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Aus der Zeit gefallen – ein Videopodcast der bzw-weiterdenken-Redaktion

Von Anne Newball Duke

Das Redaktionsteam probiert ein neues Format aus: Wir wollen in regelmäßigen Abständen – etwa alle vier bis acht Wochen – in einem Videopodcast über ein Thema sprechen, das eine von uns vieren besonders bewegt, wo sie Rede- und Austauschlust verspürt. Im gemeinsamen Nach- und Weiterdenken möchte sie die anderen im besten Falle mit ihrer Unruhe anstecken, oder aber auch zur Ruhe kommen; je nachdem, wie sich die Gesprächsfäden ent- und verwickeln.

Momentan sind wir Jutta Pivečka, Antje Schrupp, Maria Coors und Anne Newball Duke. Wir können uns aber auch vorstellen, die Zusammensetzung je nach Thema und Begehren zu wechseln.

In der ersten Folge hatte Anne Newball Duke den Wunsch, über den Film Arrival von 2016 und die Kurzgeschichte “Story of Your Life” von Ted Chiang, die dem Film als Vorlage diente, zu reden. Beide Kunstformen gewichten Themen unterschiedlich und kommen daher auch zu unterschiedlichen Aussagen. Daraus entstanden bei uns entweder Vorlieben für die Kurzgeschichte oder den Film. Das ergab ein interessantes und schön kontroverses Gespräch; u.a. darüber, wie viel Feminismus in Film und Kurzgeschichte steckt, und welche bahnbrechende Neuerung für unser Zeitverständnis – gerade dem von der Zukunft – hier angeboten wird.

Hier geht’s zu unserem ersten Videopodcast

Oben: Jutta Pivecka, Antje Schrupp

Unten: Anne Newball Duke, Maria Coors

Autorin: Anne Newball Duke
Eingestellt am: 22.06.2020
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Kommentare zu diesem Beitrag

  • Fidi Bogdahn sagt:

    Ihr vier wartet jetzt sehnlichst auf einen Kommentar, hieß es. Ich mache euch die Freude :-)
    Dank an euch, ich habe mich sehr erfreut daran, euch zuzuhören, euch zuzuschauen!
    Keine Ahnung, ob ich viel geschweige denn alles verstanden habe. (Das ist auch mein Anspruch überhaupt nicht, eigentlich fast nie. Das musste ich höchstens damals an der Uni oder zumindest so tun als ob.) Hier lass ich euch einfach auf mich wirken; dann erfahre ich so viel. Und das ist es, was mir dann Freude macht.
    Ich hoffe die weiteren Folgen werden wieder bekannt gegeben, und wie gesagt,
    ich grüße euch herzlich!

  • Ich habe gerade schon auf YouTube kommentiert, dass mir das Format super gefällt. Diese Viererteilung des Bildschirms ist für mich sehr übersichtlich und im Gegenteil zu einem Audiopodcast habe ich mehr Übersicht, wer jetzt gerade spricht.

    Vielleicht wäre es noch gut die Hinweise aus dem Abspann auch in die Beschreibung mit aufzunehmen und vielleicht noch kleine Namensschilder?

  • Antje Schrupp sagt:

    @sammelmappe – Ja, danke für die Verbesserungsvorschläge !!
    @Fidi – wie schön! Ja klar, das machen wir!

  • Jutta Pivecka sagt:

    Liebe Claudia, Danke für dein Feedback. Die Hinweise habe ich unten in die Beschreibung gesetzt. Wie man “Namensschilder” in den vier geteilten Bildschirm durchgehend einblenden kann, weiß ich nicht genau. Mein Programm lässt nur Untertitel unter das Gesamtbild zu, was nicht so passend ist. Ich bin da auch keine Expertin.

  • An sagt:

    Hallo allo vier, erstmal großes Lob, superschön!!!
    Ich kenne vom Sehen aus diesem Kreis bisher nur Antje Schrupp und fand es gut, nun Gesichter zu haben zum Forum bzw-weiterdenken. Außerdem gefällt mir sehr gut die “Unaufgeregtheit” des Formats im Gegensatz zu all der aggressiven Bildsprache um mich herum. Dass Ihr einen eigentlich geschützten Gesprächsraum aufmacht und daran teilhaben lasst, finde ich mutig von Euch. Um das viel strapazierte Wort zu benutzen, es ist “authentisch” im besten Sinne.

    Den Film habe ich gesehen, die Kurzgeschichte nur in Rezensionen gelesen, nicht im Original. Dank Euch habe ich jetzt die Ergänzung und Einschätzungen. Mir erschien der Film als ziemlicher Hollywood-Verschnitt mit zwar weiblicher Heldin, die aber unerträglich auf weibliches Schema festgelegt war.Ich habe den Film damals diskutiert mit einer Person, die auf jeden Fall ohne Sprache denkt, da Sprache immer mit Problemen behaftet war (Legasthenie, Wahrnehmungsstörungen). Die These, nur durch Sprache denken zu können, fand diese Person also komplett abwegig. Vielen Dank für die ganz anderen Aspekte nun von Euch.

  • Jutta Pivecka sagt:

    Liebe An, Danke für das Feedback. Diese Einschätzung, dass Denken und Sprache untrennbar sind, ist ja sehr weit verbreitet. Mich überzeugt das auch nicht unbedingt, da ich selbst eher ein visuell “denkender” Mensch bin. Viele Künstlerinnen drücken sich eben auch durch Bilder aus – und könnten das gar nicht in gesprochene oder geschriebene “Sprache” übersetzen.

  • Bei den “Namensschildern” habe ich gar nicht so an einen technischen Feinschilf gedacht.

    Die könnten ja sogar analog auf dem Video erscheinen und müssten nicht durchgehend sein.

    Außerdem könnten sie auch in der YouTube-Beschreibung auftauchen. Der ganze Artikel könnte in der YouTube-Beschreibung wiedergegeben werden.

    Wenn Besucherinnen von dieser Seite auf YouTube kommen, nehmen sie die Beschreibung nicht wahr, es ist also keine Wiederholung für sie. Kommen sie über YouTube oder andere Kanäle, dann ist es ein Informationsgewinn.

  • Jutta Pivecka sagt:

    @Sammelmappe Das müssen wir für das nächste Mal überlegen. Wir haben ja keine “professionellen” Namensschilder und so ein Klebeband oder so, weiß nicht, das gefällt mir nicht. Man kann ja vielleicht am Anfang einfach sagen, wer wo im Bild ist. Hier auf bzw habe ich es jetzt noch einmal drunter geschrieben.

  • Dorothee Markert sagt:

    Danke an euch für diese tolle Neuerung auf unserer Seite! Beim ersten Mal ließ ich mich von Anne abschrecken, euer Video weiter anzuschauen, weil es so klang, als müsse man den Film und die Kurzgeschichte kennen, um was davon zu haben. Dann war ich aber doch so neugierig, dass ich mich über diese Empfehlung hinweggesetzt habe. Und tatsächlich hatte ich sehr viel Freude an eurem Gespräch, das gut für sich allein stehen kann. Vielleicht werde ich die Kurzgeschichte mal lesen, möglicherweise auch irgendwann den Film anschauen, und dann alles nochmal ganz anders sehen als ihr. Aber nötig ist das nicht unbedingt.
    Als Linkshänderin denke ich übrigens nicht linear (musste das aber natürlich lernen), sondern immer in Gesamtbildern, weshalb ich lange große Schwierigkeiten mit der Vermittlung hatte, weil mir nicht klar war, dass andere die Bilder gar nicht sehen konnten, die ich im Kopf hatte.

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