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Frauen in der Sportberichterstattung

Wenn Frauen die Führung übernehmen, entwickeln Sportverbände sich positiv. Das war eine interessante Information bei einer gemeinsamen Veranstaltung von Journalistinnenbund und Deutschlandfunk, in der es überwiegend um die politische Dimension der alltäglichen Sportberichterstattung ging.

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Mutter! Eine sehenswerte Ausstellung in der Kunsthalle Mannheim

Wie wird das Thema Mutterschaft in der Kunst dargestellt? Das Motiv der “Madonna mit Kind” war hier lange dominant, doch inzwischen gibt es auch andere Bilder. Antje Schrupp über “Mutter!”, noch bis Februar in der Kunsthalle Mannheim zu sehen.

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„Die Natur spüren und schreiben“

Chiara Zamboni schreibt in ihrem neuen Buch über eine andere Haltung gegenüber der Natur. Dorothee Markert stellt wichtige Gedanken daraus in einer Serie vor.

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Die Vielfalt des Mütterlichen

Mutterschaft als Gemeinschaftswerk: Von der Bedeutung sozialer Beziehungen für die einzelnen Mütter und ihre Möglichkeiten handelt der Film „Maternal“ der italienischen Regisseurin Maura Delpero.

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DER HERD

Die erste Folge aus der Serie “Küchengeschichte(n) – wie Haushaltsgeräte die Care-Arbeit veränderten und verändern” gilt dem HERD. Jutta Pivecka ist gespannt auf die Erfahrungen und Überlegungen der Leserinnen.

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Lebensnotwendiger Feminismus

Adelheid Ohlig hat die Lebensgeschichte der französischen Feministin Benoîte Groult für sich entdeckt und stellt das Buch vor.

Wenn traditionelle Religionen gesellschaftlich immer mehr an Bedeutung verlieren

Von Dorothee Markert

Angesichts des Schneckentempos, in dem dringend notwendige Veränderungen bei den Kirchen vorangehen, und besonders wenn mal wieder ein wichtiger Vorstoß, z.B. von Maria 2.0, einfach nur abgeschmettert wird, denke ich öfter: „Geht sterben! Ihr habt es nicht besser verdient, als dass ihr gesellschaftlich und politisch immer mehr an Bedeutung verliert und eure Mitgliederzahlen rapide zurückgehen!“

Nun gut, immerhin gibt es jetzt nach dem kurzen Zwischenspiel von Margot Kässmann schon die zweite Frau im höchsten Amt der Evangelischen Kirche Deutschlands. Und die Präsidentschaft des Zentralkomitees der deutschen Katholiken wird ebenfalls zum zweiten Mal durch eine Frau ausgeübt. Ich wünsche Annette Kurschus und Irme Stetter-Karp von Herzen alles Gute für ihr zukünftiges Wirken. Dass sie viel bewegen können, wage ich allerdings nicht zu hoffen. 

Eine Aussage, die Ina Praetorius dieser Tage ihren Facebook-Followern hingeworfen hat, bringt mich nun dazu, meine resignative, ja manchmal fast schadenfrohe Haltung gegenüber den Kirchen nochmals zu überdenken. Sie schrieb: „Solange wir als Gesellschaft keinen tragfähigen Ersatz für die Matrix der traditionellen Religionen gefunden haben, sollten wir vorsichtig sein mit allgemeinem Religions-Bashing.“

Ein solcher Ersatz war früher beispielsweise die Arbeiterbewegung mit ihrer Hoffnung auf den Sozialismus und ihrem Eintreten für Solidarität und ein besseres Leben aller.

Dass da wirklich etwas fehlt, zeigt sich z.B. an der zunehmenden Gleichgültigkeit gegenüber dem Schicksal anderer wie beim lockeren In-Kauf-Nehmen von wieder mehr Todesfällen durch und wegen Covid, an böswilligen Verleumdungen und Hassbotschaften im Netz und daran, wie oft Menschen, die einen Unfall verursacht haben, einfach weiterfahren, ohne sich um mögliche Verletzte zu kümmern. Vielleicht hat ja auch die Gläubigkeit gegenüber Verschwörungstheorien etwas damit zu tun, dass etwas Tragfähigeres fehlt.

Autorin: Dorothee Markert
Eingestellt am: 26.11.2021
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… ist ein Internetforum, das, von Beziehungen unter Frauen ausgehend – daher der Titel – , ein philosophisches und politisches Gespräch ermöglicht. Es ist aus dem Wunsch der Initiatorinnen heraus entstanden, eine Plattform für Ideen zu schaffen, die ausgehend von der weiblichen Liebe zur Freiheit die Welt verstehen und Gesellschaft gestalten. Es bietet eine Möglichkeit, Gedanken zu entwickeln und zu diskutieren, unterschiedliche Projekte und Netzwerke miteinander in Kontakt und ins Gespräch zu bringen, Informationen auszutauschen, sich inspirieren zu lassen, neue Ideen zur Welt zu bringen. An diesem Projekt kann sich grundsätzlich jede Frau aktiv beteiligen, die in irgendeiner Weise mit einer der Redakteurinnen oder Autorinnen in Beziehung tritt.

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Illustration: Annekatrin Zint