben Geschlecht“

  • Ute Plass sagt:

    Gut, wenn der Mythos von 'Frauen, als dem besseren Teil der Menschheit' ausgeträumt ist. Schön auf den Punkt gebracht, liebe Ina. :-)

    Artikel: Das Ende des Mythos vom „lieben Geschlecht“

  • Bari sagt:

    Letztes Jahr habe ich erlebt, dass in einem Gremium eine Frau für den zweiten Stellvertreter sich von der Wahl zurückziehen wollte mit dem Argument: dann wären ja beide Stellvertreter Frauen. Ich konnte sie mit dem Argument überzeugen, dass jahrelang sich kein Mann mit diesem Argument zurückgezogen hätte oder hat. Erst wenn Frauen die gleichen Fehler machen dürfen wie Männer, haben wir Gleichberechtigung erreicht. Da ist also noch Luft nach oben. Und gerade die drei Unionsfrauen sind dabei auf einem guten Weg :)

    Artikel: Das Ende des Mythos vom „lieben Geschlecht“

  • Gudrun Nositschka sagt:

    Zahlreiche Frauen in der Politik? Noch nicht zahlreich genug. Von einer Frau, die in einem Gremium einer finanzstarken Forschungsgesellschaft mitentscheidet, an wen die jährlichen Gelder fließen, erfuhr ich auf einer Tagung, dass Anträge von Frauen nur dann eine faire Chance hätten, wenn midnestens 30% der Mitglieder im Gremium Frauen wären. In der Politik sind wir davon noch weit entfernt und können nur hoffen, dass die Politikerinnen, die es in entscheidende Positionen geschafft haben, keine Kopfgeburten von Zeus sind. Wie sollten sie dann das gute, sinnvolle Leben für alle in Bewegung bringen?

    Artikel: Das Ende des Mythos vom „lieben Geschlecht“

  • Antje Schrupp sagt:

    @Hiltrud - Hm, das ist vermutlich schwierig, da Übersetzungen viel Arbeit machen und schlecht bezahlt werden. Für die Verlage rentiert sich das meistens nicht. Ja, wirklich schade.

    Artikel: Another Mother

  • Hiltrud sagt:

    Danke für die tolle Rezension. Da mein Englisch nicht fachbuch-fit ist: wie könnte frau/wie könnten frauen erreichen, dass das Buch ins Deutsche übersetzt wird? LG, Hiltrud

    Artikel: Another Mother

  • Gré Stocker-Boon sagt:

    Liebi Lüüt, Danke wiederum für das Schreiben lesen zu dürfen. Gestern war ich am Klimawandel-Festival in Zuerich.Nebst dem,dass ich in eine Trommelgruppe,herzhaft und kundig mittrommelte auf dem Cajun und auch noch mit entsprechende grosser Trommel brasilianisch mitspielte,machte ich Schritte zu den Jungen hin,im Zelt.Dort bat ich um Diskussion mit ihnen.Etwa 7 Jungen waren da.Sie hörten zu,was wir wir in einem Zweiergespräch redeten.Mein Gegenüber erzählte,kommend von Holland in Studium in Amsterdam.Sie gab an 3 Studien gleichzeitig unter einem Hut bringen zu wollen und genügend hin und her reisen zu wollen.Sie setzte sich ein für die Zukunft Menschen anzuwerben, wegen dem Klimathemen.Dann erwiderte ich,was sie sonst praktisch in der Gegenwart tut,um verschiedene Generationen zusammen zu bringen,Themen in Alterszentren zu bringen,z.B.,meine Generation einbeziehen für ein Zusammen wirken,um ein paar Sachen zu nennen.Sie gab zu und schrieb alles auf,dass daran viel zu wenig und auch gar nicht gedacht wäre.Geselligkeit war und ist gefragt,auch diese Erweiterungen einander auf Festivals zu treffen.Werkstätte u.a.m. auf dem Gelände zu betreiben.Aber ein Bohrer zu bedienen,das kann und mache ich schon.Es geht meiner Meinung nach um heutige gemeinsame Erlebnisse,die zu Erfahrungen kommen können und eine Basis erhält.Ersträngig und Zweiträngig spielt da dann (nur) Dritträngig.

    Artikel: Sich den realen Bedürfnissen zuwenden

  • Gré Stocker-Boon sagt:

    Liebe Ina, Nun,ich habe mit Interesse diese Seite mit den Antworten gelesen.Zuerst möchte ich mich bedanken,dass ihr mich nicht ausradiert habt auf die Freundinnen-Facebookseite.Gehöre nicht zu euch Studierten,dennoch bin ich regelmässig dran über euch dies und jenes zu vernehmen und zu lesen.Mir beschäftigt momentan das Geschehen in Frankfurt am Main und den Tod des 8-jährigen.Da ich wohnend in Wädenswil,mit Schönenberg kürzlich fusioniert,auch über fen Eriträer nachdenke und seine Familie und Umfeld,so frage ich mich als auch dazu gekommene aus einem anderem Land,ob er wirklich gut integriert war und wie man darüber ausführlich in den Medien berichtete.Aber nicht darüber sprach,warum dieser Mann explodierte und sofort psychisch krank sein sollte.War und wurde er handlungsunfähig,evtl.durch das in die Enge getrieben werden und nicht Gefühle platzieren zu können in seiner Wohngegend Schönenberg/ZH? Wer reflektierte mit diesem Mann,wo viele Land,Besitz,Zweitwohnung,Maiensässe haben? Ich möchte damit sagen,wir dürfen dieser Tatsache und Transformation nicht unterschätzen.Ich habe ein anderes Level wie ihr,kann heute aber über viele Jahren aus meine Fundus aus Ameland/Holland schöpfen,die Schritte tun,auch wenn sie gelegentlich befremdlich und unerwartet erscheinen.Aber nur so kommt Frau zu Reflexionen und Aufbau,wenn anderes fehlt,oder ein grösseres Manko wird.Es braucht tatsächlich viel Kraft und Ausdauer.Mit dieser Geschichte möchte ich aufzeigen,das Neues schaffen und anerkennen,Einsatz des Selbst und eigene Erkenntnis braucht.Auch alleinige Schritte zu wagen,oder vorübergend als Vorlage am Boden dienlich zu sein.Sie gibt auch Basis wieder die geboren werden,auch auf unsere Vorlagen hin,in Schrift,Bild und in der täglichen Praxis.Nun,ich bin zufrieden mit meine Art und Weise und danke allen von dem ich lernen durfte.

    Artikel: Warum lesen Männer kaum feministische Bücher?