beziehungsweise – weiterdenken

Forum für Philosophie und Politik

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Mutterschaft

Familienplanung ist heute eine Entscheidung, die ausgiebig reflektiert wird. Um viele Facetten von Mutterschaft geht es in dem Buch von Sheila Heti.

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Unsere Gegenwartsinsel finden – Marlen Haushofers “Die Wand” – neu gelesen

Das Doppeljubiläum der großen Marlen Haushofer im vergangenen Jahr verging, ohne dass ihr Werk die Würdigung erhielt, die es verdient. Doch auch eine neue Generation zeigt sich berührt durch Haushofers Roman “Die Wand”. Malaz Naileh liest den Klassiker auf ihre eigene Weise.

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Kapitel 9: Geld als Symbol der Abhängigkeit und Mittel der Politik

Zum 20. Jubiläum der Flugschrift „Liebe zur Freiheit, Hunger nach Sinn“ veröffentlichen wir die einzelnen Kapitel auch online. Dies ist das 9. Kapitel: Geld

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Wer hat Angst vorm alten weißen Mann?

Gesellschaftliche Strukturen verändern wir nicht, in dem wir Menschen aufgrund von Geschlecht, Hautfarbe oder sexueller Orientierung beurteilen, meint Mithu M. Sanyal – noch nicht einmal weiße, heterosexuelle alte Männer.

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Die Pariser Kommune aus der Sicht einer Akteurin: Louise Michel

Genau heute vor 150 Jahren begann die Pariser Kommune, die erste Revolution in Europa, die nicht nur politische Neuorganisation, sondern auch soziale Gerechtigkeit einforderte. Vera Bianchi über die Memoiren der Kommunardin Louise Michel.

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Herzlichen Glückwunsch für eine Pionierin! Zum 90. Geburtstag von Maria Mies

Maria Mies hat die feministische Frauenforschung seit den 1970er Jahren maßgeblich geprägt und dabei früh eine globale und wachstumskritische Position eingenommen. Vor Auseinandersetzungen scheute sie nie zurück, auch nicht mit anderen Feministinnen. Eine Würdigung zum 90. Geburtstag.

Charles Michel oder: Wie sich die EU von Despoten instrumentalisieren lässt

Von Antje Schrupp

Unter dem Hashtag #SofaGate wird in den Sozialen Medien ein Desaster diskutiert, das der türkische Despot Erdogan der Europäischen Union beschert hat:

Bei einem Treffen mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident Charles Michel – beide gleichrangige Repräsentant:innen der EU – bekam lediglich Michel einen “Herrschersessel” auf Augenhöhe neben Erdogan angeboten, von der Leyen hingegen musste entfernt und “tiefer” auf einem Sofa Platz nehmen.

Die EU zeigt sich empört. Leider zeigt sie sich nicht an der richtigen Stelle empört.

Denn nicht Erdogan ist für das Desaster verantwortlich zu machen, sondern Ratspräsident Michel: In einem von der EU verbreiteten Video ist zu sehen, wie von der Leyen stehen bleibt und ihren Unmut deutlich macht, während Michel nicht schnell genug auf dem ihm angebotenen Sessel neben Erdogan Platz nehmen kann. Er ist auch nicht wieder aufgestanden, nachdem das Problem deutlich wurde, hat sich nicht mit von der Leyen solidarisiert. Keineswegs. Er hat klar gemacht, dass das ihr Problem ist und nicht seins.

Erdogan ist hier wieder mal ein propagandistisches Meisterstück gelungen: Er hat die EU vorgeführt als eine Organisation, die nicht zu ihren eigenen (angeblichen) Werten steht. Denn die Adressat:innen seiner Inszenierung sind ja nicht wir, die hier Empörten. Sondern es sind die Männer rund um den Globus, die sich die alten patriarchalen Zeiten zurückwünschen.

Sie haben hier gesehen: Sobald man den europäischen Männern einen Macho-Thron anbietet, hüpfen sie genauso drauf wie alle anderen. Das westliche Bekenntnis zur Freiheit und Gleichheit der Frauen ist auch nur Show. Was für ein Symbol, nur wenige Tage nachdem die Türkei ihren Austritt aus der Istanbul-Konvention zur Bekämpfung häuslicher Gewalt erklärt hat!

Beibt nur zu hoffen, dass die Sache in der EU wenigstens ein Nachspiel hat. Charles Michel und die Mitarbeitern des Protokolls müssen die Veranwortung für das Desaster. Wenn man sein erbärmliches Statement auf Facebook dazu liest, spricht allerdings nichts dafür, dass er das freiwillig macht.

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Autorin: Antje Schrupp
Eingestellt am: 08.04.2021

beziehungsweise…

… ist ein Internetforum, das, von Beziehungen unter Frauen ausgehend – daher der Titel – , ein philosophisches und politisches Gespräch ermöglicht. Es ist aus dem Wunsch der Initiatorinnen heraus entstanden, eine Plattform für Ideen zu schaffen, die ausgehend von der weiblichen Liebe zur Freiheit die Welt verstehen und Gesellschaft gestalten. Es bietet eine Möglichkeit, Gedanken zu entwickeln und zu diskutieren, unterschiedliche Projekte und Netzwerke miteinander in Kontakt und ins Gespräch zu bringen, Informationen auszutauschen, sich inspirieren zu lassen, neue Ideen zur Welt zu bringen. An diesem Projekt kann sich grundsätzlich jede Frau aktiv beteiligen, die in irgendeiner Weise mit einer der Redakteurinnen oder Autorinnen in Beziehung tritt.

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Illustration: Annekatrin Zint