beziehungsweise – weiterdenken

Forum für Philosophie und Politik

Neu in "denken"

Philosophie im Gespräch

„Philosophie im Gespräch“ ist seit 2005 eine Sendereihe des Österreichischen Okto-TV. Bettina Schmitz ist vor einiger Zeit auf sie aufmerksam geworden und empfiehlt sie.

Neu in "handeln"

Warum soll Fürsorgearbeit heute „Care“ heißen?

In aktuellen „Care“-Debatten wird oft dasselbe diskutiert, wie schon in der feministischen Öknomiekritik früherer Jahrzehnte, bemängelt Katrin Wagner. Dabei hat der Begriff durchaus das Potenzial, Neues auszusagen.

Neu in "denken"

Welcher Norm folgt „normalerweise“?

Bezugnehmend auf das Gespräch zwischen Antje Schrupp und Jutta Pivecka über Geschlecht und Körper schlägt Andrea Günter vor, Frausein genealogisch zu verstehen.

Neu in "handeln"

Care hat nichts mit Gender zu tun

Antje Schrupp hat beschlossen, beim Thema Care zukünftig nicht mehr über Geschlechterverhältnisse zu sprechen. Warum, erläutert sie hier.

Neu in "studieren"

Frauen und Informatik

Durch bewussten Einsatz von Gleichheit/Differenz als moralische Kategorie können gerechtere Verhältnisse zwischen Frauen und Männern geschaffen werden, meint Claudia Conrady und bezieht sich dabei auf ein interessantes Praxisbeispiel aus einer Schule in Niedersachsen.

Neu in "dichten"

Geht das?

In diesem Gedicht von Gertraude Franz geht es um die Beziehung zwischen Töchtern und Müttern

Weiß, männlich …

Von Juliane Brumberg

Foto: Rainer Sturm / Pixelio

Foto: Rainer Sturm / Pixelio

Weiß, männlich, privilegiert. Weiß, männlich, gefährlich. Das ist sehr pauschal – und – es lässt sich statistisch untermauern. Laut UN-Report besitzen Männer 99 Prozent des Weltvermögens, die Kriminalitätsstatistiken zeigen, dass rund drei Viertel aller Straftaten in Deutschland von Männern begangen werden. Trotzdem ist die Masse der Männer weder reich noch kriminell.

Eine große Anzahl von – vor allem jungen – Männern ist jedoch verunsichert. Das zeigt sich in ihrem großen Zulauf zur AfD und anderen rechtspopulistischen Gruppierungen. Trauriger Anlass für viele Medien, über sie herzufallen, sie zu Sündenböcken zu machen. Kontraproduktiver geht es wohl kaum.

Frauen haben in den letzten Jahrzehnten für ihre Freiheit gekämpft und sich gerechtere Verhältnisse erstritten, die eigentlich selbstverständlich sein sollten. Männer haben dadurch vermeintlich naturgegebene Privilegien verloren. Wie sagte unlängst ein 14jähriger? „Wenn Frauen heute alles können, wozu braucht man dann überhaupt noch Männer?“

Diese Verunsicherung in den Fokus zu nehmen, auf sie zu reagieren, sehe ich als eine vordringliche Aufgabe. Das ist allerdings nicht Sache der Frauen oder etwa der Mütter, wie manchmal selbstanklagend zu hören ist. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und ich wünschte mir, vor allem die männlichen Politiker erkennen das und den Medien fällt etwas Besseres ein, als Häme über jungen Männern auszuschütten. Die einen wie die anderen sollten überlegen, wie sie hier unterstützend wirken können. Für diese Problemkreis ist polizeiliche Aufrüstung keine Lösung, sondern es braucht eine Stärkung des sozialen und pädagogischen Bereichs.

Autorin: Juliane Brumberg
Eingestellt am: 02.08.2016

beziehungsweise…

… ist ein Internetforum, das, von Beziehungen unter Frauen ausgehend – daher der Titel – , ein philosophisches und politisches Gespräch ermöglicht. Es ist aus dem Wunsch der Initiatorinnen heraus entstanden, eine Plattform für Ideen zu schaffen, die ausgehend von der weiblichen Liebe zur Freiheit die Welt verstehen und Gesellschaft gestalten. Es bietet eine Möglichkeit, Gedanken zu entwickeln und zu diskutieren, unterschiedliche Projekte und Netzwerke miteinander in Kontakt und ins Gespräch zu bringen, Informationen auszutauschen, sich inspirieren zu lassen, neue Ideen zur Welt zu bringen. An diesem Projekt kann sich grundsätzlich jede Frau aktiv beteiligen, die in irgendeiner Weise mit einer der Redakteurinnen oder Autorinnen in Beziehung tritt.

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Illustration: Annekatrin Zint